Kaufberatung, die 1000ste - Digitalpiano für Sohn (und Papa)

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burton_
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Hallo zusammen,

dank eines engagierten Musiklehrers hat unser 11 Jähriger beschlossen, Klavier lernen zu wollen (y) und als gute Eltern unterstützen wir das natürlich nach Kräften 😏

Ich selbst habe mich bislang eher im Gitarrenbereich rumgetrieben, würde aber die Gelegenheit nutzen, mit ihm mitzulernen und mich auch den Tasten zu nähern.

Praktischerweise gibt es im Wohnzimmer den perfekten Platz für ein ePiano im stationären Klavierdesign, so dass die familieninterne Genehmigung bereits erteilt wurde (einzige Bedingung wäre Farbe weiß "da sieht man den Staub nicht so" ;)).

Es soll also ein Digitalpiano her - nach Möglichkeit nicht nur für den Anfang, sondern gerne was Vernünftiges, wo man auch länger was davon hat.

Wichtig wäre eine "gute" Tastatur und ein Lautsprechersystem, mit dem man zumindest ein normales Wohnzimmer beschallen kann.

Nach ein bisschen Internet-/YouTube-Recherche wäre ich preislich irgendwo in der Größenordnung Kawai CN-301, also bei +/- 1.500 € gelandet.

Günstiger wird natürlich gerne genommen, wenn es da schon was ordentliches gibt. Es kann zur Not auch ein bisschen teurer werden, wenn damit aber auch ein spürbarer Mehrwert verbunden ist.

Im lokalen Musikfachgeschäft wurde bei den obigen Parametern das Casio AP-300 (aufgrund seines aufklappbaren Deckels als USP) empfohlen (was aber auch der Tatsache geschuldet sein könnte, dass das neben einem Kawai CX-202 das einzig vorrätige war :unsure:).

Bevor ich mich demnächst auf den Weg zu Thomann mache, wollte ich daher ein paar Modelle sammeln, die ich vor Ort genauer ins Auge fassen würde.

Vielen lieben Dank schon mal im Voraus für Eure Hilfe! :giggle:
 
Willkommen in der Tastenecke des Musiker-Board! :hat:

Was das Budget und deine beiden Kandidaten betrifft: zum Casio kann ich leider nichts sagen, weil ich kaum "Digital Home Pianos" (Kisten) spiele, sondern bevorzugt "Portables" (Bretter).

Immerhin kenne ich die RH3-Tastatur des Kawai CN-310 ganz gut. Ich habe sie im ES-920 letztes Jahr monatelang gerne gespielt und das Instrument erst letzte Woche verkauft.
Die Tastatur ist relativ gut in der Dynamikumsetzung und ich fand sie angenehm gewichtet, zum Lernen auch jenseits der Anfänge geeignet.
Leider ist sie auch mechanisch laut im Vergleich zur Roland PHA-50 oder der schon geradezu leisen Yamaha GrandTouch-S mit weissen Holztasten (wichtig, es gibt auch eine Vollkunststoff).
Beide Tastaturen findet man nur in Instrumenten für ein paar Euro mehr, würde sich m.E. aber lohnen.
Besser wird es bei den Homepianos nahe 2.000 Euro bei Kawai, Yamaha und Roland und erst recht darüber auch in den Wiedergabesystemen. Wenn solche Modelle auch eine Option sind, bitte nachhaken.

Kawai hat ein Einzeltasten-Sampling, aber nur die Hi-XL Klangerzeugung ist unbeschnitten, im CN ist die Klangerzeugung also auf eine Nummer darunter beschnitten.

Achtet beim Ausprobieren auch im Vergleich darauf, ob die Klavierklänge des Flügels vom Specherplatz 1 und 2 gefallen, auf den ersten beiden Speichern sind bei allen Herstellern die eigentlichen Top-Klänge zum Klavier.
Dabei muss auch kein Berater seine Kabinettstückchen vorspielen, denn alle Digitalpianos haben in MIDI abgespeicherte Demoaufnahmen und davon einige mehr als auf der Homepage.
Mehr noch als die Klangerzeugung könnte im Preisbereich das Wiedergabesystem ein Thema sein, aber das wird unterschiedlich empfunden.

Günstiger geht auch, wie mit dem (mir unbekannten) Casio oder Modellen der mir ebenso unbekannten Kurzweil, solche Instrumente sind leider nicht überall im Handel.
Bei Internet-Bestellungen außerhalb Deutschlands, sprich in benachbarten EU-Ländern, würde ich sehr genau auf die Bedingungen und Kosten für den Fall einer Rücksendung achten, das kann im Fall des Falles ins Geld gehen.

Gruß Claus
 
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Hallo Claus,

vielen lieben Dank für die wertvollen Hinweise! (y)

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass mehr immer geht :oops:

Mein ursprünglicher Plan lag irgendwo bei 1.000, wurde dann schnell auf ca. 1.500 "aufgebessert" in der Hoffnung, mit einer '1'vorne dran was ordentliches zu bekommen :unsure:

Die psychologische Grenze über die 2.000 werde ich vermutlich nicht reißen, also muss ich wohl abwägen, wo man am ehesten Abstriche machen kann.
 
Mein ursprünglicher Plan lag irgendwo bei 1.000, wurde dann schnell auf ca. 1.500 "aufgebessert"
Der Spung bewirkt bezogen auf Kawai die spielerisch gute RH3 Tastatur und deren zweitbeste Sampling-Klangerzeugung.
Was die Grenze betrifft, das Roland HP-704 könnte auch knapp unter 2.000 Euro erhältlich sein, das Yamaha CLP-845 liegt etwas darüber und das Kawai CA-59 schon nah 2.500 Euro, offenbar wurden reihum die Preise gerade etwas angehoben..
Alle drei Modelle sind recht verschieden, was man bei interesse noch beleuchten könnte, aber sind allesamt für meine Begriffe schon recht hochwertig.

Aber man könnte auch für ca. 1.000 ganz gut anfangen und je nach Fortschritt sieht man dann weiter.
Der Hinweis zum Casio könnte sich da noch als gutes Angebot erweisen, denn die anderen bekannten Hersteller bauen in diesem Bereich keine Home Pianos, soweit ich weiß.
Bei Verzicht auf deren Optik würde ich das Angebot um die 1.000 Euro noch etwas erweitern.

Gruß Claus
 
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Wie @Claus gehöre ich eher zur Fraktion der "Brettspieler", da ich die meisten Keyboards mit auf die Bühne schleppen möchte.

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass man durchaus preislich in beide Richtungen unterwegs sein sollte - und sich dann eben überlegen muss, ob man nicht doch erst einmal ein mittleres Einstiegsgerät anschafft (das man dann, so es ein Markengerät ist, nach ein paar Jahren zu einem Kurs von 60% wieder verkauft), bis man weiß, was Sohnemann mit 14 dann für Interessen hat (vielleicht will er dann in eine Band und braucht etwas Mobiles, oder er will Klangexperimente machen und braucht einen Synth). Bei der Preisklasse um 1500 EUR dürften wir (von dem her, was ich von der Bretterseite her kenne) bei den Konsolen-Geräten noch nicht in der Mittelklasse sein (die könnte evtl. ab 2200 EUR zu haben sein, wenn man beim Lack noch keine Ansprüche stellt). Zu Recht spricht Claus v.a. das Thema Tastaturen an in der Erwartung, dass es erst einmal dezidiert ums Klavierspielen geht. Und die Instrumente, die er nennt, liegen dann schon satt in der Mittelklasse - allerdings müsste man m.E. vom Kawai CA-501 sprechen, dem Nachfolger des CA-59.
 
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Ich persönlich habe in dieser Kategorie
ein ePiano im stationären Klavierdesign,
nichts für mich gefunden, was eine möglichst klassisch spielbare Klaviertastatur und ein gutes Wiedergabesystem vereint. Bei mir sind es dann getrennte Geräte für Tastatur/Sound und Aktivboxen geworden.
Auch aus dem Gesichtspunkt wie ihn @FZiegler schreibt, dass ich das Ding mal transportieren können möchte.

Trotzdem verstehe ich natürlich auch den Wunsch nach einem schönen Möbelstück und dass man alles in einem Gerät hat, keine Verkabelung, man kann Einschalten und losspielen. Aber einmal installiert funktioniert das schon auch problemlos.

Falls Ihr da doch nochmal flexibler rangehen wollt, gäbe es auch noch ein paar Optionen. ZB das Numa X Piano (habe ich) mit einer wie ich finde guten, relativ leichtgängigen Tastatur um die 1300 Euro in Kombination mit zwei 7 oder 8 Zoll Aktivboxen, ggf auch mit einem evtl schon vorhandenen Verstärker oder Heimstereoanlage. Alternativ ein Masterkeyboard wie das SL 88 mk2 (gleiche Tastatur wie das Numa X), die Klangerzeugung über einen Mac/iPad/Win/Linux-Rechner + Software - da zahlst Du für die Tastatur 500 Euro und kannst den Rest für Sound + Aktivboxen verwenden. Auch für später ist man dann flexibler, kann einzelne Komponenten austauschen usw.
Der "modulare" Aufbau hat aber natürlich auch Nachteile, vor allem Wohnzimmertauglichkeit.

Ansonsten liegst Du mit @Claus Ratschlägen sicher richtig.

und sich dann eben überlegen muss, ob man nicht doch erst einmal ein mittleres Einstiegsgerät anschafft
Falls das interessant ist, ich will es jetzt nicht breittreten, da es schon paarmal erwähnt wurde, aber ich hab mal das Kurzweil KA E1 angespielt (gibt ssauch in weiß ;)) , für 400 ein sehr günstiges Einstiegsgerät, Tastatur OK, die Sounds verwendbar, die kann man aber auch über eine MIDI Schnittstelle im PC/Laptop/iPad aufbessern und hat dann eine solide Einstiegsvariante für sehr günstiges Geld, und kann dann ggf später weitersehen. Könnt Ihr Euch ja mal ansehen, wenn Ihr bei Thomann o.ä. seid.

Viel Erfolg und Spaß beim Spielen! Das (und guter Unterricht) ist eigentlich noch wichtiger als das "perfekte" Instrument ;)
 

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