Kampf der Kulturen beim Eurovision Song Contest?

von topo, 13.05.07.

  1. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.05.07   #1
  2. coolbiker

    coolbiker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.07   #2
    Sorry, aber im verlinkten Interview wird doch gerade die Behauptung, Ost gegen West, widerlegt:
    Dem kann ich mich nur anschließen. Der deutsche Beitrag war eben alles andere als innovativ. Egal ob Gulido Horn, Texas Lightning oder eben Roger Cicero: die Deutschen versuchen immer irgendetwas "zu parodieren" oder "nachzuahmen" (Schlager/Country/"Jazz"). Wie wärs mal mit etwas was es noch nicht gab? Abgesehen davon bringt es nichts zu jammern das einen keiner wählt aber gleichzeitig nicht bereit zu sein sich dem Geschmack anzupassen. Wenn schon dann mit Überzeugung verlieren!
     
  3. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 13.05.07   #3
    Es ist wie im sport: die andern dopen besser! "Clean (???)" Deutschland unter "ferner liefen", das kann doch nicht mit rechten dingen zugehen! Und wer hat so herrliche leitbilder wie Mayer-Vorfelder oder Siegel ? Da muss ein anderes wertungssystem her, aber welches, nach welchen maßstäben, wie "qualität" definieren? Bei jedem fan der breitgefächerten landschaft tickt die uhr anders, und objektivität ist ein fremdwort.
    Könnte es nicht sein, dass osteuropäer so weit zurückgeblieben sind, dass sie manchmal noch lebendige musik machen und sich sogar trauen, richtig zu singen?
     
  4. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.07   #4
    Jene Osteuropäer, übrigens teils auch Westeuropäer ;) bzw. reden wir hier auch von Migranten voten entweder durch die Nachbarschaft oder ihr ursprüngliches Herkunftsland. So wird der Contest missbraucht um nicht für Qualität sondern für Zugehörigkeit zu stimmen und das ist falsch, hier geht's um Musik und nicht um Gefälligkeiten, um nationale Abgrenzung.. um eine der letzten Möglichkeiten das noch Publik zu machen.
    Nur entscheidet das nicht den Sieger, sondern über die Plätze dahinter. Das haben die letzten Jahre gezeigt. Auch spielt das ganze Showgedönz (Schönheitswahn, Performance, Sexappeal etc. qausi alles womit die Musikindustrie so gerne Kasse macht) keine Rolle und das ist gut so. Daher meine Meinung: Ja, das Abstimmverfahren ist Müll, nicht unbedingt ein Kampf der Kulturen eher ein "Zeichensetzen" was übertrieben eingesetzt wird, aber das Ergebnis ist völlig in Ordnung.

    Deutschland? Dank dem Contest muss uns ganz Europa für Pseudo-Amis halten, da war Guildo Horn noch echtes Liedgut gegen den Schrott der letzten Jahre. Nichts gegen Roger, der kann toll singen, macht Spass, aber Eigenständigkeit ist was anderes als ein Text. Und wie es bereits Frank Farian sagte.. da muss was rüberkommen, du musst ein Kribbeln spüren, es muss dich emotional erwischen ohne das du den Text verstehst, und das muss dann eben noch auf die Masse der Europäer zutreffen und dann steht dem Titel nichts im Wege.
    Und ehrlich, in Deutschland hat die Musikszene derbe Probleme, wir sind ein so bevölkerungsreiches Land und bringen es nur auf eine Handvoll guter (und bekannter!) Musiker/Sänger die ihre Songs noch selbst erarbeiten, der Rest kommt aus den Staaten oder wird von Bohlen, Siegel und Konsorten produziert. Das meiste jedoch dümpelt unentdeckt auf Tapes herum und wird höchstens vor kleinem Publikum gespielt.
     
  5. yestergrey

    yestergrey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.07   #5
    Ich sehe das so, dass ein neue Abstimmungsverfahren her muss. Ich habe gestern den kompletten Wettbewerb mit Freunden verfolgt und muss sagen, dass der deutsche Beitrag musikalisch ganz weit oben mitgespielt hat.
    Die Punktevergabe war danach ein absoluter Witz. Alle Osteuropäischen Staaten haben untereinander die Punkte ausgeteilt. Das hat dann für mich nich mehr viel mit der Musik zu tun.

    Mein Vorschläg wäre allerdings, dass wir nächstes Jahr Rammstein hinschicken, da man im Ausland leider der Übezeugung ist, dass das deutsche Musik ist. ;)
     
  6. merry-go-round

    merry-go-round Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.07   #6
    Hmm... bei der Eurovision gewinnt nie gute Musik. Alles Volk/Techno/Pop Mist, vom Osten und Westen.

    Wann war Deutschland das letzte mal richtig gut?
    Ich glaube das war, als Stefan Raab gesungen hat. Als Deutschland noch wusste: je alberner, desto besser.

    Gestern ebenfalls. Ganz weit vorne die Lach-Nummer der Ukraine. Oder die russischen Damen die mehr auffielen dadruch, dass sie ihr Mikro masturbierten als durch ne billige 0815-Pop Nummer.
    Leztes Jahr Lordi. Mehr Make-Up als Rock. Mehr Posing als Gitarren-Riffs.
    Vor Zwei Jahren: Ukraine. Mit der Dschungel Lady und der Tarzan Show. Fürn Arsch.

    Früher hatte der Eurovision Songkontest noch viel mehr Reiz und Niveau. Die letzten 3-4Jahre ging es nur bergab.

    Und das liegt nicht an Ost-West.
    Der einzige Unterschied ist der, das der Osten mehr Interesse zeigt am Kontest. Viel mehr interesse. Daraus ergibt sich alles.

    Aber wie schon erwähnt, ernstzunehmen ist das sowieso nicht mehr. Wegen der Musik. Dieses Jahr wars sehr schlimm. Kein einzelner Track hätte von mir mehr als ne 5/10 erhalten. Roger hin oder her.
     
  7. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 14.05.07   #7
    Der Grand Prix hat mich musikalisch noch nie intressiert. Politisch ärgert mich das, was da ab geht, aber doch ganz gewaltig.

    Da werden hier über die GEZ Gebühren abkassiert und das ist wohl in der Summe (~ 7 Milliarden €) so viel, dass man krampfhaft sucht, wie man das Geld wieder zum Fenster hinausschmeißen kann.

    Ich schaue mir diesen Mist nicht mehr an, daher weiß ich nicht, om immer noch knapp 80-Tausend Andorraner genau so viel Abstimmpower haben, wie 80-Mio Deutsche oder 60 Mio Franzosen.

    Fakt ist, dass D, F, GB & E den Mist bezahlen (Italien war so schlau, auszusteigen). Wir bezahlen ein riesiges Spektakel, dass osteuropäischen Tingeltangelkünstlern ein Sprungbrett zu Plattenverkäufen im Westen sichern soll und werden gleichzeitig düpiert. Nur ein öffentlich rechtliches System kann so dämlich sein.


    2005 war ich gerade in London und habe am Morgen im Hotel in den britischen Nachrichten das Ergebnis des Eurovision Songcontest 2005 gehört. Der britische Sprecher kommentierte den damaligen Platz 22 für GB: "... even if we would have sent Robbie Williams, we wouldn't got higher then 20..."

    Hier mein Kommentar zu 2004: https://www.musiker-board.de/vb/pop/12538-max-beim-grand-prix-3.html#post194167
     
  8. yestergrey

    yestergrey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.07   #8
    Ja das Abstimmungssystem ist immer noch so.

    Aber was soll das ändern? Wenn Deutschland mehr Stimmrecht hat, machen wir damit automatisch die Türkei zum Sieger, da seit Jahren immer 12 Punkte an eben die Türkei vergeben werden. Dem ist in einem solchen Wettbewerb nun mal kein Riegel vorzuschieben.

    Und ich bleib bei meiner Aussage von oben. Wenn Deutschland da etwas reißen will, dann müssen sie etwas besonderes bieten und für die anderen am besten auch noch typisch deutsch erscheinen und da kommt nun mal am ehesten Rammstein in Frage, wobei die Musiker von Rammstein wahrscheinlich klug genug sind, sich auf so etwas nicht einzulassen.
     
  9. flobotron

    flobotron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.07   #9
    Abgestimmt wird beim Contest nicht aus musikalischen Gründen, sondern aus Patriotismus.
    D.H. Länder mit einer hohen Auswanderungsquote, wie Türkei oder auch bürgerkriegsbedingt der Balkan, bekommen viele Stimmen von emmigranten.
    Es gint nun mal viele Türken oder auch Serben in Europa und diese rufen dann führ ihr Heimatland an.
    Ich behaupte mal, das Osteuropa soviele Punkte bekommen nicht weil sie sich gegenseitig die Punkte zuschieben, sondern das diese Länder viele Emigranten haben, die alle in die reicheren westlichen Länder gezogen sind.
    Solange nicht viele Westeuropäer nach Osten ziehen, wird dieser den Songcontest immer verlieren.

    mfg flobotron
     
  10. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.05.07   #10
    Mich hat der songcontest noch nie interessiert.
    Ich fand auch nie, dass es um Qualität ging. Höchstens in dem Sinne, dass "handwerklich" (kompositorisch, Gesang, Umsetzung) schlechte songs wesentlich geringere Chancen hatten. Nie aber, dass der "handwerklich" beste song auch gewinnt.

    Das ist doch bei den üblichen Charts und ich sach mal vergleichbar mit Volksmusik oder Hitparade genau so.

    Wenn man Staaten abstimmen läßt (bzw. die Stimmen der Staaten aggregiert), dann darf man sich nicht wundern, wenn Patriotismus eine Rolle spielt. Für genau so wesentlich halte ich aber auch das Argument in dem vedrlinkten Interview: es gibt einfach unterschiedliche Geschmäcker, Vorlieben und Bedeutungen des contests.

    Letztlich ist die Entwicklung doch so gewesen, dass alles immer mainstreamartiger ablief - immer mehr songs auf englisch, immer mehr nach Standard 0815 etc. Und alles immer mit ein bißchen Folklore.

    Da stehen die östllichen Länder wohl nicht drauf. Haben sie ja auch alles Recht zu. Und wo bitte war Lodi erstens gute Musik, zweitens kultureller Ausdruck der Finnen und dritten etwas, wofür man einen Wettbewerb drum rum basteln sollte?

    Der ganze Patriotismusvorwurf läuft doch ins Leere, wenn die Leute, die ihn benutzen, sich gleichzeitig, fragen, warum die deutschen songs keine Chance haben. Das ist doch eine zutiefst patriotische Grundfrage.

    Will man was anderes, dann müßte jeder Kopf aller beteiligten Staaten eine Stimme bekommen und meinethalben kann jeder Staat eine Gruppe mit einem song stellen.
    Und dann wird abgestimmt.

    Aber das wäre eben nicht mehr der songcontest, sondern sowas wie ein internationaler Chartwettbewerb mit live-Charakter.
     
  11. topo

    topo Threadersteller HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.05.07   #11
    Bei 100 Mio Zuschauern sollte es um Mainstream gehen - und nicht um latenten Patriotismus.

    Ich bin inzwischen dafür, dass Deutschland nicht mehr zahlen sollten und aussteigen sollten.

    Und um mal meine patriotischen Gefühle zu äussern, wenn Deutschland jetzt schon länger 12 Punkte für die Türkei gibt, fühle ich mich als Deutscher schon ziehmlich verarscht. Das kann es nicht sein.

    Daher kann es nur für mich noch heißen:

    Eurovision Belgrad 2008 - Nein Danke!

    Topo :cool:
     
  12. yestergrey

    yestergrey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.07   #12
    Aber auch das wird leichter nicht geschehen topo.

    Dafür steckt im Endeffekt auch wieder zu viel Geld drin, in diesem Wettberwerb.

    Die Punktevergabe ist doch klar, da viele Menschen in Deutschland auf Grund ihrer türkischen Abstammung anrufen. Das hat sich dieses Jahr richtig deutlich gezeigt, da der türkische Beitrag richtig schlecht war.
     
  13. Cornholio

    Cornholio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.07   #13
    Haha 62 Millionen Deutsche haben eine türkische Abstammung. :D nee 2,2 vielleicht.
    Und wer davon interessiert sich dafür... Reicht das um auf 12 zu kommen?
     
  14. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.05.07   #14
    Na ja - weil man ja nicht für seinen eigenen Beitrag stimmen darf, muss man ja für einen anderen stimmen.

    Wie bei anderen Wahlen ist es halt so, dass eben die entscheiden, die zur Urne gehen. Entschlossene Minderheiten können hier überproportional Gewicht erlangen.
     
  15. coolbiker

    coolbiker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.07   #15
  16. spiritx

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    Erstellt: 14.05.07   #16
    Keine Ahnung wer überhaupt angetreten ist aber solange Deutschland soweit hinten ist, ist auch weniger Medieninteresse auf unseren Kandidat(in)(?) gerichtet. Und Somit ist es nicht ganz so peinlich.

    hm wen hätten denn die Deutschen wählen sollen um deine Patriotischen Gefühle zu befriedigen? Soweit ich weiß kann man ja nicht für Deutschland stimmen oder?
     
  17. topo

    topo Threadersteller HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.05.07   #17
    Die lezten Jahre (bestimmt schon 6-7 Jahre lang) hat Deutschland immer der Türkei Höchstpunkt Zahl - 12 Punkte gegeben. Darum geht es zum Beispiel.
    Das ist sicherlich kein "deutsches Votum", sondern ein Votum von national beswussten Emigranten und Gastarbeitern, über die verschiedenen Gernerationen hinweg, die aus der Türkei kommen.

    Letztendlich gilt das analog für die Balkan Staaten, wo durch diesen unsäglichen Krieg soviele Menschen das Land (die Länder) verlassen haben.

    Topo :cool:
     
  18. topo

    topo Threadersteller HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.05.07   #18
    Leider nein - die Emigranten haben in der Überzahl gewählt - und zwar in einer Anzahl, als ob es um ihr eigenens Leben gehen würde. Eine sehr gute Freundin von uns, die aus dem Balkan stammt, hat mit einer kleinen Telefonanlage ca. 120 mal angerufen. Ich nehme ihr das in keiner weise übel - aber es verzerrt den Wettbewerb total, wenn das viele machen.

    Topo :cool:
     
  19. hilmi01

    hilmi01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.07   #19
    Bei einem Blick auf die bisherigen Siegertitel frage ich mich, wie man ernsthaft von einer "Balkanisierung des ESC" sprechen kann: über 90% der Gewinne gingen an westliche Länder (Quelle).

    Die Situation ist doch die: die Länder (bzw. die Menschen dieser Länder), die - übrigens nicht nur in diesem Wettbewerb - jahrelang gegenüber der westlichen Werteordnung keinerlei Chance hatten, schneiden sich ein kleines Stückchen vom Erfolg ab. Und wie ist die Reaktion des verwöhnten und siegesgewohnten Westen: er fordert eine Änderung der Regeln, er fordert einen Ausstieg aus dem Wettbewerb, er warnt vor einer Verschiebung der "Machtverhältnisse" um die eigene Vorherrschaft zu sichern.

    Meine Meinung dazu: wer nicht verlieren kann, sollte gar nicht erst antreten.
     
  20. mrnouseforaname

    mrnouseforaname Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.07   #20
    @hilmi01 ganz genau!!! sehe ich auch so.

    mal ernsthaft, ich würde auch lieber irgendwelche osteuropäischen transen wählen, als schleimfresse roger cicero. der typ ist mir einfach unsympathisch. und wie man sieht, bin ich nicht der einzige. (wie gesagt, ich WÜRDE eher für osteuropäische transen stimmen als für einen dieser peinlichen dt. beiträge der letzten jahre. ich tue es natürlich nicht. und als wäre es was neues, dass die GEZ das geld zum fenster raushaut. hallo? augewacht und die rosarote brille ab. das meiste geld geht halt für sport und musik (sprich musikantenstadl und dieser scheiß) raus. ist wohl jedem selbst überlassen, ob mensch die gebühr bezahlt oder nicht. harald schmidt ist grund genug es nicht zu tun. egal. soviel OT)

    es ist peinlich, wie der westen sich selbst stigmatisiert. wen interessiert bitte roger cicero??? wer kauft denn bitte außerhalb von deutschland seine platten?? kaum einer. genauso geht es den anderen "west"europäischen künstlern. ganz anders in osteuropa. z.B. sind künstler von zypern auch in ganz griechenland beliebt und andersrum. die kommerzielle musikszene ist viel mehr verwachsen, die absätze der künstler werden nicht nur im eigenen land gemacht, sondern auch in den nachbarländern, die sich teilweise auch damit identifizieren können. (bei spiegel.de gabs dazu nen artikel, schaut einfach mal)
    man ey, dieses pseudopatriotische gestammel hier ist schon wirklich peinlich. es geht um den ESC. zwingt euch doch keiner den scheiß zu gucken.