Jeder achte Deutsche ist arm

von Mr. Mojo Paule, 18.05.08.

  1. Mr. Mojo Paule

    Mr. Mojo Paule Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.08   #1
    Jeder vierte Bundesbürger ist von Armut betroffen oder muss durch staatliche Leistungen vor ihr bewahrt werden. Dies geht aus dem neuen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung hervor, den Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) an diesem Montag in Berlin vorlegen will.

    http://www.taz.de/1/politik/deutsch...hte-deutsche-ist-arm/?src=SZ&cHash=ee296e6ab4

    Stichwort: Armut:

    Wiesbaden (dpa) - Als arm gilt nach allgemeinem Verständnis, wer sich nicht aus eigener Kraft ausreichend mit Lebensmitteln, Wohnraum, Kleidung und anderen lebensnotwendigen Dingen versorgen kann.

    Nach einer EU-Definition aus dem Jahr 2001 ist derjenige arm, der in einem Haushalt lebt, dessen «bedarfsgewichtetes Nettoäquivalenzeinkommen» bei weniger als 60 Prozent des Medians liegt. In Deutschland liegt die Armutsrisikogrenze aktuell bei 938 Euro pro Monat.

    Das Medianeinkommen ist das Einkommen desjenigen, der genau in der Mitte stünde, wenn sich alle Personen der Bevölkerung eines Landes nach ihrem Einkommen sortiert in einer Reihe aufstellen würden. Neben der absoluten Höhe des Einkommens kommt es darauf an, wie viele Menschen davon leben müssen. Deshalb werden oft sogenannte Äquivalenzeinkommen verglichen, in deren Berechnung die Haushaltsgröße und -zusammensetzung einfließen.

    Armut ist mit dem Begriff Existenzminimum eng verzahnt. Es wird anhand der Ausgaben des ärmsten Fünftels der nach ihren Nettoeinkommen geordneten Einpersonenhaushalte berechnet. Für eine alleinstehende Person ergibt sich derzeit ein Existenzminimum von 347 Euro im Monat zuzüglich Wohn- und Heizkosten. Dies entspricht dem aktuellen Regelsatz für einen Hartz-IV-Empfänger.

    Laut Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung liegt Armut im Sinne von sozialer Ausgrenzung dann vor, «wenn Handlungsspielräume von Personen in gravierender Weise eingeschränkt und gleichberechtigte Teilhabechancen an Aktivitäten und Lebensbedingungen der Gesellschaft ausgeschlossen sind». Da es hierfür keine Messzahlen gibt, orientiert sich die Armutsforschung an der Höhe des Einkommens.

    (Quelle: Glossar Armut der Hans-Böckler-Stiftung)
     
  2. musiker01

    musiker01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.08   #2
    Jaja, schlimm. Und bald werden es 40% sein, wenn es in D so weiterläuft wie im Moment.

    Viele Grüße
     
  3. gorgi

    gorgi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.08   #3
    Also ich glaub wie entwickeln uns nicht mehr in richtung einer Industrienation, sonder eher in umgekehrte Richtung. Alle versuchen möglichst viel Geld vom Bürger zu kriegen und für wenig Lohn sauviel Arbeit zu kriegen. Also solls wohl Richtung schwellenland gehen, wenn ich mich nicht irre. UNd das einzige was dann noch Industrieland hier ist, dass sind die Milliadäre.
     
  4. Fidelsen

    Fidelsen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.08   #4
    Tja, mir kommt es so vor (und das ist eine rein persönliche Aussage), dass Deutschland gerade komplett ausverkauft wird und das auch so sein soll, und zwar in aller Schnelle!

    Da scheint die Zeit regelrecht zu drängen!
     
  5. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.08   #5
    Tja. Stehn dann aber einige für ihre Rechte ein....noch dazu mit allen evtl. Konsequenzen.... wird ja gleich überall im Land gemotzt. Wie kommen die faulen Säcke dazu die Arbeit nieder zu legen. Die Forderungen sind doch viel zu hoch!

    "Preußische Offiziere meutern nicht".... Da Lob ich mir meine geliebten Nachbarn im Westen
     
  6. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 20.05.08   #6
    Ich habe das schon mal hier in einem Thread zu diesem Thema geschrieben: Ich halte eine solche Formel, nach der "arm" ist, wer 25% des Durchschnittseinkommens eines beliebig herausgepickten Landes unterschreitet für mathematisch und moralisch absolut schwachsinnig. Danach sind in einer gut prosperierenden Gesellschaft dann plötzlich alle arm, deren Flachbildschirm weniger als eine Million Pixel hat. In Brunei oder Kuwait ist man dann arm, wenn man nur einen Rolls Royce hat.

    Arm ist - verdammt noch mal - der, der nicht genug zu essen hat. Jemand der wegen Geldmangel vom Arzt nicht behandelt wird, jemand, dessen Haus ein Sturm weggefegt hat.

    Hierist arm, wessen Handy älter als 3 Jahre ist, oder wer "nur" eine Epiphone statt einer Gibson hat? Und da es solchen Rechenkünstlern und Mathe-Genies gelingt, strukturschwache Gebiete Europas außen vor zu lassen und natürlich erst recht Armutszonen in Afrika, Asien, Südamerika, rechnet man dann mal schnell, dass die eigene Wählerklientel bedürftig ist, statt den wirklich Armen etwas abgeben zu müssen... dekadent :screwy:
     
  7. Axel S.

    Axel S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #7

    Danke Johannes, Du sprichst mir aus dem Herzen!!
    Wir in Europa jammern auf verdammt hohem Niveau!
     
  8. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 21.05.08   #8
    Es sind ja nicht die "armen", die da jammern, das ist ein lagebericht der Bundesregierung, der bestimmte kriterien zugrunde legt.
    Aber ich kann mir vorstellen, dass man sich arm und ausgegrenzt fühlt in einer gesellschaft, die den wert eines menschen nach seinem einkommen bemisst, und wenn es eine bestimmte höhe erreicht, ist er "der größte aller zeiten".
    Wie fühlen sich kinder, wenn sie hohn und spott ausgesetzt sind, weil sie nicht mit ihren mitschülern mithalten können, und was für werte werden kindern von "besser verdienenden" vermittelt ?
    Im täglichen sprachgebrauch ist der "arbeitslose- oder- suchende" zum "Hartz 4-empfänger" geworden, "hauptschüler" wird abwertend gebraucht, "plattenbau" bedeutet sozialen abstieg.
    In der tat herrscht bei uns vielerlei armut: an gefühlen, an wissen und vielem anderen, was ich "kultur" nennen möchte, die blanke, materielle not fängt das soziale netz ab, niemand hungert oder erfriert und ist arm im vergleich zur großen, weiten welt.
    Unsere volksvertreter fühlen sich arm, weil richter und bürgermeister (angeblich) besser entlohnt werden, und wenn sie jetzt nach einer "unabhängigen" kommission rufen, wird die so zusammengesetzt sein, dass am ende mehr herausspringt: mit 15 000 € monatlich (bei der zahl sah man zufriedenes nicken) könnte man in würde leben, am ende sogar selbst für sein alter vorsorgen, und der vorwurf der selbstbedienung wäre vom tisch.
    Darunter müsste man eben mit weniger "würde" auskommen, wenn würde an einkommen und besitz gekoppelt wäre.
     
  9. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #9
    Dann sind wohl so gut wie alle Suppenküchenfreunde wirklich arm, natürlich auch solche, denen die Gelder am Monatsende nicht mehr zum Nahrungsmitteleinkauf reichen, wenn man jene U-Elektronikfreunde ausklammert und stattdessen mehr Alleinerziehende und Obdachlose (diejenigen die aus Prinzip keine staatl. Fürsorge wollen) miteinbezieht. Das mit den Arztbehandlungen ist auch so eine Sache, es gibt Krankheiten, dafür braucht man auch in Deutschland ordentlich Kapital, sonst überlebt man sie nicht.

    Alles weitere ist relative Armut die immer zu sozialer Ausgrenzung führt, und die ist in Deutschland an der Tagesordnung, obwohl wir die eigentlich nicht nötig hätten, Reich genug sind wir.
     
  10. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 21.05.08   #10
    klar, aber auch hier sollte man 2 Dinge bedenken:
    1. Sie müssen nicht verhungern und werden auch versorgt, wenn sie krank werden
    2. Wenn sie wollen, bekommen sie eine Wohnung und Unterstützung...

    Nun ja, es gibt ganz allgemein Krankheiten, an denen man stirbt. Auch Milliardäre müssen sterben. UND... es gibt Länder, wo man sterben muss, wenn 5€ für ein Antibiotikum fehlen.

    In einem anderen Thread wurde hier neulich gemeckert, dass man als Kassen- oder Hartz4-Patient länger im Wartezimmer sitzt.

    es stimmt schon:
    relative Armut - absolute Armut... ... ... gut, dass Du das anschneidest. Eine Solidargemeinschaft ist mMn human, wenn sie absolute Armut mildert. Ob sich jemand "relativ arm" fühlt, weil er sich kein iPhone leisten kann, ist mir ansich reichlich schnuppe...
     
  11. void

    void Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #11
    ich seh das so wie Johannes Hofmann. Jemand der staatliche Hilfe bekommt ist in meinen Augen nicht mehr arm. Dafür sorgt ja die staatliche Hilfe. Und wenn man unsere "Armen" mit denen andere z.b. afrikanischer Nationen vergleicht, dann währen unsere armen vom sozialen standard wie die oberschicht dieser länder
     
  12. Errraddicator

    Errraddicator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #12
    Ich kann das nich mehr hören!
    Wer heutzutage alles "arm" ist... Lachhaft!

    Mit fast 1000 Euro einkommen ist man nach meinem Verständnis alles aber nich arm.
    Vielleicht unterer Durchschnitt, aber bestimmt nich verarmt.

    Wenn man aber natürlich sein Geld für Kippen, Alkohol, Disco, Handy, PlayStation, XBox und Co. ausgibt und am Ende des Monats dann nix mehr fürs Essen oder Kleidung übrige hat und beim Kik einkaufen gehen "muss", dann kommt einem sone Statistik natürlich grade recht, die auch noch sagt "Ihr seid ja alle so arm".

    Ich bin nun wahrlich kein Gutmensch oder sowas, aber wer Armut sehen will, der soll jetzt ma in die aktuellen Katastrophenländer z.B. reisen.
    Wo die Leute nich wissen wo sie wohnen sollen, was sie essen sollen, wie sie die nächste Zeit überleben sollen etc.

    Und nich in deutschen Haushalten gucken wo die 20-jährige alleinerziehende Mama Jacqueline sich Sorgen macht wie se ihre Handyschulden bezahlen soll, weil se keinen Bock hatte sich inner Schule anzustregen, keine Ausbildung gefunden hat, zu faul war um zu verhüten und sich dann auch noch nach 3 Monaten von nem Asi hat schwängern lassen der sie jetzt sitzen lassen hat und/oder selbst arbeitslos ist.
     
  13. Fe7zn

    Fe7zn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #13
    Die fetten Flachbildschirme in jedem Raum der 5 Zimmer Dachgeschosswohnung nicht vergessen!
     
  14. Fidelsen

    Fidelsen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #14
    Fakt ist, dass man diese Armut bei uns natürlich nicht vergleichen kann mit existentieller Armut in Asien, Afrika, selbst ein Großteil Rest-Europas, Süd- und Mittelamerikas, vielleicht am ehesten noch mit einem Teil von USA-Bürgern selbst.

    Ihr scheint nur zu glauben, was Ihr seht. Da gibt es auch viel zu entdecken, schaut halt hin und nicht weg! So, vielleicht mal auf Augeshöhe und nich vom hohen Roß!

    Armut heißt bei uns: seine Miete nicht mehr gezahlt zu bekommen, sich nicht mehr anständig und gesundheitsbewußt ernähren zu können (schon mal gesehen, wie ein Teil der Stütze-Empfänger verfettet, weil sie den letzten Dreck fressen müssen?, Hartz4 Ghettos, Entsozialisierung der Menschen, Verrohung, Kinder, die in diesem Milieu aufwachsen müssen und in der Schule gehänselt, gemobbt und zu ewigen Opfern werden, Rechnungen, die nicht mehr bezahlt werden können, Verlust der Mobilität, weil ein Auto einfach nicht mehr drin ist, kein Geld auch für Computerinformationstechnik, TV/GEZ, Telefon, Klamotten, wenn was kaputt geht, wie Waschmaschine, Kühlschrank, Möbel, ect. (da wird nichts mehr bezahlt), Schulden, die auflaufen und nicht mehr abgetragen werden können, Inkassoerpresserei, Mahnverfahren, eidesstattliche Versicherung, Schufaeinträge, ect. pipapo

    Und die Sprüche und die öffentliche Meinung von jedem Hans Wurst, der auch nur ein paar Euro Steuern zahlt, dienen diese Leute als suggeriertes Feindbild.

    Wer das gerade durchlebt, dem traue ich ein Urteil zu! Alles andere ist ein dekadenter Blick auf "die anderen da"!

    Aber eines kann sich ein Hartz4 Empfänger gewiß sein: in diesem gesellschaftlichen AUS treffen sich so viele irgendwann wieder, die zuvor die Realität bildzeitungstreu verkennen wollten und dann aber rumjammern. Es kann jeden treffen! Auch eine Erfahrung für`s Leben, die das große Maul stopft, ist: erstmal sein über viele Jahre bis Jahrzente angespartes, mit Zuschüssen erbautes, noch nicht abbezahltes, oder schon hypothekenbelastetes Eigenheim veräußern zu müssen, wie auch jegliches Barvermögen (bis auf einen lächerlichen Freibetrag) verbrauchen zu müssen, um überhaupt als bedürftig zu gelten.

    Viel Spaß, dann ....... selbst Muddi und der Rest der Verwandtschaft und möglicherweise unechter Freunde wird sich von Euch abwenden, weil ihr nur noch am klagen seid!

    Das soziale Umfeld ändert sich von heute auf morgen drastisch - fast eine andere, weil für sich verkannte, Realität!

    Dort ist der Nährboden für Extremismus! Und es wird NIX dagegen getan, weil dieser Staat im Grunde jetzt schon pleite ist. Schnell noch den großen Reibach, dieses Land ausverkaufen und vom Acker machen. Das ist das andere Extrem und diese Leute leiden derartig unter Realitätsverlust und bringen - eine Frage der Zeit, die die geduldigen Deutschen ja gerne aufbringen - das Fass zu Überlaufen.
     
  15. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 21.05.08   #15
    So - und was glaubst Du wohl, was passiert, wenn man nun Mieten (noch mehr) subventioniert?
    ... ... ... richtig! Die Mietpreise steigen - sonst nix.
     
  16. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #16
    Wie siehts denn mit Altersarmut aus.? ....Da würd ich gern manche von euch in 30-50 (ich nehme mal an ich gehöre sogar zu denen die noch bis 70 arbeiten sollen..(wird wohl kommen denk ich mal)) sprechen. Mal sehn was wir nach einem "lebenlang eingezahlt" noch in der Tasche haben werden.
     
  17. Fidelsen

    Fidelsen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #17
    Zunächst war das mal ein Schreibfehler. Ich meinte seine Miete nicht mehr bezahlen zu können. Was kümmert sich der Betreffende denn um Mietsubventionen, oder was immer Du damit meinst? Dieser ignorante Gedankenansatz ist doch so daneben, wie nicht sehen zu wollen, dass diese Klientel unserer Gesellschaft real wieder Obdachlosigkeit droht!! Nicht möglich in diesem Land? FALSCH!!!

    Realität ist auch, nicht nur die zusehends größere Kluft zwischen arm und reich, sondern dass es auch wieder Zwangsarbeit in diesem Lande gibt. Mal ein bißchen reflektieren, bitte!

    Sorry, ich würde auch kein 1 € Job machen und damit noch dieser dissozialen Gesinnung und Gesetzgebung das nicht vorhandene Rückgrad stärken. Die ganze Sozialgesetzgebung hat mMn System und sie greift! Darauf spezialisierte Anwälte können den Bedarf gar nicht abarbeiten, der z. Z. besteht.

    Alles was den Bedürftigen - und dieses Wort darf man sich gerne mal auf der Zunge zergehen lassen - mal von der alten Sozialgesetzgebung zustand ist mit der neuen den Bach runter derzeit und jeder Pfurtz muß neu gerichtlich erstritten werden.

    Das ist die Realität! Über die man sich aus der vermeintlichen Sicherheit eines glücklichen Berufstätigen so leicht stellen kann, das sich mir der Magen umdreht!

    Bedürftig zu sein und sich gegen schreindes Unrecht zu wehren und auch seine Grundbedürfnisse zu erstreiten ist ein sehr nervenaufreibender Full-Time-Job, liebe Leute!!

    @ Hainason: die jetzigen und neuen Alten sind gearscht, wie die Generation zuvor, die dieses Land wiederaufgebaut hat. Sie werden mit Füssen getreten!
     
  18. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 21.05.08   #18
    Deutliche worte von Pidder Lüng, aber nicht weniger real als die vorangegangenen: armut hat viele gesichter und abstufungen, nicht jeder hat einschlägige erfahrungen. Schon mal buchstäblich jahrelang NICHTS besessen, nicht mal die klamotten auf dem leib, hunger in reinster form über wochen als dauerzustand, über monate, jahre in abgemilderter form, zeitweilig 1 l wasser täglich für toilette (blieb nicht viel übrig) und zum trinken bei subtropischer hitze im freien ohne schatten, ohne dach und 16 m3 auslauf ? Ich erspare mir und euch weitere details, so etwas liest man ganz gern, aber ich wünsche es euch nicht.
    Es ist leicht, über etwas zu reden, was man nicht kennt.
    Besser reich und gesund als arm und krank! Aber wohngeld von der gemeinde ist für vermieter sicherer als ein windiger mietnomade wie mein vorgänger.
     
  19. Paranoid

    Paranoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #19
    Mag ja sein, dass es Leute gibt, die das wirklich so betreiben. Aber ihr könnt mir nicht erzählen, dass ein Großteil der Hartz-IV-Empfänger "dicke Plasmafernseher" in der Bude stehen hat. Dafür reicht es nun wirklich nicht.
     
  20. Fe7zn

    Fe7zn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #20
    Hatte die Ironie-Tags vergessen!
    Sehe das ähnlich wie du.