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Ist es heutzutage unmöglich Songwriter und Performer zu werden?

RHCP_Flea
RHCP_Flea
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Hallo zusammen,
ich höre immer mehr Leute sagen, dass man heute kein Musiker, der eigene Werke schreibt und live aufführt mehr werden kann weil man dabei zu wenig Geld verdient. Stimmt das? Ich persönlich denke, dass die Wege, dadurch Geld zu verdienen, nicht verschwinden, sondern nur anders werden, was aber nur eine Vermutung ist. Ich lasse mich gerne des Besseren belehren😉
Viele Grüße
 
nicht verschwinden, sondern nur anders werden, was aber nur eine Vermutung ist. Ich lasse mich gerne des Besseren belehren😉
es ist wie früher. Heute hat man es sogar leichter, weil man aus eigener Initiative, also ohne Managment, die Möglichkeit hat, die Aufmerksamkeit durch soziale Medien, auf sich zu ziehen.
Du musst nur die Masse ansprechen.
 
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Was für ein Quatsch.
Ich mache seit 40 Jahren freie Kunst; da hat man schon behauptet, die Malerei sei tot. Was für ein Irrtum!
Ich und viele Andere sind der Gegenbeweis.
Bilder waren noch nie so erfolgreich wie Heute.
 
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Der kreative Bereich war noch nie planbar, weder im Mainstream (viel Konkurrenz) noch im Non-Mainstream (per definitionem Nische). Die Bedingungen haben sich immer schon verändert.

Das entscheidende Kriterium ist Dein eigener Einsatz, ein Haufen Leidenschaft und viel Disziplin. Und die Bereitschaft, dich selbst über Wasser zu halten (mit nem Brotjob, ner Top40-Band, Nachhilfe, Studiojobs, um ein paar Beispiele zu nennen), bis entweder der Durchbruch kommt oder nicht kommt oder zumindest existenzsichernd ist.

Man muss sein Hobby nicht zum Beruf machen, aber wenn man es macht, ist es halt im kreativen Bereich mit einem Risiko verbunden.

x-Riff
 
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es ist wie früher. Heute hat man es sogar leichter, …
Die Musik(er)branche ist nun wirklich gar nicht wie früher. Und auch die Kunden (Hörer) haben sich verändert. Vom musiktransportierenden Medium (Spotify & Co.) ganz zu schweigen.

Es kann gerne jemand vormachen, dokumentieren und berichten, wie man heutzutage mit (eigener) Musik ordentlich seinen Lebensunterhalt verdient. So etwas hat Seltenheitswert, das wird sicher gerne beachtet. ;)
 
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@RHCP_Flea : Wenn ich mir Deine Beiträge so ansehe, dann würde ich Dir am liebsten zurufen: Fang einfach an, Musik zu machen. Dann wirst Du schon merken, ob Du da ankommst, wo Du hin willst.

Mach es. Fang an.
Alles andere ist MindFucking.
 
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Heute wird leider von großen Teilen erwartet, dass Musik kostenlos ist.
Früher musste man, um einen Song zu haben, 6 DM für eine Single oder 20 DM für eine Platte investieren.
Das macht heute leider kein Mensch mehr.
Außerdem ist die Konkurrenz viel größer, da fast jeder mit minimaler Ausstattung Songs erstellen und im Netz hochladen kann.
Auch ist Musik kein faires Buisiness, da nicht automatisch der beste Musiker am meisten Geld verdient.
Hinzu kommt, dass weniger Auftrittsmöglichkeiten existieren, da Life-Musik zu Events meist durch DJs abgelöst wurde.

Andererseits sind die Hürden auch für dich geringer. Du brauchst keine wahnsinnig teure Studioproduktion mehr, du kannst dich auf 1000 Medien selbst hochladen, usw.
Kontakte zur örtlichen Musikszene halte ich noch heute für besonders wichtig, die solltest du auf jeden Fall knüpfen.
Heute wird man als Einsteiger nicht mehr (oder sehr selten) von Profis promotet, aber das muss auch nicht mehr sein, man kann sich selbst engagieren. Und zwar richtig, nicht halbherzig. Es bringt nichts, abwarten, dass Andere auf dich aufmerksam werden, man muss selbst "Klinken putzen", bei möglichen Veranstaltern nachfragen, idealerweise auf mehreren Hochzeiten tanzen (selbst Profis haben heute meist mehr als eine Band) etc.

Wenn du dazu bereit bist, dann versuche es! Viel Erfolg!
 
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Der Musikmarkt hat sich immer schon gewandelt, was in einer Generation gegolten hat stimmt in der nächsten schon gar nicht mehr.

Konkurrenz und Nachfrage ändern sich, wohin genau weiß aber niemand vorher.
Natürlich wird es immer Menschen geben die von der Musik leben können. Kann gut sein dass das in Zukunft in Summe deutlich weniger sein werden. Ob Du es schaffst dazu zu gehören - wer weiß. Es gehört aber sicherlich deutlich mehr Glück dazu in diesem Bereich seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können als wenn man sich in andere Berufsfelder orientieren würde.

Meine Einschätzung: KI nimmt gerade in der Musik zur Zeit so richtig Fahrt auf. Was in meinen Augen daher keine monetarisierbare Zukunft haben wird: zuhause komponieren, arrangieren und veröffentlichen. Da gab es vorher schon sehr viel Konkurrenz, und die KI multipliziert das dann noch.
Wenn Du es schaffst Deine Musik zum Live-ERLEBNIS zu machen für die Leute Geld bezahlen, dann geht das noch am ehesten. Aber auch da waren die Zeiten vermutlich schonmal einfacher: live lernt man nur live, und da gab es früher mehr Möglichkeiten.
Denke auch daran dass ein Großteil der erwachsenen Menschen schon "mit ihrer Musik versorgt" sind, ab einem gewissen Alter kommt Konservatismus und Nostalgie immer stärker durch. Will sagen: auch Leute die etwa zu Gregor Meyle/Christina Lux u. ä. gehen haben "ihre Acts" gefunden, da als Newcomer Gehör zu finden ist kein Selbstläufer. Wenn es finanziell tragfähig sein soll ist die eigenen Generation daher sehr wichtig. Ob Du die begeistern kannst? Geh auf Bühnen, finde es heraus!

Was heute gilt, galt aber auch schon immer: es geht nicht ohne Fleiß NEBEN der musikalischen Arbeit. heute wird es schwer wenn man nicht aktiv an Social Media dranbleibt - das gab es zwar früher nicht, aber ohne emsiges Marketing (Veranstalter abklappern, Plakate kleben, etc.) ging es auch früher schon nicht. Das Genie im stillen Kämmerlein das allein durch einen YouTube-Clip entdeckt wird und dem dann die Massen und das Geld zufliegen - das ist ein Märchen.
 
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Die Mittel, sich selbst zu produzieren und zu vermarkten sind für kleine Künstler billiger und einfacher zugänglich als jemals zuvor.

Gleichzeitig beobachte ich, in meinem Münchner Vorort noch eine Bubble, die den Mittelstandstraum der 80er auch in unserem Jahrzehnt noch erreicht hat:

Also: Zwei Erwachsene in ihren 30ern bis 50ern, Kinder, Hund/Katze, zwei Autos, ein Reihenhaus, ein-zweimal Urlaub im Jahr, Vereine, Musikunterricht, und das alles ohne Schulden, sondern mit Altersrücklage und der Möglichkeit, die Kinder Richtung Ausbildung/Studium noch finanziell anzuschieben.

Da ist, in einem Ort zwischen 10k und 20k Einwohnern genau EIN Musiker dabei, der diesen Lebensstandard mit der Musik als Hauptberuf geschafft hat.

Daher meine These: Statistisch gesehen, ist es fast unmöglich, als Musiker ordentlich zu leben, ohne seine Brötchen anderweitig zu verdienen
 
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Da ist, in einem Ort zwischen 10k und 20k Einwohnern genau EIN Musiker dabei, der diesen Lebensstandard mit der Musik als Hauptberuf geschafft hat.
Daher meine These: Statistisch gesehen, ist es fast unmöglich, als Musiker ordentlich zu leben, ohne seine Brötchen anderweitig zu verdienen

Die Frage ist halt, wie eng man den Status "Musik als Hauptberuf" definiert. Die Songwriter und Produzenten, die ich kenne, sind halt nicht ausschließlich Songwriter und Produzenten, sondern betreiben das als Teil einer Existenz, die noch mehr musiknahe Tätigkeiten umfasst. So ähnlich wie ein Handwerker, der eben auch kleinere Tätigkeiten des Nachbarhandwerks mit erledigt. Was meine Tätigkeit als Komponist betrifft, sieht es genauso aus.

Mit musiknahen Tätigkeiten meine ich z.B.: Orchestermusiker, freiberuflicher Musiker, arrangieren, unterrichten an allgemeinbildenden oder an Musikschulen, Veranstaltungstechnik, Agenturtätigkeiten, Kulturmanagement, Tätigkeiten im Theaterbereich, Notensatz, Verlagswesen, Moderation, wissenschaftliche Tätigkeiten (z.B. Musikwissenschaft), Kirchenmusik, soziale Tätigkeiten...

Und abgesehen davon, dass mit musiknahen Jobs mehr Geld reinkommt als ohne, bereichern solche Tätigkeiten ja auch die Lebenswelt eines Komponisten - und das kann ganz entscheidend für die Inspiration und die Lebensweltnähe sein, um gesellschaftlich relevante Musik zu machen.
 
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Da ist, in einem Ort zwischen 10k und 20k Einwohnern genau EIN Musiker dabei, der diesen Lebensstandard mit der Musik als Hauptberuf geschafft hat.
Kennst du alle 10000 Einwohner? Von denen, die du kennst, wie viele haben es ernsthaft versucht? Ist es nicht so, dass das statistisch für jede Nicht-Mainstream-Berufsgruppe gilt? Wie viele von denen verdienen ihr Geld hauptberuflich als Professor, Raumfahrtingenieur oder Kläranlagentechniker?
Und dann bleibt noch die Frage, wie ernsthaft haben sie es versucht? Mein Vater hatte sicher auch Glück, aber er hat das erreicht, was du beschreibst (außer dass wir seltener im Urlaub waren). Dafür hat er geübt, Musik studiert und jahrelang mehrere Stunden am Tag geübt, und zwar nicht nur gespielt, was Spaß macht, sondern auch langweilige Technikübungen hoch und runter.
Ich denke, sehr wenige, die Musiker werden wollen, schaffen es. Aber von denen, die Musiker werden wollen und es ernsthaft probieren, schaffen es doch deutlich mehr.
Das kann natürlich eine Stichprobenverzerrung sein, weil ich durch meinen Vater mit überdurchschnittlich vielen Berufsmusikern zu tun hatte, aber von den Studienkollegen meines Vaters sind, soweit ich das mitgekriegt habe, alle beruflich untergekommen.

Allerdings, um wieder zum eigentlichen Thema zu kommen: Nicht mit eigener Musik.
 
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Unmöglich sicher nicht - aber sicherlich nicht einfach.

Ich habe mal als Existenzgründungsberater gearbeitet und es gibt etliche Problematiken, wenn jemand aus seinem Hobby einen Beruf machen will. Darunter zählen oft:
  • Abneigung, geringe Kompetenzen und untergründigen Unwillen, das Ganze konsequent auch unter kaufmännischen bzw. betriebswirtschaftlicher Sicht zu sehen. Dann wird´s generell schwierig, denn das ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine funktionierende Selbstständigkeit.
  • Damit einhergehend der Unwille, für eine nicht terminierbare Zeit andere "Broterwerbe" hinzuzugesellen, bis das eigene business steht.
  • Überschätzung der eigenen musikalischen Fähigkeiten bzw. des Marktwerts derselben
  • Überschätzung des realistischen Marktpotenzials speziell eigener Musik
  • Überschätzung des realistischen Marktpotenzials eigener Kontakte, vor allem, wenn es in den businessbereich geht
  • Unterschätzung sonstiger realistischer Kosten zum Aufbau eines business und zur Existenzsicherung im Allgemeinen
Es gibt aber auch Vorteile:
  • Man startet schon mit Kompetenzen, Kontakten, meist auch mit Equipment und einem, meist eingeschränkten Branchenwissen
  • Hobby = Leidenschaft = Fähigkeit, auch Durststrecken zu überwinden und sich mehr reinzuhängen als andere
  • Zuweilen ein unterstützendes Umfeld, manchmal eine fanbase
Allen Unkenrufen zum Trotz gibt es Mediendienstleister, Fotografen, Grafiker (alles mit *innen) etc., die den Übergang vom Hobby zur (meist) existenzsichernden Tätigkeit geschafft haben. Zur Wahrheit gehört auch, dass es etlichen nicht gelingt. Daraus eine Statistik zu entwickeln, trifft nicht den Kern der Angelegenheit: Wenn man etwas unbedingt will, dann gehört man auch zu denen, die Außergewöhnliches leisten, Risiken nicht scheuen und Durststrecken überwinden. Das alleine - wenn es vorhanden ist - hebt einen schon über den Durchschnitt. Dazu gehört allerdings dann auch eine Ehrlichkeit gegenüber den eigenen Bedürfnissen. Wenn man 20+ ist, muss man sich beispielsweise fragen, wie es mit dem Wunsch nach Familie und Kindern aussieht. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass man die Rolle des/der Hauptverdienenden einnimmt - aber es bedeutet, dass die eigene Entscheidung auch Konsequenzen für andere und für einen selbst hat. Man kann eben nicht sagen: Ich haue 5 Jahre rein und dann bin ich durch und habe es geschafft. Was man sagen kann, ist: Ich probiere es 5 Jahre mit all meiner Kraft und wenn ich es dann nicht geschafft habe, habe ich einen Plan B. Und den Plan B sollte man haben.

x-Riff
 
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Ich habe mal als Existenzgründer gearbeitet und es gibt etliche Problematiken, wenn jemand aus seinem Hobby einen Beruf machen will.
Sehr richtig und nachvollziehbar!
Es hilft definitiv, wenn Musik nie nur Hobby war.

Ich bereite angehende Musikstudenten auf das Bestehen von Aufnahmeprüfungen an Musikhochschulen vor. Ich rate jedem, für die eigene Berufs- und Lebensplanung mal zurückzuschauen, ob die Beschäftigung mit Musik im vergangenen Jahrzehnt - also ca. seit dem Grundschulalter - so intensiv war, dass das erwarten lässt, dass Musik auch zukünftig eine grundlegende Konstante im Leben bleibt. Wenn es in Kindheit und Jugend schon Anzeichen gab, dass Musik z.B. für Kommunikation, Sozialleben, Charakterbildung und Identitätsfindung wichtig war, war sie da schon mehr als ein Hobby. Dann stehen die Chancen für eine erfolgreiche musikalische Berufsausbildung gut, sofern Talent und Fleiß nicht dagegen sprechen.
 
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Die Mittel, sich selbst zu produzieren und zu vermarkten sind für kleine Künstler billiger und einfacher zugänglich als jemals zuvor.

Gleichzeitig beobachte ich, in meinem Münchner Vorort noch eine Bubble, die den Mittelstandstraum der 80er auch in unserem Jahrzehnt noch erreicht hat:

Also: Zwei Erwachsene in ihren 30ern bis 50ern, Kinder, Hund/Katze, zwei Autos, ein Reihenhaus, ein-zweimal Urlaub im Jahr, Vereine, Musikunterricht, und das alles ohne Schulden, sondern mit Altersrücklage und der Möglichkeit, die Kinder Richtung Ausbildung/Studium noch finanziell anzuschieben.

Da ist, in einem Ort zwischen 10k und 20k Einwohnern genau EIN Musiker dabei, der diesen Lebensstandard mit der Musik als Hauptberuf geschafft hat.

Daher meine These: Statistisch gesehen, ist es fast unmöglich, als Musiker ordentlich zu leben, ohne seine Brötchen anderweitig zu verdienen
OK, Gegenrede ;-)

Das hier vorgestellte Szenario ist ja jetzt nicht als "Minimum" anzusehen das es zu erreichen gilt. "Zu wenig verdient" aus dem Ausgangspost interpretiere ich dahingehend dass man mit Musik keinen Verdienst erzielen könnte der bspw. einer Vollzeit-Stelle zum Mindestlohn entspräche. Würde ich zwar auch eher als das "bare Minimum" ansehen, aber zwischen den beiden Szenarien liegen ja immer noch viele Möglichkeiten und zehntausende Euro Jahresverdienst.
Wenn jemand "für die Musik lebt" dann ist das auch ein nicht zu unterschätzender Zufriedenheitsfaktor - ob die Bubble aus ihren Jobs die gleiche Befriedigung zieht ist nicht so gewiß.


  • Abneigung, geringe Kompetenzen und untergründigen Unwillen, das Ganze konsequent auch unter kaufmännischen bzw. betriebswirtschaftlicher Sicht zu sehen. Dann wird´s generell schwierig, denn das ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine funktionierende Selbstständigkeit.
Das ist vielleicht bei Künstlern noch ausgeprägter als bei anderen.
Wenn Du sagst "Zahlen, das ist nichts für mich" - dann ist es die Selbstständigkeit erst recht nicht!
Genauso "Organisationsfähigkeit" - enorm wichtig.

Man muss erkennen dass solche Dinge/Arbeiten/Kompetenzen zwingend dazu gehören, und es dauern wird bis man genug Geld/Erfahrung/Vertrauen zusammen hat um das outsourcen zu können.

  • Damit einhergehend der Unwille, für eine nicht terminierbare Zeit andere "Broterwerbe" hinzuzugesellen, bis das eigene business steht.
Ja - dieses "ich gebe jetzt 100% damit ich es schaffen kann" ist sicher nicht der einzige Wege auf dem es klappen kann.
 
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Ja - dieses "ich gebe jetzt 100% damit ich es schaffen kann" ist sicher nicht der einzige Wege auf dem es klappen kann.
Ich wollte auf etwas anderes hinaus: 100% zu geben, ist die Voraussetzung für eine Selbstständigkeitsgründung.
Das ist aber keine Garantie, dass man sich damit über Wasser halten kann - diese Garantie gibt es einfach nicht. Und das heißt, dass ich die Entscheidung treffe, anderswo Geldquellen zu organisieren (was bevorzugt über andere Brotjobs passieren sollte, denn wenn man - sehr beliebt - sich aus dem Umkreis Geld leiht, sammelt man inmitten einer unsicheren Perspektive Schulden an, was man eher vermeiden sollte).
Das heißt, man gibt 100%, diversifiziert aber seine Einkommensquellen solange, wie die Selbstständigkeit als Einkommensquelle ausreicht.

x-Riff
 
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Musiker, der eigene Werke schreibt und live aufführt

Eine große Hürde ist wohl herauszufinden, ob man Musiker sein möchte, oder z.B. Geschäftsmann, der Musik-Produkte anbietet, oder z.B. Konkurrent, der sich gegen Maschinen behaupten will, oder ... Okay, das ist etwas überspitzt ausgedrückt. Da gibt es natürlich viele Zwischentöne.

Ausreichend Geld wird vermutlich nur verdient werden können, wenn es einen Nerv beim Publikum trifft. Aber welchem Publikum? Soll also das Produkt möglichst leicht konsumierbar designt werden? Oder sollen erfolgreiche Trends, Events (z.B. Casting-Shows) oder Formate von Streaming-Playlists bedient werden, um überhaupt ersteinmal bekannt werden zu könen? Könnte ich überhaupt "nur" Markt-Mechanismen bedienen, oder gibt es etwas anderes zu sagen oder auszudrücken? Und genau das könnte einen Nerv beim Publikum treffen, aber darauf verlassen kann man sich ebenfalls nicht.

Und was ist, wenn sich die Gewohnheiten des Publikums verändern, zum Beispiel weg vom Band-Ansatz hin zu synthetischen Klängen und Auto-Tune Stimmen? Oder KI-Modellen? Und selbst wenn man auf den neuesten Zug aufspringt, wie lange wird sich ein solcher Trend halten können, bevor auch er vom 'next big thing' abgelöst wird?

Und dann stellt sich mir noch die Frage, ob das hier in Deutschland vielleicht auch anders läuft, als z.B. im englischsprachigen Bereich. Ob also wer sich an international erfolgreicher z.B. australischer, englischer oder amerikanischer Musik orientiert, bei deutschen Entscheidern auf Unverständnis trifft.
 
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Hallo zusammen,
ich höre immer mehr Leute sagen, dass man heute kein Musiker, der eigene Werke schreibt und live aufführt mehr werden kann weil man dabei zu wenig Geld verdient. Stimmt das?
In den letzten Jahren haben doch Ikkimel und Paula Carolina ihren Durchbruch geschafft, sind auf Tour und machen EPs und Alben. Ikkimel war vorher Wissenschaftlerin, Paula Carolina studierte auf Lehramt, und brach wegen ihrer Musikkarriere ab.
Scheint also doch noch zu klappen.

Grüße
 
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… Scheint also doch noch zu klappen. …
Dass es klappen „kann“, dürfte wohl unbestritten sein. Maßgeblich ist die Frage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass es klappen wird. Und diese Wahrscheinlichkeit dürfte wohl, nach aktuell bekanntem Sachverhalt, gegen Null tendieren.
 
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War das nicht schon immer so?
Die meisten Bands oder Singer/Songwriter/Performer aus den 80ern, 90ern haben keinen Plattenvertrag bekommen. Und selbst die meisten, die einen Plattenvertrag ergattern konnten, sind gefloppt. Haben keine zweite Single oder zweites Album gemacht und mussten sich "bürgerlichen Beruf" suchen.

Grüße
 
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War das nicht schon immer so? …
Zum einen: Nein, früher war da einiges anders (wenngleich es sicher nie leicht war). Zum anderen geht es dem Threadersteller offensichtlich eher um die Gegenwart als um eine historische Aufarbeitung.

Wie auch immer. Gerne berichten, sobald man mit Musik zu Wohlstand gekommen ist. :)
 

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