Ich möchte meinem Vater Gitarre beibringen - Welche Punkte kann man anschneiden?

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schwerti

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Hallo zusammen,

ich bin mir ziemlich sicher, dass es hunderte (oder tausende) Einträge geben muss, wie man am besten einem Anfänger ein Instrument beibringt.
Allerdings würde ich gerne ein bisschen Hintergrund in die Sache miteinbeziehen, um dem ganzen einen persönlichen Touch zu geben.

Mein Vater hatte als Kind mal klassische Gitarre gelernt, war aber schnell davon demotiviert, da ihm zu seiner Zeit niemand die coolen und wichtigen Sachen beibringen wollte.
Er hat immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt sich da reinzuhängen, allerdings ist sein Hauptgegenargument gewesen, er sei zu alt dafür und seine Finger zu kaputt (er arbeitet in einem feinmotorischen Handwerksberuf).
Da mir früh die Möglichkeit gegeben wurde, mich musikalisch zu entwickeln, ist es mMn an der Zeit, etwas zurückzugeben - ich habe ihm zu seinem Geburtstag letztes Jahr eine Squier Sonic Strat und den Squier Frontman 10G im Bundle geschenkt!
Wir haben bis jetzt noch keine Zeit gefunden, uns zusammen zu setzen, aber ich würde das Thema gerne in naher Zukunft in Angriff nehmen.

Da ich allerdings zum Großteil autodidaktisch Gitarre und Bass gelernt hab, habe ich wenig Berührungspunkte mit "was lerne ich zuerst, welche Themen sind wie wichtig, was macht Spaß zu lernen".

Grundsätzlich teilen wir uns sehr viele Dinge und Herangehensweisen; immer eine große Liebe für technische Details, die ewige Fragestellung von "warum und wie", Faszination für eine recht große Bandbreite an Musikgenres und generelles Nerd-Dasein.
Um mal einen musikalischen Grundriss aufzuführen:
Mein Vater (55j) hat mir die "101 Rock Hits der 90er" als Blag ans Herz gelegt, mir früh die Broilers gezeigt, Motörhead, Meteors, RAtM etc. waren immer Tagesordnung, seinerseits aber auch immer wieder Einflüsse von (Oi-)Punk, 90's Hip-Hop, Trance, Reggae, aktuellem Deutsch-Rap, Balladen.. die komplette Bandbreite.
Ich (27j) habe viele Einflüsse dankend angenommen und mich inzwischen in der Metalcore-, Hardcore-, Emo- und Pop-Punk-Szene eingefunden (The Story so Far, Counterparts, Terror, Hot Mulligan, Weezer,...).

Ich selber spiele meine Squier Jaguar seit nichtmal einem Jahr, würde aber behaupten dass meine Spielbarkeit im "oberen" Intermediate Bereich zu finden ist, allerdings ist mein Wissen (und die Selbstsicherheit dazu) zu Technik und Theorie meiner Einschätzung nach eher im späten Anfänger-Bereich.

Meine Fragen wären:
Habt ihr einige Basics und Methoden, die auf jeden Fall von Anfang an zu empfehlen sind (wo üblicherweise Fehlerquellen entstehen, z.B. "wie halte ich ein Plektrum") und im Idealfall auch Songs dazu, an denen man das Ganze gut zeigen und lernen kann?
Wie wichtig ist es euer Meinung nach, technische Details von Gitarren und Verstärkern am Anfang zu erklären (z.B. die Unterschiede SC und Humbucker, Transistor/Röhren-Amps)?
Kann man sich ne gedankliche Guideline bauen, welche Themen wann zu lernen sind?
Wie überzeuge ich einen "alten" Mann, dass er definitiv noch in der Lage ist vollumfänglich Gitarre zu lernen?

Mein Plan wäre gewesen, die CAGED Akkorde proforma zu zeigen, Power Chords am meisten zu belichten, und Downstrokes, Alternate Picking und Strums anzuschauen.
Ansonsten ist natürlich das wichtigste: Es muss Bock machen!
 
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Hi,

systematisch ginge es wohl mit dieser Schule


Eine von Michael Langer habe ich auch gesehen, ggf. sagt dir die mehr zu. Oder von Bernd Brümmer.

Mir würde die von Langer zusagen (Tabulatur UND Noten).
 
Es geht doch um den Spaß an der Sache. Mein Vorschlag ist daher, nicht auf die großen Feinheiten und gar ein strukturiertes Durchackern nach irgend einem Lehrbuch ins Auge zu fassen, sondern nach und nach einfach Songs gemeinsam anzugehen, die Deinem Vater gefallen und die er spielen möchte.

Dein Vater hat ja das trockene "das ist wichtig" schon erlebt und damit die Lust verloren. Lass ihn doch jetzt einfach genau das, was Du ja scheinbar mit ihm oder über ihn herausgefunden hast, also vor allem "die coolen Sachen" zu lernen. Womöglich hat er auch ganz andere einfachere Ansprüche an seine Spielfähigkeiten. Und wenn er halt jetzt erst mal ein paar für ihn geile Riffs (vereinfacht) gezeigt bekommt und üben kann, dann findet und behält er sicher eher den Spaß, als wenn Du ihm jetzt irgendwelche Techniken der Reihe nach "antust". Mach nicht den Fehler, Deine Ansprüche zu seinen zu machen!

Ihm etwas zurückgeben heißt doch vor allem, dass er bekommt, was ihm Spaß macht. Finde es heraus und biete ihm das. Und wenn einzelne Techniken Stück für Stück in einzelnen Songs vorkommen, dann kannst Du ihm ja helfen, wobei man die eine oder andere Spitzfindigkeit auch vernachlässigen kann. Womöglich freut es ihn und macht es ihn riesig stolz, wenn er erst mal das Riff von "Smoke on the Water" rausröhren kann :rock:

Euch beiden viel Spaß :prost:
 
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Den Wunsch, „Richtig“ Gitarre zu lernen, erfordert einiges an Disziplin & Durchhaltevermögen.
Voraussetzung dafür ist der Spaß am Spielen und rasche Lernerfolge im Sinne von „das klingt gut“ und „ich kann lernen“. Gut dafür sind einfache Songs, die er mag (und Du möglicherweise kannst) und am Anfang Stolperfallen umgehen bzw. die Wege ebnen.
Das sind meine Grundgedanken dazu. Was daraus folgt, ist etwa folgendes:
  • Richtige Körperhaltung, richtiges Greifen von Akkorden, wie halte ich ein Plek
  • ein bis drei einfache Songs mit wenig Akkorden, Barree eher noch nicht am Anfang. Wenn er Neil Young mag, kann man schnell fündig werden.
  • Zeig ihm zwei oder drei Grundeinstellungen am Amp, den er hat. An den Knöpfen drehen und schauen, was passiert, kann er selbst.
  • Gleiches gilt für die PUs.
  • Zeig ihm die Einstellungen, die zum Song passen.
  • Kauf eine Plek-Mischung und führ ihn ein bisschen ein.
Du hast nicht viel darüber gesagt, wie oft und wie lange Du Zeit hast, mit ihm zusammen zu sitzen. Wenn er mit online- Kursen was anfangen kann, ist das eine Option. Wenn er mit PC & Internet klar kommt, soll er (oder ihr macht das zusammen) die Songs, die Ihr rausgesucht habt (oder die er gerne spielen will) mit „How to Play Guitar on Song XYZ“ eingeben. Auf YouTube (aber auch woanders) gibt’s taugliche Videos. Er (oder Ihr) kriegt dann schon mit, was für ihn passt & was ihm zusagt.

So weit für den Anfang von meiner Seite - und viel Spaß & Erfolg!

x-Riff
 
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Frage ihn einfach was er will und unterstütze nur da wo es nötig ist.
Nichts aufdrängen und geduldig bleiben.
 
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  • #6
Mach nicht den Fehler, Deine Ansprüche zu seinen zu machen!
Danke, sehr guter Punkt! es klingelt sofort bei mir, dass ich mir zwar große Vorstellungen mache und mir Mühe geben möchte, aber das kann ich natürlich nicht auf ihn projizieren. :)
Womöglich freut es ihn und macht es ihn riesig stolz, wenn er erst mal das Riff von "Smoke on the Water" rausröhren kann :rock:
Finde es eher angemessen, am ersten Tag das 4. Master of Puppets Solo clean zu shredden.. /s

Hast du spontan noch andere fette, easy Riffs im Petto, die ich vielleicht gar nicht auf dem Schirm habe?

Lieben Dank!
 
Ich weiß ja nicht, ob alle Vater-Sohn-Beziehungen so funktionieren, wie die meine mit meinem alten Herrn; so ein bisschen "Silberrücken" war da schon immer dabei...

Ich habe ihn jedenfalls am Ende wieder sehr liebgehabt und sehr schweren Herzens in eine andere Welt entlassen. Aber es war schon ordentlich Dampf in der Beziehung! Je nachdem, ob das bei euch auch so ist, muss man vielleicht wirklich strategisch-taktisch vorgehen.

Diesen Gedanken mal so im Raum stehenlassend, empfehle ich Folgendes:

Macht viel Musik zusammen - nicht nur "Unterricht"! Zusammen macht Musizieren einfach mehr Spaß. Wenn dein Vater drei, vier Akkorde spielen kann, während du ein bisschen Melodiespiel oben drüber machst, dann klingt das quasi sofort nach Musik und motiviert ungemein!

Und da es ja wohl auf der E losgehen soll, würde ich sagen: Gleich ran an die powerchords! Und das ganz kleine Bisschen Theorie; Grundton/Quinte/Oktave, hin- und herschieben, um quasi ALLES zu spielen - DAS würde ich ihm tatsächlich ganz am Anfang zeigen. Das öffnet so viele Türen, dass ich der Meinung bin, dass lohnt in jedem Fall. Außerdem bereiten powerchords die Hand auf Barrés vor.
 
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  • #8
...systematisch ginge es wohl mit....
Hi, danke dir! :)

Würde mich tatsächlich persönlich etwas weiter weg von der systematischen Art und Weise zu lernen bewegen, und auch mehr n kleines "Sohn-Vater" Ding draus machen und Autodidaktik und persönliche Bindung in den Vordergrund stellen wollen.
Aber falls es nicht funktioniert, werd ich drauf zurückgreifen!
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Das sind meine Grundgedanken dazu. Was daraus folgt, ist etwa folgendes:
  • Richtige Körperhaltung, richtiges Greifen von Akkorden, wie halte ich ein Plek
  • ein bis drei einfache Songs mit wenig Akkorden, Barree eher noch nicht am Anfang. Wenn er Neil Young mag, kann man schnell fündig werden.
  • Zeig ihm zwei oder drei Grundeinstellungen am Amp, den er hat. An den Knöpfen drehen und schauen, was passiert, kann er selbst.
  • Gleiches gilt für die PUs.
  • Zeig ihm die Einstellungen, die zum Song passen.
  • Kauf eine Plek-Mischung und führ ihn ein bisschen ein.
Ich glaub da muss ich mich an einigen Stellen (Körperhaltung, Plek-Haltung) selber vorher mit Auseinandersetzen :dizzy:

Spaß, für seinen Anfang wirds vollkommen ausreichend sein :P

Bin eigentlich immer Fan von bisschen was anteasern, aber denke mal Barree zu verschweigen könnte tatsächlich erstmal eine gute Idee sein..

Du hast nicht viel darüber gesagt, wie oft und wie lange Du Zeit hast, mit ihm zusammen zu sitzen. Wenn er mit online- Kursen was anfangen kann, ist das eine Option. Wenn er mit PC & Internet klar kommt, soll er (oder ihr macht das zusammen) die Songs, die Ihr rausgesucht habt (oder die er gerne spielen will) mit „How to Play Guitar on Song XYZ“ eingeben. Auf YouTube (aber auch woanders) gibt’s taugliche Videos. Er (oder Ihr) kriegt dann schon mit, was für ihn passt & was ihm zusagt.
Tatsächlich hat er mir deutlich mehr an Computern beigebracht (und hat wahrscheinlich immer noch deutlich mehr Wissen) als es für Väter wahrscheinlich üblich ist, wenn ich ihm vorschlage zu googlen werd ich enterbt..
Problem ist eigentlich nur die (gemeinsame) Zeit, da wir ca. ne Stunde entfernt sind und er auch mitm Mopped noch ein sehr zeitintensives Hobby betreibt.
Ich hatte ihm bereits mal Ultimate Guitar gezeigt, aber ich hatte in dem ganzen Geburtstagswahn und der Aufregung wohl vergessen dass er noch gar nicht spielen kann.. :D
Kennst du vielleicht einige Kanäle, die nen guten Einstieg bieten? Englisch/Deutsch beides onewallfree :)

Danke dir!
 
Grund: Vollzitat reduziert
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  • #9
Ich weiß ja nicht, ob alle Vater-Sohn-Beziehungen so funktionieren, wie die meine mit meinem alten Herrn; so ein bisschen "Silberrücken" war da schon immer dabei...

Ich habe ihn jedenfalls am Ende wieder sehr liebgehabt und sehr schweren Herzens in eine andere Welt entlassen. Aber es war schon ordentlich Dampf in der Beziehung! Je nachdem, ob das bei euch auch so ist, muss man vielleicht wirklich strategisch-taktisch vorgehen.

Diesen Gedanken mal so im Raum stehenlassend, empfehle ich Folgendes:

Macht viel Musik zusammen - nicht nur "Unterricht"! Zusammen macht Musizieren einfach mehr Spaß. Wenn dein Vater drei, vier Akkorde spielen kann, während du ein bisschen Melodiespiel oben drüber machst, dann klingt das quasi sofort nach Musik und motiviert ungemein!

Und da es ja wohl auf der E losgehen soll, würde ich sagen: Gleich ran an die powerchords! Und das ganz kleine Bisschen Theorie; Grundton/Quinte/Oktave, hin- und herschieben, um quasi ALLES zu spielen - DAS würde ich ihm tatsächlich ganz am Anfang zeigen. Das öffnet so viele Türen, dass ich der Meinung bin, dass lohnt in jedem Fall. Außerdem bereiten powerchords die Hand auf Barrés vor.
Erstmal schön zu hören, dass ihr euch zum Ende hin gut verstanden habt, dass er gehen musste tut mir leid zu hören.
Bei uns ist es ein gutes freundschaftliches Verhältnis, aber emotional ist es mMn doch eher typisch für eine Mann-Mann Situation.. :D

Sehr geile Idee, vielleicht schau ich mal, dass wenn wir in eine Session reingehen, erst ne Phase Unterricht machen, und dann ne kleine Phase jammen!

Jao, Powerchords plus Oktave knallen vor allem auch, sodass es direkt Spaß macht die zu lernen.

Geile Sache, dankeschön!
 
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  • #10
Es ist sicher bei jedem Menschen anders ...

ICH als da bereits alter Sack habe mir erst mal relativ systematisch die Basics nach zwei oder drei Lehrbüchern draufgeschafft. Locker und stressfrei, nur die Basics, nicht alles bis zum Ende mit allen Feinheiten. Aber die ersten richtigen Übungssongs sind dann gut gelaufen und haben Lust auf mehr gemacht.
Dann bin ich dazu übergegangen, nur noch songorientiert zu lernen. Nur Songs die mir wirklich gefallen, entweder konnte ich sie nun schon spielen, oder ich habe dann bei der Gelegenheit jeweils die Sachen dazugelernt oder vertieft die dazu noch nötig waren.

So mache ich das bis heute, inzwischen auch mit einem "Coach" zu dem ich gelegentlich hinfahre und der mich dabei unterstützt. Es läuft alles prima, ich lerne/spiele was mir Spaß macht, bin mit jedem neuen Song wieder neu motiviert, lerne dabei quasi nebenbei permanent dazu, und es macht bis heute viel Freude, eigentlich immer mehr ... :)
 
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  • #11
...ICH als da bereits alter Sack habe mir erst mal relativ systematisch die Basics nach zwei oder drei Lehrbüchern draufgeschafft. Locker und stressfrei, nur die Basics, nicht alles bis zum Ende mit allen Feinheiten. Aber die...
Über welche Basics reden wir hier, kläre mich gerne auf!

Darf ich fragen mit welchem Alter du angefangen hast, dir den Spaß beizubringen?

Ich bin voll bei dir, so stell ich mir eigentlich auch eine optimale Lernerfahrung vor, nur dass mir die Startpunkte dazu fehlen.. :)
Als Blues-Enthusiast, hast du ne kleine Empfehlung zum Einstieg, den ich vielleicht bei Gelegenheit mal auspacken kann?
Dann haben wir beide was zu lernen...
Frage ihn einfach was er will und unterstütze nur da wo es nötig ist....
Du hast vollkommen recht, allerdings hat mein Vater genug Selbstverständnis um zu sagen "ich wüsste nicht womit ich beginnen soll und worauf es ankommt", weswegen ich ihm mindestens ein Einstieg geben möchte - wenn er nen kleinen Überblick hat, kommt es gänzlich darauf an was er möchte und von mir braucht.
 
Grund: Vollzitate reduziert / automerge aufgeräumt
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • #12
Über welche Basics reden wir hier, kläre mich gerne auf!
In meinem Fall von Null an.
Darf ich fragen mit welchem Alter du angefangen hast, dir den Spaß beizubringen?
Im Ruhestand.
Ich hatte zwar als junger Kerl schon mal kurz gespielt, damals Tanzmusik und bisschen einfache Klassik. Nach über 40 Jahren Pause dann doch nochmal ganz neu angefangen ... wann wenn nicht jetzt ... diesmal meine Lieblingsmusik, trad. Fingerstyle Blues.
Ich bin voll bei dir, so stell ich mir eigentlich auch eine optimale Lernerfahrung vor, nur dass mir die Startpunkte dazu fehlen.. :)
Als Blues-Enthusiast, hast du ne kleine Empfehlung zum Einstieg, den ich vielleicht bei Gelegenheit mal auspacken kann?
Dann haben wir beide was zu lernen...
Speziell zum Fingerstyle Blues kann dir gern was empfehlen ... aber dann bitte als PN weiter, wird hier zu sehr OT ... ;)
 
  • #13
Für den Anfang als Motorradfahrer natürlich Born to be wild.
Da ist schon einiges dabei, jedoch nicht kompliziert. Dafür verdammt cool!
 
  • #14
Habt ihr einige Basics und Methoden, die auf jeden Fall von Anfang an zu empfehlen sind (wo üblicherweise Fehlerquellen entstehen, z.B. "wie halte ich ein Plektrum") und im Idealfall auch Songs dazu, an denen man das Ganze gut zeigen und lernen kann?
Über welche Basics reden wir hier, kläre mich gerne auf!

ich hoffe, Dein Vater hat von dem klassischen Unterricht noch die Basic drauf. Das ist die Greifhand, die die Akkorde richtig greift.
Das ist die erste und elementarste Basic.
Die Sache mit dem Plektrum; wie fortgeschritten bist Du? Diese Frage ist ein Alarmsignal, denn Du willst ihm helfen.
Dann gibts noch immens viele Basic, Hammer On, Pull Off, Bending, Slides, usw, das sind die Techniken für die Greifhand. Wenn Du die drauf hast, sehe ich kein Problem für deinen Vater, aber, was ist mit dem Plektrum....
 
  • #15
Startet doch erstmal. Soll doch gar nicht zu systematisch sein, höre ich raus.
 
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  • #16
Hast du spontan noch andere fette, easy Riffs im Petto, die ich vielleicht gar nicht auf dem Schirm habe?
Sorry, ich bin inzwischen beim ProgRock gelandet und den finde ich jetzt nicht unbedingt anfängergeeignet. Mein Gott, ich kenne halt "die Alten": Purple, Heep, AC/DC, Black Sabbath, Led Zeppelin, Stones, Who, ...

Wenn Deiner Meinung nach Dein Vater nicht wirklich mit dem rausrückt, was er spielen möchte, dann weißt vielleicht Du selbst ein paar Stücke, die in anmachen.

viele Basic, Hammer On, Pull Off, Bending, Slides, usw,
WOW :oops: Also ich hab (ab Mitte der 70er bis Ende der 80er) Gitarre autodidaktisch einfach mit "geradeaus spielen" angefangen, also Saiten und Bünde und System kennen, Melodien spielen, "normale Akkorde" spielen, "reduzierte Akkorde" (also in Richtung Powerchords) verstehen und spielen, mehrstimmig spielen, Klassik-Stücke auf der E-Gitarre* spielen und arrangieren ("Für Elise" selbst mit Griffen ausgearbeitet) und das Ganze einfach flüssig. Und dabei hatte ich eine jahrelange fundierte Ausbildung auf dem Akkordeon mit Harmonielehre und weiterer Theorie. Mein Stand ist seit meinem Neuanfang ca. 2005 (weiterhin autodidaktisch), dass ich in den letzten 20 Jahren viel Praxis bei Bending und Slides hatte und denke, dass ich das für einen Hobbymusiker mit Zweitinstrument Gitarre ganz gut "hinkriege". Pull Offs und vor allem Hammer Ons liegen eher in der Theorie mit in der Praxis "Rumgestöpsel" - ich kann ganz gut mit meinen Defiziten leben. Vielleicht können andere Väter das auch ;)
 
  • #17
Vielleicht auch mal mit dem Papa darüber reden, was er überhaupt für Ziele, Wünsche und Vorstellungen hat? ;-)
Wie viel Zeit und Energie kann und möchte er da denn überhaupt hineinstecken?

Ansonsten würde ich hier @soundmunich in seinen Überlegungen schon sehr zustimmen.

Meine Erfahrungen bei "älteren" Einsteigern/Wiedereinsteigern:

Der Schwierigkeitsgrad wird brutal unterschätzt.
Es wird zu schnell zu viel gewollt und versucht.
Die Basics werden stark vernachlässigt.
Es wird versucht abzukürzen. (Ich spiele das halt so, das ist "einfacher") ;-)

Tips:

Vorab: Wie stimme ich denn so ein Ding? Auch mal ohne Stimmgerät. ;-)

Wirklich auch gerade am Anfang auf Haltung insgesamt, Plektrumhaltung, recht Hand linke Hand, usw. achten.
Sauber und erstmal langsam üben, sauberer Anschlag/Wechselschlag, usw..

Trotzdem auch (sobald überhaupt möglich) auch mal "einfache" Akkorde und Riffs zusammen mit ein bisschen Rhythmus aus der Dose spielen.

Das klingt dann vielleicht schon relativ schnell "nach Musik" und ist ja auch für den Spaß und erste Erfolgserlebnisse ganz wichtig.

Auch die erste Orientierung auf der Gitarre ist ganz hilfreich.
Welche Töne lungern denn da "wo" und "warum" auf dem Griffbrett herum?

Ich selber spiele meine Squier Jaguar seit nichtmal einem Jahr, würde aber behaupten dass meine Spielbarkeit im "oberen" Intermediate Bereich zu finden ist, allerdings ist mein Wissen (und die Selbstsicherheit dazu) zu Technik und Theorie meiner Einschätzung nach eher im späten Anfänger-Bereich.
Hast das denn wirklich so weit selbst im Kreuz um da eine wirklich gute Starthilfe zu geben?
Vielleicht kann man das ja auch mit ein paar externen Trainerstunden kombinieren?

Wäre aber schon toll, wenn ihr mal zusammen etwas spielen könnt und gemeinsam Spaß daran habt! (y) :rock:
 
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  • #18
Wäre aber schon toll, wenn ihr mal zusammen etwas spielen könnt und gemeinsam Spaß daran habt! (y) :rock:
Langzeitprojekt: Jessika


View: https://www.youtube.com/watch?v=JcT0nzN-MJ0&t=68s

und dann zu zweit auf die Bühne damit


View: https://www.youtube.com/watch?v=bYE-dxIRTto

(Sohnemann Duane darf übrigens jeweils die originale Goldtop des Vaters spielen und hat sie ja auch inzwischen geerbt: RIP Dickie Betts!)

Natürlich ist das "hohe Schule" und so wie ich denke und verstanden habe, weder die favorisierte Musikrichtung Deines Vaters und von Dir, @schwerti
 
  • #19
Bin ich der Einzige, dem sich bei der Einleitung

Ich möchte meinem Vater Gitarre beibringen - Welche Punkte kann man anschneiden?​

Da ich allerdings zum Großteil autodidaktisch Gitarre und Bass gelernt hab
Ich selber spiele meine Squier Jaguar seit nichtmal einem Jahr,
Fragen aufdrängen?

Denn das
Habt ihr einige Basics und Methoden, die auf jeden Fall von Anfang an zu empfehlen sind (wo üblicherweise Fehlerquellen entstehen, z.B. "wie halte ich ein Plektrum") und im Idealfall auch Songs dazu, an denen man das Ganze gut zeigen und lernen kann?
bedeutet, dass Du die Grundlagen ja anscheinend selbst erstmal lernen musst. Oder verstehe ich Deine Geschichte hier falsch?

Ferndiagnosen sind immer schwierig, aber ich würde aus dem Geschriebenen jetzt erstmal rauslesen, dass Ihr beide wahrscheinlich gut beraten wärt, gemeinsam Unterricht zu nehmen. Denn die ganze Fragestunde, die Du hier abhältst, erweckt in mir den Eindruck eines "da will der Blinde den Lahmen führen". Du wirst ihm die ganzen Fehler beibringen, die Du dir als Autodidakt selbst beigebracht hast (Haltung, Technik - sofern vorhanden-, fehlendes Grundlagenverständnis - siehe Deine Fragen - und so weiter und so fort). Dann hättet ihr ein gemeinsames Ding, das Ihr auch mit viel spaß gemeinsam vorantreiben könnt und könnt euch dabei gegenseitig motivieren.

Ich kann mich erinnern, dass ich (schon in meiner ersten Band spielend, aber auch erst seit einem Jahr Autodidakt) so mit 16(?) dem Wunsch eines Kumpels nachgegeben habe und diesen Versuch auch gestartet habe. Es tat unserer Freundschaft keinen Abbruch, aber es war auch relativ schnell zu Ende. wer es selber gerade erst gelernt hat, kann in der Regel nicht ansatzweise genug, um es einem anderen beizubringen. Da haben mir die sechs bis sieben Stunden, die ich jeden Tag geübt habe, auch nicht wirklich weitergeholfen.
 
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  • #20
Fragen aufdrängen?
Nein, aber es gibt wohl Momente, da muss man den Dingen einfach freien Lauf lassen. 🤷

Ich würde da ganz klar in Richtung coolen Lehrer gehen, der einem relativ schnell den einen oder anderen guten Song zeigen kann, dabei aber alle wichtigen Basics nicht vergisst.

Und vermutlich würden dem TE auch ein paar Stunden beim Lehrer gut stehen

Ist übrigens auch der Grund, warum ich meinen Kindern nicht die Gitarre beibringen, sondern dafür einen Lehrer habe. Ich hab mir viel zu viel selber beigebracht und warum sollte ich die Fehler meinen Kindern quasi vererben?
 
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