InEar-zusätzlich zur Boden-Monitore

von Stev, 01.04.08.

  1. Stev

    Stev Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.08   #1
    Hallo,
    wir sind 2 Lead-Sänger in der Band und haben schon seit Jahren immer Probleme, einen druckvollen Bühnensound zu haben und dabei unsere Stimmen gut zu hören.
    Nun wollen wir zusätzlich ein InEar-Monitoring:

    Da mein Kollege und ich beide singen UND Gitarre spielen kommt für uns reines InEar-Monitoring nicht in Frage.

    Bandinfo: 4 Leute, Dr + B + 2x Gt + 2x Vc

    Die Idee ist so:
    4 Bodenmonitorboxen mit 4 Wegen plus für die 2 Sänger jeweils ein Empfänger mit InEar nur mit SEINER Stimme mit EINEM ohrhörer.
    Dazu würden wir den STereo-Sender von LD-Systems nehmen,
    in den linken Kanal das Direct-Out von meine Gesang, und
    im rechten Kanal das Direct-Out vom andere Gesang.

    Ist das praktisch möglich? Der Sender müsste ja dann am FOH-platz platziert werden, gibt es da probleme mit der reichweite?
    Fürchte nämlich dass es bei Festivals eng werden könnte.
    Oder gibt es andere möglichkeiten?
    Z.b.signal über Multicore?

    Danke!
     
  2. tonfreak

    tonfreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.08   #2
    Das kommt darauf an, wie weit das FOH von der Bühne entfernt ist. Bei den Sennheiser-Funken z.B. beträgt die Reichweite 50-100 Meter, wie das bei LD-InEar aussieht, weiß ich leider nicht.
    Das würde natürlich auch gehen. Man müsste das Signal vom Mischpult dann über eine Return-Leitung (vom FOH zur Stage) zur Bühne schicken und dort mit dem Sender verbinden. Diesen könnte man z.B. seitlich neben der Bühne platzieren. Der Nachteil ist, dass der Mensch am FOH dann keinen Zugriff auf die Einstellungen des Senders hat und z.B. die Sendefrequenz nicht verändern kann.

    MfG
    Tonfreak
     
  3. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 01.04.08   #3
    Das mit einem Hörer muß man mögen; sehr gewöhnungsbedürftig...

    Direct-Out ist so 'ne Sache... furztrockenen Gesang auf'n IEM muß man mögen...

    Mit den Stummelantennen wird das nicht gehen. Mit Richtantennen schon. Allerdings muß der Sender ja nicht am FoH stehen; pack ihn einfach auf die Bühne.

    Auf Festivals würde ich mit dem LD nicht gerade antanzen. :D
    Außerdem solltest du Dir eine IEM-Lösung basteln, die autark läuft. Vier Wege Monitoring plus IEM wird dem Techniker auf einem Festival nicht gerade ein Lächeln auf die Lippen zaubern... :eek:


    der onk mit Gruß
     
  4. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.04.08   #4
    Vielleicht sollten wir das mal andersrum angehen.
    Das Problem ist ja vermutlich, dass eure Sänger sich nicht gut hören.

    IEM kann hier weiterhelfen, muss aber nicht. Damit IEM funktioniert müssen erstmal ein paar grundlegende Fragen geklärt werden, z.b. ob eure Sänger überhaupt mit IEM zurecht kommen. Das muss man ausprobieren und man sollte dann auch mit IEM proben.

    Dann muss gewährleistet sein, dass der Tonmensch auch weiß wie man einen passenden IEM Mix gewährleistet und sicherstellen, dass nicht irgendwelche Feedbacks eure Ohren zertrümmern.

    Dann sollte ein mögliches Setup so gewählt werden, damit es für euch Live in so ziemlich jeder Situation (Festival, Support, Linecheck, usw ) funktioniert.

    Vielleicht lässt sich euer Problem ja auch ohne IEM lösen? Dazu müssen wir es aber noch ein bisschen besser verstehen lernen. Was spielt ihr? Wie steht ihr auf der Bühne? Fester Mischer? Feste Technik? Seit ihr laut auf der Bühne? Warum hören sich eure Sänger nicht?

    Zu den angesprochenen Punkten:

    -Nur einen Stöpsel pro Person finde ich etwas problematisch, kann aber funktionieren.

    - Direct-Outs: Könnt ihr garantieren, dass die vorhandenen Pulte immer Direct-Outs haben? Hier solltet ihr vielleicht eher über eine einfach Splitting-Lösung nachdenken. Das ganze vielleicht schon auf der Bühne um sich die Returns im Core zu sparen.

    - Warum einen Mix auf die Wedges und nur den Gesang auf die Ohren? Wie wäre es mit einem Grundmix für beide Sänger aufs IEM + ihren eigenen Gesang zum zu mischen. Entweder über ein kleines Pult auf der Bühne oder über den Focus-Mode der Sender. Man würde dann halt 2 Sender brauchen.
     
  5. Stev

    Stev Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.08   #5
    es gab bisher fast jedesmal feedback probleme. sodass die monitore runtergefahren wurden.
    wir stehen so:

    [​IMG]
    mikro 14 und 12 und 15 sind lead-vocals.
    wobei mikro 15 abwechselnd mit 14 benutzt wird.
    musikstil ist melodischer rock, sprich melodisch, dennoch fette gitarren.
    also extrem wichtig, dass man druck hat und sich hört.

    komplettes IEM für die sänger kommt nicht in frage, bereits schon schlechte erfahrungen gemacht. für reine sänger wäre das sicher ne gute möglichkeit, als gitarrist will man halt schon den live-sound auf der bühne, deswegen ja die zusatz möglichkeit.

    aber keine ahnung wie das am besten zu realisieren ist, ohne gleich den tonmensch vorort verrückt zu machen.
    danke!
     
  6. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.04.08   #6
    moin.
    als erstes mal ist eure auftsellung und verteilung nix ungewöhnliches. auf festivals mit eigenem monitorpult ist das ein ding wo man sich als mon tech entspannt und sich vllt was aus dem caterin kommen lässt ;)
    und auch aus der front sollte das problemlos gehen, das sind 4 wege r'n'r monitoring, das sollte doch machbar sein.

    völlig egal ob ihr jetzt auf iem geht oder nicht, irgendwo ist ein bug. techniker, mikrofonierung, wedge positionierung, bühnenpegel, irgend sowas. wenn du das genauer weißt wärs spannend zu erfahren wo genau die feedbacks entstehen, auf welchen wegen durch welche signale.
    im moment ist das was ihr plant ja eine art "flucht ins iem", das ist nicht unbedingt die beste vorraussetzung. vllt bekommt man ja voher noch die probleme weg,

    spontan fällt mir das drumfill auf. da steht mix 3 und 4. wie ist das gemeint? das hat seinen eigenen mix, den mix 4. warum muss da jetzt auch noch mix 3, der vox mix drauf??? verstehe ich das falsch? wenn nich schreit das nach problemen..

    mix1 schaut mich auch ein bissel komisch an, und zwar die positionierung der beiden wedges. u.u. könnten die sich gegenseitig beissen. natürlich abhängig von bühnengröße und genauer positionierung und abstrahlwinkel der wedges. aber würd ich mal drauf achten.


    jetzt zu deiner iegentlichen frage.
    ist im prinzip kein thema. wie schon gesagt wurde über einen hörer muss man mögen, das ist seehr gewöhnungsbdürftig und viele brauchen länger um damit arbeiten zu können als mit einem komplettumstieg. man bekommt z.b. die beim iem oft unterschätze laufzeitenproblematik usw. aber es kann schon gehen, ist eben personenabhängig.

    so wie sich das ließt seit ihr unter verschiedenen bedinungen unterwegs, clubs kleine festivals etc. und es will nur jeder seine eigene stimme.
    da würd ich foh, direct out etc direkt vergessen.

    mein ansatz:
    -die beiden mikrofonsignale splitten. direkt auf der bühne. am besten per trafo, bei 2 wegen kann man das zahlen.
    - vom split auf der bühne in ein kleines pult. die preamps verstärken das mikrofon signal und bei bedarf kann noch ein kleiner effekt eingeschliffen werden. genauso ein eq, der wäre sicher nicht verkehrt.
    - aus dem pult (ggf mit effekt garniert udn schön eqt) gehn die beiden signale in einen sennheiser ew300 iem im dual mono mode.
    - jeder bekommt einen bodypack, per panorama wird das jeweilige mono signal gewählt
    - jeder hat auf seinen beiden hörern nur seine stimme, einer komtm ins ohr der andere ist direkt als spare am mann..
    - per griff ans bodypack kann man sich notfalls noch die stimme des anderen sängers dazumischen wenn man sich verliert und orientieren muss
    - das alles steht und passiert natütlich auf der bühne


    das ist bezahlbar, leicht in jeder situation in betrieb zu nehmen, man ist völlig autark vom foh mann und nicht auf fremde hilfe angewiesen. völlig egal wie fit der örtliche kollege ist, das eigene iem hat man selbst innerhalb von wenigen minuten spielbereit.

    was sich in dieser konstellation wirklich anbieten sind eigene vocal mikrofone falls ihr die nicht schon habt..

    viel erfolg
     
  7. Stev

    Stev Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.08   #7
    das klingt gut!
    das mit dem mix3/mix4 heißt nur, dass entweder der mix3 oder mix4 angewendet wird.

    ist diese methode auch mit dem LD IEM möglich?
    der unterschied zw.1111 euro bei sennheiser für 1 empfänger und 2 sendern oder 400 bei LD ist enorm. da es ja nur eine teillösung wäre, ist es mir fast zuviel so viel kohle auszugeben, gerade als student, zudem ja noch die signalsplitter und mixer dazukommen.

    hast du mir geeignete signalsplitter und mixer die zur frage kommen würde?

    https://www.thomann.de/de/behringer_mx882_ultralink_pro.htm
    https://www.thomann.de/de/behringer_ub1622fxpro_eurorack.htm

    ist ja nur ne zusatzlösung und kein komplett IEM, dann würde nur sennheiser in frage kommen.
    aber für die teillösung sollte das doch reichen,oder?
    vielen dank!
     
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