Ibanez SD9 im Bypass kein Signal!

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Hallo hallo,

ein von mir erst kürzlich erworbener Sonic Distortion von Ibanez aus den frühen Achtzigern gibt nur extrem schwach das Signal weiter, wenn man ihn ausmacht.
Im eingeschalteten Zustand klingt alles so wie es soll und vor allem in normaler Lautstärke. Im Bypass jedoch ist fast nichts zu hören, alles ist extrem leise und trotzdem total übersteuert, fast schon nur noch ein Britzeln und Bratzeln.

Ich habe keine Ahnung, woran das liegen könnte. Auf kalte Lotstellen oder sonstige Schäden an den Litzen habe ich das Pedal schon untersucht. Ohne Erfolg.

Was könnte das Problem sein?

Anbei ein paar Bilder der Elektronik:

IMG_0166.jpg IMG_0175.jpg IMG_0177.jpg IMG_0180.jpg IMG_0181.jpg IMG_0185.jpg IMG_0186.jpg IMG_0187.jpg

Vielen Dank für eure Antworten schonmal im Vorraus!
Ben
 
Eigenschaft
 
Hallo,
ich gehe davon aus, dass das Gerät im Bypassbetrieb
einen Defekt hat.

ibanez sd9.jpg

Gruß
Jo
 
Wenn alle Kabel-/Lötverbindungen OK sind, könnte der Schalter defekt sein. Das lässt sich mit einem Messgerät einfach feststellen.
 
Hi,

danke für die Antworten. Nach meinen Recherchen die sich auf den Schaltplan beziehen, würde ich nun auch auf den Schalter tippen. Irgendwo habe ich gelesen, dass der verbaute Chip, der wenn ich das richtig verstanden habe zwei seperate Operationsverstäker enthält, die Ursache sein könnte, da er mit einem Operationsverstärker den Bypass buffert.
Ich werde das mit dem Schalter aber als erstes prüfen.

Wie ist denn die Verdrahtung von diesen Mini-Schaltern eigentlich?
http://www.musikding.de/Schalter/Mikroschalter/Mikrotaster-6x6mm::2863.html


Es ist im übrigen dieses Modell:
Ibanez_SD9_13.jpg
 
Nach intensiven Nachforschungen konnte ich mit Hilfe eines guten Freundes, die Fehlerquelle in der sogenannten JFET-Schaltung liegt.

Ich kann zum Einstieg in diese Thematik, den englischsprachigen Artikel "JFET Switching", erschienen bei PremierGuitar.com, sehr empfehlen: http://www.premierguitar.com/Magazine/Issue/2007/Jun/JFET_Switching.aspx

Es handelt sich im Übrigen um einen Taster, nicht um einen Schalter, wie ich ursprünglich angenommen hatte.
Wir konnten die Funktionalität des Umschaltvorgangs an sich nachvollziehen. Das Signal-Switching an sich ist m.M.n. hochokomplex. Es gib keinen true-bypass, bzw. keine vollständige Trennung des Signals vom eig. Effektkreis.
Das ist etwas verwirrend. In manchen Foren konnte ich lesen, dass ein Teil des Chips zum buffering des "bypassed Signals" genutzt wird.

Ingesamt konnte ich mich nun besser in das Switching hineinversetzen, jedoch noch nicht DAS fehlerhafte Bauteil aus machen - und dementsprechend den Defekt auch nicht beseitigen.

Während meiner Recherchen ist mir jedoch aufgefallen, dass es eine Vielzahl von Fällen mit den gleichen "Symptomen" gibt. Viell. ist ja noch jemand hier im Board, der so einen Fehler auch schon bei seinem SD9 hatte und reparieren konnte.

Viele Grüße,
Ben

PS.: da der Effektkreis an sich ja super funktioniert, denke ich darüber nach, mir einen simplen "Bypass/Looper" zu bauen ^^
 
Ich habe mich nun endgültig entschlossen, einen Looper zum bypassen des SD9 zu verwenden.

Mir ist das Risiko zu groß, beim Versuch das Pedal zu reparieren, etwas irreparabel zu zerstören. Dennoch wüsste ich zu gerne, woran es liegt bzw. woran es liegt, dass bei dieser - eig. geniale - Schaltung, nach vielen Jahren scheinbar der gleiche Fehler auftritt.

Ich danke euch jedenfalls für die Tipps!

Grüße,
ben
 
Mahlzeit,

google mal nach Millenium Bypass.. das ist die bei den meisten Ibanez Effekten verbaute Umschaltung. Der von Dir angesprochene Fehler liegt bei den Teilen meist im Schalter (der wie richtig erkannt ein Taster ist) oder in einem der beiden FETs die die Umschaltung vornehmen. An sich keine große Sache das zu reparieren, Teile dafür bekommst Du z.B. bei Musikding, allerdings sollte man löten können sonst sind ruckzuck die FETs verbrutzelt bbzw die Lötaugen heben sich von der Platine => GAU....
 

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