Humbucker MEC H5B-BLK

von Swen, 31.05.08.

  1. Swen

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    Erstellt: 31.05.08   #1
    Dieser Humbucker war mehr oder weniger ein Zufallstreffer. Da ich mir ja aus einem Baldwin Body eine neue Gitarre aufgebaut habe und dafür einen nicht so heißen Stegtonabnehmer suchte, habe ich den MEC bei Ebay ersteigert. Ich dachte mir, dass ich für 8,50 Euro nicht viel falsch machen kann.

    Beschrieben war er wie folgt:

    "Es wird sich herum gesprochen haben, daß dieses deutsche Produkt den " Großen Namen " in Nichts nachsteht.

    4 Adrig, also splittbar.

    Klarer blusiger, cremiger Sound und im Crunch nicht mehr zu bändigen.

    Kabel wurde abgelötet und hat Originallänge.

    Er hat 12,8 Kiloohm und hat über 40 Euro gekostet.

    PU sieht aus wie neu."


    Jedenfalls war das Grund genug es mal zu versuchen.

    Die Firma MEC kannte ich bis dato nicht und vermutlich ist sie Bassisten auch viel besser bekannt als Gitarristen, was eigntlich sehr schade ist, denn dass er den großen Namen in nichts nachsteht, kann ich nur bestätigen. Der Kauf hat sich für mich auf alle Fälle gelohnt. Den Sound eines Tonabnehmers zu beschreiben und Vergleiche zu ziehen fällt mir ehrlich gesagt etwas schwer. Ich war jedenfalls sehr positiv überrascht von diesem Tonabnehmer und möchte deshalb versuchen, hier ein paar Worte dazu zu verfassen. Bedenkt aber bitte, dass Sound auch immer etwas Subjektives ist und ich es deshalb nur aus meiner Sichtweise schildern kann.

    Bevor ich jedoch etwas zum Sound schreibe, will ich erst einmal etwas zur Gitarre und zum Amp schreiben, denn die prägen den Sound ja entscheidend mit.
    Dei Gitarre hat einen sehr scheren Korpus aus massiver Erle und einen geschraubten Ahornhals, zu dem nur eine Einteilerbrücke und ist normal auf E gestimmt. Der Amp ist ein Carvin V3 an einer HB Box mit Eminence V12 Speakern. Mit diesem Equipment klingt der MEC Humbucker nicht ganz so füllig wie mein JayBee in meiner Charm mit Mahagonihals und -body. Er ist etwas höhelastiger als dieser und hat weniger Bässe. Dafür ist er aber etwas feedbackunempfindlicher. Der MEC hat aber einen entscheidenden Vorteil gegenüber den meisten Tonabnehmern, die ich hatte bzw. habe,, so auch dem JayBee, denn er klingt auch noch bei hoher Verzerrung sehr klar und definiert und dass obwohl er gar nicht für solche Musikrichtungen bestimmt ist. Man kann den verzertten Sound in etwa mit dem meines X2N´s vergleichen, der in einer Vester 1500 mit Mahagonikorpus- und Hals ist, nur dass ich bei dem X2N den Gainregler auf ca. 12 Uhr stehen habe und beim MEC auf ca. 15 Uhr, um den gleichen Verzerrungsgrad zu erhalten. Vom verzerrten Sound über meinen Carvin sind sich die beiden bei diesen unterschiedlichen Gaineinstellungen wirklich sehr ähnlich. Clean oder im Chrunch gespielt gibt es dann aber wieder Unterschiede. Mit dem X2N spiele ich nur ungern clean, er ist einfach zu bissig und auch bei normaler Cruncheinstellung verzerrt er mir zu sehr. Hier dagegen verhält sich der MEC ähnlich wie der JayBee in der Charm. Er ist zwar etwas trockener im Klang, bringt diesen aber doch immer noch recht warm und ausgewogen rüber und behält auch hier seine Klarheit und Definition. Man kann alles schön raushören, was wenn´s ums Fehlermachen geht sicher nicht immer gut ist ;). Ich hatte schon viele für Rock- und Metal gebaute Tonabnehmer wie SH-6, EMGHZ4, EMG81, Rockinger Destroyer, SH-11 etc. und bis jetzt erreichten nur meine DiMarzios und der Tonabnehmer in meiner Rira diesen differenzierten Sound. Selbst mein P.J. Marx kann da nicht ganz mithalten und das ist ein Punkt der mir sehr wichtig ist. Deshalb mußten Destroyer, SH-11, SH-6 etc. schon wieder gehen.

    Fazit:
    Dieser MEC ist für mich ein guter Allrounder, der zwar nicht für HighGain gebaut, aber selbst dort überzeugen kann und im cleanen und rockingen Bereich zwar ein wenig trocken, aber dennoch sehr ausgewogen, sprich nicht mit zu viel Bass und zu wenig Mitten und Höhen, daher kommt. Mit jeder getesten Einstellung klang er klar und direkt ohne ein Anzeichen von Mulm.
    Für Preise zwischen 40 und 60 Euro sind MEC Tonabnehmer sicher nicht nur eine preiswerte Alternative zu teueren Tonabnehmern, sondern für mich zumindest ein würdiger Ersatz.

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    MEC gehört übrigens zu Warwick, weshalb Bassisten diese Marke sicher eher ein Begriff ist.
     
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