Jammen

von I got Balls!, 01.11.07.

  1. I got Balls!

    I got Balls! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.07   #1
    Also, ich hätte da mal ein paar Fragen zum Jammen:

    1. Wie genau funktioniert das?
    2. Wie ist das mit den Tonarten?


    Wäre nett, wenn ihr mir dazu ein paar Antworten geben könntet. :great:

    Mfg

    Tim
     
  2. Bannockburn

    Bannockburn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.07   #2
    Hm das scheint mir ein etwas weites Feld zu sein, um es hier abhandeln zu können ;)

    Was genau hast du denn vor? Wollt ihr in der Band ein bisschen Jammen oder interessiert es dich einfach so?

    Im Prinzip fängt das Jammen da an, wo sich ein paar Musiker treffen und einfach mal drauf losspielen. Die Tonart sollte natürlich vorher ausgemacht werden, wenn die Musiker das nicht "on the fly" raushören können :)
     
  3. I got Balls!

    I got Balls! Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.07   #3
    Ja zum Beispiel:

    Es wird die Tonart A-Dur ausgemacht was darf ich dann spielen?

    Gibt es da irgendwelche Skalen oder Sonstiges für?
     
  4. andreas_lp

    andreas_lp Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.07   #4
    jo

    gut beispiel A-dur ... dann schaust mal (fallsd es nicht auswendig weißt) den quintenzirkel an, welche tonarten damit verwandt sind: e-dur, d-dur, fis-moll, cis-moll, h-moll
    http://de.wikipedia.org/wiki/Quintenzirkel
    das is grundsätzlich mal dein bereich in dem du dich aufhältst und akkorde spielen kannst, die gut dazu klingen.

    gemäß dem fall es kommen jetzt 2 gitarristen zusammen (worauf du glaub ich hinauswillst), dann übernimmt im normalfall einfach einer den rhythmuspart...sprich akkorde spielen
    der zweite improvisiert dazu.
    beim improvisieren kommen dann die skalen zum einsatz
    http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Die_Major-Patterns
    damit bist du im ionischen system (dur (2xganzton, halbton, 3xganzton, halbton)) bzw. im aeolischen system (moll) --> allerdings deckt sich jede dur mit einer anderen moll -> quintenzirkel!
    natürlich kannst du auch pentatonik skalen nehmen, wo du die halbtöne weglässt und nur 5 töne drinnhast...weniger auswahl, dafür aber schneller zu lernen.. je nach geschmack.
    ich würd trotzdem gleich die normalen dur/moll skalen lernen.
    die skala ist unterteilt in 5 lagen (5 bereiche aufm griffbrett).
    den wenigsten lernaufwand hast du, wenn du ganz einfach von der c-dur skala ausgehst und dann entsprechend verschiebst.
    zB hast du im 5ten bund auf der g-saite ein C....willst du jetzt auf a-dur wechseln, rutscht du einfach 3 halbtöne (a->ais->h->c) runter in den 2. bund auf der gleichen saite -> dort hast jetzt ein A.
    jetzt kannst einfach genau das gleiche muster dort spielen und du hast die töne der a-dur drinnen.
    mit der zeit kannst dann immer mehr lagen lernen, weißt bald wo die meisten töne liegen und kannst zwischen den skalen hin und her sliden...aber das is hald übung...
    der einstieg in das ganze ist mit den skalen und den dazugehörigen patterns sehr leicht.

    am besten, falls das mit dem verschieben noch nicht so transparent ist, spielt einfach mal in c-dur...
    einfach paar akkorde -> eine kadenz (also quasi ein spannungsbogen) (grundton c-dur, dominante g-dur, subdominante f-dur, dann wieder von vorn) -> quintenzirkel
    und der andere improvisiert in irgendeiner lage dazu.

    bissl üben kannst zB damit:
    http://www.jamcenter.com/jammachinec.html
    in c-dur ...dann klick auf major...oben kannst dann auch noch die skala einblenden (c ionisch (dur))
    und geht schon dahin!

    hoffe das war verständlich, is immer blöd das zu vermitteln, hab auch 100 sachen gelesen früher und mich nie ausgekannt :)
     
  5. I got Balls!

    I got Balls! Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.07   #5
    Danke du hast mir echt super geholfen !
     
  6. Vincent-Vega

    Vincent-Vega Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.07   #6
    Das oben gesagte stimmt, bleibt nur hinzuzufügen dass Jammen an sich nichts weiter heisst als ohne konkretes Konzept ein wenig zusammen zu spielen. Manchmal hat man vielleicht ein gewisses Grundthema auf das man nach x Takten immer mal wieder zurueckkommt, oder man improvisiert einfach über einen Klassiker. Es ist jedenfalls etwas recht freies, offenes, und hat nichts oder wenig mit Regeln zu tun. Kann man also auch nicht in dem Sinne lernen, obwohl man auch erstmal n Gefuehl dafuer entwickeln muss wie man Gitarre spielen soll ohne zu wissen was man spielen soll. Ganz toll geht das übrigens wenn man bluesige Musik macht, das improvisieren ist sehr leicht, und man kann sich kaum so voneinander entfernen (Bass/Gitarre/Schlagzeug) dass es wirklich total mies klingt. Nimm einfach nen Klassiker wie z.B. Lola oder Angie oder weiss der Kuckuck - wenn ihr alle grob wisst wie der klingt und die Tonart stimmt - wird gejammt !
     
  7. I got Balls!

    I got Balls! Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.07   #7
    aber irgendwie ist mir das immer noch nicht klar. das ist alles so schwer zu verstehen.

    Woher weißt du das dass die genannten Tonarten mit A-Dur verwandt sind?
    Und das mit den Transponieren verstehe ich auch nicht.

    Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.
     
  8. wishboneX

    wishboneX Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.07   #8
    Zum Jammen solltest Du, wenn Du nicht von vornherein auf den Rhythmuspart verdammt sein willst, improvisieren können. Wie Vincent VEga schon gesagt hat, mit Blues-Tonleitern und Pentatonik ist der Einstieg eigentlich ziemlich einfach.

    Schau Dir das hier mal an:
    http://www.justinguitar.com/html/beginners.html
    Und speziell hier die Pentatonik über Am:
    http://www.justinguitar.com/html/beginners_html/BC11-MinPenta.html

    Damit Du auch allein über etwas improvisieren kannst, zieh Dir hier einen Backing Track in Am runter, spiel den ab und klimpere die Pentatonik drüber. Allein mit der ersten Stufe kannst Du schon einiges machen, der gute Justin gibt Dir ja schon ein paar Ideen:
    http://www.guitarbt.com/index.php?page=dl_list&cat=Jam Tracks

    Sag mal, ob Du damit klarkommst, bitte.

    C.
     
  9. andreas_lp

    andreas_lp Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.07   #9
    "Der Quintenzirkel ist in der Musiktheorie eine grafische Veranschaulichung der Verwandtschaftsbeziehungen der Tonarten zueinander. Er entspringt dem abendländischen Harmonieverständnis und beruht auf der Erkenntnis, dass eine Tonart die größte Nähe zu denjenigen Tonarten hat, die im Abstand einer Quinte (Fünftonschritt = das Intervall von sieben Halbtonschritten) zu ihr stehen. Benachbarte Tonarten im Quintenzirkel bezeichnet man als quintverwandt."

    das bedeutet einfach mal quintenzirkel anschauen und du siehst sofort, was passt und was nicht.
    das zu den akkorden...

    zum improvisieren ... man merkt sofort, wenn der rhythmus dabei is noch viel mehr, wenn man den falschen ton trifft ... sprich einen ton einer nicht verwandten tonart. zB sagen wir als beispiel, dass in 3 verwandten tonleitern kein fis drinnen ist...wennst jetzt ein fis reinspielst, wirds dir die haare aufstellen.

    spiel mal folgendes:

    --------------------5--7--8---
    ---------5--6--8--------------
    --5--7------------------------
    -------------------------------
    -------------------------------
    -------------------------------

    und jetzt spiel mal

    --------------------5--6--8---
    ---------5--6--8--------------
    --5--7------------------------
    -------------------------------
    -------------------------------
    -------------------------------
    am besten zum rhythmus dazu ...
    wird scheisse klingen :)

    das mit dem verschieben...
    einfach das was du in der 5. lage spielst ...dieses pattern spielst dort, wo der ton ist, zu demst hinwillst...also in deinem beispiel A
    sprich du verschiebst den ganzen pattern 3 halbtöne runter (weil von c auf a -> 3 halbtöne)
    du spielst EXAKT das gleiche was du ausgehend vom 5tn bund gespielt hast im 2ten bund...
    und du hast die richtigen töne drinnen.
    probiers einfach aus

    c dur -> c d e f g a b c
    --------------------5--7--8---
    ---------5--6--8--------------
    --5--7------------------------
    -------------------------------
    -------------------------------
    -------------------------------

    a dur -> a h cis d e fis gis a
    --------------------2--4--5---
    ---------2--3--5--------------
    --2--4------------------------
    -------------------------------
    -------------------------------
    -------------------------------
     
  10. I got Balls!

    I got Balls! Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.07   #10
    okay jetzt wird mir das ganze allmählich klar. dankeschön!
     
  11. Edelweiss

    Edelweiss Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.07   #11
    heho, ich hätte da auch mal ne frage....

    also wenn ich jetzt zb. in A-Dur spiele....kann ich die gesammten akkorde der A-Dur tonleiter spielen, wobei A, D und E Durakkorde sind, und der rest Moll?!
    und wie ist das jetzt nochmal mit den skalen? kann ich da nur die A-ionisch und die parallele fis-äolisch skala nehm, oder kann ich alle skalen nehm von den tönen die in der A-Dur tonleiter drin sind, oder nur die skalen der dominante und subdominante, oder, oder, oder wie? :confused:
     
  12. Konstantin

    Konstantin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.07   #12
    Akkordfolgen werden meist vorher abgesprochen. Sehr oft wird zum Beispiel ein einfaches Bluesschema benutzt. Die siebte Stufe in Dur ist übrigens ein verminderter Akkord, in diesem Fall also ein G#dim. ;)

    Ich hoffe Deine Frage richtig verstanden zu haben. Wenn es Dir nur darum geht zu wissen in welchen Skalen noch die Töne von A-Dur vorkommen, dann sind das folgende:
    A-Ionisch
    H-Dorisch
    C#-Phrygisch
    D-Lydisch
    E-Mixolydisch
    F#-Aeolisch
    G#-Lokrisch

    Hierbei handelt es sich allerdings nur um die Skalen, die die selben Töne, wie A-Dur haben. Du musst aber bedenken, dass Sie zu einem anderen Grundton streben, weil es eben andere Skalen sind.

    Liebe Grüße
     
  13. Edelweiss

    Edelweiss Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.07   #13
    also wenn ich über a-dur spielen will, muss ich die töne nehm die auch in der tonleiter enthalten sind, und den gleichen grundton haben....also die anderen skalen haben zwar die gleichen töne, aber en anderen grundton - kann ich die da nich benutzen um über a-dur zu improvisieren? kann ich da sozusagen nur mit der a-ionisch drüber improvisieren?
    thx
     
  14. Guendola

    Guendola Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.07   #14
    Und noch ein Link: http://www.hochweber.ch/improvisation/index.htm

    Es geht um Improvisation, aber von Grund auf. Sehr gut erklärt! Unten links steht "Theorie", dort sind die wichtigen Erklärungen, wie Akkorde zusammengehören etc.
     
  15. Alexpopaleks

    Alexpopaleks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.07   #15
    Ausserdem HIER noch ein äusserst hilfreicher Thread

    Gruss A.
     
  16. Konstantin

    Konstantin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.07   #16
    In der Musik muss man gar nichts. ;) Nein, aber um dich nicht zu verwirren: es kann durchaus interessant klingen leiterfremde Töne einzubauen, aber es ist sinnvoller wenn du erst einmal nur die Töne spielst, die auch in A-Dur vorkommen, da diese leiterfremden Töne halt nicht der Normalfall sind, sondern schon etwas Spezielles.

    Das ist schwer zu erklären. Spiel' einfach einmal die Skalen durch, die ich oben aufgelistet habe. Beginne dabei natürlich mit dem jeweiligen Grundton und ende auch wieder auf diesem.
    Achte darauf, dass die Skalen alle einen anderen, speziellen Charakter haben. Wenn Du diese Skalen allerdings auf das A zulaufen lässt, dieses also als Grundton und damit Ausgangston nimmst, merkst Du, dass Du auf einmal wieder in A-Dur bist.

    Das heißt also, dass Du theoretisch natürlich mit den Tönen der anderen Skalen über A-Ionisch improvisieren könntest(da es ja die gleichen Töne sind), aber da Du, u.a. durch den harmonischen Ablauf eines Stückes, halt immer wieder zum A zurückkommen würdest, wärest Du automatisch wieder in A-Dur.

    Um deine Frage ganz knapp zu beantworten: bleibe in A-Dur. ;)

    Liebe Grüße
     
  17. Edelweiss

    Edelweiss Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.07   #17
    ah spitzensache...ich dank euch!
     
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