iPad als Soundmodul mit mehreren Apps

lucjesuistonpere
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Hi Leute!

Da mir irgendwann mein Rücken gemeldet hat, dass ich zu alt bin, mein Rhodes für jeden Gig mitzuschleppen, wollte ich mich mal endlich ernsthaft damit auseinandersetzen, was ich schon seit Jahren geplant hab: das iPad als Soundmodul zu benutzen.

Es gibt ja mittlerweile ziemlich geile Apps. Z.B. nutze ich Korg Module mit Ivory für Piano, wahlweise selbiges mit Scarbee oder NeoSoulKeys für Rhodes und die Standard-Garageband-B3 für Orgel. Diese funktionieren alleine hervorragend, allerdings habe ich noch nicht ganz gecheckt, wie man diese sinnvollerweise zusammen in ein Setup integriert. Ich habe hier im Board rumgesucht und immer ist von AUM, iMidiPatchbay und Mididesigner die Rede, aber trotz Suchfunktion und Youtube-Tutorials verstehe ich nicht, welches von diesen Tools genau was kann und wie man sie zu einem vollständigen Setup zusammenfügt. Wichtig wäre mir insbesondere, dass nicht alle Apps gleichzeitig auf Tastendruck reagieren, sondern nur diejenigen, die ich grad explizit aktiviert habe, da andernfalls die CPU vollends in die Knie gehen würde. Ich könnte theoretisch jeder App einen eigenen Midi-Kanal zuweisen, aber was ist wenn ich zwischen mehreren Sounds einer bestimmten App umschalten möchte?.

Super wärs ne Möglichkeit zu haben, global bestimmte Presets zu definieren, also für Piano, Rhodes, Orgel usw. und dann wird halt das entsprechende Plugin mit Settings aufgerufen, wie bei MainStage aufm Mac.

Ist das realistisch? Oder doch besser Mac auf die Bühne? Letzteres würde ich gern vermeiden. Gründe: 1. sperrig, 2. Plugins kosten locker das 5-fache, 3. Drawbars mit dem Touchpad bedienen ist nicht so der Burner.

Besten Dank!
luc
 
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All das ist gut möglich. Masterkeyboard in Audiointerface. Audiointerface mit CCK und ipad verbinden. Mit der imidipatchbay app hast du die Möglichkeit, Presets anzulegen, die die Midisignale zu der gewünschten Soundmodule-App routen. Splitten, layern, auch über eine Kombination von Soundmodul-Apps und Masterkeyboard - Onboard-Sounds ebenfalls möglich. Ich mache das zwar nicht mit den von Dir genannten Soundmodul-Apps, aber mit Sampletank und bs-16i.
Alles sehr flexibel und nicht viel schwerer als das Masterkeyboard allein.

Gruss
Joerg
 
Geht das auch mit dem Focusrite Dock anstatt dem CCK?
 
Das Focusrite Doch ist ein kleines IOS-kompatibles Audiointerface. Zur Verbindung des Interface mit dem iPad benötigst Du aber in jedem Fall ein CCK.
 
Wofür noch das CCK? Das Focusrite hat doch einen Lightning Anschluss?
 
Wofür noch das CCK? Das Focusrite hat doch einen Lightning Anschluss?
Genau. Ein CCK wird da nicht mehr benötigt. Das ist doch gerade der Sinn eines Docks, dass Du gerade nicht mit den zig Adaptern arbeiten musst, vernünftige, bühnentaugliche Anschlüsse aus dem iPad nach draußen führst, und sogar während der Nutzung das Teil laden kannst. Leider ist das Angebot nicht wirklich groß. Für iPad 1, 2 und 3 (mit 30pin) gab es noch das Alesis ioDock und das Behringer iStudio. Das Alesis gab es dann wenigstens noch in einer Version 2 mit Lightning-Anschluss für iPad 4 und Air. Das Focusrite ist wenigstens so konzipiert, dass es neben einem iPad 4, 5, Air, Air2 auch noch für das Mini genutzt werden kann. Das 6er müsste auch passen, beim neueren Pro mit 10" bin ich mir nicht sicher. Danach kam dann irgendwie kein neues Docj mehr auf den Markt. Scheint so, dass nicht wirklich viele Leute ein iPad auf der Bühen als Soudnerzeuger nutzen, denn da ist m.E. so ein Dock unverzichtbar. Ich jedenfalls würde nicht mit einem Haufen Adaptern am CCK live arbeiten wollen.
 
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Was man auch machen könnte wäre ein iConnectAudio Interface zu nutzen. Das wird mit einem normalen Ladekabel direkt am iPad angeschlossen. Ist zwar kein Dock, bietet aber die gleichen Funktionen inkl. Ladung des iPads. Ich war ja Anfangs nicht so super begeistert, da die Firmware nicht sehr stabil war, aber ein paar Updates später läuft jetzt seit etwa einem Jahr alles einwandfrei bis auf die Konfigurationsapp. Die bekommt seit den Updates keine Verbindung mehr hin mit dem Interface. D.h. die Konfiguration muss man im Vorfeld vom Computer aus machen.
 
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... aber ein paar Updates später läuft jetzt seit etwa einem Jahr alles einwandfrei bis auf die Konfigurationsapp. Die bekommt seit den Updates keine Verbindung mehr hin mit dem Interface. D.h. die Konfiguration muss man im Vorfeld vom Computer aus machen.
Vermutlich eher seit IOS-11... unter Version 9 funktioniert es einwandfrei.
Anscheinend steckt der Hersteller nichts mehr in die Verbesserung der ursprünglichen Kontrollfeld App und pflegt nur noch das Nachfolgeprodukt - weil vermeintlich für den Anwender 'einfachere'.

Das alte Kontrollfeld war zwar gestalterisch suboptimal, hatte aber alles, was zum virtuellen Verschalten des Setups gebraucht wurde.
An Flexibilität ist das System kaum zu toppen. Mit dem iCA4+ kann ich neben den 2 'offiziellen' Hosts noch 2 DAWs über die analogen Ports einbinden oder bis zu 2 externe Effektgeräte oder Midi Tonerzeuger in IOS einbinden.
Als kleinen Nebeneffekt kann man mit der alten Software temporär den Systemausgang quasi verdoppeln um so auch die System-Audioausgabe mitzuschneiden.
(temporär weil das bei normaler DAW Nutzung uU zu doppeltem Monitoring oder Feedback führen kann)
 
Ich hab mir ein iConnectivity Midi gekauft, das ich als Midi-Steuerzentrale für mein Keyboard-Setup einsetzen will. Bislang ruht dieses Projekt noch, u.a., weil die Control-App/-software nicht wirklich intuitiv und selbsterklärend ist. Aber ja, durchaus eine Alternative zum Dock, und ich brauche nicht einmal das CCK, weil ein Kabel von Lightning auf USB-B im Lieferumfang ist, also auch nur ein Stecker, der an's iPad muss, und wenn man an dem normalerweise bus-powerded Interface eine Stromversorgung anschließt, wird das iPad sogar geladen, was will ich mehr?
Mir war nur noch nicht klar, dass das iConnetivity Audio auch als Audio-Interface für das iPad fungieren kann, sprich, dass ich auch die Audio-Signale aus dem iPad darüber raus-routen kann.
 
Das Focusrite iDock ist toll, hatte ich genau aus dem Grund gekauft, um parallel zu meinem Nordstage noch Sounds via Midi aus dem iPad spielen zu können.
ABER: Die Inputs vom iDock kann man leider nicht pannen, sind beide also mono und werden beide auf den Stereoausgang vom iDock ausgegeben. Daher für mich nicht brauchbar weil ich den Stage dann nicht mehr durchschleifen kann.

Viele Grüße
HD
 

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