InEarMonitoring in der Praxis (kleine Bands)?

von metalfish, 09.11.04.

  1. metalfish

    metalfish Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.04   #1
    Wie genau läuft das denn live bei kleineren Gigs mit InEarMonitoring?

    Klappt das nur wenn man einen separaten Monitormischer da hat? Oder ist das auch möglich bei zB kleinen Clubgigs bei denen nur ein FOH Mischer da ist, den eine Bandfremde Person bedient?
    Wie geht das dann... ich bring mein InEargeraffel mit, und der Soundmensch stöpselt das bei sich am Pult an? Oder müsste ich da jemand haben der uns den Monitormix macht?

    Interessiert mich, ob so ein System generell für alle Bands tauglich ist, oder nur für große oder die die selber PA usw stellen...
     
  2. Rolli

    Rolli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.04   #2
    im Grunde ist das nichts anderes als ein Monitormisch, der allerdings dann als Summe auf den InEar-Weg gegeben wird z.B. aus einem Aux-Weg. Dieser Monitormisch ist dann allerdings für alle gleich. Mann kann natürlich mit meheren Kanälen arbeiten und einen Sender mono für zwei Monitorwege oder eben mehere Sender betreiben. Das hat generell Vor- und Nachteile die nicht zwangsläufig abhängig von der Bandgrösse oder der Veranstaltung sind.
    Es ist natürlich nicht unbedingt vergleichbar mit einem 32-Kanal-Bühnen-Mischer.
     
  3. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 09.11.04   #3
    Jaja, und davon träumen wir dann nachts....... :rolleyes:

    Ich habe noch nie erlebt, daß iem bei irgendeinem noch so kleinen Veranstalter ein Problem gewesen wäre (also bei anderen Bands - ich hab ja noch keins). Eine Bekannte von mir nutzt ihr iem auch im kleinsten Jugendzentrum mit Mini-Mischer. Alles kein Problem.
    Es stellt sich da eher die Frage, ob man mit dem iem noch irgendwas am Sound verbessert, wenn der Mischer eh Mist mischt... Wenn Du vom Mischer Soundsalat ins in ear monitoring geliefert bekommst, ist wahrscheinlich nichts mehr zu retten...
    Elisa
     
  4. metalfish

    metalfish Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.04   #4
    Danke für die Antworten. Ich denke dann bleib ich mal lieber bei meiner jetzigen Methode (durch Alpine Stöpsel hör ich mich auch ohne Monitor recht gut, und beim proben spiele/singe (background voice) ich bewusst mit wenig Monitoring, dann bin ich live nicht aufgeschmissen wenn ich schlechtes Monitorsignal bekomme)...
    Denn wenn ich mit einem IE ein mieses Signal bekomme ist es doch dann eher schlechter als in meiner jetzigen Situation, oder?
     
  5. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 09.11.04   #5
    Nee, halt, so negativ war das ja nu auch wieder nicht gemeint. Es ist eine Kosten-Nutzen-Rechnung. :confused:
    Du hast a) den Nachteil, daß du von dem Mix, den Du auf die Stöpsel bekommst nicht weglaufen kannst. :D Du kannst nur die Stöpsel rausnehmen oder leiser drehen. Du hast b) den Vorteil, daß Du Dir einen ganz individuellen Mix beim Soundcheck machen lassen kannst (ok, hier ist das Können des Mischers mit wichtig, aber mit etwas Geduld kann man ja alles einzeln vorher absprechen - sollte dazu genug Zeit und Geduld vorhanden sein), daß viel weniger Probleme mit Feedbacks entstehen dürften, daß Du Dir Effekte auf die Stimme legen lassen kannst, und bei den Stereo-Systemen, daß Du selbst Deine Mischung zwischen Band-Mix und Stimme von der Lautstärke her bestimmen kannst.
    Für mich überwiegen einfach die Vorteile, zumal ich mit Effektgerät arbeite und gerne auch hören würde, wie das klingt :great: (und die Mischer sich zurecht standhaft weigern, das Effektsignal auf die Monitorboxen zu legen), öfters schon arge Probleme mit Feedback hatte (siehe auch Effekte... jaja).
    Aber wenn Du so prima klar kommst und nie auf der Bühne das Gefühl hattest in einen Wattebausch zu singen (der Sound verschwindet irgendwo...)........dann würde ich das auch so belassen.
     
  6. metalfish

    metalfish Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.04   #6
    Danke für die Antworten! Ein Grund für meine Fragen war nämlich, daß ich beim nächsten Gehörschutzkauf angepasste Stöpsel machen lassen will.. und da ich ja meines wissens normale Stöpsel (Elacin?) nicht für IEM nutzen kann bzw später umrüsten, wollte ich wissen ob ich nicht gleich besser ein IEM kaufe. Aber so wies aussieht lass ich das besser erstmal und wenn ich meine Alpines tauschen muß lass ich mir lieber nen Gehörschutz anpassen...

    Thx!
     
  7. bitspyer

    bitspyer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.04   #7
    Also ich habe als Kopfhörer die VT-01 von Fisher Amps. Mein Hörgeräteakkustiker hat mir Othoplastiken angefertigt in die sowohl die Kopfhörer als auch wehchselweise Filter zur Schalldämmung reinpassen. Sprich ich kann meine Ohstöpsel auf der Bühne als IEM nutzen und auch im Keller mit der Kreissäge werkeln. :great:

    Lass dich von einem Hörgeräteakkustiker mal beraten. Es gibt einige Möglichkeiten solche Sachen zu kombinieren. Fragen kostet ja bekannterweise nichts :)
     
  8. Klaar

    Klaar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.04   #8
    Also wir hatten beim erstem Mal in ear auf der Bühne schlechte Erfahrungen, weil alle 4 Monitorwege (3 davon in ear) vom FOH kamen, der natürlich nicht hörte was da ankam...

    Trotzdem in ear ist ne geile Sache finde ich, wir werden das Problem des Mixes auf der Bühne dadurch umgehen, dass wir alle Signale auf der Bühne splitten (DI) und uns ein Monitormischpult auf die Bühne stellen, dass wir selbst bedienen können. Im Proberaum ist das mit dem selber mischen für in ear auch kein Problem, ich kann allerdings nur raten, auch unbedingt regelmäßig mit in ear zu proben, sonst geht's bestimmt schief...

    Haut rein und lasst es rocken...
     
  9. Ziffi

    Ziffi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.04   #9
    Also wir machen des anderes mit dem InEar. Gut es ist halt der Drummer bei uns aber ich sach mal an: :D

    Drummer hat kleines Mischpult und bekommt von allen aus der Band ein direktes Signal. Also vom Bass und den Gitarren per Line Out und der Sänger hat noch ein zweites Mikro am Ständer.

    Dauert beim Aufbau min länger sieht komisch aus bietet aber große Vorteile: -Der Drummer hat den gleichen Sound wie im Proberaum und kann ganz ruhig durchspielen, auch wenn der Line Git Sound natürlich nicht der Geilste ist.

    Und man ist absolut unabhängig was unfähige Mischer betrifft.
     
  10. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.11.04   #10
    hi
    du kannst wie oben schon erwähnt wurde einen angepassten hörschutz auch für in ar benutzen. zb. die hersafe schütz. da passen hearsafe und mit adapter auch fischer amps(zu denen ich dir als einstigeshörer raten würde) und ne menge anderer einstecken und wenn du sie als normalen schutz nehmen willst hörer raus und filter (gibts in verschiedenen dämpfungsgraden) rein.

    generell ist es auch in kleinen clubs kein problem in ear an den start zu bringen. auch vom foh nicht. der unterschied zwischen einem foh und monitor mix (ich sprech jetzt von den pultplätzen nicht dem signal) ist natürlich groß aber auch vom foh lassen sich amtliche ergebnisse erzielen kommt auf den techniker an. in kleinen venues mit kleinem foh pult sind oft die aux wege sehr begrenzt und du wirst dort leider oft nur einen mono mix bekommen (stereo benötigt logischerweise 2 aux wege am pult oder nen stereo aux)

    das größere problem ist das dich die techniker nicht kennen deinen mix nicht kennnen und du evtl auch mal an schlechte bis miserable techniker kommst. ein techniker der in ears betreut davon aber keine ahnung hat kann auch für dich und deine ohren gefährlich werden. mit einem schlechten wedge sound aufzutreten ist nicht so schlimm wie mit einem schlechten in ear sound.

    übrigends ist es für einen guten techniker kein problem effekte auf die gesangs wedges zu geben egal ob von nem monitor oder von nem foh pult aus. mann muss nur wissen was man macht :-)

    ich hoffe ich konnte dir ein paar denkanstöse geben
    bei weiteren fragen gern melden
    mfg tobse
     
  11. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 19.11.04   #11
    Ich hab da mal ne weitere Frage: wie macht man das ? (Siehe Zitat). Ich hasse nichts mehr, als den absoluten Dry-Sound auf meinem Monitor zu haben. Und es gibt ziemlich viele Techniker, die es nicht hinkriegen, den Effekt auf die Bühne zu legen. Das ist nämlich einer meiner Hauptgründe, nach iem Ausschau zu halten. Aber wahrscheinlich kann man es nicht einfach erklären, gelle und der Mischer würde mich eh für bescheuer erklären, wenn ich ihm da was erzähle. :rolleyes:
    Ich will ja auch nicht zwingend meine gesamten Effekte auf der Bühne hören, aber wenigstens ein Hauch von Hall wäre schon erleichternd.
    Elisa
     
  12. Rolli

    Rolli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.04   #12
    hi elisa

    die meisten Mischpulte haben das nicht als Standard. Man braucht dazu meist ein weiteres Effektgerät wo man dann den Misch also Original-Signal und Effektsignalanteile im Effektgerät macht. Das Problem dabei ist, dass die Effekte die Gefahr der Rückkopplungen noch erhöhen was eh das grösste Problem beim Monitor ist. In Ear ist da sicher ne mögliche Lösung. Wichtig ist auch eine Klangregelmöglichkeit für den Monitorweg zu haben. In Kombination mit einem Effektgerät ist das ne Möglichkeit das ohne Rückkopplungen hinzubekommen aber eben nur schwierig. Der trockene Sound auf der Bühne ist sicher nciht schön aber er hat auch Vorteile. Dadurch, dass das Signal noch im ursprünglichen Zustand ist hast Du eine bessere Kontrolle. Man hört die Stimme so besser. Auch wenn einem oft nicht gefällt was man da so hört.
    :D

    Gruss
     
  13. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 19.11.04   #13
    Rückkopplung ist der von den Technikern angegebene Grund, warum es nicht geht. Jaja.
    Und ich finde es ehrlich gesagt extrem irritierend nicht zu hören, was das Publikum hört. Mag eine Frage fehlender Routine sein (wieviel Jahre braucht man, bis man sich dran gewöhnt? :D ), aber ich singe definitiv sicherer, wenn ich da Endprodukt hören.
    Elisa
     
  14. arepie

    arepie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.04   #14
    Hallo Elisa Day ,

    Ja , das ist sone Sache mit dem "Hall/Effekte auf normalen Monitorwegen" - -
    das macht man (PA-Verleiher/Techniker) eigentlich anders . . .
    aber das ist nicht , was du (und auch ich ) wollen - - -

    Ich habe mir aus genau diesen Gründen in meinen früher hauptsächlich Tanzmucker + TOP40 -Zeiten diesbezügliches Problem betreffend , mit einem "EinfachenTrick" beholfen :

    Der Sendweg (einer davon bei mehreren) aus dem Mischer geht ins Effekt-Gerät (meist Haupthall) >>>dann die (Stereo) Outs L / R (Effektgerät )
    >>> in 2 Kanäle des Pultes ; das kann man dann sehen wie einen Stereoweg / Instrument .
    1. L/R im Panorama legen > Hat man dann natürlich auf dem Master ! und auf dem meistens früher nicht anders zu lösenden , "Monitor-Weg" >>>
    und was viel wichtiger ist ! jetzt auf allen Aux-Bussen ! Dadurch kann man über die entsprechenden Aux - Wege den Anteil des "Instrumentes - Stimme" zu jedem der vorhandenen Auxes regeln ! Die Auxes können dann eben entsprechendes Monitoring oder IEM sein .

    Ich hoffe , ich habe das jetzt einigermassen verständlich erklärt -
    Ist einfacher , als es sich anhört !

    Das bedeutet , daß man für jeden "Haupteffekt" 2 Kanäle opfern muss --
    Deshalb (und aus Standartgründen) machen das die meisten PA-Verleiher/
    Techniker nicht .

    >>> Gut da gäbe es auch bei mehreren "Haupteffekten" andere Lösungen . . .
    ( Reihenschaltung der Geräte / Verwendung eines guten
    Multieffektprozessors ec.

    Ich habe solche Lösungen natürlich auf "meinem eigenen Mischpult" realisiert .

    Meld dich , wenn es noch Verständigungs - Probleme gibt .

    MfG Arepie
     
  15. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 19.11.04   #15
    Hi Arepie!
    Ich glaube, ich habe dich verstanden. Ganz sicher bin ich mir aber nicht. :)
    Ich mache das im Moment wie folgt:
    Mikro geht in ein Y-Kabel: ein Weg geht zu meinem Effektgerät ("on stage", Digitech Vocal 300; darüber steuer ich Delay und Chorus, aber keinen Hall) und von da aus weiter zum Mischer. Der andere Weg geht direkt ganz dry zum Mischer.
    Der Mischer kann legt dann noch Hall auf die Stimme und macht den Dry/Effekt-Mix. Rein therotisch könnte er mir ja jetzt eine etwas weniger effektbeladene Version davon auf den Monitor schicken. Tut er aber nicht (bzw. tun sie aber nicht), sondern sie senden das Dry-Signal.
    Und an dem Punkt steh ich (da oben, einsam mit meinem Dry Signal und unglücklich :D ). Mangels Ahnung vom Mischen frag ich mich halt, ob das so sein muß, oder ob es nicht auch ohne iem doch besser ginge.
    Elisa
     
  16. arepie

    arepie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.04   #16
    Also "Perlen vor die Säue" geworfen - denn "Dein gewünschter Effekt-Weg wir ja garnicht benutzt ! :mad:

    >nur die meisten Techniker können oder wollen nicht verstehen - ist auch
    teilweise mehr als in der Anforderung der PA (Leute) / Firma beauftragt !

    Kenne ich z.B. auch mit den genialen Möglichkeiten für Dry / Effekt Steuerung
    für mein E-Baß - Vorstufe / Effektgerät GT6B >>>
    Aussage (PA - Firma) wir haben einen Weg ! für den Bass - basta - haha !
    wenn ' nicht so traurig und enttäuschend wäre . . .

    Ist übrigens definitiv auch eine Vertrags-Sache und der Anforderung bzw.
    Bühnenvoraussetzungen ! >>> an den Veranstalter !
    ( wenn ihr nicht selber die PA mietet )

    Bin eigentlich immer ein Mensch für Kompromisse - - -

    aber da geht warscheinlich nur ! ! !

    Ansage / Frage an die PA-Technik :

    1. Wo ist die DI-Box für mein Mikro ! ?
    2. Ich brauche kein Mikro von euch !
    ( Setzt natürlich ein "amtliches Mikro" von dir selber voraus ! ! ! )
    3. Du Pa-Mischer(Mann) brauchst nur die Lautstärke zu regeln .

    Dann machst du deinen "Stimmensound" so wie du es möchtest . . .
    (liegt dann alles - auch "trockene Stimme" für z.B. Ansagen/Animation o.ä.-
    an dir ! )
    >>> Du must auch unbedingt darauf achten , daß keine "Pegelsprünge" bei
    Benutzung anderer Effekte / oder Umschaltungen stattfinden ! ! !
    Darauf reagieren viele PA-Techniker allergisch !

    Kann man ggf. dem PA-Mann verständlicher machen , mit dem Vergleich :
    vom Keyboarder (dessen Anlage) kriegt ihr ja auch nur "EIN (Stereo) Signal"

    Ja , ja , Musik und Technik ! ;) Wie gut , daß ich bei allen meiner Projekte
    auch immer "mit ein Techniker" sein musste . . .

    MfG Arepie
     
  17. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.11.04   #17
    Aaaalso... Ich sag da mal was zu als Keyboarder, (Backing-)Sänger und gelegentlich Mischer - kann also "beide Seiten" verstehen.
    Ich weiß, man fühlt sich irgendwie wohler mit Effekt. Allerdings ist es in der Tat so, dass Effekt auf dem Monitor die Feedbackschwelle deutlich senkt! Das hat dann auch nichts mit derUnfähigkeit des Mischers zu tun, sondern schlicht mit Physik: durch den Hall kommen wesentlich mehr Frequenzen in den Bereich einer sog. "Schleifenverstärkung größer als 1" - was nichts anderes heißt als Feedback. Diese Problem ist umso dramatischer, je kleiner die Bühne ist, weil da eh schon alles nah beieinander steht und schwierige akustische Verhältnisse herrschen.
    Insofern muss ich da die Kollegen von der "Mischenden Zunft" etwas in Schutz nehmen.

    Wo ist nun also der goldene Mittelweg? Fakt ist: Zum "Wohlfühlen" braucht man nicht zwingend den gleichen Hall wie vorne auf der Front. Denn: durch das, was von der Front-PA in kleineren bis mittleren Räumen wieder auf die Bühne zurückkommt, entsteht automatisch ein gewisser Halleffekt - bei großen Hallen ist es eher ein stark verzögertes Echo.
    Auf großen Bühnen (Stadtfest, Open Air, große Halle) wird denn auch auf Wunsch gerne etwas Hall auf den Monitor gegeben - weil es sonst wirklich zu trocken ist, aber auch, weil der Sound auf der Bühne durch größere Abstände und z.B. Moltonabhängungen unproblematischer ist.
    Ein praktikabler Weg wäre z.B. mittels eines zweiten Hallgeräts dem Sänger einen ganz moderaten, kurzen Raumeffekt zu geben, der nicht gleich so feedbackanfällig ist, aber die Stimme von "staubtrocken" nach "leicht angefeuchtet" bringt. Ist aber natürlich ein etwas aufwändigerer Weg (zweites Effektgerät, ein zusätzlicher benötigter Auxweg am Pult...).

    Das beste allerdings (und da spreche ich aus eigener Erfahrung) ist, sich auch das Singen (und wohlfühlen, das geht!) mit trockenem Monitor anzugewöhnen. Das dauert auch keine Jahre, sondern mit der richtigen (positiven) Einstellung höchstens Wochen bis einige wenige Monate. Dazu auch im Proberaum öfter mal ohne Hall singen und sich daran gewöhnen. Das ist ungefähr so, wie die Gewöhnung an das "sich selbst über Monitor hören" an sich. Da klingt die Stimme ja auch erstmal fremd.
    Man muss sich einfach auch die Vorteile vor Augen halten, das hilft über die ersten Startschwierigkeiten enorm hinweg:
    Ein trockener Monitor ermöglicht viel präziseres Timing und bessere tonale Kontrolle (Fehler verschwinden nicht mehr in einer Hallfahne).
    Die eigene Stimme ist ohne Hall viel leichter "herauszuhören", man kommt also mit weniger Monitorpegel aus. Gerade bei vollgeladenen Arrangements ist das ein Riesenvorteil. Für reine Backgrounder ist das geradezu Pflicht, denn spätestens bei mehrstimmigen Gesängen ist das Unterscheidenkönnen der einzelnen Stimmen sehr wichtig.
    Und nicht zuletzt die schon angesprochenen technischen Vorteile wie aufgeräumter Bühnensound und bessere Feedbackkontrolle.

    Einfach mal die Abneigung überwinden, ausprobieren und nicht schon nach dem ersten oder zweiten Versuch die Flinte ins Korn werfen. Es lohnt sich!

    Jens
     
  18. Campfire

    Campfire Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.04   #18
    Auch mal ein paar Antworten , bin selber Sänger und Tontechniker.
    Prinzipiell ist es kein Problem Effekte auch auf die Monitore (oder dann das In-ear-System) zu legen, wenn die FX-Returns über richtige Kanalzüge (die mit Aux-Sends versehen sind) und nicht über Aux-Returns ins Pult zurückgeführt werden. Allerdings sind manchmal keine Kanalzüge am Mischpult mehr frei (2 werden pro FX-Return in der Regel benötigt) und dann wird es schwierig Effekt auf den Monitor zu geben. Das gleiche Problem taucht auf wenn aus einem Signal (Sänger-Mikro) dann plötzlich 2 werden (wenn es nicht vorher im Rider explizit drinstand und ihn die Technik-Firma/der Tontechniker auch rechtzeitig bekommen hat), allerdings kalkuliere ich auch immer mindestens 2 Inputs mehr als angegeben ein...).
    Zum Feedback-Problem: Ein leichter Hall geht in der Regel schon noch (meine Erfahrung), nahezu unmöglich bei Wedges sind Verzerrerefekte etc. (Gibt es auch für Sänger...).
    Allerdings würde ich auch auf der Bühne darauf verzichten.
    Ich habe als Sänger Live keine Effekte mehr auf dem Monitor, mir reicht das was von der Front-PA kommt. Im Proberaum ist es mir ohne Hall aber zu trocken.
    Vorher in dem Thread wurde angesprochen dass der Tontechniker nicht hören könne was er auf den In-ear-Mix gibt. Das Stimmt so nicht! ein großer Vorteil des Inears ist gerade, dass der Mischer mit seinem Kopfhörer wenn er in den entsprechenden Monitorweg hineinhört ziemlich genau das hört was der Musiker auch hört, und nicht wie bei normalem Monitoring ev. nur eine Stimme, aber keine Ahnung hat ob die Laut genug gegenüber dem Gitarrenamp auf der Bühne ist.
     
  19. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 21.11.04   #19
    Vielen Dank für eine Menge sinnvoller Antworten!
    Im Proberaum bin ich schlicht nicht bereit immer dry zu singen. :D No way.
    Aber vielleicht lassen sich ein paar trockene Proben einstreuen, um sich dran zu gewöhnen. Ein bißchen Hall auf den Monitor Weg haben auch schon einige Mischer hinbekommen. (Einen dicken Dank an diese!) An der Anzahl der Ein- und Ausgänge am Mischpult ist meine Schaltung noch nicht gescheitert.
    Vielleicht werde ich mich an die Auftritte ohne Hall gewöhnen. Das iem ist und bleibt extrem teuer... Aber gut zu wissen, daß die Mischer den iem Weg per Kopfhörer abhören können.
    Elisa
     
  20. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 22.11.04   #20
    hallo elisa
    sorry bin erst gerade wieder zurück gekommen konnte nicht früher antworten.
    zu deiner frage wie das mit dem hall auf den wedges funktioniert,

    ist eigentlich relativ simpel..
    wenn ich weis das ein musiker (eine musikerin:-) das braucht gehe ich in der regel wie folgt vor.

    das wichitge ist ein extrem gutes eq'ing der wedges. d.h. ich nehme mir die zeit die entsprechenden wedges sehr genau einzuhören. zusätzlich benutze ich das mikro das der sänger benutzen wird schieb es mit auf die wedges, halte es richutgn wedge, dämpfe es ab etc. d.h. ich hör nichtmal eben schnell mit cd rein und schieb was mich anspringt sondern ich machs einfacg gut und sauber :-) damit ist das größte problem nämlich die koppelanfälligkeit schon sehr minimiert.

    und dann hängt es vom budget der produktion ab. bei sehr schmalem verwende ich am pult den return weg des halls den ich auch im saal verwende (wenns ein foh job mit frontmonitoring ist) und geb ihn dir auf deine wedge zu deinem normalen signal dazu.. natürlich sind da grenzen gesetzt und man muss eben einen mittelweg finden zwischen einem hall den man sich in der front wünscht und das was in der wedge benötigt wird.

    ist mehr budget da gibts 2 hallgeräte für die vocals. eines für denn fronthall und einen für den wedge hall. in diesem wird der hall spezielkl für den wedge mix angepasst. wichtig ist dabei: deutlich niederer high cut als beim front hall, es sollte ein kurzer knackiger hall sein keine long reverbs mit 4,5,6 sekunden :-) richtwerte kann ich dir da leider nicht nennen da es natürlich immer sehr von der bühnensituation abhängt.. wie schon im ersten beitrag erwähnt es ist keine standartsituation aber es ist definitiv möglich und da sprech ich aus eigener erfahrung. hab auch über längere zeit einen sänger betreut der da sehr "unnormale" wünsche für seinen sound hatte. wir haben das immer über wedges realisiert und hatten selbst in komplizierten bühnensituationen keine großen probleme damit.

    darf man fragen auf was für bühnen du normalerweise spielst? welche größenordung clubs und zuschauerzahlen? und wer betreut dich da? vorhandene haustechniker oder von euch eingekaufte?

    erzähl mal noch ein paar details über deine auftrittssituationen. vielleicht finde ich noch einen weg dir tipps zu geben. habe einige deiner beiträge durchgelesen und ich denke du weist schon genau was du willst wär schade wenn du das nicht bekommen würdest nur weil ein paar kollegen es scheuen sich die arbeit zu machen komplizierte aufgaben zu lösen

    mfg tobse
     
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