Highend - Leslie

von JoKey, 04.08.06.

  1. JoKey

    JoKey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.06   #1
    Hallo,

    2 kurze Fragen an die Leslie-Experten hier:

    1. Wie wichtig ist für Euch eigentlich eine rotierende Basstrommel? Da sich aus meiner Sicht der Pedalbass dann schlimm anhört und eh getrennt werden muss, reicht doch vielleicht so etwas wie der Reussenzehn-Birdie für alles oberhalb 800 Hz? (Der klingt in dem Bereich toll...)
    2. Wie wichtig ist für Euch die Röhrenendstufe? Reicht nicht z.B. der O&G über eine Transistorendstufe für 99,999% Sound aber mehr Dampf?

    Oder anders gefragt: wie gut ist / wäre ein Reussenzehn-Birdie mit 15"-PA-Box, O&G als Vorstufe und Transistorendstufe als Highend-Leslie?
     
  2. mojoh

    mojoh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.06   #2
    Sehr wichtig. Sie macht einen großen Teil des typischen "Rotor"-sounds aus. Dadurch, dass Hochtornhorn und Basstrommel nie synchron laufen bzw. sogar in entgegengesetzten Richtungen rotieren, ergibt sich dieser typische Sound.
    Ich hatte (vor vielen Jahren) mal ein Kabinett, das nur mit einem rotierenden Hochtonhorn bestückt war. Der Bass war "unbeweglich". Mir hat es regelmäßig die Tränen in die Augen getrieben, wenn ich mal mit einem "echten" Leslie gespielt habe.

    Ein Pedalbass verliert natürlich etwas an Präzision. Was aber durchaus verschmerzbar ist. Ggf. lässt sich das Signal des Pedals separat an der Orgel herausführen.

    Fazit: wenn man auf "den" typischen" Hammondsound steht, ist ein Kabinett mit Basstrommel Pflicht ( es sei denn, man will den Sound von (zeitweise) Jon Lord oder Brian Auger, dann braucht man gar kein Leslie - sollte dann allerdings auch so spielen können ;)).


    mojoh
     
  3. K.P.

    K.P. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.06   #3
    Sehr wichtig. Da die Ziegriegel in den Manualen ja unter 800 Hz reichen !
    Der Pedalbass sollte getrennt vom Bassrotor des Leslies sein.
    Ok, man braucht hierfür halt ein Mehrkanal Leslie. Oder andere Alternativen wie eine seperate Baß-Box.
    Der Reußenzehn-Birde ist alle mal eine Alternative zu den Hammond-Suzuki Teilen, zumal diese locker das doppelte kosten wie das von Reußenzehn.

    Um dies herauszufinden sollte man sich beide Systeme einmal anhören !
    Also Termin abmachen und ab nach Schwärzelbach.
    Röhre hat was ! Unumstritten ! Aber Klang ist, wie sovieles, eben subjektiv und deshalb Geschmacksache.
     
  4. hattrick

    hattrick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.06   #4

    hi
    1. du sprichst von "high-end-leslie". wenn ich davon ausgehe, dass du das "high-end" auf den klang beziehst, ist eine rotiernde basstrommel (nicht zu verwechseln mit einem rotierenden bass) ein absolutes muss!
    ich hatte ein leslie 323 mit simuliertem bassrotor und ich habe auch das leslie 21 ausgiebig getestet. resultat: keines dieser "high-tech-teile" kommt nur annähernd an den sound eines leslie mit rotierender basstrommel heran. selbst mein uraltes 860er leslie (mit 12 zoll basslautsprecher und basstrommel) klang (habe es leider verkauft) , bzw. klingt um längen besser. also: als schlepp-freundliche alternative taugt die birdie/basslautsprecher kombination sicher etwas aber nicht als klangliches high-end-leslie!

    2. o & g und transistor leslie ist m.e. etwa 90 % eines röhrenleslie oder anders gesagt: wenn du diese kombination hörst, wirst du denken "WOW", das ist es. wenn du aber den direkten vergleich mit einem echten röhrenleslie haben kannst, wirst du den unterschied deutlich hören. stichwort "wärme". für verzerrte, rockige klänge ist die erste kombination absolut ok bzw. super. für bluesig/jazziges anzerren geht nichts über ein röhren leslie.

    ich bin in der glücklichen lage und kann direkt vergleichen, da ich im übungsraum mein 760er mit o & g gleichzeitig mit dem 251er laufen lassen kann. das resultat des direkten vergleichs fällt immer gleich aus...:D


    gruss
    hattrick
     
  5. stoennes

    stoennes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.06   #5
    Hi Patrick,

    mich interessiert das gleichzeitig laufen lassen. Wie schließt Du die dann an die XK-3 an? Ich habe mir auch den O & G bestellt. Ich möchte damit mal zum Vergleich zwei Leslieclones gleichzeitig ansteuern, habe ein Hohner ORT 100 und das zweite ist ein Sharma eines Bekannten. Kann ich in den O & G z.B. mit dem Signal meiner XK-3 oder A105 rein und dann mit einem Y-Kabel raus jeweils in ein Leslie? Beide haben Klinkenanscluß.

    Gruß
    Stefan
     
  6. hattrick

    hattrick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.06   #6
    hallo stefan

    naja, das ist bei mir keine hexerei: ich geh' mit dem einen line out der xk-3 in der o & g und dann in den combo-preamp des leslie 760; mit dem anderen line out gehe ich in den preamp des leslie 251 (ohne o & g). somit habe ich den direkten vergleich o & g mit transistor-leslie und röhrenleslie. wie du allerdings von einem o & g in 2 leslie-clone kommst, weiss ich nicht. frag doch einfach thomas reussenzehn, der hat fast immer rat!

    gruss
    hattrick
     
  7. Jack Rhodes

    Jack Rhodes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.06   #7
    Also ich hab die XK3 über den O & G an einem Hohner ORT 100.
    Das sind schon wirklich 90 % von dem Sound, den man sich wünscht.
    Und das für unter 500,- Euro.
    Zur XK3 ein 122,145 oder 147er Röhrenleslie wäre natürlich das Sahnehäubchen (High End :-). Aber die Teile sind halt recht teuer, und von irgendwas muss man ja noch träumen dürfen.
    Als transportabele Lösung für Gigs über PA etc. empfehle ich die Kombination O&G + Dynacord CLS222 :-)
    Gruß
    Toni
     
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