Inhaltsarme Tests in Gitarrenheften

von Nat!, 09.10.05.

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  1. Nat!

    Nat! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.05   #1
    Ich kauf mir gelegentlich, quatsch monatlich :rolleyes: , Hefte wie guitar oder Gitarre + Bass. Enttäuscht bin ich jedesmal von den "Tests". Für mich sind diese nicht viel aufschlussreicher als Katalogbeschreibungen. Die Hersteller scheinen in den Augen der Redakteure ausnahmslos hochgeradige Sensibelchen zu sein, die sich bei einer unverhohlen negativen Kritik sofort in die Katana stürzen würden.

    Beiden Zeitschriften ist gemeinsam, daß alles nur mit "Gefühl" gemacht wird. Rauscht ein Tonabnehmer z.B. mehr oder weniger ? Da würde ich eigentlich erwarten, daß man einen dbA Wert misst. Hohes Ausgangssignal oder nicht ? Messbar. Eine Abbildung des Frequenzgangs wäre mindestens so interessant, wie zu hören die Gitarre klinge "ausgewogen". Die Intonationsgüte einer Gitarre kann man meines Erachtens mit einem Tuner recht einfach messen, macht aber niemand.

    Diese ganzen Informationen brauchen ja gar nicht den Hauptteil des Tests einzunehmen, ein kleiner Kasten im Text würde reichen. Was micht aber sehr wundert ist, daß es völlig fehlt.

    Es sei dem Redakteur unbenommen im Artikel das Produkt musikalisch zu bewerten und von "sahnigen", "perlenden", "knusprigen", "fetten" oder sonstigen Soundeigenschaften zu schwärmen. Anhand von ein paar Messdaten könnte man sich speziell im Vergleich mit anderen Produkten etwas mehr vorstellen. So weiss man in den seltensten Fällen, ob es nicht vielleicht doch eher an der Tagesform des Röhrenverstärkers gelegen hat, daß die Gitarre so "transparent" geklungen hat.

    Eure Meinung ? Würde das jemanden ausser mir (eh mit nem technischen Beruf unterwegs :) ) interessieren ?
     
  2. Cryin' Eagle

    Cryin' Eagle Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.10.05   #2
    Mit Messdaten können nur die wenigsten etwas anfangen.

    Vorteilhaft wäre ein beiligende CD auf der die getesteten Produkte in Studioqualität zu hören sind.

    Hilfreich wäre das vor allem bei Amps und Effekten, aber auch bei Gitarren könnte man eine Lösung finden. Bsp.:

    Es wird immer, um Vergleiche zuzulassen, das gleiche gespielt wobei grundsätzlich das gesamte Spektrum abgedeckt wird. Es gibt also kurze Files in denen jeweils clean, crunch & high gain gespielt wird; oder Klassik, Jazz, Blues, Rock ... .
    Außerdem befinden sich auf der CD passende Referenz Files, also:
    Track 1: Gibson Les Paul
    Track 2: Fender Strat
    Track 3: Getestete Gitarre
     
  3. mentzschel

    mentzschel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.05   #3
    Hi Nat!
    Ich muss mich dir anschließen, diese Tests sind wenig aussagekräftig, aber wer kauft schon etwas, weil es in irgendener Fachzeitschrift "nur" empfohlen wurde? Dies könnte zu extremen Fehlkäufen führen. Es geht doch sowieso nichts über ausprobieren (es sei denn man lebt in irgendnem Kaff....) Zu den Aufnahmen, ist schon sehr sinnvoll.
     
  4. Killigrew

    Killigrew Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.05   #4
    Interessant wärs auf alle Fälle, aber überleg mal, was dein kleiner Kasten für die Leute bei der Zeitung, die warscheinlich nichtmal das nötige Equipment dafür haben für einen mehraufwand bedeutet ;)
    Allerdings hab ich schon bei der Suche nach dem geeigneten Speaker festgestellt, das einem Frequenzverläufe ihrgendwie überhaupt nicht helfen.
    Die Test fallen halt alle sehr gut aus, nur bei kravierenden Mängeln, wie wenn bei ner Box die Rollen abbrechen oder so, wird negativ berichtet, denn diese Sachen sieht man dem Produkt beim kauf nicht an.
    Ob einem die Gitarre oder der Amp klanglich gefällt muss jeder selbst herausfinden, da können nur anhaltspunkte geben, denn der eigene Geschack ist halt zum Teil so grund verschieden, das glaubt man manchmal garnicht ;)

    cu :)
     
  5. Fischi

    Fischi Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 09.10.05   #5
    genau so ist es.

    ich sehe die tests auch immer nur als groben ansatzpunkt an. obs mir wirklich auch gefällt, muss ich selber entscheiden
     
  6. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.10.05   #6
    1. Wer ne Gitarre wegen eines Tests blind kauft, dem ist nicht zu helfen. So ein Test ist einfach eine etwas genauere Modell-Vorstellung, mehr nicht. Grobe Einordnung.

    2. Kritiken sind zwischen den Zeilen.Es gibt Modelle, bei denen überschlagen sich die Kritiker gradezu. Bei G&B z.B. die Blade-Texas oder die PRS SE P90. Dann gibts Tests, die sind gut, aber man überschlägt sich nicht grade. Dann solche, in denen im Nebensatz eindeutig negative Kritik steckt. Von wegen "Gitarre is schon gut, aber jeder muss selber wissen, ob er soviel Geld dafür ausgeben will". Heisst nix anderes als "Gitarre eigentlich überteuert" (bei G&B z.B. die Floyd Rose Gitarre). Und selten gibts auch echte Kritik, wie bei der G&B z.B. beim Les Paul Smartwood-Test.

    3. Technische Daten wären interessant, sind aber net ganz einfach herzustellen für so ein par Tester, die nicht unbedingt auf Testlabors wie DiMarzio zurückgreifen können. Stichwort ÜU-Ausgangsleistung...is nämlich nicht ganz so simpel, wenns wirklich aussagekräftig sein soll. Usw...

    4. Sone Zeitschrift ist einfach zum Lesen da. Schmökern, paar Infos, Sabbern bei schicken Gitarren..... :)
     
  7. LennyNero

    LennyNero HCA Gitarre: Racks & MIDI Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.10.05   #7

    Ich wuerde da mal SuFu befragen.
     
  8. LennyNero

    LennyNero HCA Gitarre: Racks & MIDI Ex-Moderator HCA

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