Jethro Tull / A / 1980 / CD

von Jogi`s Rockfabrik, 05.06.05.

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    Erstellt: 05.06.05   #1
    Jethro Tull - A
    1980

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    Dieses Album hat wohl in der Diskographie von Jethro Tull leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, dennoch gefällt es mir sehr gut, denn es ist für mich ein Spiegelbild der Band in den 80er.

    Nun, mit „Crossfire“, werden die Änderungen in der Musik Jethro Tulls zur damaligen Zeit sofort offen gelegt. Mehr gerade und linienförmige Melodien. Im Grunde genommen recht einfach zu verarbeiten, der Rhythmus ist spaßig und rockig. Exzellente Rhythmusarbeit und unaufhaltsame Breaks verbunden mit einem sehr eingängigen Refrain gibt es dann in dem Song „Flyingdale Flyer“, einer der schönsten Songs auf diesem Album.

    „Working John, working Joe“ ist schon eher wieder ein typischer Tull-Song, in der die inhaltliche Story stampfend zum Tragen kommt. Leicht spacige Innenparts runden den an sich rockigen Song ab. Wie so oft, lassen sich Jethro Tull nicht lumpen und greifen auch in die progressive Tasche und stecken dabei in die recht umfangreichen Melodieabläufe einen Haufen Folk. So nutzen die Musiker im Song „Black Sunday“ die Chance, ein Stück Virtuosität draufzulegen. Das ganze dann gut aufeinander abgestimmt ergibt einen wirklich anspruchsvollen Song. Die im Vergleich zu den 70er deutlich eingesetzten Synthies verdeutlichen die Abschweife in eine modernere Zeit.

    „Protect and survive“ ist ein aus Solo-Abläufen der Musicians abgehaltener Song, der ansonsten wohl in jede Tull-Epoche passen dürfte. Leicht flippig und dann wieder beißende Abläufe des Prog.-Folks. „Battles and included“: Hart und modern, etwas schwer zugänglich offenbaren Jethro Tull zwar nichts neues, aber Perfection at it`s best. Ein musikalischer Spagat für Liebhaber.

    Insgesamt hält sich Ian Anderson auf diesem Album mehr im Zaum, die wenigen Duelle liefert er sich mit den Synthies als wie gewohnt mit Martin Barre`s Gitarren.

    „Uniform“: Ich würde sagen, nett anzuhören aber kein Reißer. Ich packe es in die Schublade „Füllmaterial“, sicherlich gut arrangiert, mehr aber auch nicht. Die Soloeinlagen sind allerdings sehr hörenswert. „4WD – Low ratio“: Jazz-Rock!!! So stellt sich mir zumindest dieser Song dar. Unerhört lässig spult die Band ihr Pensum ab und verkörpert so eine musikalische Leichtigkeit und begibt sich in eine schöne Frickelei.

    „The pine Marten`s Jig“: Kaum zu überbietende Folk-Einlagen, die Querflöte im Einklang mit den anderen Melodieabläufen, bevor dann Martin Barre ein Stelldichein gibt. Hier kommt im weiteren Verlauf des Songs jedes Bandmitglied zu seinem Recht. „And further on“ ist dann abschließend ein Vorgeschmack auf das später erscheinende Biestie-Album. Spannende und dramatische Songstrukturen lassen es nicht zu, dass die Konzentration des Hörers nachlässt. Ansonsten geht es ins balladeske über, die Melodie ist schön und lässt eher Neo-Prog.-Fans mit der Zunge schnalzen.

    Insgesamt: 8/10


    Trackliste:

    Crossfire 3.54 min
    Flyingdale flyer 4.29 min
    Working John, working Joe 5.04 min
    Black Sunday 6.34 min
    Protect and survive 3.36 min
    Batteries not included 3.53 min
    Uniform 3.34 min
    4WD (Low ratio) 3.41 min
    The pine marten`s jig 3.37 min
    And further on 4.20 min
     
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