Kaiwai CA71 + The Grand 2 VSTi

von Horschtl, 08.02.08.

  1. Horschtl

    Horschtl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #1
    Hallo, ich habe folgende Frage, und hoffe das ich hier richtig bin, mit meinem Anliegen. (bin absoluter Laie)

    Ich habe ein Kawai CA71, würde aber ggf gern die The Grand2 VSTi von Steinberg ausprobieren. Mir geht es nicht wirklich ums aufnehmen, sondern eher um das "Dazubekommen" weiterer Pianoklänge.

    Ich habe gelesen das ich dann für den Rechner eine entsprechende Soundkarte brauche (ASIO Unterstützung?) Wie wird das Ganze nun von Digipi an die Soundkarte angeschlossen (über Midi?), und wie sieht es vom Soundausgang aus. Brauche ich dann noch zusätzliche Lautsprecher, oder kann ich das ganze wieder zu den CA71 Monitoren zurückführen. Ich habe auch etwas von einer gewissen Latenz gelesen, stellt sowas ein Problem dar, ist es überhaupt möglich mit einem CA71 sowas zu machen?

    Über alle Infos wäre ich dankbar.
     
  2. Distance

    Distance Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 08.02.08   #2
    Hallo und willkommen im Forum :)
    Ja, du bist hier richtig ;)
    Ich werd dann jetzt einfach mal deine Fragen einzeln beantworten:

    Richtig. Herkömmliche Computer haben ja heutzutage nur noch irgendwelche billigen OnBoard-Chips für den Sound, die nicht nur von der Klangqualität schäbig sind, sondern eben auch nur schwierig mit erträglicher Latenz zu betreiben sind.
    Evtl. findest du unter dem Begriff "Audio-Interface" mehr zu diesem Thema, im Prinzip steckt aber das Gleiche dahinter. Sowas gibts übrigens neu ab ca. 150€.

    Ja, genau, über Midi. Setzt natürlich voraus, dass deine Soundkarte Midi-Ports hat, oder dass du ein USB-Midi-Interface hast. Es gibt auch Audio-Interfaces mit eingebautem Midi-Port, da hat man dann alles schön in einem Gerät. Sowas würde ich empfehlen.

    Wenn das CA71 Line-Eingänge hat, dann kannst du es auch wieder zurückführen.
    Und laut kawai.de sollte es welche haben, dann müsste das gehen.

    Die Latenz entsteht normalerweise beim Wandeln der digitalen Signale, die dein VSTi produziert, in die analogen, die deine Soundkarte ausgibt. Deshalb ist es auch von der Karte (bzw. dem Interface) abhängig, wie gut oder schlecht das funktioniert. Bei einem herkömmlichen Onboard-Soundchip beträgt die Latenz häufig mehrere hundert ms. Das lässt sich dann zwar mit entsprechenden Treibern drücken, aber besser fährt man eben mit einem professionellen Interface. Da kann man dann nämlich noch deutlich unter 10ms kommen, und es wird irgendwann einfach nicht mehr wahrnehmbar.
    Worauf du achten solltest, ist, dass die Eingänge vom CA71 auch möglichst latenzfrei sind, denn es könnte ja theoretisch sein, dass das Signal auch erst nochmal A/D und wieder D/A gewandelt wird. Und wenn es dabei dann eine halbe Sekunde Latenz gibt, bringt das nicht viel ;)
    Ich weiß natürlich nicht, wie die Eingänge ausgelegt sind, könnte mir aber vorstellen, dass die vom Konzept her zum Einstöpseln eines CD-Players o.ä. gedacht sind, bei dem die Latenz ja egal wäre... Von daher wäre das wohl das wichtigste, was du prüfen solltest.

    Hoffe das hilft dir ein wenig weiter :)
     
  3. mgt

    mgt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #3
    Das CA-71 hat eine USB-Schnittstelle, d.h. du musst kein extra Midi-Interface haben, sondern kannst das CA-71 direkt als USB-Audiogerät anschließen. Über den Line-In-Anschluss solltest du das Audiosignal auch zurückführen können.

    Es empfiehlt sich für solche Zwecke wirklich, ein "richtiges" Audio-Interface zu verwenden an Stelle des OnBoard-Chips. Zum einen hast du im Prinzip keine Latenzprobleme, zum anderen eine eingebaute ASIO-Unterstützung, musst also nicht im ASIO4All anrücken, was zwar gut funktioniert, aber insgesamt nicht so reibungslos wie eine native Unterstützung.

    Ich nutze momentan auch nur den OnBoard-Chip und musste mich schon öfters drüber ärgern. Da musst du erstmal an den ASIO4All-Einstellungen ewig rumprobieren, und kein Knistern zu haben und die Latenz trotzdem so gering wie möglich zu halten (ist jetzt zwischen 20 und 30ms). Außerdem hört man ganz deutlich den Klangunterschied zwischen dem einfachen Analog-Through (also einfach im Windows-Mixer hochregeln) und der Digitalwandlung (erst A->D dann wieder D->A). Zum Aufnehmen interessiert natürlich nur das digitale Signal, was entsprechend hörbar schlechter ist als das analoge, ungewandelte. Ein weiteres Problem ist, dass der OnBoard Line-In-Anschluss nicht wirklich vom Gehäuse entkoppelt ist und Störgeräusche produziert. Daher regele ich das Ausgangssignal des Pianos immer recht hoch, um die Störgeräusche so wenig wie möglich zu verstärken.

    Also kurz gesagt: es geht auch mit OnBoard, allerdings mit einige Provisorien. ;) Besser ist sicherlich ein Audio-Interface. Es gibt übrigens auch schon welche ab 100€, z.B. das ESI Maya (auch als USB-Version) oder das E-mu 0404, oder taugen die etwa nichts?

    @Distance
    Das halte ich aber für sehr unwahrscheinlich, dass dem Line-In ein A/D-Wandler hintergeschaltet ist. Zu welchem Zweck denn? Das Piano kann doch mit dem digitalen Signal auch nicht mehr anfangen als es wieder auszugeben. :)
     
  4. Horschtl

    Horschtl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #4
    Vielen dank erstmal für die ausführlichen Antworten. Das CA71 hat einen USB Ausgang das stimmt, kann ich also direkt per USB <> USB an die USB Schnittstelle am PC hängen, oder wie habe ich das zu verstehen? Wenn ersteres zutrifft, schliesse ich quasi das Digipi per USB an, und dann an die evtl. neue Soundkarte ein Line Out zu den Lautsprechern, das wars dann?

    Die zweite Frage die ich habe, ob es grundsätzlich egal ist ob man das Piano per USB oder Midi anschliesst, oder ob sich dann irgendwelche Vor- oder Nachteile entwickeln.
     
  5. Tornado_1990

    Tornado_1990 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #5
    Ja genau, du verbindest das Digitalpiano direkt per USB mit dem PC und die MIDI-Daten werden jetzt über dein USB-Kabel übertragen. Du brauchst nur noch eine ordentliche Soundkarte und gehst von da aus dann direkt in deine Lautsprecher bzw. wieder in den Line-In des Kawai.
    Der einzige Vorteil des USB-Kabels ist hier, dass gleich MIDI-in und MIDI-out durchgehen, du dir also ein Kabel sparst. Nachteile gibt es eigentlich keine, bei mir funktioniert MIDI über USB ganz gut.
     
  6. livebox

    livebox Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 08.02.08   #6
    Der Nachteil ist dann da, wenn du mehrere Midi-Geräte hast; ein Midi-Verbund ist per USB nicht ganz so einfach aufzubauen. Aber im oben beschriebenen Anwendungsfall ist das ja wurst...


    MfG, livebox
     
  7. Horschtl

    Horschtl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #7
    Das klingt ja schonmal relativ einfach. Eine letzte kleine Frage hätte ich noch. Wenn man statt den Boxen das ganze mit Kopfhörern abhören möchte, kann man dann einen Chinch auf Klinkebuchse verwenden, weil meistens sind es doch so glaube ich zumindest Chinch-Ausgänge an den Midi-Soundkarten.

    Solch eine Soundkarte habe ich zur Zeit noch nicht, bis jetzt hab ich eine "normale" Audigy 2 ZS drin, welche auch eine Midi / Gameport(?) Schnittstelle hat, allerdings mit 15 Pins. Ist diese zu Testzwecken überhaupt verwendbar? - Wie ein typischer Midiport sieht es nicht unbedingt aus.
     
  8. Tornado_1990

    Tornado_1990 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #8
    Es gibt normalerweiße einen Adapter von Gameport auf MIDI In/Out. Den steckst du da ein und hast dann zwei klassische MIDI-Ports. Wobei du das mit dem USB schneller ausprobieren kannst. Du hast sicher ein USB-Kabel für einen Drucker oder Scanner daheim. Mit dem einfach mal dein Piano mit dem PC verbinden, USB-Treiber installieren und irgendeinen Softsynth ausprobieren. Demos und Freeware gibts im Internet. Dann weißt du gleich obs funktioniert oder nicht.

    MFG
     
  9. mgt

    mgt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #9
    Einen Treiber brauchst du nicht zu installieren, der ist bei Windows mit dabei.

    Mit Cinch->Klinke für Kopfhörer gehts von der Sache her schon, es ist natürlich möglich, dass der Pegel der Line-Outs für Kopfhörer zu niedrig ist. Allerdings haben einige Karten auch einen separaten Kopfhörer-Ausgang (z.B. die o.g. Maya 44).

    Als Alternative kannst du aber sicherlich auch den Kopfhörer-Ausgang des CA-71 verwenden, ich nehme doch schwer an, dass das Line-In-Signal auch auf dem Kopfhörer-Anschluss ausgegeben wird.
     
  10. Horschtl

    Horschtl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #10
    Kann man denn in etwa sagen, welch der oben genannten Soundkarten von der Latenz her besser ist? Oder anders gefragt, kann jemand eine selbst erprobte Soundkarte empfehlen?
     
  11. Distance

    Distance Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 08.02.08   #11
    Naja, wenn du eine ZS2 drin hast, kann man damit auf jeden Fall schon arbeiten.
    Ich hab in meinem Desktoprechner auch eine drin, und darüber krieg ich die Latenz auch schon in vernünftige Bereiche... Gerade, wenn du das jetzt nicht hochprofessionell machen willst, sollte das reichen - und wenn nicht, kannst du ja immer noch ein Interface kaufen!
    Also in diesem Falle würd ichs erstmal sein lassen mit nem Interface!
    Das Einzige, was du dann brauchst, ist ein Kabel von 1xMiniklinke Stereo auf 2xKlinke Mono, und das ist wahrscheinlich wesentlich günstiger ;)

    Und die Midi-Verbindung kannst du ja über den USB-Port machen, wie ich gerade gelernt habe ;)
     
  12. Horschtl

    Horschtl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #12
    1xMiniklinke auf 2xKlinke-Mono, das verstehe ich nun nicht so ganz. Ich schliesse das Piano per USB an, das ist schon klar. Und nun dachte ich das ich ein Kabel mit Miniklinke(Lineout Soundkarte) und 2 mal Chinch brauch zum Anschluss an die Lautsprecher. Das mit den 2 mal Monoklinken verstehe ich nun nicht so ganz. :confused:
     
  13. livebox

    livebox Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 08.02.08   #13
    Distance hat irrtümlich das da gemeint, er dachte wahrsch., du willst irgendwo auf Klinke L/R gehen. Was du noch brauchst ist das hier und los geht's! :great:

    MfG, livebox
     
  14. Horschtl

    Horschtl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #14
    Juhu, also doch nicht alles falsch verstanden, danke vielmals. :great:
     
  15. pianomobile

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    Erstellt: 09.02.08   #15
    Jetzt bin ich leicht verwirrt. Bei meinem CA-71 sind die Line-in im Klinken-Format und nicht Chinch. Geht´s jetzt darum, den PC bzw. die Soundkarte über den Lautsprecher des Pianos laufen zu lassen, oder habe ich das jetzt falsch verstanden?

    @ Horschtl: Wir haben übrigens das haargenau selbe vor...:)
     
  16. Horschtl

    Horschtl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.08   #16
    Dann brauchst du natürlich das oben genannte Kabel mit Klinke, das mit den Chinch bezog sich auf externe Lautsprecher. ;)
    Bei mir wirds noch etwas dauern, falls du damit schon eher Erfahrungen machen solltest (vor allem mit dem CA71 als Einspielinstrument) würde ich mich freuen, hier was von dir zu lesen.
     
  17. Distance

    Distance Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 09.02.08   #17
    livebox hat die Kabel gepostet, die in Frage kommen ;)
    Je nachdem, was man dann befeuern möchte und was das für Eingangsbuchsen hat, braucht man dann eben das eine oder das andere, aber im Prinzip wars das dann auch schon, wenn man eine halbwegs vernünftige Soundkarte hat...
     
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