Ist der echte 5polige MIDI Ausgang im Lowcost-Bereich tot?

von dorforganist, 03.02.17.

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Casio
  1. dorforganist

    dorforganist Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.17   #1
    Hallo allerseits,

    vielleicht bin ich der letzte Mohikaner, der noch Expander einsetzt, aber ich kann mich nicht dran gewöhnen, ein Notebook oder Tablet als Live-Instrument einzusetzen. Es könnte abstürzen (Software-Technisch oder mechanisch), es ist nicht nicht bierfest, es ist nicht organisch zu bedienen. Ich liebe mein Roland Sonic Cell und ich vernetze grundsätzlich meine Keyboards (und mein Pedal-Board) per MIDI (ich meine 5polige alte MIDI Stecker, ohne, dass ich zusätzlich einen Computer brauche).

    Nun habe ich ein Yamaha PSR E313, das Teil ist auch schon wieder 8 Jahre alt und gibt vermutlich bald den Geist auf. Das ist quasi mein Zweit-Keyboard, leicht, tragbar, billig, passabler Klaviersound und eben MIDI Ein- / Ausgang. Das habe ich vor 8 Jahren für 200 € bekommen und war glücklich.

    Auf der Suche nach einem Nachfolger stelle ich fest: Was früher Standard war, ist heute ein Luxus-Feature geworden. Wer wird denn gleich gierig sein, und bei einem Billigteil Masterkeyboard-Funktionen erwarten wollen?

    Zwei Exoten habe ich Stand heute, Januar 2017, noch gefunden:

    - FAME G 2000 alias Medeli A 1000, 299 € bei Music Store
    - Funkey 61 Deluxe, 114,99 € bei Kirstein.

    Wenn ich mich nicht täusche, dann haben Yamaha und Casio (und mehr Markenanbieter scheint es im Bereich "Home Keyboard" nicht mehr zu geben) die MIDI Schnittstelle komplett aus dem Preissektor < 700 € verbannt.

    Die günstigsten Markenkeyboards mit 61 Tasten, Lautsprechern und echtem MIDI sind das Roland BK-3 für 449 € bei Thomann und das Korg micro Arranger für eben diesen Preis.

    Gibt es Alternativen? Kann man die o.g. Noname Teile kaufen? Hat noch jemand andere Exoten gefunden, oder habe ich mich vielleicht getäuscht bei meiner Recherche?

    Ich weiß, es gibt Workarounds, nämlich das Kenton MIDI USB Host oder das iConnectMidi4+, aber dann brauche ich noch eine Box und noch ein Steckernetzteil, die Box muss auch irgendwo stehen, das nächste Keyboard könnte nicht kompatibel sein mit der Box .... Warum kann die Welt nicht so einfach sein, wie früher? Tut es wirklich weh, zwei 5polige Din-Buchsen einzubauen?

    Grüße aus Schwaben vom
    Dorforganist
     
  2. TaTu

    TaTu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.17   #2
    Klares NEIN. Es sei den du möchtest mal um defekte Tasten um rumspielen müssen und solche Scherze. Ich kann dir aber aus Erfahrung versichern: macht keinen Spaß!!!

    genau, und die sind verdammt klein. ok einen Stromanschluss brauchst du, aber dafür hast du damit dann wieder Auswahl bei den Markengeräten. ;)

    Wenn eine 61 Tasten Workstation für dich auch geht, dann könntest du auch mal einen Blick auf den Korg Kross und den Korg Krome werfen. ? :nix:

    Bei den Digitalpianos ist Midi durchaus noch häufig, aber das dürfte dir nichts nützen.

    Lg, TaTu
     
  3. skey68

    skey68 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.17   #3
    Nun ja, überall wird gschpart - so wia im Schwobaländle halt au... :-)

    Da die vorderrangige Aufgabe eines Billig-Entertainers nun mal nicht die Midisteuerung von externem Equipment ist (und dies in der Regel von der angepeilten Zielgruppe auch nicht gefordert wird) und Hardware Geld kostet, ist es nicht verwunderlich, dass die herkömmliche Midi-Schnittstelle nicht mehr verbaut wird.

    Und bevor ich mir für die Bühne (wo es ja eigentlich zuverlässig funktionieren soll) so einen Billigstschrott aus China hole, würde ich mich eher wieder auf dem Gebrauchtmarkt nach etwas halbwegs Vernünftigem umschauen...
     
  4. dorforganist

    dorforganist Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.17   #4
    Danke TaTu für deine Einschätzung. Natürlich könnte ich mir eins der genannten Zusatz-Gerätchen kaufen (Kenton oder IConnect). Für mich ist das Ganze aber völlig undurchsichtig. Es funktioniert nur mit "Class Compliant" USB Geräten, was derzeit wohl die meisten sind. Vermutlich gibt Mac hier den Ton an, wie die Implementierung generischer MIDI / USB Treiber auszusehen hat, und Windoof macht das Ganze nach. Sobald jemand auf die Idee kommt, irgendwelche Eigenschaften zu dieser "Class Compliant" Schnittstellendefinition hinzuzufügen, kaufe ich mir mal wieder ein neues Keyboard und das Kenton oder IConnect verschluckt sich dran. Die Erfahrung zeigt leider, dass man solchen Konstrukten nicht auf lange Sicht vertrauen kann.

    Z.B. habe ich auch ein ca. 10-15 Jahre altes Midi USB Interface (damals waren die Probleme anders herum, alle Keyboards hatten noch Midi Schnittstellen, aber die Gameports am PC waren tot), das seinerzeit unter Windows XP Plug and Play war und unter Windows 10 nicht oder nur unter großen Schmerzen zum Leben zu erwecken ist. Ich gebe den besagten Boxen nicht mehr als 10 Jahre Lebensdauer, dann werden nennenswert viele Geräte am Markt sein werden, deren Class Compliant Definition nicht mehr zum Gerätchen passt.

    Die MIDI Standards funktionieren seit Jahrzehnten. Warum muss man jetzt teuer Geld bezahlen, um das Altbewährte zu bekommen? Ich bin ja auch nicht gegen Fortschritt. Wenn mal ein Konsortium hergehen würde, und den MIDI Standard z.B. durch eine LAN Verbindung zu ersetzen, die dann unter anderem MIDI in seiner vollen Schönheit und jede Menge anderen Krimskrams überträgt, wäre es mir ja recht. Die Tatsache, dass es für die USB Mimik aber immer einen "Host" (sprich Computer oder eine der genannten Spezial-Boxen) braucht, nervt einfach nur. Wenn man in 5 Jahren nur noch Keyboards mit LAN kaufen könnte, die dann beliebig direkt oder über billige Hubs vernetzt werden könnten, wäre das super. Wenn es dann ein Gerät von Kenton oder Apple für Altgeräte mit MIDI Din Stecker 5polig gäbe, würde ich es sofort kaufen, denn es geht ja nur noch darum, ob es mit meinen bestehenden Geräten funktioniert oder nicht. Die Branche hat komplett verpennt, endlich mal MIDI next generation aufzusetzen und will jetzt noch für das alte Gelumpe mehr Geld als früher.

    Hier noch ein weiterer Exot aus dem Bereich Spielzeug, gibt's aber nur in USA und hat nur einen Midi Ausgang:

    http://www.instrumentalley.com/Main-Street-61-Note-MKB-61TS-Keyboard-Touch-p/mkb-61ts.htm
    --- Beiträge zusammengefasst, 06.02.17 ---
    BTW, ich wollte eigentlich nicht nur Abkotzen in dem Thread (bringt ja nichts), sondern eher Tipps hören wie:

    - in eines der Modelle von Yamaha oder Casio hat sich doch MIDI verirrt, nämlich in dieses und jenes ...
    - den echten MIDI Ausgang gibt es doch noch, aber mit anderem Stecker
    - Marke xy hast du vergessen
    - Das Fame ist besser als alles was ich je hatte, also kaufen ...

    Weiß der Geier was, irgendwas, was mich davor bewahrt, 450€ statt 150€ auszugeben für 2 runde Buchsen.

    Übrigens zum Thema "Billigschrott aus China". Ich habe seit ca. 3 Jahren ein Kurzweil Stage Piano (mein Hauptinstrument). Das ist eine traditionelle Marke mit gutem Ruf, aber mittlerweile auch vollständig "Made in China". Weiß natürlich nicht, wie lange mir das Ding hält, aber bislang kann ich keine Qualitätsprobleme feststellen. Würde es sofort wieder kaufen.
     
  5. skey68

    skey68 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.17   #5
    Klar - fertigen lassen alle in China. Ist aber ein Unterschied, ob auschließlich die Fertigung oder aber - wie vermutlich bei den anderen Kandidaten - auch die Entwicklung dort stattfindet...
    Kurzweil ist übrigens in koreanischer Hand...

    Probier doch einfach das Funkey - da hast du 2 Buchsen für nur € 114,99 - und es hat noch mehr zu bieten (Zitat Kirstein):

    "Pitch Bend Rad - für abgefahrene Sounds!

    Dieses Feature werden Sie in dieser Preislage sonst lange suchen:
    Durch Drehen am Pitch Bend Rad lassen sich die momentan gespielten Töne in Echtzeit nach oben oder unten "Verbiegen". Beim Loslassen des Rads wird der ursprüngliche Ton wiederhergestellt. So bekommen Sie noch mehr musikalische Ausdruckskraft und können Melodien individuell phrasieren."

    Was will man mehr?

    Es ist meiner Meinung nach übrigens genau diese Mentalität: " Ich will alles von einem Markenhersteller haben und nix dafür bezahlen", die zu den von dir bemängelten Zuständen geführt hat... :rolleyes:
     
  6. TaTu

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    Erstellt: 06.02.17   #6
    Kurzweil würde ich auch auf keinen Fall als "Billigschrott" betiteln, ganz und gar nicht. Medeli dagegen sehr wohl. ;)


    Wenn du unten ein Stage Piano von Kurzweil hast und oben einen Arranger :gruebel: ... wozu brauchst du das Keyboard? Nur für mehr Sounds? Brauchst du die Begleitautomatik? Würde es eine Workstation nicht genauso tun? Evtl. besser? Dann hättest du auch weniger Probleme mit dem Medi Anschluss......
    Vielleicht lässt du deine Gedanken mal so in die Richtung kreisen?

    Lg, TaTu
     
  7. dorforganist

    dorforganist Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.17   #7
    @skey68: Ich weiß nicht, ob meine Mentalität oder die anderer Käufer zu einem "Zustand" geführt hat, oder vielmehr der Markt. Offenbar verstehen die meisten Kunden unter MIDI-fähigem Keyboard eins, das sie mit dem Computer verbinden und dann mit dem Computer aufnehmen können (also reicht USB völlig). Ich verstehe darunter eins, das ich ohne Computer mit anderen Keyboards vernetzen kann. Tatsache ist, dass von knapp 10 Jahren jedes Popel-Keyboard MIDI Ein- / Ausgänge hatte, heute leider nicht mehr. Die reinzudesignen und einzubauen würde den Preis des Keyboards realistisch betrachtet maximal um 10 € anheben. Wenn aber die Mehrheit der Kunden die blöden Stecker nicht braucht, würde ich sie als Hersteller natürlich auch weglassen. Ich wäre auch bereit 30 € oder 50 € dafür hinzublättern, aber die Option habe ich gar nicht. Ich habe nur die Option, aus der Preisklasse "Home Keyboards" (150 € - 300 €) in die Preisklasse "Arranger" (450 € - mehrere 1000€) zu wechseln. Bei meiner Recherche in der Arranger Welt ist mir übrigens aufgefallen: Korg PA 300 (618 €) hat auch keine MIDI Ports, der große Bruder PA 600 (849 €) dafür schon. Offenbar versucht man hier schon aus einem ehemaligen Standard-Feature nun Kapital zu schlagen, was mich ärgert.

    @TaTu: Ich betreibe meine Keyboards selten zusammen, sondern eins von beiden (meistens das Kurzweil) in Verbindung mit meinem Roland Sonic Cell (um mehr Sounds zu haben) und ggf. in Verbindung mit einem Fußpedal. Das kleine habe ich als billiges Zweit-Keyboard in einem Proberaum stehen und nehme es gelegentlich mit, wenn mir das große zu schwer zum Schleppen ist. Ich finde eben die Kombi leichte Tasten plus tauglicher Expander für die Sounds recht attraktiv. Zusätzlich nutze ich das kleine als billigen Klavierersatz zur Chorbegleitung. D.h. mein jetziges PSR E313 bietet alles, was ich brauche: Billig, Anschlagdynamik, Lautsprecher an Bord und MIDI Schnittstelle.
     
  8. TaTu

    TaTu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.17   #8
    ok, verstehe. Da für habe ich ein PSR 2100 für. Das brauche ich zusätzlich, wenn ich nicht weiß was auf mich an dem Tag/Abend zu kommt, oder allein, nach dem Motto: "ich pack mir mal was in den Kofferraum. Vorsichtshalber"

    Wäre also die Überlegung ob du dich nach einem ehemaligen Topgerät umschaust. Je älter desto günstiger wird es. Müsstest du dann gucken wo du die Grenze ziehst. Tyros 1oder2 z.B.

    Lg, TaTu
     
  9. skey68

    skey68 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.17   #9
    Du hast einfach das Pech, eine Anforderung zu haben, die nicht ins Raster passt.

    "Normalerweise" verwendet halt kaum jemand einen Popelarranger zur Ansteuerung externen Equipments. Und deswegen werden die €10,--( oder was auch immer das kostet) halt eingespart.
    Das ist vom wirtschaftlichen Aspekt her verständlich und nachvollziehbar - da würde ich jetzt keine Beutelschneiderei unterstellen wollen...

    Bleibt nur der o.a. Tipp, es auf dem Gebrauchtmarkt zu versuchen...
     
  10. Martman

    Martman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.17   #10
    Die echte Frage ist: Warum muß es unbedingt ein Anfänger-Billig-Arrangerkeyboard sein, wenn man für nicht viel mehr Geld eine ausgewachsene, wesentlich robustere und besser ausgestattete professionelle Workstation aus den 90ern bekommen kann?

    Eine billige China-Hupe verhält sich zu einer älteren gebrauchten Workstation wie ein Tata Nano zu einem vollausgestatteten 1987er Mercedes 560 SEL.

    MIDI geht auch über XLR, wird aber meines Wissens nirgendwo serienmäßig verbaut.

    Korg. Roland. Yamaha-Sachen ohne Begleitautomatik und ohne eingebaute Lautsprecher.

    Wenn du nur 150 € ausgeben willst, bleibt im Grunde nur ein Masterkeyboard ohne Klangerzeugung – und auch das in ordentlicher Qualität nur auf dem Gebrauchtmarkt.

    Oder du gehst ganz weit in die Vergangenheit und schießt dir ein Technics SX-KN2000. Der Hersteller ist inzwischen seit Ewigkeiten aus dem Instrumentenbereich raus, aber das Teil bietet dir für um die 200 € mehr als jede heutige Chinahupe. Ich hab das KN2000 damals, als es noch neu war, selbst als Workstation eingesetzt.

    Wie schon andere erwähnten: In China fertigen lassen heutzutage fast alle, vor allem im digitalen Großvolumenbereich. Aber die Hersteller haben in ihren Herkunftsländern ja mitnichten nur die Verwaltung.

    Medeli, Funkey, C.Aemon, C.Giant, Hemmingway usw. usf. sind tatsächlich chinesische "Firmen" und zu 100% auf Low-Cost geeicht – zu Ungunsten jeglicher Qualität. So Sachen wie Fame und andere Händler-Hausmarken sind exakt dasselbe, nur umgelabelt. Manche Geräte z. B. von Medeli verlassen absolut baugleich dasselbe Band mit drei, vier oder mehr Markenaufschriften drauf.

    Hinter Kurzweil hingegen steckt der südkoreanische Pianohersteller Young Chang. Anfang der 90er übernahmen sie die Instrumentensparte aus dem Unternehmen des Visionärs Ray Kurzweil. Kurz danach präsentierten sie 1991 mit der K2000 eine Workstation, die der den Markt beherrschenden japanischen Konkurrenz um Jahre voraus war. 1995 legten sie mit der monströsen, horrende teuren Überworkstation K2500 nach. Der einzige Grund, warum Roland, Korg und Yamaha vor Kurzweil keine große Angst haben mußten, war, daß sie genau wußten, daß kaum jemand sich eine K2500 leisten konnte.

    Auch wenn die heute in China fertigen lassen, haben die immer noch eine knallharte Qualitätskontrolle – und werden die Geräte immer noch in Südkorea entwickelt, wo die Featuritis gegenüber den 90er Jahren nicht wirklich weniger geworden sind.


    Martman
     
  11. Whiteman

    Whiteman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.02.17   #11
    Das kann ich bestätigen. Ein Freund von mir hat mir kürzlich sein KN2000 zur Reparatur vorbeigebracht. Das Teil ist exzellent verarbeitet und auch die Tastatur ist - trotz des Alters - immer noch hervorragend und z. B. auch den günsigen Einsteiger Casios im 300 Euro Bereich noch weit überlegen.

    Auch mein noch älteres Yamaha PSR-6100 hat eine hervorragende Tastatur, hier sind allerdings die Sounds inzwischen nicht mehr wirklich zeitgemäß...:igitt:
    Allerdings gäbe es noch ein ordentliches MIDI-Masterkey her.
     
  12. dorforganist

    dorforganist Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.17   #12
    Hallo allerseits,

    vielen Dank für alle Tips. Aus den 90ern oder von ausgestorbenen Firmen wie Technics würde ich mir nichts kaufen. Zumal meine Erfahrung zeigt, dass nach ca. 10 Jahren die Mechanik schlapp macht, zumindest bei E-Pianos. Vielleicht halten die Feder-Tasten von einfachen Keyboards doppelt so lang, aber irgendwann ist jede Tastatur ausgenudelt.

    Ich hatte mittlerweile die Gelegenheit, ein paar Keyboards zu testen. Insbesondere war ich vom Roland BK-5 begeistert. Was mich echt gewundert hat, dass es nicht nur bei Hammertasten von E-Pianos sondern auch bei den gefederten Tasten von Arranger-Keyboards himmelweite Unterschiede gibt. Die Tasten vom BK-5 spielen sich um Welten besser, als die von meinem Yamaha (und auch besser als von teureren aktuellen Yamahas). Auch die Klänge, auf die ich Wert lege (Pianos, Kirchenorgel, Cemablo, klassische Instrumente), sind wirklich brauchbar.

    Jetzt bin ich drauf gekommen, dass einige Vorgängermodelle von Roland (Prelude, E-09, E-50, E-80) rein von den Soundnamen her fast identisch sind (ob sie auch gleich gut klingen ist damit natürlich noch nicht gesagt, aber es besteht Hoffnung ...). Andere Neuerungen wie USB, WLAN, Iphone App usw. interessieren mich nicht, daher wäre evtl. ein Gebrauchtkauf eines der o.g. Modelle eine Option. Hat jemand Erfahrung, ob die Tasten dieser Modelle ähnlich gut wie die vom BK-5 sind? Diese Info wäre sehr hilfreich für mich. Falls jemand einen Vergleich zwischen den neuen und älteren Roland Arrangern hat, bitte posten. Danke!

    Viele Grüße
    Dorfgoranist
     
  13. dr_rollo

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    Erstellt: 30.03.17   #13
    Muss es unbedingt eine 61er Tastatur sein? Roland verbaut in seinen 76er Keyboards hervorragende Tastaturen, die auch ein guter Kompromiss für Piano-Spiel sind. Gerade auch was Masterkeyboard-Funktionen angeht, sind die Roland G800/1000 spitze. Und sie haben natürlich richtige MIDI Trios, sogar doppelt!
    Dass die Yamaha Tastaturen grottig sind - und nicht nur bei der Einsteigerserie! -, stell ich auch jedes Mal fest, zumindest die <88. Beispiel MX49/61 - Supersounds, aber klapprige Tastatur.
     
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