Jetzt wurde ich Zwangsbassist

  • Ersteller Ersteller DarkStar679
  • Erstellt am Erstellt am
DarkStar679

DarkStar679

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
13.09.26
Registriert
06.02.17
Beiträge
7.683
Kekse
35.734
Ort
Saarland
meine coverband I sucht schon länger einen bassisten.
wir sind ne 4-mann combo für rockmusik und eigentlich spiele ich gitarre und singe.
weil aber sich kein bassist fand, der dauerhaft mitmachen wollte, fragte der lead gitarrist...."du spielst doch auch bass...versuch doch mal dazu zu singen?"
ganz unbedarft, mit dem thunderbird bewaffnet und einem langen kabel zum bassamp auf der anderen seite des raumes, legte ich los. ist zwar ziemlich ungewohnt, aber prinzipiell funktioniert es.
tja, und es sieht so aus, als wäre ich nun für immer der bassist. :nix:
 
  • Gefällt mir
  • Haha
Reaktionen: 11 Benutzer

  • Gefällt mir
  • Wow
Reaktionen: 3 Benutzer
Das kenne ich von meiner Band in den 70ern. Der erste Bassist war ein echter "Rocker", nahm's beim Spielen nicht immer so genau, wahrscheinlich weil er zu oft "stoned" war, und der zweite Bassist war etwa doppelt so alt wie wir 5 anderen (2 x G, 2 x Dr und 1 x Keys) und hatte so viele (Neben-) Jobs, dass er fast nie für die Proben Zeit hatte. Unser Schritt war dann auch, dass der 2. (Rhythmus-) Gitarrist (dauerhaft) auf Bass umstieg (und vom 2. Drummer haben wir uns auch getrennt).

Dadurch haben wir auch gelernt, dass es schon eine beachtliche Leistung von Bands ist, langfristig mehr als die minimale Viererkonstellation (extra Sänger war für uns eine Option, weil wir ja unter uns Vieren immerhin noch 2 Domspatzen hatten) aufrecht zu erhalten, wovon es aber ja in den 70ern doch einige gab. Was uns aber half, war der Umstand, dass jeder von uns mindestens 2 Instrumente spielte, jeder Tasteninstrumente spielen konnte und drei von uns "Saitenzupfen" konnten. Daneben wurden noch ein paar Streich- und Blasinstrumente abgedeckt. Letztlich konnte Bass auch vom Synthie substituiert werden, was Einsatzmöglichkeiten "freischaufelte".

In meiner letzten Formation, dann über 30 Jahre später, hatten wir zunächst einen Basser, der eigentlich Keyboarder war, sich da aber für zu schlecht hielt. Als der sich wegen zu wenig Zeit aus familiären und beruflichen Gründen verabschiedete, ging das Drama mit dem Bassisten auch wieder los. Zum Schluss hin wurde dann eh nur für Aufnahmen der Bass vom Gitarristen oder mir (Keys und G) "eingezupft", meistens aber vom Synthie "simuliert", wobei das Projekt letztlich wegen dauernden personellen Wechseln (bis auf den Gitarristen hatte jeder sehr bald irgend einen Grund - zu weit, zu spät, falscher Stil, ... -, wieder zu gehen. Als dann der Gitarrist wieder nach Hamburg zog, hab ich den Deckel zugemacht. Jetzt mach ich alles alleine und hole mir für "fertige" Songs dann Unterstützung durch externe Aufnahmen von "Spezialisten".

Euch und Dir wünsche ich viel Spaß und Erfolg in der Konstellation :prost:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer

War es nicht früher immer so, dass es, wenn es keinen Bassist gab aber 3 Gitarristen, ein Shootout gab und der schlechteste Gittarist bekam den Bass? :D

Nix für ungut. Ich habe großen Respekt vor Bassisten!

Und (ganz vergessen): @DarkStar679 Dann wird's ja höchste Zeit für ein neues Pedalboard! :D
 
  • Haha
  • Interessant
Reaktionen: 3 Benutzer
Nix für ungut. Ich habe großen Respekt vor Bassisten!
Dem schließe ich mich mit dem kleinen Zusatz "vor guten Bassisten" an. Aber ich bin ja im ProgRock zuhause, wo der Bass etwas mehr als einfach nur "tiefe Töne" liefern soll. Aber es gibt gerade im Cover-Bereich eine ganze Menge Stücke mit einerseits eingängigen/markanten und andererseits durchaus gut/einfach spielbaren Bassstimmen. Bei eigenen Stücken muss man sich, wenn man von einem anderen Instrument kommt, aber schon intensiv reindenken/-fühlen, um nicht nur Grundtöne und Geradeaus-Beat zu spielen.

Ja, ich kann mir durchaus vorstellen, dass man auch beim Bassspiel seien Erfüllung finden kann - für mich ist das Instrument nicht geringwertiger als andere Instrumente, man sollte nur die Eigenarten erlernen.
 
Willkommen im Club! :hat:
Anfang der 80er waren wir 3 Gitarristen und ein Schlagzeuger.
Ich konnte es damals kaum fassen, dass mir das Glück des Bassisten zuteil wurde!

Das Leben geht manchmal seine eigenen Wege, das sind nicht immer die schlechtesten. Wenn Glück zur Gewohnheit wird...

Ich gehe davon aus, dass du uns auf dem Laufenden hälst. :keks:

Ach so: bassic.de ist quasi Pflicht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
  • Ersteller
  • #8
..... Dann wird's ja höchste Zeit für ein neues Pedalboard! :D
ein kleines board ist ja schon vorhanden....steht aber auf der anderen seite des raumes.
20251010_192454 1.webp


und hier das BEAD tool:
BackgroundEraser_20241124_232408610.webp


der donnervogel macht seinem namen alle ehre.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 9 Benutzer
Glückwunsch @DarkStar679

Erinnert mich an einem alten blöden Spruch: "Lieber Bi als nie". :D
 
  • Haha
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
  • #10
  • Haha
Reaktionen: 2 Benutzer
  • #11
  • Haha
Reaktionen: 1 Benutzer
  • #12
Gabs da nicht diese Analogie zwischen Bassisten und Kondomen? "Ohne ist schöner - mit ist sicherer."
Nur Spaß ;-)
 
  • #13
  • Haha
Reaktionen: 1 Benutzer
  • #14
Beides geht doch super, aktuelles Beispiel etwa @Oliver Revilo !
Der spielt eine Sahne-Metalgitarre und war auf Wacken als Bassist von Crematory.

Ich den 80ern war für mich Musik das Größte überhaupt. Ich habe mich parallel zur Gitarre etwa 3 Jahre intensiv mit dem Bass beschäftigt, bevor meine rechte Hand durch einen Basketballunfall dauerhaft eingeschränkt wurde. Zum Glück habe ich, bevor ich den Bass endgültig aufgab, noch einmal unter üblen Schmerzen alles, was ich mir bis dahin angeeignet hatte, auf 4-Spur-Recorder aufgenommen.
Wenn ich das heute höre, merke ich, wie sehr mich die Gitarre beeinflusst hatte: Der erste Teil ist getappt, der letzte Flageolet,... ;-) Zum Schmunzeln:

 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
  • Wow
Reaktionen: 7 Benutzer
  • Ersteller
  • #15
@DirkS
von solchen fertigkeiten bin ich ganz weit entfernt. da bin ich bei weitem nicht gut genug.
 
  • #16
WOW!!! Stanley Clark lässt grüssen! Ein Jammer, dass Deine Hand anscheinend nicht mehr mitmachte! Da ist der Welt einiges entgangen! Und das sage ich in vollem Ernst!
 
  • #17
@DarkStar679 :Will auch heute niemand mehr hören (Slappen Funk...igittigit^^) und ich bekomme davon heute vielleicht noch 1/4 hin.
Aber Bass und E-Gitarre* liegt zum Glück so nah aneinander, dass man da schnell hereinkommt.
Aber jetzt sry für mein OT, hier geht es ja um deine Bass-Karriere.
Ich drücke alle Daumen und dass Letztere bei dir gesund bleiben! :great:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
  • Ersteller
  • #18
ich hatte mal eine sehr kurze basskarriere:
1985 - ich hatte frisch einen musima bass erworben....konnte kaum spielen, bin auf frage eines gitarristen hin in hannover in einer art kneipe mit open stage aufgetaucht. stöpsel den bass am dortigen am ein, spielte ein paar töne....."yeah! das riff klingt gut"....die band fängt an, mit meinen paar tönen zu arbeiten....der laden füllt sich mit publikum....die leute rasten aus....keine ahnung weshalb.....2 stunden später auf dem heimweg.....und ab da verbrachte der bass sein dasein irgendwo auf- oder in schränken....bis er vor wenigen jahren wieder hervorgekramt wurde, damit meine bandbassisten darauf spielen konnten.
und jetzt bin ich wieder mit so einem ding am machen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 5 Benutzer
  • #19
Auch von mir ein herzliches Willkommen im Club der Tieftöner @DarkStar679 ....fehlen dann ja eigentlich nur noch die Tasten :ugly:

Inzwischen glaube ich, dass ich irgendwie schon immer ein verkappter Bassist war...und heute bin ich echt froh, dass ich damals bei dem 3-Gitarristen-1-Drummer-Ding den Bass gewählt habe! Meine Skill-Punkte auf der Klampfe habe ich schon recht früh in erster Linie auf den Rhythmus verteilt und ganz wenig auf Lead- bzw. Solo-Gedöns...k.A., war mir auch nie so wirklich wichtig für die Musik, die ich schreiben wollte.

Und im Nachhinein fällt mir auch heute immer wieder auf, dass mich bei neuen Songs, die ich im Radio oder sonstwo höre ganz oft zuerst ein guter Basspart mitnimmt. Der muß nicht mal sonderlich fancy gespielt sein, einfach nur solide den Groove vorgeben, das Fundament des Songs legen bzw. aufbauen!

Wir machen das jetzt auch schon ein paar Jährchen in der gleichen Konstellation und mir macht die Rolle echt riesen Spaß - hoffe du machst am Bass ähnlich positive Erfahrungen!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • #20
  • Gefällt mir
Reaktionen: 5 Benutzer
×
Dir gefällt Musiker-Board.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!
Zurück
Oben