House of the rising sun - BTO - Technik/Theorie/Skalen hinter Solo?

von PeaveyUltra120, 16.01.17.

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  1. PeaveyUltra120

    PeaveyUltra120 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.17   #1
    Hi,

    Welche Skalen/Theorie stecken hinter dem Solo des angehängten Songs? Bzw. in welcher(/-n) Tonlage(-n) /Tonart(-en) spielt der Gitarrist das Solo?

    Danke,
    PeaveyUltra120

     
  2. Hans_3

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    Erstellt: 16.01.17   #2
    Auf der obigen Aufnahme wird das Stück in Ab-Moll gespielt (wahrscheinlich Instrumente 1/2 Ton tiefer gestimmt; das Original ist in A-Moll). Das Solo bewegt sich ausschließlich in der Ab-Moll Pentatonik - es kommen hier also keine geheimnisvollen Skalen zu Einsatz.
     
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  3. michum

    michum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.17   #3
    da du so genau fragst, noch ein wenig zur Theorie dahinter:

    der Song wandert ja ein wenig durch die Tonart. Im Original Am C D F, später Am E - da ist immer mal ein neuer Ton (jeweils Durterz von D sowie die von E), der aus der reinen Am Tonleiter rausfällt. (Mal ganz abgesehen davon, dass man auch Akkorde derselben Tonleiter durchaus unterschiedlich ausspielen könnte.)
    Spielt man das im Solo sauber mit, muss man das erstens genau im richtigen Moment hinkriegen - und dann klingt es irgendwie wieder zu richtig, zu intellektuell und "jazzig". Es nimmt dem Song womöglich das Bluesige, Naive, Ursprüngliche.

    Darum ist es eine ganz stimmige Idee, das einfach zu ignorieren und bei Am zu bleiben: Pentatonik, selten mit blue note.
    Der Solist stellt praktisch die ganze Zeit den Akkord Am dar. Das erzeugt auch eine Art Spannungsfeld in dem Moment, wo der Akkord eigentlich nicht so richtig passt, bis zu dem Moment wo die Begleitung wieder zu Am zurückkehrt und sich die Spannung in Wohlgefallen löst. So einfach kann das sein.

    Eine ganz winzige Ausnahme hört man bei 2:31, bei E dur wird der Ton G so hochgebendet dass es wirklich Richtung G# geht - also Durterz. Das ist die einzige Stelle (glaub ich), wo er den Akkord mal richtig harmonisch darstellt statt bei Am/A Blues zu bleiben.

    ---

    Das gleiche Konzept findest du übrigens bei Hey Joe.
    Der Song wandert fröhlich durch die Tonarten mit den Dur-Akkorden C G D A E.
    Z.B. Hendrix spielt nur E Blues drüber, nicht mal so richtig E Dur. Klingt perfekt. E ist definitiv das tonale Zentrum und er interpretiert es halt als E Blues.

    ---

    Eine Sache ist, dass dieses sehr einfache reduzierende Konzept schnell langweilig werden könnte. Du siehst, beide Soli - hier House of the rising sun, und auch Hey Joe - sind sehr kurz.
     
  4. Knispler

    Knispler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.17   #4
    Harmonisch gesehen bewegt sich das Stück in melodisch moll (D und E7-Akkorde). Zumindest teilweise. Wenn man weiß, wie man damit umgeht, kann man auch das mal für das Solieren testen.
     
  5. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 28.01.17   #5
    Keineswegs.
     
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