Hilfe beim Akkordaufbau

von ZildjianDrummer, 03.01.05.

  1. ZildjianDrummer

    ZildjianDrummer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.01.05   #1
    Hi
    ich wollte mal folgende Fragen einer Klavierspielerin an euch stellen:
    (Da wir das im Drummerforum schon hatten: Ich hab die SuMa benutzt)
    1. Was ist ein "Amadd9"?
    2. Wenn beim Am6 und Am7 die Zahlen für Sexte/Septime stehen ist das ja selbsterklärend, für was stehen sie aber, wenn sie nicht für Sexte/Septime stehen?
    Vielen Dank schonmal im Voraus
    Gruß
    Marco
     
  2. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.01.05   #2
    Ein A-moll mit zusätzlicher 9, also a-h-c-e. Und um deiner nächsten Frage vorzubeugen: Das "add" steht da, weil Akkorde mit der 9, wie z.B. Am9, immer auch die 7 mit beinhalten. Und so wird durch das "add" festgelegt, dass nur die 9 und nicht die 7 dazukommt.

    Stehen sie aber, zumindest fast. Bei Am7 musst du auch die kleine Septime nehmen, während die Sexte immer gleichbleibt. A7 hat z.B. auch eine kleine Septime, während Amaj7 eine große Septime hat. Mehr sagt dir das Harmonielehreforum zu Septakkorden. Wurde dort schon ausführlich besprochen.

    Gruß,
    Jay
     
  3. LukeSkywalker

    LukeSkywalker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.01.05   #3
    Am mit hinzugefügter 9, also:

    a, c, e, h

    Warum sollten sie nicht dafür stehen?

    Oder anders gefragt: Wofür sollten sie denn deiner Meinung nach stehen?

    EDIT:

    Ich müsste lernen, schneller zu tippen... ;)
     
  4. ZildjianDrummer

    ZildjianDrummer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.01.05   #4
    Vielen Dank für die schnellen Antworten!
    Marco
     
  5. LUKN-134

    LUKN-134 Registrierter Benutzer

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  6. martinkuen

    martinkuen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.05   #6
    Das sehe ich nicht ganz so, wenn das add dabeisteht, heißt es, dass man die 9 zusätzlich spielt. Wenn dur am9 dasteht, lässt man die dritte Stufe weg. Die 7. Stufe kommt beim Akkord am9/7 dazu. Man kann sie natürlich auch beim am9 oder am amadd9 spielen (in den meisten Fällen)
     
  7. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.01.05   #7
    Ich glaube, auch mich damit zitieren zu dürfen ...
    Ähm ... in meinen Augen ist "Am9" ein Mollakkord und "A9" der Durakkord (Dominant- in dem Fall). Was ein "dur am9" ist, kann ich für den Moment nicht nachvollziehen.
    Was ist bei dir "die dritte Stufe"? Terz? Die kann man doch nicht weglassen. :confused:
    Ok, das steht ja dann auch da.
    Da geh ich mit, weil das meiner Interpration zufolge nur eine andere Schreibweise des Vorangegangenen ist.
    Aber wenn ich hier auch noch die 7 spiele, warum gibts dann überhaupt unterschiedliche Schreibweisen und worin unterscheidet sich dann "add" vom Rest?
     
  8. toeti

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    Erstellt: 06.01.05   #8
    Mahlzeit,
    normalerweise halt ich mich hier ja raus, aber der Jay hat recht. Wenn du die drei wegläßt hast du das, was die Herren der Saiten mit Power Chord titulieren. Sprich, ohne Moll/Dur angabe.
    Dann würd da nicht Am bei stehen, da dies ja die kleine oder große terz beschreibt.

    Besorgt euch mal ein Buch und schaut nach. Dann reden wir weiter :D

    mfG
    Thorsten
     
  9. martinkuen

    martinkuen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.01.05   #9
    das am dasteht ist ja auch nur für die Auflösung wichtig bzw. aus rein formalen Gründen entscheidend, da in einem Stück in a moll auch ein amoll akkord steht
     
  10. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 06.01.05   #10
    Schade, eine ausführlichere und fachlich fundierte Stellungnahme hätte mich sehr interessiert...
     
  11. Tastenwolf

    Tastenwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.01.05   #11
    Hallo Jay,

    ich hab mir für die Analyse von Richard Strauß musik mal folgende Änderung der Jazzbezeichnung einfallen lassen:
    mir war wichtig, in einem Akkord genau zu wissen, welcher Akkordton im Baß steht, daher habe ich, statt den Baßton nach einem Querstrich extra zu schreiben, einfach den Akkordton unterstrichen: (ist am Computer blöd zu zeigen)
    finde ich viel übersichtlicher: statt A/E einfach A 5_ (der Strich natürlich unter der Zahl)
    ich glaube, daß die Analyse einfacher wird dadurch, da die Zeichen vereinfacht sind.
    Was hältst du davon?

    Jedenfalls hat die klassische Harmonielehre kein praktisches Analysewerkzeug!
    die Akkordgruppierung von Hindemith (Akkorde mit/ohne Sekunden, und mit/ohne Tritonus) ist zu simpel, hilft gar nicht

    Ciao,
    Wolfgang
     
  12. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 06.01.05   #12
    Spontan fällt mir ein Nachteil ein, und zwar kann es passieren, dass der Akkord missinterpretiert wird für den Fall, dass nur Melodie und Akkord auf einem Leadsheet stehen und nicht das vollends notierte Stück. Denn A5 (ohne Unterstrich) bedeutet Powerchord auf A (A-E-A). Somit ist dann nicht mehr ersichtlich, ob der Akkord selber ein A ist oder ein A5. Ok, Powerchords spielen eher die Gitarristen. Bei akkordeigenen Tönen hauts auch hin, weils da so auf den ersten Blick jetzt keine Doppeldeutigkeiten gibt. Nur grade die 5 war schlecht, weil da kein neuer Ton dazu kommt. Z.B. C9/D als C9_ zu schreiben ginge wohl. Bei akkordfremden Tönen wirds wieder schwierig, denn A6 ist dann nicht gleich A6_, wenn der eigentliche Akkord A ist. Alles für den Fall, dass man ein Leadsheet hat ...

    Aber andereseits hab ichs auch gern, wenn da der Ton steht, da muss ich nicht überlegen, wo beim Fis die 6 ist, oder so. :D

    Zur klassischen Harmonielehre kann ich nicht viel beitragen. Ich bin schon froh zu wissen, was Tritonus ist.
     
  13. toeti

    toeti Keys Moderator

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    Erstellt: 07.01.05   #13
    @Martin

    Sorry, aus deinem Satz werde ich nicht schlau, da rein inhaltlich ein großer Unterschied zwsichen dem A9, Aadd9 und einem Am9, Am add9 besteht.

    Ich habe das oben ha geschrieben, wo was drin vorkommt, also wäre es schön, wenn du deine Aussage wie Jay schon meinte mal begründen würdest und nicht einen Satz in die Welt schreibst.

    mfG
     
  14. stefan64

    stefan64 HCA Tasten HCA

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    Erstellt: 07.01.05   #14
    Ungefragt antworte ich klar und deutlich: wenns Dir hilft, machs. Allerdings ist das selbsterfundene zumeist auf einen Mensch beschränkt (nämlich Dich) -- und da die Schrägstrichschreibweise sich in der westlichen Hemisphäre durchgesetzt hat, denke ich sollte es eine Überlegung wert sein diese sich anzugewöhnen.

    ciao,
    Stefan
     
  15. Tastenwolf

    Tastenwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #15
    Hey, danke für die Antwort + deine Bedenken: der Begriff Powerchord war mir fremd.
    A6_ hätte ich eher als Fis m 7 gesehen, daher ist die Gefahr der Verwechslung nicht so groß.
    Übrigens: ist für Moll das C m Standard? Schließlich kenne ich auch C- oder c
    was wird am häufigsten verwendet?

    Die klassische Harmonielehre habe ich total zur Seite gelegt, da sich beide Theorien (Stufen- und Funktionstheorie) immer nur auf eine Zentraltonart beziehen, meine diesbezüglichen Probleme bzw. Erklärungen zu den Theorien kann ich gerne geben...
    muß leider Schluß machen...
    lg. Wolfgang
     
  16. illbleed

    illbleed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.05   #16
    In Pop/Jazz/Rock-Analysen oder auf Leadsheets idR das m, seltener auch C- (afaik meist bei Jazz-Leadsheets). Die Unterscheidung kleines C großes C kenne ich persönlich nur aus klassischen (Harmonie-) Analysen, wärend ich dort so gut wie noch nie die Bezeichnung Cm und schon garnicht C- gesehen habe. C/c wäre bei Leadsheets auch eher unpraktisch, da kommt Cm zwecks höherer Lesbarkeit besser.
     
  17. Cudo

    Cudo Mitgliedschaft beendet

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    Erstellt: 09.01.05   #17
    Zitat von Tastenwolf
    Übrigens: ist für Moll das C m Standard? Schließlich kenne ich auch C- oder c
    was wird am häufigsten verwendet?


    Hallo Tastenwolf,
    leider gibt es kein standartisiertes Zeichen für die Moll Bezeichnung in der internationalen Akkordsymbol Schrift.
    Mark Levine in seinem "Jazz Theorie Buch" oder Frank Sikora in seiner "Neue Jazz-Harmonielehre" benutzen das Minuszeichen, wohingegen in den offiziellen Realbüchern wie z.B. "the new Real Book Volume I, II and III", "The Latin Real Book" und "The Standard Real Book" das Symbol MI für Moll benutzt wird. Auch das kleine "m" ist oft in Leadsheets anzutreffen. Also... choose one

    Ciao
    CUDO

    P.S.: Der aus der Klassik stammende Gebrauch von Kleinbuchstaben als Grundtonangabe für Mollakkorde ist im Jazz- und Popularbereich nicht üblich.
     
  18. Tastenwolf

    Tastenwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.05   #18
    Danke für die Anregungen,

    lieber Stefan64;

    darf ich da ins Detail gehen, was ich meine? Mir geht es um ein Analysewerkzeug für komplexe Harmonien, da ist die Jazzbezeichnung einfach zu umständlich, egal in welcher Hemisphäre sie sich durchgesetzt hat.

    und zwar habe ich mit meinen (sicher zu geringen) Kenntnissen der Popularmusik (sorry, irgendeine Verallgemeinerung mußte sein) festgestellt, daß der angeschriebene Baßton in den meisten Fällen auch der Grundton des Akkords ist - (was dann gespielt wird,innerhalb des Akkords, ist eine andere Sache) , aber eine genaue Festlegung auf den Baßton ist im Jazz (diesmal so) scheinbar nicht so nötig, deswegen diese umständliche Schreibweise.

    Ganz auf den Punkt gebracht. ich halte es für einen Unterschied, ob eine Definition aus einem Zeichen oder aus einer Zeichen-Buchstaben Kombination besteht. Also:

    C 9_ (in meiner Schreibweise) sind ein Buchstabe eine Zahl und ein Zeichen

    C 9 /D besteht aus 2 Buchstaben der Zahl und dem Zeichen

    in meinem Fall (Richard Strauß Analyse) habe ich es mit komplexen Harmonien zu tun, die ständig irgendeinen anderen Baßton als den Grundton haben....dafür ist die "herkömmliche Schreibweise" einfach nicht klar genug.

    Grundlage meiner "Idee" ist lediglich das Bemühen mit dieser Musik irgendwie fertig zu werden... mein Zwischenergebnis war dieser Einfall, und den wollte ich weitergeben. Vielleicht ist es ja wichtig, euch etwas von den Schwierigkeiten der "anderen Seite" zu erzählen...:p , falls das irgendjemanden interessiert....:D

    danke für die Literaturangaben! Wollte auch eine Bestätigung bekommen, daß hier keine EInheitlichkeit besteht.

    Ich versuche übrigens auch den deutschen Ton h durch b zu ersetzen, wie sollen wir dann unser bisheriges b nennen??? bes????:screwy: ist ja fast avantgardistisch...

    ich freue mich auf weitere Antworten, der Meinungsaustausch wäre mir sehr wichtig

    Ciao tutti,
    Wolfgang
     
  19. Tastenwolf

    Tastenwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.05   #19
    special thanks to CUDO!!!
    Wolfgang
     
  20. Cudo

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    Erstellt: 09.01.05   #20
    Zitat von Tastenwolf
    Mir geht es um ein Analysewerkzeug für komplexe Harmonien, da ist die Jazzbezeichnung einfach zu umständlich, egal in welcher Hemisphäre sie sich durchgesetzt hat.



    Hallo Tastenwolf,

    ganz klar, für eine Analyse eines klassischen Oevres taugt die in Jazz- und Popularmusik gebräuchliche Symbolschrift nicht. Trotzdem habe ich mir erlaubt, wegen der sehr angeregten Diskussion über gewisse Schreibweisen in diesem Thread, dieser Mail ein Attachment beizufügen in dem die wohl gängigsten Schreibweisen diverser Variationen eines Mollakkordes bildlich dargestellt sind.

    Zur Analyse eines Jazzstandards oder Ähnlichem gebraucht man übrigens eine andere Schreibweise. Auch dazu habe ich Dir ein Beispiel beigefügt. Allerdings glaube ich dass Dich das auch nicht viel weiter bringt. Dafür sind die harmonischen Abläufe bei Wagner zu komplex.

    Zur Entwicklung einer eigenen Symbolschrift kann ich nur stefan64 zitieren. „Nur Du allein wirst sie lesen können!“



    Ciao
    CUDO
     

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