Humbuckerkabel abisoliert aber leider komplett abgeschitten - Was nun?

von Hetfield89, 25.06.06.

  1. Hetfield89

    Hetfield89 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.06   #1
    Hallo, hab einen alten Bass bekomm und sollte den zusammenlöten. Nun hatte ich mir nen Schaltplan besorgt und wollte das HB_Kabel abisolieren mit einer Zange und !!!ZACK!! war das Kabel ab. Jetzt ist das HB-Kabel sehr sehr kurz und kann nun nicht mehr Poti-HB und HB-Schalter verbinden, weil dazwischen viel zu viel abstand ist. Nun würde ich gerne mal wissen was ich tun kann um das ding heile zubekommen? Das Ding war umsonst vondaher könnte ich den auch verscherbeln und von dem geld einen neuen kaufen aber trotzdem hätte ich gerne eine antwort. Ich weiß das das ein Gitarren-Technik-bereich ist, aber ihr könnt das auch ruhig verschieben.
    Außerdem hab ich das Problem, dass das Lötzinn nicht auf dem Kolben bleibt und einfach runtertropft, was kann ich da machen.
    DANKE
     
  2. SoЯRoW

    SoЯRoW Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.06   #2
    also mein tip:

    1) das zu kurze kabel einfach ein stück abisolieren (vorsichtiger diesmal ;-) ) und dann ein stück geschrimtes kabel anlöten. die verlängerungsstelle am besten mit iso-band oder noch besser schrumpfschlauch "abdichten". so ein kabel bekommste ein jedem elektroladen für 50 cent/m.

    2) wenn das lötzinn nicht am kolben bleibt kann es zum einen sein, daß die lötkolbenspitze zu verdreckt ist. dann einfach die spitze wenn sie heiß ist an einem feuchten tuch, oder noch besser an einem feuchten schwamm (kein plastikschwamm! :-) ) abwischen. zum anderen kann es auch sein das die lötspitze ganz einfach verbraucht ist und eine neue fällig ist. oder du benutzt ein lötzinn ohne flußmittel, dann kann es auch vorkommen, daß das zinn überall landet nur nicht da wo du willst.

    viel spaß beim basteln!
     
  3. GoFlo

    GoFlo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #3
    Man lötet auch nicht indem man das Lötzinn auf der Lötspitze verbrutzeln lässt. Richtig gelötet wird indem man die zu verbindenden Teile soweit erhitzt, dass das Lötzinn daran zerfliesst. Nur dann haste ne gescheite Lötstelle. Ansonsten verbinden sich Kabel/Pins/usw nicht richtig miteinander und du kannst dir schnell ne kalte Lötstelle einfangen.

    Gruss Flo
     
  4. Moore

    Moore Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.06   #4
    Es gibt auch 3-4adrige Kabel zu kaufen. Ich z.b. hab mir für meine Jaguar ein Kupferfolien-Abschirmset gekauft. Da war so ein HB-Kabel dabei.

    Kauf dir so eines. Dann beide vorsichtig zusammenlöten. So wie GoFlo gesagt hat. Dann nimmste den Schrumpfschlauch von den Sorrow gesprochen hat. Isolierband ist kakke. Evtl. kannste noch Gewebeband nehmen. Diese Schläuche sind aber am geeignetesten.

    Wenn du zu faul bist, zum E-Laden zu gehen...

    Schrumpfschläuche ->

    http://www.musik-produktiv.de/shop2/shop04.asp/artnr/2106006/sid/!18121995/quelle/listen

    Hm... Komisch... Die Kabel find ich bei Musik-Produktiv nich.

    Naja, musst mal schauen, wo du sowas findest :)

    mfG

    Marcus
     
  5. Hetfield89

    Hetfield89 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.06   #5
    Also ich halte das Lötzinn z.B. an den Poti und das Kabel in der selben Hand, dann den Kolben an den Zinn und das Kabel und gleichzeitig an den Poti und das hält nicht wirklich es tropft einfach irgendwo hin aber nich auf den Poti. ich habe Lötfett oder so, aber damit hällt es auch nicht!
     
  6. SoЯRoW

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    Erstellt: 27.06.06   #6
    evtl. ist dein lötkolben zu schwach, also hat zu wenig leistung und schafft es nicht das zu lötende poti soweit zu erwärmen das das zinn auch hält.
    allgemeine tips rund ums löten gibts >>hier<<
     
  7. Moore

    Moore Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.06   #7
    Hm... Eigentlich musst du wie beschrieben, dass Lötzinn dranhalten. Dann das Kabel so weit erhitzen, bis das Lötzinn schmilzt. Dann kann es eigentlich nicht weg tropfen...

    Nicht das Lötzinn mit dem Lötkolben berühren.
     
  8. Bluesmaker

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    Erstellt: 28.06.06   #8
    Hi Hetfield89,

    bist Du sicher, dass Du das richtige Elektronikerlötzinn hast und nicht aus versehen Installations- bzw. Klempnerlötzinn genommen hast ? Es sieht ähnlich aus ... oft auf einer Rolle ... nur die Legierung ist eine andere !

    Wie schon hier von einem Kollegen geschrieben, die heiße Lötspitze des Lötkolbens mit nem nassen Tuch/Schwamm abwischen ... zu viel Zinn bleibt natürlich nicht haften.

    Mein Tip: Such Dir jemand der das richtig kann und schau ihm genau über die Schulter damit Du es nächstes Mal auch kannst. :great:
    Man kann nämlich -auch wenn es einfach erscheint- viel verkehrt machen wenn man keine Erfahrung hat ! Wie soll jemand der noch nie richtig gelötet hat wissen wie eine kalte Lötstelle aussieht um eben diese zu vermeiden ? :(

    Oder beim Abisolieren zu viele Äderchen abkneift. Immerhin, dadurch verringert sich der Querschnitt und damit eben auch der Widerstand.

    Also, such Die nen Held am Lötkolben und lass Dir es zeigen ;)

    Ciao und Rock`on :great:
     
  9. Böhmorgler

    Böhmorgler Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.06   #9
    Also beim Löten kann man einiges "falsch" machen, aber Übung macht den Meister....

    Die Spitze des Lötkolbens muß sauber sein: an einem feuchten Schwamm abwischen. Dann etwas Lötzinn an die Spitze tun, um die Spitze etwas zu verzinnen. Überschüssiges Lötzinn wieder am Schwamm abstreifen. Es düfen keine Topfen dran hängen. Dann sollte die Spitze schön hell glänzen. Nicht zu lange mit dem Löten warten, sonst bildet sich dort wieder eine Oxydschicht.

    Dann beim Löten nicht das Lötzinn erst auf den Kolben und dann an den Draht bringen. Es verbrutzelt sonst sofort das Flußmittel und auf dem Topfen bildet sich eine Oxydschicht und es topft beim Lötversuch nur runter, aber es verbindet sich nicht mit dem Draht.

    Der Draht sollte sauber sein: also nicht abisolieren und dann 5 Tage liegen lassen, ehe man mit dem Löten beginnt. Auch auf dem Kupfer bildet sich an der Luft eine Oxydschicht, die das Löten erschwert. Sollte sich schon eine gebildet haben, also das Kupfer nicht mehr hochglänzent aussehen, kann man sich im Notfall helfen, indem man den Draht mit etwas Kontaktspray einsprüht und einwirken läßt und dann mit einem Papiertaschentuch oder ähnlichem das Kontaktspray wieder entfernt. Dann sollte das Kupfer wieder sauber sein. Dann SOFORT löten. (Inwieweit die dann beim Löten entstehenden Dämpfe gesundheitsschädlich sind, kann ich nicht sagen...)

    Dann braucht man 3 Hände... :rolleyes: Mit der eine Hand hält man den Draht fest, mit der anderen den Lötkolben und mit der dritten Hand das Lötzinn. :rolleyes:

    Den Lötkolben an den Draht halten und von der anderen Seite das Lötzinn an den Draht halten. Das Zinn sollte dann schön von der Kupferlitze (sofern es sich um Litze handelt) aufgesogen werden.

    Wenn es sich um zwei Drähte aus Litze handelt kann man auch vor dem Löten diese beiden miteinander verdrillen. Aber obacht: auch das Fett und Schweiss von den Fingern, das sich dann an den Drähten befindet, ist nicht hilfreich beim Löten.

    Achja - zum Lötzinn
    Immer Elektroniklötzinn verwenden und keines vom Klempner.
    Am besten dünnes Lötzinn nehmen: max. 1mm Durchmesser. Elektroniklötzinn hat meist eine Legierung von Sn60Pb38Cu2 und Flußmittelsehne(n). -- Das bekommt man in jedem Elektronikladen.
    Die Schmelztemperatur liegt bei diesem Lötzinn so etwa bei 180-190°C

    Die "Ökos" habe nun verodnet, daß Lötzinn kein Blei mehr enthalten darf. Für den Hobbybereich halte ich das für ziemlichen Blödsinn, aber da kann man geteilter Meinung sein...
    Wie dem auch sei. Das neue Bleifreie Lötzinn (z.B. Sn96,5Ag3Cu0,5) hat eine Schmelztemperatur von rund 230°C. Das muß man beachten, wenn man nur einen einfachen Lötkolben ohne Temperaturregulierung hat. Möglicherweise werden die einfachen Geräte nämlich nicht heiß genug für das neue Lötzinn, bzw. liefern nicht genug Energie, sondern die Temperatur geht beim Löten "in die Knie". Bei Lötstationen mit Temperaturreglung ist das nicht ganz so kritisch. Die kann man in der Regel einfach höher drehen.

    Ich empfehle weiterhin bleihaltiges Lötzinn. Das hat sich seit ewigen Zeit bewährt. -- Wie gesagt: meine ganz persönliche Meinung.
     
  10. Moore

    Moore Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.06   #10
    Das geht mir jedes Mal durch den Kopf :D Gibts da eigentlich irgendwelche Teile, die den Lötvorgang vereinfachen? Bzw., dass man auch mit zwei Händen prima zurecht kommt?

    PS: Achte darauf, dass du kein Radiolot kaufst. Gerade in Sachen Musik ist das überhaupt nicht ratsam. Hatte mal Radiolot für ein Kabel verwendet und ohne Scheiß, in den Spielpausen hörte ich ganz leise irgendeinen Sender auf der Box :)
     
  11. Böhmorgler

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    Erstellt: 28.06.06   #11
    Man kann eine "3 Hand" benutzen. Die Teile heißen wirklich so :)

    [​IMG]
     
  12. Moore

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    Erstellt: 28.06.06   #12
    Geile Sache... Werde mir sicherlich in ferner Zukunft son Teil zulegen.

    Merci
     
  13. Böhmorgler

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    Erstellt: 28.06.06   #13
    Die gibt's bei den einschlägigen Händlern:

    Conrad - "Dritte Hand mit Lupe" (803812 - 62): 7,95€
    Reichelt - "Platinenassistent" (PCH 4): 4,40€ [ist ohne Lupe]

    Aber nicht immer sind die ganz großen und bekannten auch die preiswertesten:

    Bei "pearl" kostet sie mit Lupe nur 4,90 Euro: http://www.pearl.de/p/PE1554-Dritte-Hand-Loet-und-Montagehilfe.html

    "supertiefpreis.de" hat sie sogar für 4,27€ mit Lupe drin: http://www.supertiefpreis.de/product_info.php?products_id=26747


    Da zeigt sich mal wieder: wenn man etwas sucht, kann man richtig Geld sparen.


    ------

    Zum Thema löten habe ich noch was gefunden:
    http://www.pc-max.de/forum/article.php?a=77
    (unten auf der Seite ist ein Pull-Down-Menü. Damit kommt man zur Fortsetzung; sind insgesamt 3 Seiten)
     
  14. Moore

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    Erstellt: 28.06.06   #14
    Wow... sind ja spottbillig. Werd mir dann gleich mal son Teil bestellen. Danke für die Info!
     
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