hoher PU output = Gitarre egal?

von Squealer, 11.09.05.

  1. Squealer

    Squealer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.05   #1
    Hi,

    stimmt es, dass wenn man z.B. in eine "billigere" Gitarre z.B. Emg's einbaut, das Holz nicht mehr so eine grosse Rolle spielt, wie wenn man passive Vintage Pu's etc... einbaut?

    Also in dem Fall handelt es sich um eine Epiphone LP Custom - ist ja nicht grad so eine billig Gitarre! Sie klingt klar nicht ganz so wie eine richtige Gibson, aber ich hab gehört, dass wenn man aktive PU's reinbaut der Unterscheid kaum bis gar nicht mehr auffällt, weil dann die verabreitung und das holz (holzart oder vorallem holzqualität, weil mahagoni ist es ja eh immer) eine geringere Rolle spielt!

    Stimmt das? Kann das jemand bezeugen? was meint ihr dazu?

    Bye
     
  2. Killigrew

    Killigrew Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.05   #2
    Benutz mal die Suchenfunktion.

    Aber nochma: Es ist egal welche PUs drin sind, das Holz wird man IMMER höhren.
    Tonabnehmer wandeln das Schwingungsverhalten der Saiten in elektrische Schwingungen um. Dieses wird aber eben duch das Hloz und die Bauform mit bestimmt, deshalb höhrt man es.
    Nichts desto trotz kann ein Austausch der Tonabnehmer den Klang signifikant verbessern aber man kann aus einer LP keine Strat machen.
    Es ist auch unsinnig PUs in eine Gitarre einzubauen, die teurer sind als die Gitarre selbst, aber bei ner guten Epiphone spricht erstmal nicht gegen einen austausch, aber du solltest statt warlos aktive PUs zukaufen würd ich eher welche nehmen, die deinen wunsch sound rüber bringen. Aktive PUs sind kein allerheil mittel und deine Gitarre wird auch mit Seymour Duncan, Rockinger, Gibson, Häussel, Dimarzio oder sonstwas für guten PUs gut klingen.

    cu :)
     
  3. spiralspark

    spiralspark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.05   #3
    EMG´s (bzw. spreche hier vom 81) sind unabhängiger von Holz bzw. haben einen stärkeren eigen Sound als andere PUs. Sie sind aber natürlich nicht unabhängig von Holz aber unabhängiger als andere PU´s, daß ist so und das habe ich praktisch ausprobiert.

    Was ich aus der Theorie kenne aber mir sehr gut vorstellen kann, ist das eine Les Paul (Egal ob Gibson oder Epiphone) durch einen EMG PU weniger Bass Anteile im Sound hat.

    Letzendlich ist es aber 100% falsch zu glauben, mit EMG´s wird ne Epiphone wie ne Gibson klingen. Also wenn du auf den EMG Sound stehts, bau Sie rein aber wie schon Squealer sagte, um einen typischen Gibson Sound zu erhalten, würde ich nicht grade auf EMG setzen.
     
  4. Death Jester

    Death Jester Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.05   #4
    Hinzu kommt, dass EMG's keinefalls einen höheren Output haben. Sie haben zwar integrierten Preamp, aber haben dafür viel schwächere Magneten.
     
  5. -do_john_86-

    -do_john_86- HCA Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 11.09.05   #5
    Na na :cool:. Eher umgekehrt. Die 81er sind relativ klangneutral und verfälschungsarm. Das was Du schreibst, bezieht sich doch eher auf die 85er Serie von EMG.

    Zu der eigentlichen Frage:

    1. Es gibt auch passive PickUps mit hohem Output. Aktive PUs haben lediglich einen PreAMP bzw. Vorverstärker drinnen, der neben dem hohen Output (der eigentlich nur ein Abfallprodukt ist und um den es garnicht geht) diverse Klangeigenschaften mit sich bringt.

    2. Bei Epiphone sehe ich keine Probleme. Dort würde sich der Einbau von so ziemlich jedem PickUp lohnen. Den Knackpunkt sehe ich da schon eher bei Strat-Kopien oder Kopien anderer Modelle im Preissegment unter 300 EUR. Die PUs sollten wie schon gesagt niemals teurer als die Gitarre sein - wäre zu schön um wahr zu sein, wenn ich dadurch aus einer Billig-Gitarre ein Non-Plus-Ultra machen könnte :).

    Man kann den Sound einer Gitarre durch PU-Wechsel beeinflussen, allerdings nicht in der Sicht verändern, dass ein anderes Modell daraus wird (egal ob Serie oder Firma).

    mfg. Jens
     
  6. Killigrew

    Killigrew Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.05   #6
    Nee, ist schon so wie geschrieben wurde.
    Der 81er hat eine Betonung in den Höhen und der 85 ist neutral.

    cu
     
  7. -do_john_86-

    -do_john_86- HCA Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 11.09.05   #7
    Die Betonung der Höhen ist mir bekannt, allerdings sind die 85er die Sorte, die einen wärmeren Klang haben und die im Endeffekt stärker in den Sound-Fluss eingreifen. So nehme ich es jedenfalls war. Ich weiß jetzt nicht ob das meine Meinung oder ein Fakt ist, kann ich schwer zuordnen zugegebenermaßen.
     
  8. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 11.09.05   #8
    1: aktive sind nicht zwangsläufig stärker als passive, ein EMG SA ist was anderes als ein EMG 81, genauso wie ein Texas Special kein X2N ist.

    2. aktive haben einen pre Amp, weil sie niederohmig gebaut sind. Selbst ein EMG 81 hat erheblich weniger Drahtwindungen als ein Vintage Singlecoil. Da wenige Drahtwindungen allerdings wenig Leistung bringen, sind sie sauleise. (bestes passives Beispiel: Les Paul recording). Deshalb der Pre Amp als Ausgleich, damit das Signal schon VOR dem Gitarreneingang auf ein anständiges Maß angehoben wird.

    EDIT: muss natürlich "vor dem VERSTÄRKEReingang" heissen :screwy:

    3. aktive übetragen "sauberer". Ist ganz klar, denn wenige Drahtwindungen können weniger Störgeräusche einfangen. Deshalb brummen die Teile ja auch nicht, und das war auch der Hauptgrund für ihre Entwicklung (ebenso wie die Möglichkeit, lange Kabel ohne Verlust zu verwenden und Potis runterzuregeln, ohne Höhenverluste zu haben etc.). Das an sich saubere und leise Signal wird dann vor dem Amp schon angehoben, ist also reiner und unverfälschter als ein hochohmiges Signal. (das ist per se weder gut noch schlecht).

    Man kann also kaum sagen, dass bei einem EMG das Holz eine geringere Rolle spielen würde. Völlig egal, was für ein PU, das Holz spielt immer eine Rolle. Das heisst nicht, dass ein PU nicht exteem verändern kann. Das menschliche Gehör reagiert z.B. enorm auf Höhen, also empfinden wir einen Tone Zone als völlig anders als einen Vintage SC, auch auf der gleichen Gitarre. Trotzdem gilt: garbage in, garbage out. Eine miese Gitarre mit SC klingt nach einer miesen Gitarre mit SC. Setze ich da einen extrem anderen PU rein, z.B. einen Tone Zone, dann klingt sie vielleicht extrem anders. Aber immer noch mies. Aus miesem SC-Klang wurde mieser HB-Klang.

    4. EMGs einzusetzen, um aus einer einfachen Gitarre eine Gibson zu machen, ist ziemlich daneben. Auch wenn die Gitarre vielleicht besser werden mag (sofern die Holzbasis stimmt), wird daraus wohl keine Gibson Les Paul. Da würde ich ja noch eher einen Burstbucker oder 498er T o.ä. einsetzen, das ist dann wenigstens schon mal vom PU her näher am Original.

    Aber die Rechnung Epi + EMG = Gibson + Gibson-PU, die geht wohl kaum auf.


    Das einzige, was man sagen kann: je verzerrter (Zerre = extremster verfälschender Gitarreneffekt), je effektbeladener, je tiefergestimter, desto weniger interssiert das Holz, desto wichtiger ist ein guter matschfreier PU. Bei Korn oder Slipknot kann kaum einer sagen, auf was für Holz die spielen. dazu ist das menschlicher Ohr nicht mehr fähig.

    Ultraclean an einer kaum aufgedrehten class A Röhre dagegen wird man bei sonstiger Baugleichheit eine Vollmahagoni-Gitarre sicher von einer aus Ahorn unterscheiden können.
     
  9. spiralspark

    spiralspark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.05   #9
    Ich habs ausprobiert und hatte den Eindruck das der EMG81 einen recht authetischen Eigenklang hat (verglichen mit anderen EMG81 Bestückten Gitarren). Ich muß dazu sagen das ich diesen Vergleich auch mit starker Verzerrung gemacht habe.

    OK aber um wirklich objektiv zu sein, müßte man wie Ray beschreibt (der ja zugegeben recht viel Plan hat :o ), das ganze wohl an zwei Gitarren testen bzw. aus seiner Aussage aus Punkt 3 abgeleitet, einmal pro Gitarre den Sound mit orginal PU und einmal mit EMG aufnehmen und dann die 4 Sounds vergleichen und prüfen ob die EMG Sounds sich sehr groß unterscheiden bzw. der Unterschied zwischen den orginal PU der einzelnen Gitarren stärker ausfällt.

    Naja jedenfalls bleibt ne beschissen verarbeitete Klampfe auch mit nem noch so tollem PU, immer noch ne beschissen verarbeitete Klampfe. :)
     
  10. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.09.05   #10
    spiral, genau andersrum: Die EMGs klingen neutral und die meisten anderen PUs sind klangverändernd ;) Diese Erfahrung hab ich bisher gemacht. Wenn mir der Grundsound einer Gitarre gefällt und ich diesen einfach mit höherem output ham will mach ich nen EMG rein. Wenn die klampfe wenige Höhen und wenige mitten hat, dafür sehr viele Bässe, würd ich halt nen SD SH-6 reinstecken, der is stark mittig und höhenlastig mit leicht ausgedünnten Bässen :D Also, anpassen kann man den sound mit nem neuen PU schon. Aber nicht komplett verändern. Eine Tele mit EMG wird immernoch nach Tele klingen.
     
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