Intonation/Oktavreinheit e-/B-Saite an S-style (Rockinger Bausatz) einstellen

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R890

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Hallo zusammen,

sicherlich ein wiederkehrendes Thema, trotzdem frage ich noch einmal direkt:
Ich habe ein Problem, dass ich die hohe E- und B-Seite nicht oktavenrein bekomme. Die liegen im 12 Bund schon fast einen halben Ton tiefer.
Ich kann die Saiten meiner Strat (Rockinger Bausatz) nicht weiter verkürzen, da die Reiter bereits an den Befestigungsschrauben der Brücke anstoßen.
Alle anderen Seiten passen, auch von der Stellung der Reiter (Abstufungen) her.
Der Hals hat, denke ich, schon die perfekte Krümmung.
Auch durch eine Verstellung der Aktion konnte ich das Problem nicht beheben.
Die Saitenlage ist nicht besonders niedrig.
Vielleicht hat jemand ohne Foto schon eine Idee, was man eventuell noch berücksichtigen könnte.
Poste später noch ein Foto, aber ich denke vom äusseren Bild passt erstmal alles, kein besonderen Auffälligkeiten gegenüber einer anderen Strat.
 
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Moin, hast Du den Bausatz selber zusammengesetzt? Ist das ne Strat mit Vibrato/Tremolo? Reiter drehen geht - glaube ich - bei dieser Art dann eher nicht. Ist die Brücke (Vibratoeinheit) an der richtigen Stelle? ….und ja..Foto..
 
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wenn der gegriffene Ton tiefer ist, muss der Reiter weiter nach vorn, nicht nach hinten. Neue Saiten nehmen!
 
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  • #5
Ok, danke schon mal.
Ich habe die Strat gebraucht gekauft.
Diese wurde vom Vorbesitzer in einem Workshop der FLM Gitarren Schmiede unter Anleitung gebaut.
Ja, sie hat ein Vibrato.
Action und Intonation lassen sich einstellen.
Was mit drehen sonst gemeint ist, weiß ich nicht.
Ich mache heute Abend Fotos.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

wenn der gegriffene Ton tiefer ist, muss der Reiter weiter nach vorn, nicht nach hinten. Neue Saiten nehmen!
Genau nach vorne, Saite verkürzen, und dann kommt irgendwann mal die Befestigungschraube der Vibratoeinheit, wo der Reiter anstößt.
 
Vorne ist Richtung Hals, hinten Richtung Korpus. Bei meiner Strat ist da auch nicht mehr so viel Platz. Ich benutze dort die eingekerbten Schrauben, um das sechs-Schrauben-Vintage-Trem besser schwebend einzustellen. Wenn da die selben Schrauben verwendet werden, könnte man diese gegen normale Schrauben tauschen, das bringt aber auch nur ca 1,5 mm.
 
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Vielleicht hat jemand ohne Foto schon eine Idee, was man eventuell noch berücksichtigen könnte.
Poste später noch ein Foto
ja, ich glaube, ein foto wär nicht schlecht.
 
Das deutet darauf hin,das das Tremolo zu weit hinten sitzt. Löcher mit Dübeln verschließen und 5mm weiter vorne Richtung Hals bohren .
 
Wenn das wirklich ein Rockinger Bausatz sein sollte, würde ich diese Vermutung ganz nach hinten stellen. Da wäre für mich ein billo Austausch-Hals näher liegend - so was wie ein falscher 22er. 😉
 
  • #10
Miss den Abstand von der Sattelkante (in Richtung Griffbrett) zur Mitte des 12. Bundes. Verdopple diese Strecke und addiere etwa einen halben mm. Miss nun den Abstand von der Halskante bis zum Auflagepunkt der hohen E-Saite auf dem Saitenreiter am Trem. Der nun gemessene Wert darf nicht wesentlich vom berechneten Wert abweichen. Der Abstand bei der B-Saite zwischen Sattelkante und Saitenreiter darf noch einen weiteren halben mm länger sein. Wenn das bei Deiner Gitarre wesentlich abweicht, dann ist da etwas grundsätzliches daneben.

Mach das mal und melde Dich noch einmal.
 
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  • #11
Wenn das wirklich ein Rockinger Bausatz sein sollte, würde ich diese Vermutung ganz nach hinten stellen. Da wäre für mich ein billo Austausch-Hals näher liegend - so was wie ein falscher 22er. 😉
Wenn du bei dem Bausatz selbst bohren musst ist das durchaus die Erklärung für das Problem
 
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  • #12
So jetzt habe ich das Problem gelöst.
Hatte es mit einme 9er versucht, das hat nicht geklappt.
Hab jetzt eien neuen 10er genommen und jetzt passt es, warum auch immer.
10e ist sowieso besser :).

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  • #14
Ich habe ein Problem, dass ich die hohe E- und B-Seite nicht oktavenrein bekomme. Die liegen im 12 Bund schon fast einen halben Ton tiefer.
Ich kann die Saiten meiner Strat (Rockinger Bausatz) nicht weiter verkürzen, da die Reiter bereits an den Befestigungsschrauben der Brücke anstoßen.
Dann ist die Gitarre irgendwie "falsch" zusammen gebaut.
Die Saite hat von Auflagekante am Sattel ("Nut" am Headstock) bis Auflagekante an den Saitenreitern der Brücke die Länge L, bei üblicher Mensur also ungefähr 64,8 cm.
Vom 12. Bund bis Saitenreiter-Auflagekante sind es nach "reinster" Theorie die Hälfte, also ca. 32,4 cm.

Da man die Saite am 12. Bund aber drücken muss, und somit zusätzlich Spannung in die Saite bringt, muss man die Feinabstimmung durch Verschieben der Saitenreiter zustande bringen.
Indem man sie also nach hinten oder vorne verschiebt, bis nach einigen Runden der Saitenreiter-Verschiebung, des Nachstimmens bei nicht-gedrückter Saite, und sodann im 12.Bund gedrückter Saite, Grundton und Oktavreinheit stimmen.

Ordentlich konstruierte Brücken/Vibrato-Brücken haben ausreichend Verstellbereich, sodass man mit den Saitenreitern niemals an die Anschlagpunkte (vorne oder hinten) kommen sollte.

Ist deine Brücke/Vibrato-Brücke ordentlich konstruiert, bleibt eigentlich nur noch das:
Deine Brücke ist womöglich zu weit hinten, zu weit Richtung Korpus, zu weit vom Hals weg montiert.
Deine Brücke ist womöglich ein wenig verdreht montiert; ist also bei tiefer E-Saite auf richtige Länge, bei hoher E-Saite wegen Verdrehung aber auf zu lange Länge montiert, sodass die obersten Saitenreiter vorne anstoßen.
Oder aber, der Hals selber ist nicht tief genug in der Satteltasche vom Korpus hineingeschoben montiert.
(Oder du hast Fehler bei der Prüfung der Oktavreinheit, Verkürzung der Mensur durch Verstellen der Saitenreiter und Nachstimmen der offenen Saiten gemacht...)
 
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  • #15
War denn der 009er Satz ebenfalls neu, als Du die Intonation eingestellt hast?
 
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  • #16
Dann ist die Gitarre irgendwie "falsch" zusammen gebaut.
Die Saite hat von Auflagekante am Sattel ("Nut" am Headstock) bis Auflagekante an den Saitenreitern der Brücke die Länge L, bei üblicher Mensur also ungefähr 64,8 cm.
Vom 12. Bund bis Saitenreiter-Auflagekante sind es nach "reinster" Theorie die Hälfte, also ca. 32,4 cm.
Also es sind ca. 64,3 und im 12 Bund 32,1.

Da man die Saite am 12. Bund aber drücken muss, und somit zusätzlich Spannung in die Saite bringt, muss man die Feinabstimmung durch Verschieben der Saitenreiter zustande bringen.
Indem man sie also nach hinten oder vorne verschiebt, bis nach einigen Runden der Saitenreiter-Verschiebung, des Nachstimmens bei nicht-gedrückter Saite, und sodann im 12.Bund gedrückter Saite, Grundton und Oktavreinheit stimmen.
Ja genau, hab ich gemacht.

Ordentlich konstruierte Brücken/Vibrato-Brücken haben ausreichend Verstellbereich, sodass man mit den Saitenreitern niemals an die Anschlagpunkte (vorne oder hinten) kommen sollte.

Ist deine Brücke/Vibrato-Brücke ordentlich konstruiert, bleibt eigentlich nur noch das:
Deine Brücke ist womöglich zu weit hinten, zu weit Richtung Korpus, zu weit vom Hals weg montiert.
Deine Brücke ist womöglich ein wenig verdreht montiert; ist also bei tiefer E-Saite auf richtige Länge, bei hoher E-Saite wegen Verdrehung aber auf zu lange Länge montiert, sodass die obersten Saitenreiter vorne anstoßen.
Oder aber, der Hals selber ist nicht tief genug in der Satteltasche vom Korpus hineingeschoben montiert.
(Oder du hast Fehler bei der Prüfung der Oktavreinheit, Verkürzung der Mensur durch Verstellen der Saitenreiter und Nachstimmen der offenen Saiten gemacht...)
Die Brücke ist maximal Richtung Hals montiert worden. Mehr hätten die Rockinger Bohrungen nicht hergegeben, wenn man noch ein besichen schwebendes Vibrato haben möchte, siehe Bild Anhang:

shared image (8).webp

Der Hals liegt fest an ich kann kein Spalt erkennenI
Ausserdem sind die Bohrungen fix, da lässt sich sowie so nix mehr ändern, oder?

Mein Vorgehen: Ich stimme die Saite leer auf e , dann teste ich den Ton im 12 Bund gegen flageolett und Stimmgerät, ob es passt, wenn nicht verstellen des Reiters Stimmen der leeren Seite auf e und dann wieder Test im 12. Bund etc etc.
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War denn der 009er Satz ebenfalls neu, als Du die Intonation eingestellt hast?
Ja.
 
Grund: Bild eingebunden
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  • #17
Es gibt keine Serien-E-Gitarren (und auch keine Bausätze) mit 32,1 cm halber Mensurlänge bzw. umgerechnet 25,275" Mensurlänge.

Du hast entweder nicht richtig gemessen oder die Gitarre ist absolut DANEBEN.

Wo wohnst Du denn? Eventuell kann ein erfahrenes Forenmitglied mal drüberschauen.

Alternativ ... bring die Gitarre zu einem Gitarrenbauer für ein Setup.
 
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  • #18
Wohne im Südosten von München.
 
  • #19
Also es sind ca. 64,3 und im 12 Bund 32,1.
Hallo,
wie groß ist denn die Länge vom Sattel bis zum 12. Bund?
Vielleicht passt ja die Mensur des Halses nicht zum Korpus bzw. zu den vorhandenen Bohrungen? Vielleicht ist dein Hals ein Hals mit Nicht-Standard-Mensur?

Ich mache die Einstellungen eigentlich auch wie du es beschrieben hast. Klingt die Saite im 12. Bund zu niedrig, verschiebe ich den Saitenreiter in Richtung Hals, stimme nach, usw.
 
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  • #20
Es gibt keine Serien-E-Gitarren (und auch keine Bausätze) mit 32,1 cm halber Mensurlänge bzw. umgerechnet 25,275" Mensurlänge.
Die 32,1 sind vom Saitenreiter aus gemessen, nicht vom Sattel. Damit ist also kein Rückschluss auf die Mensur möglich (= 2x Abstand Sattel - Auflagepunkt 12. Bundstäbchen).

Da man die Saite am 12. Bund aber drücken muss, und somit zusätzlich Spannung in die Saite bringt, muss man die Feinabstimmung durch Verschieben der Saitenreiter zustande bringen.
Nebenbei bemerkt: der Hauptgrund für die unterschiedliche Einstellung der Saitenreiter ist nicht die erhöhte Spannung durch das Runterdrücken, sondern die unterschiedliche Biegesteifigkeit der Saiten.
 
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