Kann man sein instrument falsch ansetzen?

von Stradimax, 28.01.08.

  1. Stradimax

    Stradimax Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.08   #1
    Hallo,

    ich spiele seit nunmehr schon neun Jahren Trompete und habe das Gefühl mir angewöhnt zu haben, meine Trompete zu weit unten an den Lippen anzusetzen. Mir kommt es vor, als ob ich dadurch höher spielen kann, allerdings scheint die Kondition dabei flöten zu gehen. Vor längerer Zeit habe ich erfahren, dass das Lippenrot nicht über den Mundstückrand hinausschauen darf...Wieso eigentlich? ich mein, kann man diesen Grundsatz wirklich verallgemeinern, jede Lippen sind ja auch unterschiedlich geformt !

    Naja ich habe versucht, mir diesen Ansatz anzugewöhnen, allerdings hab ich das Umgewöhnen dann nach einiger zeit aufgegeben, da ich nicht so hoch spielen konnte , wie es mein Dirigent gerne hätte. Und da ich gedacht habe, dass ich mir vielleicht zu viele gedanken mache und das problem doch woanders liegt und ich auch mit meinem zu weit unten angesetzen Mundstück mit übung dieselbe Kondition erreichen kann, wie mein Trompetenlehrer.

    Hat eventuell jemand schon erfahrung damit gemacht?...dann würde ich mich hilfreiche Informationen freuen;)
     
  2. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.08   #2
    Ich habe mal als anhang ein paar Bildchen gesetzt.
    https://www.musiker-board.de/vb/blech/243306-h-he-verbessern-bei-posaune-4.html

    Jeder setzt unterschiedlich an. Ich empfehle mal sich mit dem Pivot Sytem von Donald S. Reinhard auseinanderzusetzen.
    Du kannst auch verschiedene Ansätze haben. Für mittelhoch ist was anderes als mittel tief und tief. Mir scheint, dass dein Anstz für hoch prinzipiell nicht verkehrt zu sein braucht.
     
  3. jbohot

    jbohot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.08   #3
    jo hatte auch noch bis vor ein paar jahren dieses problem ... und nunja wie soll ich sagen ... es ist schwer umzugewöhnen, wenn man es sich einmal falsch angewöhnt hat.
    Da musst du eisern an dir arbeiten sonst wird das nix ... und das problem mit der höhe hatte ich auch .. aber das richtet sich nicht in 3 tagen ....
    das dauert monate bis du dich auf den "neuen" ansatz um gewöhnt hast und noch mal ein halbes jahr bis du in die höhe kommt ....
    das dauert .... nichts ist einfach ... wäre genauso , wenn man nem raucher das rauchen in 3 tagen abgewöhnen wöllte .... die armen kerle krepieren dann auch
     
  4. Stradimax

    Stradimax Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.08   #4
    irgendwann hab ich mich jedoch gefragt, ob es überhaupt am ansatz liegt, sonst quäl ich mich unnötig mit dieser sache ab und das problem liegt im endeffekt ganz woanders...d.h. kann man wirklich sagen, dass die kondition unter den oben beschriebenen trompeten ansatz leidet? da war ich mir dann wieder nict sicher und hab dann aktiv an meiner atmung gearbeitet und auch besserungen erfahren , jedoch jetzt will ich auch wissen ob ich durch den veränderten ansatz noch mehr kondition erreichen kann...
     
  5. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.08   #5
    Wie gesagt, daß es an der Position liegt wo man das Mundstück ansetzt, ist höchst fraglich. Ansatz ist ja eine mehrdeutige Angelegenheit.
    Das das Instrument eine kleine Rolle spielt, die Formgebung des Kessels eine größere, ist hier schon öfter diskutiert worden.
    Was du aber ansprichst ist "Kondition".
    Da stellt sich die Frage, ob man da nicht einen neuen Thread aufmachen sollte. Dazu könnte ich schon einiges sagen.
    Grundsätzlich und kurz gesagt. gilt: Die Bläserei ist für die kleinen Muskeln Hochleistungssport. Nun könnte man sich ja mal mit der Anatomie der entsprechenden Muskeln vertraut machen. Es sind mehr Muskeln als der Ringmuskel betroffen. Alles was für die großen Muskeln gilt, gilt wohl auch für die kleinen Muskeln.
    Das wichtigste ist natürlich das Training. Dazu wurden schon die verrücktesten Hilfmittel angeboten. Aber das Training am Instrument ist durch kein Surrogat zu ersetzen. Hierbei muss man auch aufpassen dass man die kleinen Muskeln nicht überfordert, sonst hat man die gleichen Probleme, wie bei den Großen Muskeln.
    Weitere Maßnahmen sind Ernährung und sich damit zu beschäftigen, wie man Muskeln überhaupt aufbaut, ebenso was den Aufbau verhindert.
    Man kann unterscheiden zwischen Masseaufbau und Härte. Hier spielt Testosteron bei Männern eine große Folle. Man kennt das von den Dopingdiskussionen bei den Leistungssportlern im Radsport und anderen Sportdisziplinen. Ich diskutier das mal wertfrei und nicht moralisch. Mich interessiert der Effekt und der gesundheitliche Aspekt. Hätten die Radsportler ihre Rezeptur auf´s T-Shirt geschrieben, wüßte man was funktioniert.
    Im Fettansatz wird dieses Hormon in Östrogen umgewandelt. Der Schmerbauch, vor allem das Fett an den Organen ist also Kontraproduktiv. Nachteilig ist auch Bier, da es hochenergetisch durch den Alkohol ist, was den Fettansatz fördert, zudem Östrogene enthält.
    Eiweiß (Molkeeiweiß abends, da es nur langsam umgebaut wird), Zink für einige Drüsen, Magnesium, auch Creatin hilft beim Muskelaufbau, gesunde Ernährung überhaupt. Wer natural und nicht chemisch dopen möchte, für den ist der Ernährungsplan mit das wichtigste. Einige Nahrungsergänzungmittel sind aber durchaus legitim und hilfreich. Einige sogar in unseren Breiten sehr notwendig (jodiertes Speisesalz z.B.). Auch die Schilddrüsen haben einen Effekt auf unseren Metbolismus. Nicht nur die Hyphophyse-Hypotalamus-Hoden Achse (Kurz HHH-Achse genannt.).
    Allg. Konditionstraining, Förderung der Sauerstoffaufnahme, alles das was den großen Muskeln dient, dient auch den kleinen Muskeln. Auch Massagen und Entspannung sind genau so hilfreich für die kleinen Muskeln. Das könnte auch jene interessieren, welche mal einen Unfall hatten und an Gewebeverhärtung leiden.

    Tabak verhindert die Durchblutung. Irgendwann wird dieses Kraut wohl endgültig verboten sein und dann geht´s dem Alkohol an´s Leder. Man sollte auch wissen, das eine Tüte 7x so schädlich ist wie eine Zigarette. Allerdings sollte man das nicht überdramatisieren. Wer nur gelegentlich, so mal an dem einem oder anderen Wochende sich ne Tüte reinzieht, kann das unter Lebenssqualität abbuchen. Da sehe ich kein Problem. Da die Indica Sorten nur breit machen und die Sativa Sorten etwas scharf, kämen evtl. diese in die nähere Wahl. Da die Menge des Rauchs relevant ist, wären hochpotente Sorten wie white widow, besser, da man weniger davon braucht. Besser ist nichtrauchen, man kann sich ja spacecakes backen. Gut sind dann die reinen Buttons, natürlich biologisch angebaut.
    Recht daneben ist das Zeug, was man mit Tabak mischt. Tabak ist ein Antagonist und vernichtet 30% des Wirkstoffes, so daß man wieder mehr nehmen müßte.
    Ephedrin, dem Adrenalin verwandt, gibt zwar mehr speed für mehr Training, verengt aber die Gefäße. Da bleibt man besser bei Kaffe.
    Schokolade ist nicht zu diskutieren. Die enthält so gut wie gar kein Theobromin. Es handelt sich nur um gefärbten aromatisierten Zucker.

    Allerdings dürfte bei Bläsern der Gedanke an Doping und Bodybuilding für die kleinen Muskeln (die großen sind da gleich mitbetroffen), höchst skurril vorkommen. Trotzdem sind Überlegungen in dieser Hinsicht durchaus sinnvoll. Da könnte man noch einiges zu sagen.
     
  6. Stradimax

    Stradimax Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.08   #6

    Also erstmal dankeschön für diese detaillierte darstellung... mit Kondition meine ich die dauer, mit der ich ohne pausen mit der trompete spielen kann... die oben genannten faktoren, wie alkohol und rauchen etc. treffen auf mich nicht zu, ich bin eigentllich sehr sportlich, an der fehleneden muskulatur kann es nicht liegen, und dopen? naja ich weiß nicht mein trompetenlehrer ist auch erfolgreicher trompeter und auchnicht gerade der sportlichste, er sagt immer je weniger muskeln ich beim blasen anstrege desto schöner klingt es und desto länger kann ich auch spielen... nur ich habe hjetz das gefühl dass eben mein ansatz des mündstücks unökonomisch ist , auf dauer tun die ringmuskeln weh, d.h. sie erschlaffen und ich kann nciht mehr spielen...
     
  7. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.08   #7
    Wer hat dir denn gesagt, dass du die Fehler deinen Lehrers übernehmen sollst? :confused:
     
  8. kloppi

    kloppi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.08   #8
    das kann man verallgemeinern weil das Rote der Lippe nicht wirklich "haut" sondern "nur" schleimhaut ist, und wenn du dort plazierst kann es dazu kommen dass die lippe nichtmehr durchblutet wird und evtl. "abstirbt" (damit ist gemeint gefühllos, trocken, hart), wodurch sie sich nicht mehr richtig öffnet und schliesst (wodurch der ton erzeugt wird) was zu einem schlechteren ton und im schlimmsten fall dazu führen kann, dass man garnicht mehr spielen kann.
     
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