Hochpass statt Tiefpass für Tone Poti?

von Alex_Praise, 26.04.07.

  1. Alex_Praise

    Alex_Praise Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.07   #1
    Hi!
    Ich woltle fragen ob es möglich ist bei ner Gibson SG einen allgemeinen normalen Toneregler und einen allgemeinen Hochpassregler (nimmt Bässe raus wenn man zudreht) zu haben?
    Wie wäre so eine Schaltung zu realisieren?
    MfG
     
  2. LoneLobo

    LoneLobo Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.04.07   #2
    Du hast nicht zufällig die neue Gitarre&Bass gelesen, oder?

    Da wird was ähnliches bei den Brieffragen beantwortet...
     
  3. Alex_Praise

    Alex_Praise Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.07   #3
    Ja hab ich gelesen...die frage ist nur ob es geht einen Hoch UND nen Tiefpass für beide Potis zu haben...
    MfG
     
  4. cynozr

    cynozr Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.07   #4
    statt dem kondensator ein spule einlöten
    müsstes dann noch etwas ausrechnen damit die richtigen frequenzen gefiltert werden
     
  5. Alex_Praise

    Alex_Praise Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.07   #5
    In der G&B ist gestanden ein C seriell im Signallweg und dann der Poti zur Masse...
    MfG
     
  6. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.04.07   #6
    Ja dein Vorhaben klappt.

    Lies dir einfach mal wissen zu Hoch- und Tiefpässen an. Da findest du reichlich im www.
     
  7. Alex_Praise

    Alex_Praise Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.07   #7
    Die Frage is ob ich beides zusammen auch realisieren kann...wenn ja welche der beiden sollte zuerst kommen?
    MfG Alex
     
  8. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 27.04.07   #8
    Ja, das geht!

    Grundsätzlich gibt es für die Realisierung eines sogenannten "Bass-Cut", der aus elektrischer Sicht letztendlich nur einen Hochpaß darstellt, zwei Möglichkeiten:
    1. Man nimmt eine normale Tonblende und ersetzt den Kondensator durch eine Spule mit einer geeigneten Induktivität oder
    2. man nimmt einen Kondensator, der zwischen den Ausgang des Pickups oder Wahlschalters und dem Volume-Poti geschaltet wird.
    Die Lösung mit der Spule wird in der Regel nicht verwendet, da sehr große Induktivitäten benötigt werden, die eine Spule mit großen Abmessungen erfordern. So etwas gehört leider nicht zum Standardsortiment der Bauteileanbieter. Es bleibt dann also nur der Weg, selber eine geeignete Spule zu wickeln.

    Einfacher ist dagegen die Lösung mit dem Kondensator. Hier das Prinzip:

    [​IMG]

    Man erkennt, daß der Kondensator CB immer zwischen der Tonblende und dem Volume angeordnet sein muß. Instrumente in denen die Tonblende hinter dem Volume liegt (50th wiring) sollten entsprechend umgebaut werden, sonst ergibt sich ein Einfluß der Tonblende auf den Bass-Cut.

    Die untere Grenzfrequenz dieser Schaltung läßt sich nach einer einfachen Formel abschätzen:

    fgu=1/(2*pi*(PV||Rin)*CB)

    Hier taucht also die Parallelschaltung aus Volume-Poti und Eingangswiderstand des Verstärkers (typ. 1MOhm) auf.

    Ganz rückwirkungsfrei ist die Sache allerdings nicht, und so verändert CB auch die Lage der Resonanzfrequenz. Dabei gilt in der Regel: Je kleiner CB, desto höher die Resonanzfrequenz. Es wird also immer etwas heller klingen. Zusätzlich wird durch CB auch die Höhe der Resonanz verändert. Da können durchaus 3dB an Verlust zustande kommen.

    Am besten macht man diesen Kondensator schaltbar. Ein Drehschalter mit mehreren Werten von 1nF bis 10nF gibt da brauchbare Ergebnisse. Aber auch die Kurzschluß-Position nicht vergessen, damit der alte Sound noch zur Verfügung steht.

    Es gibt einige Instrumente von G&L in denen der Schalter durch ein Poti ersetzt wurde. Auch hier entsteht ein Hochpaß mit variabler Grenzfrequenz. Allerdings muß ein hochohmiges Poti verwendet werden. 1 MOhm sollte es schon sein. Unglücklicherweise ist hier eine negative logarithmische Charakteristik erforderlich. Wenn man so etwas nicht bekommen kann, stellt ein lineares Poti noch gerade einen brauchbarer Kompromiss dar.

    Natürlich kann man so etwas auch in einer HH-Gitarre mit der klassischen Paula-Schaltung einbauen. Allerdings muß man da doch ein wenig umbauen:
    1. Die beiden Tonblenden bleiben parallel zu dem jeweiligen Tonabnehmern (also noch vor dem Schalter)
    2. Vom Ausgang des Schalters geht die Parallelschaltung aus Kondensator und Bass-Poti auf den "Eingang" des Volume.
    Man hat dann also nur noch ein Master-Volume mit Master Bass-Cut und zwei Tone.

    Ulf
     
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