Kann sich ein Hals im laufe der zeit einfach so verstelln?

von Wolfgang.Hauser, 09.10.05.

  1. Wolfgang.Hauser

    Wolfgang.Hauser Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.05   #1
    jo, geht das, dass das einfach alle zwei jahre oder so mal vorkommt, so dass man dann immer mal wieder neu einstellen muss? ich frage, weill meine e-saite (die dicke) rgendwie scheppert, wenn man etwas härter anschlägt. wie siehts da bei euch aus?
    P.S.: Gibson sg!!
     
  2. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.10.05   #2
    Genau genommen müsstest du sogar feststellen dass sich der Hals so ca. 2 mal im Jahr ´verändert´. Das ist ganz normal da der Hals aus Holz ist und Holz ein lebender Werkstoff ist. Der Hals verzieht bei unterschiedlichen Spannungen die auf ihm lasten (Saiten, mit unterschiedlicher Stärke) oder das Klima. Meist beim Wechsel Sommer/Herbst und Winter Frühjahr verzieht sich der Hals aufgrund der rel. Luftfeuchtigkeit.
    Also kein Grund zur Panik.....einfach nachstellen und gut ist.
     
  3. Wolfgang.Hauser

    Wolfgang.Hauser Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.05   #3
    und wie? halsshraube und so ,aber wie genau?
     
  4. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.10.05   #4
    Genau. Du nutzt den Halsstab (Truss-Rod).

    Warscheinlich hat dein Instrument an der Kopfplatte ein aufgeschraubtes Plättchen, das musst du abnehmen. Dann liegt der T-Rod frei.
    Jenach Instrument benötigst du einen Inbus oder einen innensechskant-schlüssel. Meist passen konventionelle Maulschlüssel hier nicht, also brauchst du vom Musikalienhändler einen extra Schlüssel für das Instrument (sofern du nicht einen mit der Gitarre bekommen hast). Der Schlüssel kostet max. 5 Euro, also nicht die Welt.

    Ist das abgehandelt gehts ans eigentliche Einstellen.
    Du siehst in welche Richtung der Hals muss. Schepperts, muss der Hals von den Bünden weg. Dazu drehst du nun ganz sachte den T-Rod in die entsprechende Richtung. Wichtig ist dass du immer nur 1/4 umdrehungen drehst dann den Hals für eine Nacht ruhen lässt und erst dann wieder nachkorrigierst, da du sonst das Instrument beschädigen kannst.
     
  5. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 09.10.05   #5

    Leute, schraubt nicht gleich ohne Know-How an den Hälsen rum, wenn eine einzelne Saite mal etwas scheppert. Diese Ratschläge scheinen hier in letzter Zeit groß in Mode zu sein und sind vielfach nichts als unwissendes Nachgeplapper: "Da gibt es so eine Schraube, dreh' da mal dran rum... Hat mein Kumpel auch schon mal gemacht..." Ob'S was für eine einzelne Saite bring, weiß kein Mensch. Hauptsach erstmal an der Halskrümmung rumpfuschen...

    Wenn es dann überhaupt richtig gemacht wird, darf anschließend Okatvreinheit unnd Vibratoeinheit auch noch neu justiert werden usw.... :screwy:

    Also bitte: Bevor man am Hals rumschraubt, muss erstmal geprüft werden, ob das überhaupt notwendig ist!!!. Dies ist nur der Fall, wenn die Krümmung nicht OK ist. (siehe Workshop bei www.rockinger.com ).

    Wenn es eh nur etwas scheppert, wenn du hart anschlägst, ist das fast normal, zumal bei neuen Saiten. Wenn es über den Amp nicht zu hören ist und das Sustain nicht hörbar beeinflusst, kannst Du es vernachlässigen.

    Ansonsten immer erstmal die bestreffende Saite etwas höher stellen (bei Einzelreitern) oder die rechte oder linke Seite der Bridge. Damit bekommt man in 90 Prozent der Fälle schon etwas Besserung.

    Falls es nur dann scheppert, wenn die Saite nicht gegriffen ist, ist meist der Sattel schuld, d.h. die KErben sind mit der Zeit tiefer geworden. Kommt besonders bei preiswerten Gitarren mit billigen Plastiksätteln vor.
     
  6. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 09.10.05   #6
    Ich habe Gitarren, da wurde Hals seit Jahren nicht eingestellt. Einfach deshalb, weil es nicht nötig ist. Nachstellen bitte nicht nach Jahreszeit sondern nach Notwendigkeit!
     
  7. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.10.05   #7
    Ist natürlich vollkommen richtig, aber es ist z.T. so dass es gerade bei Klimawechseln nötig ist nachzustellen. Ich wollte ihm damit nur klar machen dass es ´normal´ist wenn der Hals sich bewegt.



    Auch vollkommen richtig!
    Aber wenn er schreibt dass er den Hals nachjustieren möchte, da sich das Spielgefühl ändert soll ihm doch offenbahrt werden wie´s funktioniert.
    Ich gehe davon aus dass die Krümmung nicht mehr in Ordung ist.
     
  8. angiemerkel

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    Erstellt: 09.10.05   #8
    Noch jemand hier außer mir, der sich gefragt hat, was um alles in der Welt Vibrato-Reinheit ist und warum man das nie überprüft hat?

    Zum Topic: Bitte extreme Vorsicht, wenn wirklich der Halsstab verstellt wird. Wenn der dabei reisst, wird's teuer.
     
  9. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.10.05   #9
    Vibratoeinheit ist ein anderes Wort für Tremoloeinheit(Der Jammerhaken, das Ding zum ´wibbeln´). Wobei Tremolo musikalisch gesehen völlig falsch ist.

    Vibrato beschreibt die Modulation (veränderung) des Tons bezüglich der Tonhöhe. Kennt jeder Gitarrist.

    Tremolo beschreibt eine Lautstärkeveränderung (laut,leise,laut). Hört sich einwenig wie wabern an....aber ich denke es ist klar was gemint ist.
     
  10. Wolfgang.Hauser

    Wolfgang.Hauser Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.05   #10
    ok, ch werd das wohl ma sein lassen. hatte eh nicht wirlich vor an ner 1000 euro gitte rumzuschrauben ohne wirklich ahnung zu haben. naja, mal sehn. muss ich mal den gitarrenfritze beim händler meines vertrauens fragen...
     
  11. Mast3rT

    Mast3rT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.05   #11
    Man muss doch nicht immer direkt den Hals nachstelln...

    Wenn die E-Saite die einzige ist die scheppert, denke ich kaum das der Hals da grossartig falsch eingestellt ist, probier am besten einfach mal die Brücke minimal hochzuschrauben, ist viel simpler und ungefährlicher, wobei ich persönlich finde das man, WENN man nicht am Trussrod dreht wie n Irrer auch nicht viel kaputt machen kann, sei jedem selbst überlassen. Wenn man sich mal ein wenig in die Materie einarbeitet geht doch alles von selbst :)

    Aber halt am besten zuschauen wie das jemand macht der Ahnung davon hat, dann das nächste mal halt selbermachen :)



    mfG
     
  12. Hans_3

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    Erstellt: 10.10.05   #12
    Nö. Ausgangsproblem des Threads war doch:

    1 einzige Saite scheppert und nicht alle 6. In diesem Falle schraubt man nicht als allererstes am Hals rum, sondern fängt an Steg und Sattel an.
     
  13. BF79

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    Erstellt: 10.10.05   #13
    Wenn das Setup wirklich hinüber ist, dann kann man es auch nicht mehr kaputtmachen. Wenn man sich die Zeit nimmt um sich das nötige Wissen anzulesen und dann mit Geduld experimentiert, dann ist das gar nicht so schwer. Selberschrauben lohnt sich, man bekommt ziemlich schnell genug Erfahrung um sein Setup selbst zu machen. Und wer weiß schon besser was einem gefällt als man selbst. Kaputt machen kannst Du kaum was, das einzig wirklich irreversible wäre die Halsschraube zu fest anzuzihen. Also so, daß sie ausreisst oder den Hals sprengt. Aber es braucht nur ganz wenig Geschick um zu merken, daß man nicht wie ein Ochse an dem Ding drehen muß...
     
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