inwieweit ist ein Transistoramp reparabel?

von Pirate, 12.03.08.

  1. Pirate

    Pirate Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #1
    Hallo, ich hätte da nochmal eine Frage, ist ein Transistoramp a`la peavy Bandit eigentlich zu reparieren wenn er mal kaputt geht oder nicht, also im Prinzip...Transistoren austauschen oder so? ich kenne mich mit der Transistortechnik leider gar nicht aus und nach einiger Zeit gewinne ich meinen Amp immer sehr lieb, mir ist es daher auch sehr wichtig ihn im Falle eines Falles reparieren zu können, ich habe mich gerade in den Peavy Bandit halt verguckt und der klingt auch toll etc nur was wenn er mal kaputt gehen sollte, lacht jetzt bitte nicht, das ist ernst gemeint :)
     
  2. 6Red6Dragon6

    6Red6Dragon6 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #2
    Natürlich, kann man genauso reparieren, wie Röhrenamps, wenn nicht gerade die Platine bricht.
     
  3. KlausP

    KlausP HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 12.03.08   #3
    ich verschiebe deinen thread in das Elektronikforum weil ich meine, daß es dort mehr User gibt, die Auskunft dazu geben können.
     
  4. Pirate

    Pirate Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #4
    @ Klaus dankeschön, ok, eine Platine ist doch aber genauso ersetzbar, villeicht halt bisschen teuer aber im Prinzip doch schon oder?
     
  5. Mc Poncho

    Mc Poncho Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #5
    Grundsätzlich sind Transistoramps nicht so wartungsanfällig wie Röhrenamps. Eigentlich bedürfen sie
    überhaupt keiner Wartung, wenn man sie immer sachgemäß behandelt. Sie sind auch wesentlich
    unempfindlicher, was die Bauteile angeht.

    Ansonsten, falls mal etwas kaputtgeht, sollte bei einem eher "einfach" ausgestatteten Amp wie
    dem Bandit eigentlich jeder Elektroniker Hand anlegen können.

    Mir ist bislang noch kein Transistoramp verreckt. Ein Peavey Express 112, den ich vor 13 Jahren
    gebraucht gekauft habe und schon lange wieder verkauft habe, verrichtet immernoch tadellos seinen
    Dienst...

    Also - keine Angst !
     
  6. Pirate

    Pirate Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #6
    vielen Dank für die Antworten, ihr habt mir die Angst genommen :)
     
  7. 6Red6Dragon6

    6Red6Dragon6 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #7
    Sicher, allerdings können die schon recht teuer werden. Beim Bandit ist es wohl nicht so schlimm, bei meinem Fireball hätte eine neue Platine 400€ gekostet. (Zum Glück war es nur eine gebrochene Lötstelle - abzockerisches Pack...)
    Allerdings müsstest du schon Fußball mit dem Teil spielen, um die Platine zu Bruch zu kriegen und selbst dann hätte ich Zweifel, was als erstes kaputt geht, der Amp oder der Fuß...;)
     
  8. Ploppy8

    Ploppy8 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.08   #8
    Es ist schon eine Frage der Generation .Bei älteren Geräte konnte man noch viel machen ,
    wenn ich in meinen neuen Roland MicroCube reinschaue muss selbst ich resignieren .
    Die sogenannte fisselige SMD Technik macht Reparaturen fast unmöglich , zumal dies Chips da drin wahrscheinlich von Roland exclusiv hergestellt werden,bei defekt läuft alles auf Neukauf hinaus.Wenn man allerdings das Glück hat , einen guten alten Transistoramp mit
    übersichtlicher Platine zu besitzen , kann es durchaus sein , dass Ersatzteile aus dem Hifi-Bereich ihren Zweck erfüllen und sogar noch billig sind . Ein Beispiel : diese Runden Endstufen Transistoren , die häufig aussen am Gehäuse zu sehen sind , gab es in den Siebzigern/Achtzigern an Stereoanlagen , Autoradios und Gitarrenamps ,erfüllten alle
    denselben Zweck und sind deshalb häufig fast gleich.
     
  9. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 20.03.08   #9
    Ich kapiere nicht, warum Leute über SMD schimpfen.
    Man kaufe sich eine feine Prüfspitzen für 5€, eine feine Spitze für den Lötkolben, Pinzette, die Brille, die man eh schon seit Jahren nötig hätte wenn man das nicht genau sieht und vielleicht noch eine Spritze Flußmittel. Damit ist alles bis 0603 kein Problem.
    Die Gehäuse, die sich definitiv nicht mehr löten lassen, findet man in Amps nicht. Und was da drin ist, ist Standardzeug.
    Wenn man es mal kapiert hat, lässt sich SMD leichter entlöten, man zieht dabei keine Durchkontaktierungen aus der Platine etc. Thermisch ist es auch günstiger und die Endstufentransistoren sind heute andere, aber kaum etwas, was man nicht bei Reichelt&co. als Privatmann kaufen kann.
    Und wenn etwas wirklich in so kleinen, vielpoligen SMD Gehäusen sitzt, dann hat das auch meist seinen Grund. Ebenso sind spezielle ICs auch sehr, sehr selten und die haben dann meist auch einen besonderen Grund bzw. sind das Herz der ganzen Sache.

    Also SMD an sich ist kein Problem, und wenn sich etwas nicht von Hand löten lässt, dann ist es meist so kompliziert, dass man ohne spezielle Gerätschaften, Logikanalyzer, GHz Scope für zehntausende € etc. den Fehler eh nicht findet.
     
  10. Ploppy8

    Ploppy8 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.08   #10
    Also da habe ich aber andere Erfahrungen ,Carl , vielleicht kaufe ich auch immer nur zu billige Geräte. Beim Lötversuch an einen einfachen SMD Bauteil löste sich gleich die
    hauchdünne Leiterbahn mit ab und riss ,kann man sowas überhaupt reparieren ?
    Soweit ich weiss werden solche Geräte ja ausschliesslich von Robotern gefertigt , die haben
    das natürlich drauf .Im Fall eines mir zur Rep anvertrauten einfachen Keyboards bestand die
    gesamte Elektronik aus einem einzigen SMD Chip und einem Kopfhörerverstärker ,ich
    bin davon überzeugt dass irgendwann alle elektronischen Geräte so aussehen werden.
     
  11. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.08   #11
    Zur ersten Frage:
    Ja, geht. Schauen, wo die Leiterbahn hin geht, dort dünnen Fädeldraht anlöten und zum abgerissenen Pad ziehen...
    Der Kleber, der das Kupfer auf dem Epoxy hält, hält übrigens so ca. 300°C aus. Also einfach die Lötstation auf 260°C stellen und alles wird gut ;)

    Dann gibt es 3 Möglichkeiten sowas zu fertigen:
    a) Mit Pinzelle, Lötkolben und evtl. Mikroskop. Das wird bei Prototypen tatsächlich so gemacht und funktioniert bis 0402 (so groß wie ein besseres Staubkorn).
    b) Mit Schablone Lötpaste aufbringen, Bauteile von hand drauf und dann in den Reflow-Ofen (Oft Dampfphase). Da wird dann alles durch Wasserdampf kurzzeitig so heiß, dass die Lötpaste verlötet (alles auf einmal)
    c) Lötpaste und statt von Hand mit Roboter (so ab 10 Stk / 500 Teilen rentabel). Aber da muss man halt erst mal den Roboter einrichten.
    Aber SMD lässt sich viel leichter als bedrahtete Bauteile automatisch bestücken, das macht die Sache billiger. Die kleine Bauform spart Platinenplatz, denn die Platine ist inzwischen oft das teuerste.

    Und wenn das Keyboard in 100.000er Auflage gebaut wird, dann rentiert sich das, es so zu machen. Aber da in dem einen Chip Prozessor, Speicher etc. drin steckt, könntest du, wären die Komponenten getrennt, versuchen etwas von der Komplexität eines PC-Motherboardes zu überprüfen. Viel Spaß!
    Ohne diese Integration wäre der Preis garnicht zu realisieren. Und die Funktion sowieso nicht.
     
  12. OrkDadin

    OrkDadin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.08   #12
    Ich stell hier auch mal meine Frage, weils gut passt. Mein Ashdown 5/15 (Transistor Basscombo) ist letztens (mal wieder) kaputt gegangen und mittlerweile haben ich und mein bruder uns die Platine genauer angeschaut und sind zu dem Schluss gekommen, dass beim ersten defekt die Transistoren einfach ausgewechselt wurden (damals hat ich noch garantie - jetzt nicht mehr. War eh nen mordsAufwand das Teil einzuschicken). jedenfalls wüssten wir gerne was "typischerweise" bei so nem Transistoramp abraucht. Mein Bruder meinte, dass das bei nem Röhrenverstärker z.b. die Kondensatoren wären. Wenn wir jetzt tatsächlich nur die Transistoren auswechseln müssten wär das ne sache von 2€ und nen paar Minuten (haben die passenden Teile schon im Internet gefunden). Wenn die Kondensatoren dazu kämen ginge das auf 10€ hoch.


    Der Amp ist beim betrieb mit ner Externen Box abgeraucht (ging ne zeitlang gut, muss auch nicht unbedingt mit der externen Box zusammenhängen - liegt aber nahe, da die Box auch hinüber ist)


    Also nochmal die frage: Was geht typischerweise bei so nem Transistoramp flöten? Reicht es wohl die Transistoren auszuwechseln?

    Danke für die Aufmerksamkeit :)
    Martin
     
  13. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.08   #13
    Das kann man so nicht sagen.

    Bei Überlast wären die Transistoren schon ein Hauptverdächtiger. Allerdings können die auch weitere Teile mit in den Tod reißen.
    Ansonsten sind es oft auch nur gebrochene Lötstellen oder ähnliches.

    Übrigens reicht es nicht, die Transistoren auszuwechseln. Da gibt es ein kleines Poti auf der Platine. Das muss zuvor in den richtigen Anschlag gedreht werden, dann die Transistoren ausgetauscht und dann muss ein Messgerät angeschlossen werden, um das Poti für die neuen Transistoren in die richtige Position zu bringen (Querstrom einstellen). Sonst kann es leicht sein, dass das Ding entweder nicht klingt oder die neuen Transistoren sofort wieder futsch sind.
    Sind im Prinzip nur 5 min. arbeit, aber man muss wissen was man tut!
     
  14. OrkDadin

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    Erstellt: 08.06.08   #14
    Also an den Lötstellen liegt es nicht, die sind alle noch in ordnung. Die andern Bauteile sehen auch eigendlcih ncoh soweit in Ordnung aus aber man muss denen ja uach nicht unbedingt ansehen wenn sie kaputt sind.

    Mal angenommen die Transistoren sind hinüber. Kannst du mir ncohmal genau erklären oder hast du vllt nen Link oder sowas wie das mit dem Querstrom und dem Poti auf der Platine funktioniert?

    mfg
    Martin
     
  15. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.08   #15
    Hallo Martin,

    im Prinzip geht es darum, dass Transistoren Fertigungsstreuungen haben und deswegen der Querstrom der Endstufe dem angepasst werden muss. Teilweise werden auch vorselektierte Transistoren genommen.

    Um sich da durchzuwühlen braucht man zwei Sachen:
    a) Den Schaltplan, denn das ist bei jedem Verstärker anders umgesetzt und der Sollwert ist immer ein anderer.
    b) Die Messgeräte und die Erfahrung, um das am LAUFENDEN VERSTÄRKER einzustellen. Sprich: Arbeit an Netzspannung.

    Letzteres ist spätestens etwas, was eine Elektrofachkraft tun sollte. Ich denke nicht, dass es das wert ist sich selbst in Gefahr zu bringen.

    Schau mal, ob es in deiner Nähe noch einen alten Fernsehtechniker gibt, der selbst Fernseher repariert. Die wissen, wie das geht und haben auch ihre Quellen für Schaltplane. Das kann teilweise sogar recht günstig sein. In München könnte ich dir evtl. jemanden nennen.
     
  16. OrkDadin

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    Erstellt: 04.07.08   #16
    Weißt du zufällig wo man sich in die Sache mit dem Querstromeinstellen genauer einlesen kann?
     
  17. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 05.07.08   #17
    In was willst du dich einlesen?
    In das generelle Funktionsprinzip von Audioverstärkern und den Sinn eines Querstroms?

    oder in den Ablauf des Einstellens?

    Für das eine gibt es Bücher über Halbleiterschaltungstechnik und Verstärkertechnik (oder ein Elektrotechnikstudium an einer Uni oder FH nach Wahl)

    Für das andere das Service Manual des jeweiligen Verstärkers, wobei da eben davon ausgegangen wird was man weis was man tut, denn sonst bringt man sich in Gefahr (also Lehre im Elektrohandwerk... und dann irgendwann mal das Service Manual)
     
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