Johnny Cash -ja- aber Nirvana und co -nein-

von Mosmetic, 30.06.07.

  1. Mosmetic

    Mosmetic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.07   #1
    Woran könnte es liegen das ich solche tiefen, langsahmen songs Wie die meißten von Johnny cash sehr gut singen kann (es gibt sogar leute die meinen ich kann es SEHR gut) aber wenn ich dann sachen wie Nirvane , seether (falls das jemand kennt) also dinge die höher angesiedelt sind TOTAL (also ich mein RICHTIG) schief singe?

    Was kann ich tun um das hinzubekommen?
     
  2. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 30.06.07   #2
    Das ist einfach:

    Für langsame, tiefe Songs von Cash reicht Deine Bruststimme: kein weiter Tonumfang, keine starke Lautstärke nötig. Cash kann auch anders, aber die tragenden Songs benötigen dies nicht.

    Mal abgesehen davon, das Cobain screit und nicht singt, kommt Du du bei ihm mit der Bruststimme nicht aus.
     
  3. Mosmetic

    Mosmetic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.07   #3
    Das heißt wenn ich andere anspruchsvollere dinge singen möchte muss ich Gesangsunterricht nehmen oder gibt es da auch eine einfache möglichkeit dies alleine zu lernen?
     
  4. cyril

    cyril Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.07   #4
    Seufz...
    du bist zu beneiden, wenn du den Cash gut kannst!!!
     
  5. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 30.06.07   #5
    Niemand "muss" Gesangsunterricht nehmen, aber wir empfehlen es, weil man da sehr schnell lernt und ein Fachmann dabei ist, der einen Tipps geben kann und korrigiert.
    antipasti hat den wahrscheinlichsten Grund schon genannt, dass deine Stimme für höhere Lagen noch zu untrainiert ist, deswegen ist es so schief. Vielleicht versuchst du dazu noch einen kratzigen Ton zu erzeugen, wenn du schon Nirvana und Seether nennst, und das kann sehr auf die Stimme gehn, vor allem wenn man dazu noch hoch ohne Atemstütze singt. Weiterere Gründe können auch sein, dass du einfach von Natur aus eine tiefe Stimme hast und sie für Rock vielleicht ungeeignet ist. Da ich deine Stimme aber nicht gehört habe, ist das nur eine wage Vermutung.
     
  6. holyman

    holyman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.07   #6
    Aus eigener Erfahrung kenn ich dein "Problem". Ich dachte früher auch immer, ich könnte einfach nicht singen, habe dann begonnen, Unterricht zu nehmen und verzweifelt versucht, Lieder von Chicago, Toto und auch diverse Musicals zu lernen. Krächzend und kreischend habe ich das Gehör meiner Gesangslehrerin bis zum Äußersten strapaziert. Und weil ich wußte, dass ich das ohnehin kann, habe ich ihr nie gestattet, Elvis Presley, Tom Jones oder Sinatra mit mir durchzunehmen.

    Irgendwann meinte sie aber dann: "Wenn du nicht endlich tief singst, weigere ich mich, dich weiterhin zu unterrichten!" Naja... Mittlerweile habe ich meinen Weg in die Romantik und Spätromantik gefunden und bin stolz, tief singen zu können, denn Rollen, wie die des Attila, Mefistofele und Mephistopheles, Assur, Phillip II usw... sind in der Oper wohl die "coolsten"! Wer will da noch ein Tenor sein??? :cool:
     
  7. IcePrincess

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    Erstellt: 02.07.07   #7
    Ein guter Punkt, den holyman da anbringt. Solltest Du Bass sein kannst Du Dich verbiegen bis zum Umfallen und es wird nichts mit Tenorlagen... Und da Du Cash singen kannst, vermute ich mal ganz stark dass Du in den Bariton- oder gar Bassbereich tendierst.
    Leider kann man die Stimme nicht umstimmen. Die hat ihren Umfang, ihre Grund-Höhe. Daran kann man zwar arbeiten, aber das Ganze nicht grundlegend ändern.
     
  8. holyman

    holyman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.07   #8
    Es gibt Bässe, die bis in die obere Lage eines Bariton singen. Samuel Ramey z.B. singt bis zum g obwohl ein Bass normalerweise nur bis zum e notiert wird. Aber selbst er kommt natürlich nicht bis zum c eines guten Tenors.
    Johnny Cash ist schon sehr tief, ähnlich wie Frank Sinatra. Wenn du das gut nachmachen kannst, denke ich, bist du ziemlich sicher ein Bass und kein Bariton, viel tiefer geht es da schon nicht mehr, außer du bist ein basso profondo. Bariton wäre so in Richtung Freddy Mercury oder Elvis Presley. Tenor ist dann schon Scissor Sisters, Mika (nur ohne dem Falsett Gequietsche)...
     
  9. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 02.07.07   #9
    ... trotzdem wäre es bei all der Spekulation gut, ein Klangbeispiel zu hören, um den Künstler in Sicherheit zu wiegen.

    ... denn sehr, sehr häufig - eigentlich fast immer - haben wir hier im Board ja schon erlebt, dass die Selbsteinschätzung "Bass/tiefer Bariton" nur daher rührte, dass - wie oben bereits erwähnt - nur die untrainierte Sprechstimme/Brustregister zum Einsatz kam....

    Um das auszuschließen, müssten wir Dich singen hören.

    @holyman

    Tom Jones ist aber ganz schön "tenörig" und kommt trotz seines "raumfüllenden" Timbres in ganz schön schwindelerregende Höhen.... Vergleiche "My Way" (den Schluss) von ihm mit der vs von Sinatra - püuuuuh , da falle ich jedesmal auf die Knie...:)
     
  10. Bellini

    Bellini Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.07   #10
    Da kann was nicht stimmen.
     
  11. holyman

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    Erstellt: 03.07.07   #11
    @ Tom Jones: Ich bin mir schon sicher, dass der noch ein Bariton ist. Hör dir einen Thomas Quasthoff oder einen Thomas Hampson an.. Die sind beide höher und gelten dennoch als Bariton! Elvis Presley hat auch so manchen Tenor Ton getroffen und war ein Bariton.

    @ Freddy Mercury: Laß dich nicht täuschen, nur weil er viel im Falsett gesungen hat.
    Im Falsett sing ich dir die Königin der Nacht aus Mozarts Zauberflöte und bin dennoch ein Bass! :)

    Ich glaub aber auch, dass es im Pop-Bereich sehr schwer ist, klare Trenn-Linien zu ziehen! Obwohl ich mir bei Tom Jones und Elvis schon sehr sicher bin, da die sehr klassisch singen...
     
  12. Bellini

    Bellini Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.07   #12
    @ Quasthoff Also ich hab ich selten "hoch" singen hören und man sollte hier ja auch zwischen reinen klassischen Sängern und Popmusikern unterscheiden.
    Q. singt bei vielen Liedern (carl Loewe zb.) oft die Basslage obwohl die mittlere "nur" bis zum f' geht.

    @ Freddy. Also den Unterschied zwischen Falsett und Kopfstimme kenn ich ;), aber ich es gibt eben Lieder wo er ein g' einfach mal kopfig singt und dann mit schmackes ein hohes c'' schmettert und bei solchen Momenten kann ich ihn schlecht als Bariton einstufen.


    EDIT: also an einem f''' von dir wär ich ja mal interessiert :)

    Nicky
     
  13. Mosmetic

    Mosmetic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #13
    Joa ich nimm demnächst mal was auf. Habe aber leider im moment keine möglichket dazu,
    Ihr werdet dann nochmal von mir hören

    so long...

    Mosmetic
     
  14. holyman

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    Erstellt: 06.07.07   #14
    @ Wuchinger:
    Möchte jetzt nichts wieder aufwärmen, was schon durchdiskutiert war, aber der Grund warum ich geschrieben habe, dass es schwer ist, im Pop Unterscheidungen 100% zuverlässig zu treffen, ist, weil es nun mal im Pop und Rock nicht Usus ist, dass Sänger mit ihrer vollen Resonanz singen. Ich glaube, hätte Freddy seine volle Resonanz ausgenutzt, hätte man ihn klarer als Bariton definieren können... Das ist aber nur meine Meinung! Natürlich kann es aber auch sein, dass er gerade dann noch klarer zum Tenor tendiert wäre... Sei es, wie es sei, wir werden es leider nie erfahren!
    zu Quasthoff: Ich tu mir bei ihm schwer, die Einstufung, als Bass-Bariton nachzuempfinden, da ihm meiner Meinung nach, auch die sonore Resonanz in der Stimme fehlt... Das ist aber auch wieder nur eine Meinung... Ich habe eine CD daheim, wo er Wagner, Strauss und Weber singt, und da fehlt mir einfach teilwese etwas...
     
  15. FewLeftAlive

    FewLeftAlive Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.07   #15
    Ich glaub ich bin selbst eher im Bassbereich angesiedelt. 100% sicher bin ich mir nicht, da noch recht unerfahren bin und keinen plan hab, ob ich nur (noch) zu eingeschränkt, da untrainiert bin??? :confused:
    Kenn aber das "Problem", dass man doch eingeschränkt ist, wenn man Songs aus dem Rockbereich nachsingen will. Woran liegt das eigentlich, dass allgemein im Rockbereich eher höhere Stimmen gefragt sind?
     
  16. IcePrincess

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    Erstellt: 11.07.07   #16
    Eine Tenorstimme setzt sich *im großen und Ganzen* besser im Mix durch als ein Bariton oder ein Bass. Wobei Ausnahmen auch hier die Regel sind.
    Abgesehen davon sind einfach sehr viel mehr Männer Tenor als Bass.
     
  17. FewLeftAlive

    FewLeftAlive Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.07   #17
    Ok, das scheint einleuchtend :) Mich würd mal interessieren welche bedeutenden Bass-Stimmen es in der Rockmusik so gibt, damit ich mal was zum üben hab (mach sonst eher eigene Sachen). Johnny Cash krieg ich ganz gut hin. Sinatra auch, wobei ich halt schon auch gern mal was schnelleres, härteres probieren würde.
     
  18. Masterstroke

    Masterstroke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.07   #18
    Bass-Stimme in der Rockmusik? Da fällt mir nur Ramstein ein.
     
  19. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 12.07.07   #19
    Hmmm ... vielleicht nicht das Paradebeispiel, der er ja meistens eher mit verstellter, sehr gepresster Stimme spricht, bis auf wenige kurze Passagen. Ein richtiger Bass in der Rockmusik fällt mir gar nicht ein, aber ein tendenziell tiefer baritonesker Sänger:

    Brad Roberts von Crash Test Dummies (One Hit Wonder aus den 90ern)
     
  20. Benno _8)

    Benno _8) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.07   #20
    Bislang hatte ich eher den Eindruck, daß Tenöre in der breiten Masse Mangelware sind. Chöre leiden meist unter Tenormangel. Das mag natürlich auch damit zusammenhängen, daß ein laienhafter Tenor eher unmännlich klingt, was viele abschreckt, während ein Bass bei gleichem Niveau in der Masse unauffällig mitschwimmen kann.

    In der öffentlichen Wahrnehmung sind Tenöre aufgrund ihrer Durchsetzungsfähigkeit natürlich mehr gefragt und besetzen gewöhnlich in der Rockmusik den Leadgesang, in der Oper die Heldenrollen. Drei Baritone wären als Publikumsmagneten wohl nicht so erfolgreich wie ihre Kollegen. Die tieferen Stimmen sind dann bei den etwas ruhigeren Tönen (wie Country oder Liederabend) durchaus gefragt.
     
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