Hughes & Kettner Half-Stack deutlich leiser als kleiner ENGL-Combo

von Grundkurs, 01.03.08.

  1. Grundkurs

    Grundkurs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #1
    Hallo!
    Seit Anfang der Woche besitze ich ein neues Topteil (Hughes & Kettner Tube 50), das ich an eine Hughes & Kettner AX 412A Box angeschlossen habe. Der Klang ist super, ich bin sehr zufrieden mit dem Amp, aber mich verwundert die Lautstärke. Wenn unser Gitarrist bei den Proben seinen Engl-Combo (Squeeze 50) lautstärketechnisch auf 3 von 10 stellt, bricht über uns ein Klanggewitter zusammen aus dem es im Umkreis von wahrscheinlich 100 Metern kein Entrinnen gibt. Das finden wir alle zwar voll gut, aber was mich ein bisschen wurmt ist, dass ich, um eine vergleichbare Lautstärke hinzukriegen, bei meinem Amp mindestens auf 5 von 10 gehen muss, wenn nicht sogar auf 6 von 10...ist das normal? Der Amp klingt ansonsten wirklich ordentlich, ich hab ihn zwar gebraucht gekauft, aber es wirkt nicht so, als wären die Röhren angeschlagen oder im Vorruhestandalter.
     
  2. RfC

    RfC Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #2
    Hm, wo liegt denn das Problem den Amp auf 6 von 10 aufzudrehen?
    Die Potis sind halt nicht linear. Beim Engl ist vielleicht bei 3 von 10 schon das Maximum erreicht, mehr kommt evtl. nicht mehr? Probier mal nen Fender Combo aus. Auf 0 ist aus, auf 1 schon zu laut. Ab 3 oder 4 kommt dann aber auch nix mehr an Lautstärke.
    Mein Zenamp und der Zentera haben beide 2x100 Watt. Der Zenamp muss bei gleicher Lautstärke halb aufgedreht werden, weil im ersten Drittel des Master-Reglers einfach nix passiert. Der Zentera geht da gleich los, bei 9 Uhr ist der genauso laut wie der Zenamp halb auf. Insgesamt ist der Zentera trotzdem nicht lauter, da beide die gleiche Lesitung haben.

    Wenn dein Amp also laut genug ist, ist es doch egal, auf wieviel du den Regler stellen musst, oder?

    Außerdem kommt es auch stark auf den Wirkungsgrad der Speaker an. Ein Vintage30 ist erheblich lauter als ein Greenback. Daneben ist die Lautstärke auch Einstellungssache: je mehr Mitten, desto lauter wird das Signal vom menschlichen Ohr wahrgenommen.
     
  3. Grundkurs

    Grundkurs Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #3
    Als ich damals meinen ersten Hughes & Kettner gekauft hatte (Edition Blonde) meinte der Typ im Laden, dass es sich mit dem Verstärker aufdrehen ungefähr so ähnlich verhält wie mit schnellem Autofahren: Je weiter aufgedreht, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es mal zum Crash kommt. Ich habe folgende Aussage damals als Binsenweisheit aufgenommen und nicht weiter hinterfragt, daher war es mir vielleicht auch immer ungeheuer den Amp weit aufzureißen, vielleicht weißt du ja was ich meine! Die Lautstärke bei meinem Tube 50 verteilt sich übrigens recht gleichmäßig, er wummst ja auch ordentlich, ich hab mich nur stark gewundert, warum erst "so weit hinten" beim Regler.
     
  4. oldboy

    oldboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #4
    :D

    Hm, ältere amerikanische Autos hatten angeblich oft das Problem, das sie nicht "Vollgas-fest" waren (von wegen 55 m/ph) und unter längerer Vollast gerne den Motor ausspuckten, mir ist ehrlich gesagt aber noch kein anderswo gebautes Fabrikat untergekommen, das bei Topspeed auseinanderfällt.

    Sollte der Musikalienhändler damit gemeint haben, das ein Amp auf "alle Regler rechts" gefahren Schaden nimmt, so kann ich mir vorstellen, das er diesbezüglich irrt :D.
     
  5. nighthawkz

    nighthawkz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #5
    Es ist auch so, dass eine geschlossene 4x12 nur in einer Schneise davor wirklich laut erscheint; ein Combo strahlt in alle Richtungen.
     
  6. Grundkurs

    Grundkurs Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #6
    @nighthawktz: Den Effekt hab ich auch schon beobachtet, je nachdem ob man einen halben Meter weiter rechts bzw. links von der Mitte der Box steht, ändern sich Klang & Lautstärke z.T. erheblich.
     
  7. wary

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    Erstellt: 01.03.08   #7
    Mit Sicherheit ist es so, das ein Amp der voll belastet wird, einen höheren Verschleiss hat, und damit auch eine höher Wahrscheinlichkeit eines Defektes vorliegt. Das ist mit allen technischen Geräten so.

    Aber das entscheidende ist nicht die Poti-Stellung, sondern die tatsächlich abgerufende Leistung. Wie bereits dargelegt wurde, kann man die Potistellungen bei verschiedenen Amps nicht vergleichen.

    Ausserdem sind Gitarrenverstärker so aufgebaut, das sie auch unter Vollast durchhalten. Und bei Probetauglichen Lautstärken wirst Du schon gar keine Probleme bekommen.

    Also mach dir keine Sorgen, und spiel den Amp so wie es dir Spass macht und es deiner Gesundheit (Hörvermögen) nicht schadet :great:
     
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