Honky Tonk

von Twistarr, 28.09.05.

  1. Twistarr

    Twistarr Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.05   #1
    hi, erstma moin an alle!

    also es geht darum: wir wollen ein lied aufnehmen im western stil und wollen das mit klavier begleiten. meine frage is nun-wie?
    wir kennen uns alle nich so damit aus haben zwar ein e-piano aber was wir auch versuchen wir bekommen diesen typischen klang nich hin...brauch man da ein extra instrument (honky tonk) oder liegt das einfach nur an der spielweise des klaviers?

    vielen dank im vorraus
     
  2. Distance

    Distance Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 28.09.05   #2
    also ich weiß ja nicht was fürn e-piano ihr habt und ob du wirklich "e-piano" meinst...
    denn wenn du eigentlich "digitalpiano" meinen solltest, dann müsstest du da eigentlich auch nen honky tonk-sound draufhaben... ist eigentlich IMMER drauf...

    ansonsten müsste man da nacher denk ich mal mit effekten drüber fahren, dann könnte es auch gehn...
     
  3. Twistarr

    Twistarr Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.05   #3
    wir ham im proberaum ein digitalpiano hat aber leider kein honky tonk sound, mit was für effekten müsste man den da drüber gehen?
    aber ein honky tonk ist ein extra insrtument oder? unser bassist meint das dasn effekt is aber das kann ja nich sein, die hatten um 1920 rum doch noch keine effektgeräte....

    weiss jemand vielleicht wo der unterschied ist zum normalen klavier?
     
  4. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 28.09.05   #4
    Abgesehen von der Spieltechnik und dem Musikstil (Ragtime, Boogie, Blues) versteht man unter HonkyTonk ein verstimmtes Klavier, das in einer verräucherten Bar steht und seit Jahren nicht gestimmt wurde :D Die daraus entstehenden Unreinheiten im Ton und zwischen den Intervallen machen den klanglichen Reiz aus.

    Künstlich erzeugen kann man das mit ZUgabe eines Chorus-Effekts, der ja ebenfalls auf dezenten Verstimmungen beruht. Ist jedoch nur eine Notlösung, da die Verstimmungen relativ statisch erfolgen (im Gegensatz zu 70 unterschiedlich verstimmten Tasten)

    Je nachdem, wie filigran ein Keyboard programmierbar ist, kann man einen Piano-Sound nehmen und jeden einzelnen Ton sehr dezent nach oben/unten verstimmen und als HonkyTonk abspeichern.

    Alerdings: Wenn nicht mit Blues-Feeeling gespielt wird, nützt es alles nix.
     
  5. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.09.05   #5
    ...neben der Verstimmung waren oft auch die Hammerfilze knochenhart, weil seit Jahren nicht mehr intoniert. Das störte aber nicht, weil sich der etwas "nagelige" Anschlag (viel höhenlastiges Attack) in der Kneipe besser durchsetzen konnte.

    Man hat das manchmal noch unterstützt, indem man Reißnägel in die Hammerfilze gedrückt hat - das sogenannte "Tack Piano". All das zusammen macht dann den typischen Sound eines "Honky Tonk" aus. Mit Effekten im Nachhinein schwierig bis gar nicht zu erreichen.

    Aber tatsächlich fehlt dieser Sound in kaum einem Synth, Digitalpiano, Soundmodul o.ä.
    Wenn es wirklich drauf aunkommt, dann schießt man sich bei Ebay einen alten SoundCanvas oder in ähnliches GM-Modul für einen zweistelligen Betrag und hat, was man so braucht. Ganz nebenbei bekommt man damit auch noch recht brauchbare Universalsounds (Bläser, Streicher, Synth-Flächen etc.) - nichts tolles, aber für "mal zum reinwerfen" ganz OK.

    Jens
     
  6. Manned

    Manned Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.05   #6
    Dann sollte man allerdings noch mal einen unverstimmten Pianosound (möglichst den selben) darüberlegen, weil erst dann der Honky-Tonk-Sound entsteht, der ja darauf beruht, dass die Saiten einer Klaviertaste gegeneinander verstimmt sind. Bei Deiner Methode würde sich der chorusartige Effekt nicht ergeben, sondern nur eine reine Verstimmung !

    Manne
     
  7. Twistarr

    Twistarr Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.05   #7
    @ Jens: also wenn ich mir ein Klavier kaufen würde, jahre lang drauf rum klimpere ohne es zu stimmen und zu pflege bekomme ich irgendwann ein Honky Tonk oder wie?

    @ Manned: also wie funktioniert das denn jetzt??? hat nicht auf nem Klavier jede Taste nur eine Saite?
    und wenn jede aste mehrere Saiten hat wieso verstimmen dann nich beide???

    klärt mich mal bitte auf
     
  8. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.09.05   #8
    So ungefähr. Beschleunigen kannst du diesen Prozess, wenn du das Klavier starken Klimaveränderungen aussetzt (um beim Kneipenbeispiel zu bleiben: im Winter tagsüber nicht geheizt, dann bullenwarm aufgedreht, am späten Abend dann feuchtwarmes Klima...).

    Nein, nur in der untersten Oktave. In der Mittellage sind es zwei, im Diskant sogar drei Saiten pro Ton.

    Die verstimmen sich schon beide. Aber natürlich nicht exakt gleich. Und man hört eine (leichte) Verstimmung innerhalb eines Tons viel schneller und deutlicher als eine Verstimmung zweier verschiedener Töne zueinander. Deshalb dominiert diese "innere" Verstimmung beim Honky-Tonk-Effekt. Denn zumindest bei der "künstlichen" Erzeugung des Honky-Tonk-Charakters möchte man ja eigentlich kein verstimmtes Instrument (also eins mit falschen Tönen) haben, sondern nur den eigentümlich "jammernden" Klang.

    Jens
     
  9. Twistarr

    Twistarr Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #9
    danke, für die ganzen antworten!!!
    kann mir einer sagen ob man eventuell irgendwo so ein honky tonk kaufen kann, oder ob ich erst jahre investieren muss und ein klavier "vergammeln" lassen muss????
     
  10. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #10
    So eins zu kaufen hab ich noch nie gesehen, du könntest halt einfach ein total verstimmtes gebrauchtes Klavier kaufen. Oder du nimmst eine der zahlreichen digitalen Lösungen.
     
  11. mnutzer

    mnutzer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #11
    @Schieb' Dein Klavier doch jetzt im Herbst einfach auf den Balkon, spätestens Weihnachten kannst Du jingle-bells im Honky-Tonk-Sound spielen ;-))

    Die einfachste Methode bei einem Digitalpiano ohne mitgelieferten Honky-Tonk-Sound zu künstlichen Verstimmungen zu kommen, ist über Midi ein Keyboard mit Klaviersound mitlaufen zu lassen. Und dann drehst Du bei einem dann am Feintuningtrimmer - meist auf der Rückseite - bis zum gewünschten Verstimmungsgrad.
     
  12. Werner

    Werner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #12
    @ Twistarr: was hast du denn für ein E-Piano? Mein Yamaha P80 hat auch keinen Honkytonk-Sound onboard, aber durch Kombinieren des "normalen" und des Rock-Pianos kann man einen Honkytonk-Sound erzeugen, der sich gar nicht mal so unecht anhört.
     
  13. lucjesuistonpere

    lucjesuistonpere Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #13
    Das beste Honky Tonk überhaupt steckt ja wohl immer noch im Nord Electro bzw. ist für selbiges auf der Clavia-Homepage downloadbar. Wenn es mal ein cooles Pianosample gibt, dann ist es das. ;)
     
  14. andi85

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    Erstellt: 29.10.05   #14
    wenns nur für ein stück ist, könnt ihr vielleicht auch ein modul oder keyboard ausleihen...
     
  15. Twistarr

    Twistarr Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.05   #15
    also das stück is mittlerweile fertig und wie ich finde ham wir das auch ohne honkytonk sound recht bluessig umgesetzt;) rockt auf jeden fall richtig!

    aber ich würde schon gern so ein honky tonk bei mir zu hause haben ( eventuell auch richtig spielen können;) ) hab mir viele videos und lieder angehört und finde diesen sound und die art des spielens richtig geil, würde am liebsten meine gitarre in die ecke schmeissen und rock´n´roll klavier spielen lernen!
     
  16. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 30.10.05   #16
    tu es. :D
    das ist eine der vielen geilen möglichkeiten ein klavier zu bearbeiten.
     
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