Headset-Mikro gescheit verwenden?

von HerrPi, 20.09.06.

  1. HerrPi

    HerrPi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.06   #1
    Hallo zusammen!

    Ich hab mir vor einiger Zeit ein Headset gekauft, das Plantronics Audio 90 (hauptsächlich zum Skypen):
    Games-ab-18.de - Günstig shoppen! - Plantronics Audio 90

    Dieses konnte ich immer wunderbar an meiner alten Creative Live! - Karte betreiben, Mikro und Phones halt angeschlossen.

    Jetzt, vor nicht allzulanger Zeit hab ich mir aber eine M-Audio Delta 192 Soundkarte gekauft, welche ja bekanntlich *keinen* direkten Mikro-Eingang besitzt.
    Da ich aber zu Recording-Zwecken sowieso mal einen kleinen Mischer gebraucht habe, habe ich vor wenigen Tagen das Yamaha MG 10/2 Mischpult bestellt.

    Deshalb jetzt meine Frage: Kann ich das Mikrofon des Headsets (hat ja nen stereo 3,5er-Klinken Anschluss) irgendwie sinnvoll an das Mischpult anschließen, sodass ich es weiter verwenden kann? Wie gesagt, ich bräuchte es nur für kleinere Skype-Sitzungen, nicht mehr!
    Ich will mir halt (noch) nicht gleich ein extra Mikrofon kaufen.

    Danke für jeden Vorschlag!

    -HerrPi.
     
  2. Astronautenkost

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    Erstellt: 18.10.06   #2
    Du musst Dir ein Adapter von kleiner Klinke auf XLR löten oder besorgen, damit Du in den Preamp des Pultes gehen kannst, dann geht das.
     
  3. HerrPi

    HerrPi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.06   #3
    Ok, das klingt schon mal gut!

    Und muss ich dann auch die 48V-Phantompower meines Mixers verwenden oder wäre das schädlich??
     
  4. mikroguenni

    mikroguenni HCA Mikrofontechnik HCA

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    Erstellt: 24.10.06   #4
    Moin,

    so einfach ist das nicht, wenn die 48V vom Pult auf die Kapsel gegeben werden, ist das Teil kaputt!
    Du brauchst einen Adapter mit eingebautem Impedanzwandler, leider teuer!

    Gruß Mikroguenni
     
  5. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 24.10.06   #5
    Soweit ich sehe, ist das Mikro dynamisch. Also keine 48 Volt!
     
  6. HerrPi

    HerrPi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.06   #6
    Reicht es dann aus, wenn ich mir ein besagtes Klinke (fem.) -> XLR Kabel löte und damit ins Mischpult gehe und per Gain etc. vorverstärke??
     
  7. Bernd Neubauer

    Bernd Neubauer Offizieller Beyerdynamic Application Engineer

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    Erstellt: 24.10.06   #7
    Hallo Herr Pi,

    also normalerweise kommt aus den Mikroeingängen der meisten Soundkarten eine sogenannte Tonaderspeisung in Höhe von ca. 3-5V raus, welche aber nicht mit der Phantomspeisung verwechselt werden darf (kannst Du mit dem Multimeter messen). Diese Spannung wird normalerweise für den Impedanzwandler, der an der Kapsel sitzt, verwendet. Falls Du die Möglichkeit hast, pobiere das Mikro mal auf jeden Fall ohne Phantomspeisung an einem Mikroeingang des Pultes. Falls es nicht funktioniert, gehe ich davon aus, daß Du die Tonaderspeisung benötigst. Da dieses aber dann doch mit etwas viel Aufwand verbunden ist, liegt es nahe, sich dafür ein eigenes Mikro zu kaufen.

    Liebe Grüße

    Bernd
     
  8. HerrPi

    HerrPi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.06   #8
    Hallo Herr Neubauer,

    danke für die Infos.
    Das "Problem" bei der Audiophile 192 ist ja gerade, dass sie keinen expliziten Mikrofoneingang besitzt.
    Ich hatte mir das HeadSet eben für meine vorherige Karte gekauft und will es jetzt aber nicht nur so da rumliegen haben. Deswegen meine Frage, ob ich das Mikro noch irgendwie an meinen Mixer dranbekomme.
    Falls die Sache mit dem Impedanzwandler wirklich so kompliziert ist, sehe ich das natürlich ein...

    Noch ne "dumme" Frage: Was bringt es, wenn aus einem Mikro*eingang* einer Soundkarte eine Speisung *heraus* kommt?? Der Eingang bekommt doch nur sein Signal geliefert vom Mikro und da gibt es keinen Weg vom Eingang zum Mikro zurück, oder sehe ich da was falsch??

    -Simon.
     
  9. Gast 23432

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    Erstellt: 24.10.06   #9
    Wie Bernd schon erklärt hat, gibt es Mikrofone (Kondensatormikrofone), die eine interne Elektronik haben - und diese benötigt eben eine Gleichspannungsversorgung, je nach Ausführung die 3-5V oder die Phantomspannung von 9-52Volt, meist eben die üblichen 48Volt...