Kaufberatung: Hardware-Synth bis 3000.- €

von Dave_inVain, 11.08.16.

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Casio
  1. Dave_inVain

    Dave_inVain Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.16   #1
    Hallo liebes Forum,

    um mich nicht nur von Groovebox zu Groovebox zu hangeln und auch endlich zuzugeben, dass viele digitale Software-Plugins nicht so mein Fall sind, möchte ich etwas Geld in die Hand nehmen und den Grundstock meines elektronischen Sounds legen, das heißt, einen -möglichst analogen- Hardware-Synthesizer zu kaufen, der international konkurrenzfähig ist.
    Leider bin ich mit meiner ausgiebigen Suche noch nicht weit gekommen, denn ich bin auf der Suche nach einer Spielweise/Feature, das ich gar nicht so genau benennen kann:
    Mein Synthesizer soll mit Hilfe eines Sequenzers modulieren, während ich noch eine zweite Stimme dazufüge. Also sodass ich einen Lauf und eine Begleitung dazu spielen kann.

    Ich habe dieses zugegeben schwerz zu verständlich machende Feauture mal bei Alessandro Cortini gesehen:


    Vielleicht beschreibt der Begriff "Begleitautomatik" (im Fragebogen) das ja am besten....

    Offensichtlich betreibt er mit dieser Modularkiste (Was ist das? Ein Buchla?) sowohl den arpeggierten Lauf als auch die Bassstimme. Ich habe bisher keinen Synthesizer erlebt, der das so toll und mit einem so klasse Timbre erledigen kann. Übersehe ich ein Feature oder ist das mit Coritinis Gerät in dem Video einzigartig?
    Ihr wisst, was ich meine? Etwas steht, es wird /durch einmaliges Andrücken einer tonalen Referenz (Taste)/ aber noch etwas drübergelegt, ganz ohne Loop Station!

    Eine ähnliche Technik sah ich beim 'Swarmatron'.




    So ein Feature wäre natürlich ein Traum. Letztendlich ist der Sound und die Qualität ebenso wichtig, weswegen ich am besten den Fragebogen ausfülle:

    (1) Welches Budget steht dir zur Verfügung? (Bitte unbedingt angeben!)
    bis 3000 €, in Ausnahmefällen mehr.
    [ x] Gebrauchtkauf möglich

    (2) Ist bereits Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll?
    [ ] ja: ___________________________________ _______________
    [x ] nein

    (3) Wie schätzt du deine spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten ein?
    [ ] Anfänger
    [ ] Fortgeschrittener
    [ ] ambitionierter Fortgeschrittener
    [x ] Profi (Berufsmusiker)

    (4a) Wo wirst du das Instrument bevorzugt einsetzen?
    [x ] Zuhause
    [x ] auf der Bühne
    [ ] im Proberaum
    [ x] im Studio

    (4b) Wie oft wirst du es bewegen?
    ______selten_____________________________ _______________

    (4c) Welches Gewicht willst du maximal schleppen?
    bis zu _20__ kg

    (5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument (als Klavierersatz, in der Live-Band, als Soundlieferant im Studio, als Alleinunterhalter-Board, ...)
    ________Grundstock zur Soundgenese, Entwicklung einer kraftvollen musikalisch-elektronischen Handschrift______

    (6) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
    _______experimentelle elektronische Musik/ Soundtrack / Ambient

    (7) Welche Gerätetypen kommen für dich in Frage?
    [x ] Klangerzeugung und Tastatur im selben Gerät (Standalone-Geräte)
    [ ] Computer + Soundkarte + MIDI-Masterkeyboard (Computer-Software plus separate Tastatur)
    [x ] Expander + MIDI-Masterkeyboard (Einzelgeräte jeweils für Klangerzeugung und Tastatur)
    [x ] Wie oben, aber Expander 19-Zoll-Rack geeignet

    (8) Welche Tastaturgrößen kommen für dich infrage?
    [x ] 25
    [x ] 37
    [x ] 49
    [ ] 61 (Standardgröße Keyboards/Orgeln)
    [ ] 73/76
    [ ] 88 (Standardgröße Klavier)

    (9) Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage?
    [x ] leicht- bzw. ungewichtet (Standard Keyboards/Orgeln/Synthesizer)
    [x ] Hammermechanik (wie beim Klavier)

    (10) Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein?
    [x ] ja: _____exzentrische und extravaganter Hardwaresynthesizer
    [ ] nein, lieber ein Allrounder

    (11) Welche Funktionen sind dir besonders wichtig?
    [ ] Standard-Sounds (Piano, E-Piano, Orgeln, Streicher, Bläser etc.)
    [x ] Synthese (Sounds mit subtraktiver Synthese, FM, DSP u.ä. erstellen)
    [ ] Sampling (Sounds und Geräusche aufnehmen und triggern)
    [x ] Sequenzer/Midi-Recorder (Songs/Performances/Backings aufnehmen und abspielen)
    [ ] Audio-Recorder (Audio aufnehmen/laden und abspielen)
    [x ] Begleitautomatik / Rhythmusgerät
    [ ] Masterkeyboardeigenschaften (zum Ansteuern anderer Geräte)
    [ ] Eingebaute Lautsprecher
    [ ] Eingebaute Effekte (falls gewünscht, konkret: __________)
    [ ] sonstiges: ___________________________________ _______________

    (12) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnliches Aussehen, wohnzimmertauglich etc.)
    __________________nein_________________ _______________

    (13) Sonst noch was? Extrawünsche, Hinweise oder Anmerkungen?
    __________alles weitere oben


    Ich freue mich auf eure Hinweise!

    Dankeschön und hoffentlich bis bald

    dave
     
  2. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.16   #2
    das Gerät selbst ist nicht einzigartig, ein EMS Synthi ... Klassiker
    sein Verhalten allerdings schon, es ist ein sehr spezielles und ausgesprochen interessantes Teil
    für 3k € könntest du einen auftreiben... mit ganz viel Glück (darunter habe ich noch keinen gesehen)
    das ist allerdings 'alt-analog' und damit in gewisser Weise wartungsintensiv
    will sagen: ein begeisterndes Liebhaberstück

    cheers, Tom
     
  3. sonicwarrior

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    Erstellt: 11.08.16   #3
  4. Dave_inVain

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    Erstellt: 11.08.16   #4
    Danke für eure schnellen Antworten. Den EMS habe ich auch sofort wiedererkannt.

    Ja, das wäre jetzt der Punkt. Gesetz dem Fall, dass ich nicht so schnell an einen EMS rankomme, meinst du, es gibt Alternativen, über die es sich zu grübeln lohnt?

    Liebäugele mit dem Moog Sub 37 noch parallel, ich hatte ihn im Music Store angetestet und war begeistert.

    Allerdings ging mir diese tolle Sequenz des EMS nicht aus dem Kopf. Es geht ja nicht nur um die Sequentierung, sondern um die Tatsache, dass mit EINEM Gerät zwei völlig verschiedene Sachen gespielt werden. Wie geht das?? Noch dazu mit so einer alten Kiste.

    Habt ihr da einen Tipp?
     
  5. hairmetal81

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    Erstellt: 11.08.16   #5
    iVCS Emulation... plus den entsprechenden Controller von synth-project.de
     
  6. sonicwarrior

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    Erstellt: 11.08.16   #6
    Klar gibt's Alternativen. Der EMS hat ein paar Modularanleihen, z.B. sind alle 3 Oszillatoren separat ansteuerbar, so dass man verschiedene Sequenzen spielen kann, wenn Legato-Spielweise OK ist, da es nur eine Hüllkurve gibt.

    Bei manchen kompakten Monophonen gibt es eine so genannte Duophonie, d.h. man kann eine komplexe Stimme mit 2 oder mehr Oszillatoren in zwei einfache aufteilen. Der Sub 37 kann das z.B. und hat einen Sequencer:

    ... oder der DSI (= Dave Smith Instruments) Pro 2 (nennt sich da Paraphonie, weil man die Stimme in mehr als 2, nämlich 4 aufteilen kann).

    Oder Du nimmst gleich einen multi-timbralen polyphonen Synth mit Sequencer, z.B. DSI Mopho x4 oder Elektron Analog Keys.

    Oder ein kleines Eurorack-Modularsystem, allerdings wird man da mit Optionen erschlagen und es ist neben dem EMS die teuerste Option.
     
  7. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.16   #7
    Dem Tip von hairmetal würde ich mich anschliessen und den iVCS tatsächlich mal eine Zeit intensiv nutzen.
    (falls du dich ernsthaft dafür interessiert, wird die Suche vermutlich einiges an Zeit erfordern)
    Das 'schräge' Verhalten des Synthi bildet die App wirklich gut ab, die Komplexität ist beispiellos, bzw die Varianz der Ergebnisse.
    http://www.synthtopia.com/content/tag/ivcs3/

    Auch wenn du sonst keine Verwendung für ein Tablet hast - damit ist das Ding gut ausgelastet und du wirst auch bei täglich 3 Stunden Nutzung lange was zu schrauben haben.
    Intensiviert sich dabei die Sehnsucht nach dem Original: go for it :D
    Ist mir zumindest so gegangen, wobei das derzeit preislich jenseits von Gut und Böse liegt :(
    Aber wenn ich mir je ein Hardware Teil zulege, dann ziehmlich sicher den Synthi... da hat mich die App angefixt.
    Sie zählt nebenbei zu den Top Vertretern auf dem Gebiet.

    cheers, Tom
     
  8. hairmetal81

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    Erstellt: 11.08.16   #8
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  9. Dave_inVain

    Dave_inVain Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.16   #9
    @ sonicwarrior

    .DSI Pro 2/ DSI Mopho x4/ Oberheim Xpander/uvm.

    Ich weiß, dass die DS-Geräte zu den besten auf dem Markt zählen, ich kann mir allerdings nicht helfen: Ich mag den Sound nicht.
    Rein subjektiv argumentiert und nichtmal sicher ob der zahlreichen Möglichkeiten/der Flexibilität: Einfach nicht meine cup of tea sozusagen.
    Mir 'schmecken' die nicht. Sie sprechen nicht zu mir. Wie man es auch nennen mag...ich tendiere eher woanders hin. Frei nach dem Motto:
    'Hund oder Katze? Katze.'

    .EMS AKS/ Buchla Music Easel

    ...denn ich habe mich irgendwie in den Sound eben derjenigen Geräte verliebt, obwohl nur rudimentär im Music Store angetestet. Nicht schlimm, hoffentlich.

    .Sub 37

    Ohne die Moog-Ästhetik richtig doll zu finden, überlief es mich beim Anfassen des Teils sofort und ich hatte das Gefühl, etwas geiles vor mir zu haben. Die Tatsache, dass du mir sagst, dass er mit dem 'Duo Mode' das hat, was ich suche, macht mich natürlich gleich wuschig, denn der ist mir momentan in geschmacklich und finanziell unglaublich Nahe. Ich werde einfach noch ein paar Artikel lesen/Videos gucken, die auf diesen Duo Mode hoffentlich eingehen.

    .Elektron Analog Keys/Four

    Ist 'Analog Keys' wie 'Analog Four', nur ohne Tasten? So hab ich das mal verstanden. Tatsächlich habe ich mich von den hippen Elektron-Groovebox-ähnlichen Geräten etwas distanziert, da ich gerne diesen utopisch-spießigen Wunsch von etwas 'Ursprünglichem', echt-vintage-haftem habe.

    Ist der 'Analog Four' (oder eben auch '~Keys') rough, true, brutal genug? Die Dinger erinnerten mich so ein bisschen an den Roland TR-8, der nur die tollen alten 808/909 sampled/modelt. Warum dann nicht gleich zu etwas Originalem greifen...?

    @ Telefunky/hairmetal

    . iVCS und das Tablet

    ...ich vertraue euch Cracks natürlich, wenn ihr mir sagt, dass das eine Möglichkeit ist, das analoge Teil so gut als möglich zu simulieren...allerdings will ich auch das Hardware-Feeling haben. Es ist einfach was anderes...und ihr wisst das.
    Außerdem habe ich noch nie ein Tablet besessen...extra eins zu kaufen, klar, kein Thema. Aber die Mischung der Unoptimalitäten in Bezug auf den Usprungswusch sind mir da schon fast zu viel.

    /edit: wow, das mit den controllern ist einfach eine total verrückte und tolle sache. aber...uff..ich weiß nicht. Ist irgendwie wie Fischstäbchen essen...Warum nicht gleich eine echte Makrele? (der vergleich hinkt)

    .Modularsystem

    Ich habe mich auch informiert und sogar ein Doepfer Einsteiger-Modularset probiert. 5-6 Module = 1200 €.
    Toll, allerdings finde ich diese EMS AKS/Music Easel - Boxen irgendwie sexier in der Komplettlösung.


    ALSO?

    Sub 37 klingt mit dem Hinweis auf den Duo Mode schon extrem vielversprechen. Auch eine Elektron-Kiste würde ich mich nochmal zur Recherche einlassen...auch wenn die einen sehr fertigen/'japanischen'/unoriginalen Eindruck auf mich machen. Am liebsten wäre mir natürlich, wenn mir ein AKS/Music Easel vor die Flinte laufen würde.
    Ich stehe auch auf die Vintage-Faszination von großen Männern, die Jahrhundert-Synthesizer entwickelt haben. Vielleicht befriedigt das der Sub 37 bereits. Moog ist ja schließlich Moog, oder? / Eine kleine Angst habe ich ja, wenn ich einen AKS oder Music Easel fast blind für soviel Gelod kaufe und dann überfordert oder einfach nicht zufrieden bin...wenn das überhaupt passieren kann, bei so geschichtsträchtigen und bewährten Teilen..hach
     
  10. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.16   #10
    Ganz so war das natürlich nicht gedacht... der iVCS3 klingt zwar auf seinem Gebiet sehr gut, ist aber definitiv kein Synthi
    Der Tablet-Exkurs sollte in erster Linie die Arbeitsweise in der Praxis zeigen... ob's da überhaupt 'passt'.
    Bei Angeboten bis 7,5k€ sind 300€ für's iPad und 15€ für eine App gut angelegt.
    (kann man ja problemlos wieder abstossen, wenn kein Bedarf mehr besteht)
    Ich würde mich nicht gerade als unerfahrenen Synth Programmierer bezeichnen, aber das Teil ist um einiges 'anders'.
    Da habe ich mich mehr als einmal gefragt, was da eigentlich abgeht :gruebel: :D

    cheers, Tom
     
  11. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.16   #11

    ...weil die echte Makrele (d.h. gebrauchter VCS) geschätzt rund 5000$ kostet (...und schwer erhältlich ist ...und wartungsintensiv...)


    ...das "Fischstäbchen" hingegen (d.h. VCS-Controller, ca. 750€, gebrauchtes iPad, ca. 250€, ApeSoft iVCS App, ca. 30€) kommt insgesamt höchstens auf etwas über 1000 Euro, ist zeitgemäss, solide und unkompliziert.



    HTH
    :hat:
     
  12. sonicwarrior

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    Erstellt: 12.08.16   #12
    Also der Oberheim XPander hat mit Dave Smith absolut nichts zu tun, den hat hier aber doch auch keiner erwähnt. :weird:

    Analog Keys ist ein Analog Four MIT Tasten (Verschreiber?).

    Einen EMS hast Du sicher nicht im Music Store angetestet. :tongue: Und der Buchla Music Easel hat mit dem soundtechnisch überhaupt nichts zu tun und fußt auf einer komplett anderen Klangästhetik, nämlich West Coast, d.h. vereinfacht gesagt nicht Filter wie bei East Coast als Hauptelement, sondern Modulation vom VCO mit Waveshapern und viele Multifunktionsmodule statt ein Modul eine Funktion wie bei East Coast, z.B. Hüllkurven, die auch Portamento oder LFO-Aufgaben machen können. Der Music Easel ist mit nur einem für tonales gedachten Oszillator und einer Hüllkurve doch ziemlich beschränkt für den Preis.

    Doepfer ist nur einer von vielen Eurorack Herstellern. Analogue Systems hat sogar Nachbauten von EMS Schaltungen als Modul, allerdings andere Stromanschlüsse und Schraubenlöcher als sonst bei Eurorack üblich. Es gibt da auch Module mit kompletten Synth-Stimmen wie z.B. Moog Mother 32, das sogar einen Sequencer dabei hat.

    Der Sub 37 hat mit Bob Moog überhaupt nichts mehr zu tun.

    Und bei aller Liebe: Die alten Vintage Synths hatten alle so ihre Macken. Der EMS z.B. nicht besonders stimmstabile Oszillatoren (ähnlich wie die ersten Minimoogs) und Übersprechen beim Patchfeld. Für 5000 Euro bekommst Du wie gesagt auch nur eine Hüllkurve. Preis/Leistung ist da völlig miserabel.
    Die haben damals auch nur mit Wasser gekocht und inzwischen hat sich bei den elektrischen Bauelementen einiges getan, was auch heißt, dass viele Ersatzbauteile nicht mehr hergestellt werden.
     
  13. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.16   #13
    vielleicht sind davon einige Macken in die Emulation gerutscht (?) ...
    ich finde auch, dass der Synthi seinen Namen zurecht trägt: von den Zutaten her ist das so gut wie nix :D
    dennoch habe ich derart komplexe und variable Klänge niemals aus objektiv 'leistungsfähigeren' Architekturen herausbekommen
    kA woran das liegt, aber es hat mich sehr verwundert (deswegen räume ich ihm eine gewisse Sonderstellung ein)
    was so schön kreativ ist, hat auch Schattenseiten: reproduzieren lässt es sich (im Detail) von Hand so gut wie nicht

    cheers, Tom
     
  14. synthos

    synthos Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.08.16   #14
    Hier ein Beispiel, wie man beim Sub 37 zu einer aufgezeichneten Sequenz auf den Tasten spielen kann (ab ca. 5:29):

    Grüsse,
    synthos
     
  15. sonicwarrior

    sonicwarrior R.I.P. sonicwarrior

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    Erstellt: 12.08.16   #15
    Vielleicht liegt es am Patchfeld? Dadurch hat er ja einen etwas modularen Charakter. Und variable Shapes bei den Oszillatoren und mischbare Schwingungsformen gibt's auch nicht so oft.

    Ich hab bei Modulargrid mal einen Vorschlag für ein Eurorack-System nach dem Vorbild VCS-3 (also ohne Tastatur/Sequencer) zusammen gestellt. Der Equalizer fehlt hier zwar, aber dafür gibt's ja externe Mischpulte und das Noise-Modul ist weniger flexibel, da es nur White Noise hat, ich wollte aber nicht zuviele Hersteller rein mixen. Eine Alternative für das Noise-Module von Analogue Systems wäre z.B. das A-118 von Doepfer:

    EMS like Eurorack sonicwarrior
    Last modified on August 12th, 2016 07:31

    Module Price
    Analogue Systems Joystick (inverted) Analogue Systems RS220 Joystick 12 HP RS Integrator €204
    Analogue Systems RS-165 Audio Mixer 4 into 1 Audio mixer €89
    Analogue Systems RS-190 VU-Meter / Inverter Analog Meter & Inverter €169
    Analogue Systems RS-20 Ring Modulator €159
    Analogue Systems RS-40 Sample/Hold and Noise €145
    Analogue Systems RS-500E EMS Synthi Filter €229
    Analogue Systems RS-510E Trapezoid Generator Genuine Ems trapezoid generator featuring Attack, On, Decay, Off and Trapezoid output level. With v.c of Decay time, status led, Sig in and Sig out, Gate in and Outputs A and B this classic timing generator. €295
    Analogue Systems RS-95E VCO €275
    Analogue Systems RS-95E VCO €275
    Analogue Systems RS-95E VCO €275
    Circuit Abbey Gozinta Input & Amplification €105
    Circuit Abbey Unify 4-channel stereo mixer €285
    Doepfer A-100B4 Blank 4hp €3
    Doepfer A-100B4 Blank 4hp €3
    Doepfer A-100B4 Blank 4hp €3
    Doepfer A-100B4 Blank 4hp €3
    Intellijel Springray Spring Reverb €186
    €2.703
    (es fehlen: Gehäuse, Tastatur und Sequencer)

    modulargrid_325441.jpg

    https://www.modulargrid.net/e/racks/view/325441
     
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  16. Dave_inVain

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    Erstellt: 12.08.16   #16
    Liebe Freunde,

    also danke erstmal für die ertragreiche Diskussion. Ich sauge das alles wie ein Schwamm auf und bin froh, dass sich so viele beteiligen. Ich lerne ja noch.

    Gerne lasse ich mich von euren Erfahrungen überzeugen gerade im Bezug auf die VCS-Lösung mit dem Tablet. Ich bin in den frühen 90ern groß geworden und alle Autoritätspersonen vermittelten mit entgegen aller Digitalisierungsangst immer eine tiefe Wertschätzung zu Hardware, Analogität und Haptik. Deswegen bin ich vielleich auf Touchscreens und Software einfach ablehnender sensibilisiert, aber man muss auch ein wenig realistisch bleiben: Wenn mein EMS mal kaputt ist, stehe ich im Regen, das stimmt.

    Ich werde einfach mal versuchen, ein billiges Tablet aufzutreiben/bei einem Kollegen mal in die App reinzuschauen. Momentan kostest sie 15.- €, das ist zu verschmerzen.

    Allerdings ist im Hinblick auf meine Präferenzen etwas verrutscht: Ich habe eher den EMS AKS denn dem EMS VCS-3 ins Auge gefasst, denn Sequenzer und Tastatur sind für mich extrem wichtig, da ich die tonale Anbindung einfach brauche.
    Deswegen @sonicwarrior erst einmal tausend Dank für die Zusammenstellung, allerdings benötige ich auch unbedingt die beiden von dir nicht aufgeführten Komponenten bzw. möchte mich eher in die Richtung des - wie auf dem Video gesehenen - AKS Synthi orientieren.
    Sind diese Module mit der Präferenz trotzdem interessant?

    Den WestCoast-Soundästhetik-Diskurs kenne ich, dennoch habe ich das Gefühl, dass der Music Easel noch am ehesten in ein tonales Konstrukt eingebunden werden kann und auch wenn es gegen die musikalisch-technische Konzeption der ganzen Firma geht, würde ich das verschmerzen, um den Buchla-Sound zu bekommen und aber harmonisch anbinden zu können.

    Allerdings gefällt mir der AKS nach wiederholtem Anhören noch mehr. Bis ich davon aber einen habe...uff.

    In dem Kontext möchte ich noch zwei Softwares in den Raum schmeißen:

    Madrona Labs Aalto
    ...gilt als Buchla-nahe Software-Interpretation eines Modular-Synthesizers.

    XILS-lab XILS 3 (oder 4)
    ...wohl ein designierter VCS-3 simulant..

    Habt ihr das Erfahrungswerte? Kommen die ran?

    Auch haben wir jetzt gar nicht mehr über die Elektron-Dinger gesprochen.
    Hat jemand von euch das Analog Four oder ~Keys?
     
  17. hairmetal81

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    Erstellt: 12.08.16   #17

    Ich mache gerade ein paar Schritte mit der Demoversion von VAZ Modular.

    ...wird bestimmt nicht wie irgendwas von EMS klingen... aber abgedrehte, kreative Sachen sind damit eindeutig machbar; die Polyphonie und die Grösse des Konstrukts ist einzig durch die vorhandene Rechenleistung begrenzt.



    HTH
    :hat:
     
  18. Dave_inVain

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    Erstellt: 12.08.16   #18
    Habe jetzt auch nochmal verstärkt in die iVCR-App reingehört und die klingt ja wirklich ziemlich großartig.
    Generell wird darüber auch nur geschwärmt.

    Natürlich gucke ich jetzt auch mal in Richtung Tablets. Habe jetzt ein Ipad-Air bei rebuy für 280.- € im Visier. Betreibt jemand von euch im Moment aktiv die iVCS-App auf einem älteren Tablet und könnte mir beantworten:
    ...ob das Air eine geeignete Wahl ist in puncto Kompatibilität und Leistung? (denn das Air ist soweit ich weiß auch LTE-fähig im deutschen Netz von 02, deswegen greife ich nicht zu einem rudimentärerem).

    Liebe Grüße!
     
  19. sonicwarrior

    sonicwarrior R.I.P. sonicwarrior

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    Erstellt: 12.08.16   #19
  20. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.16   #20
    ...ich muss passen...
     
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