in Intervalle denken...

von das_neuling, 04.08.05.

  1. das_neuling

    das_neuling Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.05   #1
    hi leute!
    ich hoffe ihr könnt mir helfen. und zwar muss ich irgendwie erlernen in intervallen zu denken. das sagt mir zumindest immer mein gitarrist. aber ich finde es fast unmöglich am keyboard die ganze tastatur in intervallen zu sehen, da die verteilung der schwarzen tasten ja nich konstant ist. und das macht die ganze sache ganz schön schwer.... habt ihr vielleicht tipps oder tricks dafür, am keyboard in intervallen zu denken?
    ich brauch eure hilfe :o
    thx
     
  2. klausl2107

    klausl2107 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.05   #2
    Tja, was Intervalle betrifft, da haben die Gitarristen gut reden :) .
    Hat er auch einen Grund angegeben, warum du das machen sollst? Vielleicht missverstehe ich deine Frage, aber ich spiel inzwischen gut 20 Jahre und habe ehrlich gesagt noch nie gehört, dass man als Pianist in Intervallen denken sollte.

    Klaus
     
  3. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.08.05   #3
    Es schadet sicher nicht, sich das anzugewöhnen. Zugegeben: die Gitarristen haben es da leichter - und sie brauchen es auch öfter. Man denke nur mal an eine fix umgestimmte Gitarre oder ein Kapodaster etc.

    Unbedingt nötig ist "in Intervallen denken" nicht, wenn man auf der anderen Seite z.B. fix im transponieren ist oder irgendwie Techniken für sich entwickelt hat, sozusagen "vom Blatt zu transponieren".

    Wofür das Intervalldenken gut ist: Es trainiert das musikalische Verständnis - schließlich ist ein Song, wenn man in Intervallen denkt, nicht mehr nur eine Abfolge von Akkorden, sondern man erkennt sofort die harmonische Struktur. Das kann sehr interessant sein, und erleichtert Komposition, Improvisation und das "Stricken" guter Sololinien.
    Das zweite: Wer sich einen Song in Intervallstruktur merkt und so denkt, kann superleicht den Song in jeder gewünschten Tonart spielen (von ggf. kniffligen Fingersätzen mal abgesehen). Man merkt sich eben nicht mehr "C Am F G", sondern "I VIm IV V über C"

    "Autumn Leaves" wird so auf die einfache Formel "Quintfallsequenz" oder "(fortgesetzte) II V I" reduziert. Das mag sich auf den ersten Blick doof anhören, aber wenn man sich mal vor Augen hält, wie schnell man mal eben in jeder Tonart einen Blues spielt (ja, genau: da hat man sich mal vor langer Zeit die Intervallstruktur gemerkt), dann leuchtet einem der Sinn vielleicht ein.

    Sieh es einfach sportlich ;)

    Jens
     
  4. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.05   #4
    Und nicht nur "Autumn Leaves", gerade im Jazz gibt es doch 'zig solcher Songs...
     
  5. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.08.05   #5
    Sollte nur ein Beispiel sein. Und im Jazz denken sowieso alle in Intervallen und Skalen...

    Jens
     
  6. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.05   #6
    Manchmal denken Jazzer sowieso zu viel, besonders die, die es gelernt haben... ;)
     
  7. das_neuling

    das_neuling Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.05   #7
    also der grund dafür ist, dass ich dann besser/schneller bestimmte intervalle spielen kann, weil bestimmte intervalle immer interessant klingen, wie zum beispiel der tritonus. oder auch damit ich die kirschentonleiter umtransponieren kann wie ich will. dazu muss ich das aber irgendwie im überblick haben, nur ich weiss nicht wie, weil das keyboard meiner meinung nach nicht wirklich dafür geschaffen ist in intervallen zu denken. aber vielleicht hat hier ja einer ne andere meinung?!?
     
  8. emanuel

    emanuel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.05   #8
    schau mal hier rein:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Intervall_(Musik) es gibt sicher bessere Seiten über Intervalle, aber vielleicht verstehst du dann das Ganze ein bisschen besser.
    z.B. bestehen alle Akkorde aus Intervallen, sogenannte Terzschichtungen.
     
  9. soreia

    soreia Registrierter Benutzer

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    absam im schönen tirol :)
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    Erstellt: 04.08.05   #9
    Klar, alle Akkorde bestehen aus Intervallen und jeder Musiker, der sich halbwegs mit Musiktheorie beschäftigt hat, sollte wenigstens ein bisschen Ahnung davon haben. Ich bin auch der Meinung, dass man im Jazz ohne Intervalldenken nicht auskommt... Obwohl mir Jazz teilweise, wie oben gesagt, fast zu theoretisch is...
    Naja für das was ich momentan spiele brauch ich die Intervalle nicht unbedingt und mir reicht mein eher spärliches Wissen in Musiktheorie... :)
     
  10. davefriends04

    davefriends04 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.05   #10
    Ich glaube neulings Problem liegt nicht darin, die Intervalle zu verstehen, sondern eher, die bildlich schnell festzumachen auf der Tastatur.
     
  11. das_neuling

    das_neuling Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.05   #11
    genau davefriends04!! da liegst du vollkommen richtig mit deiner theorie ;)
    aber so wie es aussieht, kann mir wohl keiner helfen:(
     
  12. mott

    mott Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.05   #12
    mmh, ich spiel seit 7 jahren keyboard, und mir ist dieses intervalldenken noch nie aufgefallen(wahrscheinlich deshlab weil ich nie in intervallen denk...)



    mfg mott
     
  13. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.08.05   #13
    Das ist Übungssache. Es hilft sehr, viel in "krummen" Tonarten zu spielen (Blues in Fis-Dur, Es-Moll und solche Scherze), Pentatoniken und Tonleitern in verschiedenen Tonarten zu spielen und sich mal die Kirchentonleitern vorzuknöpfen (und zwar nicht nur auf den weißen Tasten).

    Weiter hilft es, nicht in "Apartheid" zu denken, also schwarz und weiß getrennt, sondern sich die Tastatur anzuschauen und sich klar zu machen, dass da pro Oktave zwölf gleichberechtigte Töne liegen. Die Farben sind nur zur Orientierung da, wie beim Gitarristen die "Diamonds".

    Dann kommt das früher oder später von allein.

    Wem obige Übungen zu trocken sind, kann auch einfach einen Song nehmen, der im gut liegt, und diesen in drei, vier weitere Tonarten transponieren und dann nochmal spielen üben. Bei sowas merkt man am schnellsten, wie der Hase läuft...

    Jens
     
  14. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.05   #14
    Ich kann nur sagen, in intervallen denken ist an sich ganz gut.
    Auf dem Klavier mache ich das so, das ich im Kopf einfach keinen Unterschied zwischen schwarz und weiß mache, war ziemlich schwer sich das anzugewöhnen.
    Ich kann dir aber nur sagen, mach das blos nicht zu krass, wenn man akkorde auch immer in intervallen ließt, also jede stimme einzeln ist das ganz schön nervig.
     
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