Jeder zehnte erwerbstätige Vater macht ein Jahr Babypause

von Mr. Mojo Paule, 12.06.08.

  1. Mr. Mojo Paule

    Mr. Mojo Paule Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.04.08
    Zuletzt hier:
    19.07.16
    Beiträge:
    594
    Ort:
    Bremen, Germany
    Zustimmungen:
    126
    Kekse:
    32.404
    Erstellt: 12.06.08   #1
    Seit Einführung des Elterngeldes vor fast eineinhalb Jahren nehmen immer mehr Männer eine Babypause. Jeder zehnte erwerbstätige Vater, der Elterngeld bezieht, bleibt für seinen Nachwuchs sogar ein ganzes Jahr zu Hause. Das geht aus neuen Daten des Statistischen Bundesamts hervor. Die Mehrheit der erwerbstätigen Väter mit Elterngeld nimmt zwei Monate Auszeit. Familienministerin Ursula von der Leyen sieht in der wachsenden Zahl der Väter in Babypause «eine leise Revolution in unserer Gesellschaft.

    Wie denkt Ihr darüber?
     
  2. Johnny-F

    Johnny-F Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    29.03.08
    Zuletzt hier:
    29.08.11
    Beiträge:
    104
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    249
    Erstellt: 12.06.08   #2
    Ich finde es sehr gut, dass immer mehr Männer mehr Verantwortung im familiären Bereich übernehmen. Wir haben zwar rein rechtlich gesehen eine Gleichstellung von Mann und Frau in Deutschland, allerdings ist es faktisch fast überall so, dass die Frau sich um Kinder und Haushalt kümmert und der Mann das Geld nach Hause bringt.
    Natürlich ist es schon rein biologisch gesehen sinnvoll, dass sich die Mutter die ersten Wochen bzw. Monate um ihr KInd kümmert und es stillt. Aber wenn das Kind nicht mehr gestillt wird, spricht meiner Meinung nach absolut nichts dagegen, dass der Vater sich um die Erziehung des Kindes kümmert.
    Ich kenne die Regelung zum Elterngeld ehrlich gesagt nicht, aber ich würde mich sehr gerne um die Erziehung meiner (hypothetischen, bin erst 19) Kinder kümmern, wenn ich dabei nicht Gefahr laufe, meine Familie nicht mehr ernähren zu können.

    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Wenn ich das Elterngeld richtig verstanden habe, ist es eine gute Sache, die sowohl Mann als auch Frau mehr Spielraum in Sachen Kindererziehung und "Babypause" gibt.


    Johnny-F
     
  3. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.08.06
    Zuletzt hier:
    19.06.12
    Beiträge:
    1.428
    Ort:
    Rhein/Main
    Zustimmungen:
    153
    Kekse:
    10.145
    Erstellt: 12.06.08   #3
    Beschiss, eine Revolution wird nicht von "oben" nahgelegt, zudem steckt eine Leistungskürzung dahinter. Trickserei, Wählertäuschung, mir egal wer die Kinder hütet, in den ersten Monaten, wenn nicht gar Jahren bieten sich rein biologisch Frauen an, Muttermilch hat ihren Zweck, und wir Jungs haben die eben nun einmal nicht :rolleyes:
     
  4. markfast

    markfast Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    07.06.07
    Zuletzt hier:
    28.11.16
    Beiträge:
    102
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    84
    Erstellt: 12.06.08   #4
    Hi,
    komischerweis kann mit dem vorhandenen Datenmaterial auch ganz andere Aussagen treffen. Also auch hier frei nach Churchill "Traue keiner Statistik ausser du hast sie selbst gefälscht"

    Viele Grüsse
    Markus
     
  5. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

    Im Board seit:
    18.08.03
    Zuletzt hier:
    2.12.16
    Beiträge:
    26.287
    Ort:
    Aschaffenburg
    Zustimmungen:
    12.368
    Kekse:
    107.616
    Erstellt: 12.06.08   #5
    :D

    100% Zustimmung, was nicht bedeutet, dass ich nicht auch meinen (zuweilen sehr unangenehmen) Teil der Säuglingspflege übernommen hätte... vom Staat gab's damals nix, und mir wäre stattdessen ein kostenreduzierter und vor allem an die Terminpläne arbeitender Menschen flexibel angepasster Kindergarten/hort viel lieber gewesen, als staatlich subventionierte Freizeit.
     
  6. gorgi

    gorgi Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.04.05
    Zuletzt hier:
    9.07.16
    Beiträge:
    2.136
    Zustimmungen:
    27
    Kekse:
    3.883
    Erstellt: 12.06.08   #6
    Find ich nur gut. Generell schon die Möglichkeit das zu machen müsste schon vor Jahrzehnten auf dem Weg gewesen sein. Dadurch wird natürlich auch die mögliche Ablehnung einer weiblichen Arbeitskraft, aufgrund einer möglichen Schwangerschaft, gemindert.
    Deutschland hat aber noch ne Menge zu machen. ich finde vor Allem das Scheidungrechte in Deutschland extrem sche*ße sind. Hier wird aber imho nicht die Frau benachteiligt sondern der Mann. In den Fällen in denen der Mann schon kaum Geld zum eigenen Leben hat, sollte er nicht auch noch unerfüllbare zahlungen an die, wohlmöglich auch noch arbeitende, Frau tätigen.
     
  7. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

    Im Board seit:
    18.08.03
    Zuletzt hier:
    2.12.16
    Beiträge:
    26.287
    Ort:
    Aschaffenburg
    Zustimmungen:
    12.368
    Kekse:
    107.616
    Erstellt: 12.06.08   #7
    Na ja, da gibt's böse beispiele in beide Richtungen. Ich kenne einen Typ, der A8 fährt, Motorboot, Versace-Anzüge, geile Loft-Wohnung... gehört aber alles "offiziell" seiner Mama. Offiziell verdient er das nichtpfändbare Maximalgehalt (AFAIR 1200€) und zahlt für seine mittlerweile 4 Kinder den Minimumsatz.

    Tipp eines Rechtsanwalts an eine der Mütter: Privatermittler beauftragen und nachweisen, dass er wesentlich mehr verdient. Mein Tipp: Lieber nicht. Den Privatermittler zahlt die Auftraggeberin, und wenn's tatsächlich was zu holen gibt, dann bedient sich erst mal das Finanzamt und Banken...
     
  8. gorgi

    gorgi Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.04.05
    Zuletzt hier:
    9.07.16
    Beiträge:
    2.136
    Zustimmungen:
    27
    Kekse:
    3.883
    Erstellt: 12.06.08   #8
    Das stimmt allerdings. Ist aber nur ein weiterer Punkt um da mal was dran zu ändern. Das muss um einiges genauer werden.
     
  9. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.08.06
    Zuletzt hier:
    19.06.12
    Beiträge:
    1.428
    Ort:
    Rhein/Main
    Zustimmungen:
    153
    Kekse:
    10.145
    Erstellt: 12.06.08   #9
    Ich bin Flaschenkind und merke die Störungen dadurch bis heute, Mama wurde nach 6 Monaten dank Berufstätigkeit durch eine Haushälterin ersetzt :( Das Grauen :eek: Gerade wenn die noch wechselten.

    Ich glaube dass selbst Frau v. d. Leyen nicht ganz schnallt was das mit einem Kleinkind anstellen kann, selbst in der DDR kam man in den 70er und 80er Jahren dahinter, dass frühe Krippenbetreuung, selbst wenn sie bestens funktioniert, Schäden verursacht die nicht mehr reparabel sind. Wenn man Leben verpfuschen will, fängt man am besten bei Kleinkindern an, so kann man sich nebsten Beziehungsunfähigen Wracks u.a. auch die Schlagzeilenmonster für spätere Jahre züchten. Es ist kein Geheimnis, dass die kranksten Straftäter fast ausnahmslos eine verpfuschte Kindheit hatten.

    Trotzdem sage ich: Sollen auch Männer machen, ich bin ja für Gleichberechtigung, wenn es nicht mehr um Muttermilch geht, wichtig ist aber eine stets vorhandene gleiche Bezugsperson. Wer sowas den Müttern per Gesetz nicht zugestehen will, die eigenen Kinder die ersten 3 Jahre betreuen zu dürfen mit Wiedereinstiegsgarantie für den Beruf, stattdessen im ersten Jahr den Papa in die Mutterrolle zwingt (durch Erpressung), der gehört abgewählt. Da werkelt scheinbar weder eine Frauen noch Kinder oder Familienversteherin, da will sich jemand mit etwas profilieren was scheinbar dem Zeitgeist entspricht, in wirklichkeit ausschließlich von der Wirtschaft gewollt, aber gegen jede Naturgesetze ist. Wer sagt eigentlich das es keine Emanzipation ist, die Mutterrolle anzuerkennen, zu festigen und sie von allen Nachteilen zu befreien? Momentan wird, allen voran von einer Emanze die keine Kinder (hat sie einen Mann?) hat, so getan wird, als seie die Mutterrolle Ursache allen Übels und müsste auf ein minimum reduziert werden, am besten vom Kreissaal direkt in den Chefsessel zurück und blos nicht mit dem Balgen beschäftigen. Würden das alle Säugetiere so machen wären sie innerhalb kürzester Zeit ausgestorben.

    Was in ein Gesetz gehört hätte wären gemeinsame Freizeitaktivitäten der Männer mit den Kindern, nicht in den ersten Monaten, aber in den späteren Jahren, bis in die Pupertät hinein, so stärkt man Kinder, macht sie fit fürs Leben, genauso wie mit Muttermilch.

    Wer's nicht glaubt, schaut euch um, schaut euch um fragt Freunde und Kollegen.. und wundert euch anschließend nicht, dass ihr auf den Trichter kommt, Menschen schon fast vorab beurteilen zu können aus welchen familiären Verhältnissen sie kommen. Aber nein, lassen wie Frau v.d.Leyen ihr Revoluzertum ausleben, Karriere mit verkehrter Ideologie machen. Die wird auch noch irgendwann merken das sie damit weder ihrem eigenem Nachwuchs, noch ihrem Alzheimerkranken Vater einen gefallen getan hat, ihr Mann ist daran selbst Schuld, der könnte ja abhauen :D