Heilpraktiker/Psychotherapeuten hier?

von LesPaulES, 04.06.07.

  1. LesPaulES

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    Erstellt: 04.06.07   #1
    Hallo
    ich wollte mal fragen, ob hier auch Heilpraktiker und Psychotherapeuten sind. Der Grund ist folgender, ich studiere zur Zeit Medizin und bin teils begeistert, teils gelangweilt. Das Studium beinhaltet zu viele Gebiete, die mich wirklich überhaupt nicht interessieren... (Chirurgie, klinische Chemie etc)

    Mein Ziel ist primär der Psychotherapeut, evtl in Verbindung mit Allgemeinmedizin.
    Neulich erzählte mir eine Kommilitonin von der Möglichkeit die Ausbildung zum Psychotherapeuten und Heilpraktiker zu machen, das Interessiert mich inzwischen immer mehr, jedoch finde ich nichts über die genauen Möglichkeiten, Arbeitsbedingungen und Karriereaussichten. Nur die Infos, die die Schulen bieten...

    Deshalb die Fragen, wie sieht mit den Berufschancen aus, Niederlassungsfreiheit, Forschungsmöglichkeit etc? Wie stehen die Chancen in Kliniken angestellt zu werden? Meine persönlichen Interessen liegen in den Bereichen um "DIS/MPS", "PTSD" aber auch den üblichen psychotherapeutischen Feldern...
    Kurzum, ich will einfach alles wissen:)

    Achja, ein Psychologie Studium kommt aus verschiedenen Gründen (eher) nicht in Frage (u.A. die Gebühren...) Außerdem würde mir meine medizinische Vorkenntniss bei einer Schule für HP angerechnet und die Ausbildungszeit verkürzt (time is money;) )

    Ich bin wirklich für alles dankbar, was mir weiterhelfen könnte!

    Viele Grüße

    LesPaulEs
     
  2. Paranoid

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    Erstellt: 05.06.07   #2
    Wie lange studierst du denn schon Medizin?

    Zu der gemeinsamen Ausbildung als Psychotherapeut und Heilpraktiker kann ich nicht wirklich viel sagen, aber auf jeden Fall musst du dich dabei darauf einstellen, dass völlig andere Lösungswege für Probleme zur Sprache kommen ... nenn es Laberei. Das hat Psychologie schon stark an sich und Heilpraktiker sind die größten Labertaschen, die es überhaupt gibt. Außer Philosophen vielleicht ;) Aber die lösen ja auch keine Probleme, sondern reden nur.

    Bezüglich Gebühren musst du damit rechnen, dass du dich für diese Ausbildung finanziell ganz schön verausgaben wirst und das eventuell ohne einen wirklich anerkannten Abschluss in der Tasche zu haben.
     
  3. LesPaulES

    LesPaulES Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.06.07   #3
    Hi
    also bei uns an der Uni läuft Psychologie als Naturwissenschaft, auch die Psychotherapie ist eigentlich recht problemorientiert und weit weg von Laberkram... was mir allerdings Sorgen macht ist, daß ich mit homöopathie (schreibt man das so?) und so nem Zeug nichts anfangen kann, da bin ich einfach auch zu stark naturwissenschaftlich veranlagt...

    Ich habe jetzt in Erfahrung gebracht, daß die Schulen lediglich "psychologische Berater" ausbilden dürfen und man sich anschließend zu Prüfung zum Psychotherapeuten anmelden muß...

    Sieht wohl alles nach einem Wechsel zur Psychologie aus... mal seh´n ob Medizin evtl nicht auch wieder interessant wird... ich glaub´ich bin bloß etwas gefrustet...

    Grüße

    LesPaulEs
     
  4. Paranoid

    Paranoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.07   #4
    Dann ist Heilpraktiker aber wohl mal gar nichts für dich. Guck mal bei Wikipedia, Heilpraktiker konzentrieren sich auf ganzheitliche Verfahren, blahblub, blahblub. Und ich als zukünftiger Medizinstudent würde es als ziemlichen Abstieg anstehen, wenn ich meinen Patienten nur noch irgendwelche Kügelchen verabreichen dürfte ...

    Ein Bekannter von mir hat jetzt 4 Semester Psychologie studiert und wird jetzt, trotz hervorragender Noten, zur Medizin wechseln, weil ihm Psychologie zu wenig naturwissenschaftlich fundiert ist. Wenn du jetzt sagen würdest, dass dir Medizin zu naturwissenschaftlich ist, okay, aber dir muss bei einer solchen Entscheidung einfach klar sein, dass Psychologen und Psychotherapeuten (sprich Fachärzte für Psychotherapie) unterschiedliche Lösungsansätze für psychologische Probleme verfolgen. Außerdem, wenn du jetzt noch wechselst, muss dir klar sein, dass deine Ausbildung sehr lange Zeit in Anspruch nehmen wird, da du, um als Dipl.Psychologe therapeutisch tätig werden zu dürfen, erstmal eine mindestens dreijährige Ausbildung absolvieren musst, die nicht nur massig Geld kostet, sondern auch noch Fulltime erfolgt, dh, obwohl du 6 Jahre in dein Diplom investiert hast, kannst du nebenbei nicht arbeiten.
     
  5. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 06.06.07   #5
    Na Hallo, Kollege!

    Kommt eine Facharztausbildung nach dem Medistudium in Psychiatrie, Psychotherapie oder Medizinische Psychosomatik für dich nicht in Frage? Ich mein, da machst du ja auch Anamnesen, sprichst mit dem Patienten, kannst sie beraten und als Facharzt wirst du sie auch körperlich untersuchen dürfen und therapieren in Form von Medikamentenverschreibung, etc.
     
  6. LesPaulES

    LesPaulES Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.07   #6
    Hallo zusammen
    Natürlich war, genauergesagt, ist es mein Ziel den Facharzt für Psychotherapie+Neurologie, eher weniger Psychiartrie zu machen. Ich glaub ich war/bin bloß etwas gefrustet, da die letzten Interessanten Lehrveranstaltungen dann doch etwas weiter zurück liegen...
    Ich kann mich nunmal nicht für OP´s interessieren, ist für mich etwa so faszinierend wie ein Monaco Grand Prix mit LKW...
    Ist vermutlich normal, da der Reiz des neuen weg, aber das Ziel noch nicht vor Augen ist...
    Naja, ich bewerbe mich jetzt erstmal für eine Famulatur in einer Spezialklinik für Psychosomatik... wird bestimmt ein Lichtblick werden, drückt mir die Daumen!

    @Paranoid
    Ich will nicht als Heilpraktiker praktizieren, es ging mir lediglich um die Möglichkeit an einer Heilpraktikerschule die Ausbildung zum Psychotherapeuten zu machen,(wo mein jetziger Bildungsstand auf die Ausbildung angerechnet würde, ich also evtl Zeit gewinnen könnte, sprich Ausbildung während des Studiums und ggF unabhängig von der Medizin zu sein. Hab mich wohl recht undeutlich ausgedrückt, wie ich in Nachhinein lesen kann...):o
    Ich hau´ mir doch nicht die (patho)Biochemie und (patho)Physiologie in den Kopf, um nachher davon überzeugt zu sein, daß 10 mal geschütteltes Wasser, das mal neben einem medizinisch wirksamen Molekül übernachtet hat ein wirklicher Therapieansatz sei :D

    Grüße

    LesPaulEs