Kaufberatung Keytar

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ThePianist25

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Hallo Musiker,

Ich bin Keyboarder in einer Coverband und würde mir gerne eine Keytar zulegen. Ich habe mein Setup bestehend aus einem Kronos und einem Midicontroller und würde mich eben gern auch mal für ein Solo frei bewegen können. Wir spielen Top40 Mucke. Beispiele für Anwendungscases wären das Synth Solo bei Shut up and Dance oder die Strings bei Alles Neu.
Ich habe bereits verstanden, dass es Synth-Keytars mit integrierten Sounds gibt oder auch Keytars in Form von Midicontrollern. Hier bin ich mir bereits unsicher. Ich stelle es mir so vor, dass eine Keytar mit eingebauten Sounds die Sounds schon perfekt auf das Spielen mit der Keytar abgestimmt hat. Andererseits habe ich eigentlich alle Sounds im Kronos schon programmiert und müsste bei einer Keytar als Midicontroller ja nur den entsprechenden Midikanal zuweisen. Was macht ihr und habt ihr da Präferenzen?
Geld spielt keine so große Rolle, ich würde auch auf dem Gebrauchtmarkt schauen, falls sich ein gutes Angebot ergibt.
Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit, beides in einem zu haben und zwischen integriertem Sound und Midicontroller zu wechseln, falls ich unbedingt mal nen Sound aus dem Kronos ansteuern möchte.
Vielen Dank für eure Hilfe,

André
 

Ich habe von Keytars keine Ahnung.

Allerdings fängt es ja mit der Frage an, wie der Sound in die PA kommt. Dein Leitbild war "frei bewegen" - übersetzt in die Techniksprache heißt das "Funkverbindung". Machen Gitarristen ja auch: mit einer Funkstrecke aus Sender und Empfänger z.B. im 2,4 GHz-Band. Für uns Keyboarder gibt es das auch als MIDI-Funkstrecke (WIDI oder BT-MIDI) mit akzeptabler Latenz. Willst du Sound aus der Keytar spielen, bräuchtest du eine Stereo-Funkstrecke und müsstest auf die Latenz achten. "Beides in einem" würde bedeuten, dass du für beides separat eine Funkstrecke brauchst...

Überleg erst einmal, ob du bei einer Keytar von dem "frei bewegen" nochmal zurücktreten kannst und mit 5 m Kabel klarkämst.
 
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Überleg erst einmal, ob du bei einer Keytar von dem "frei bewegen" nochmal zurücktreten kannst und mit 5 m Kabel klarkämst.
Es gibt Keytars, die mit Batterien betrieben werden können, und es gibt WIDI (drahtloses Midi), und das schon seit Jahrzehnten, aber natürlich auch ganz aktuelle Versionen, wie CME WIDI WIDI Master.

Ich hatte mir vor etlichen Jahren ein Roland AX-1 (ist nur ein Controller ohne eigene Sounderzeugung) samt WIDI-Equipment besorgt, das aber mangels Bandauftritten leider bis auf ein paar Mal ausprobieren nie zum Einsatz kam. Funktion war komplett problemlos und einwandfrei.

Darüber hinaus gibt es auch einige Keytars mit (neben Midi-Send auch) eigener Sounderzeugung.

Man muss halt schauen, was es gibt und was man gebraucht findet und nach eigenem Gefallen auswählen. I.d.R. spielt man ja über Midi Sounds von den eigenen feststehenden Maschinen, so dass man halt eine Tastatur an einem Gurt braucht. Großartige Soundverstellungen, außer vorprogrammierte/voreingestellte Sounds von den feststehenden Maschinen aufzurufen, wird man nicht machen, so dass entsprechende Möglichkeiten einzelner Keytar-Modelle (fast) egal sind. Beim Roland AX-7 finde ich den D-Beam-Controller (eine Art Lichtschranke) für Modulationen interessant Roland Ax-7

Also, schau mal, was es gibt und was man gebraucht findet und was Dir optisch gefällt. Du kannst natürlich auch den Fokus auf ein möglichst zeitgemäßes/modernes/aktuelles Instrument legen. Eine youtube Suche wird sicherlich Sinn machen (ich hab da keine eigene Übersicht und müsste jetzt auch selbst recherchieren ...)
 

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Wenn es um reine Bewegungsfreiheit geht, würde ich in jedem Fall einen reinen Midicontroller vorziehen, wenn schon alles programmiert ist.
Das vorgeschlagene Alesis Vortex finde ich ganz brauchbar - hat auch Aftertouch, was ja gerade bei einem Solo nicht unwichtig ist...
 
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  • #7
Alles klar, vielen Dank schon mal, das hat mir auf jeden Fall geholfen. Wahrscheinlich macht ein Midi Controller auch vor dem Hintergrund Sinn, dass wir dann nicht noch eine weiteren Kanal zum Rack brauchten, sodass nur mein Keyboard und die Keytar miteinander kommunizieren müssen. Ich melde mich, falls ich nochmal Fragen habe! :-)
 
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Den Korg* microkorg xl kann man sich auch gut umhängen.
 
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  • #10
Habe mal in der Scheinbar Berlin damit einen gesehen. Klang cool.

Aber klar, das mit den Tasten muss man wissen.
 
  • #11
Anfang 2013 habe ich eine Roland Lucina AX-09 gekauft, weil sie damals zum halben Preis abverkauft wurden. Ich spiele nicht live, sondern nur zuhause. 2013 hatte ich aber bereits mindestens eine E-Gitarre* und mindestens einen E-Bass. Inzwischen habe ich deutlich mehr. ^^;-) Und so habe ich die Lucina AX-09 letztendlich einfach auf einen KB-Stativ gelegt und wie ein "normales" Master-Keyboard eingesetzt. Die internen Sounds habe ich zwar ausprobiert und angepasst (es gibt nur wenige Parameter zum Anpassen), fand sie aber nicht so gut. Die Tasten spielen sich ganz ok, sind Full Size, haben kein Aftertouch. Pitch Bend und Modulation Controller sind natürlich eingebaut und funktionieren auch ganz gut. D-Beam ... Naja ... ;-) Ich glaube, im Dunkeln war der Regelweg besser zu kontrollieren. Und wo wir schon bei Mini-Tasten waren (betrifft nicht den/die AX-09), ich habe insb. deswegen den JD-Xi nicht kaufen wollen. Der kam 2015 auf den Markt. Im Jahr 2025 habe ich ihn doch gekauft. Im Sommerloch. ;-) Mini-Tasten finde ich zwar immer noch doof, aber klanglich kein Vergleich zum AX-09, sprich, viel viel besser. Zwar keine User-Samples möglich (beim AX-09 auch nicht) und Sample-ROM im Vergleich zu Fantom etc. stark reduziert, aber ansonsten voll editierbar und klingt m.E. sehr gut. Diese Editierbarkeit und letztendlich den Sound hätte ich mir beim AX-09 gewünscht. Aber zum halben Preis war die AX-09 dank MIDI auch ganz ok. ;-) Ich glaube, es gab damals von Roland auch einen optionalen USB-Stick mit Wireless-MIDI.
 
  • #12
Das https://www.thomann.de/de/alesis_vortex_wireless_2.htm*
finde ich sehr interessant, einfach und ausreichend ohne viel Schnickschnack.
Hatte ich mal zum Test. Geniales System, alle Controller komplett frei konfigurier- und speicherbar. Allerdings war die Tastatur absolut unbrauchbar. Ist schon viele Jahre her, vielleicht haben sie da ja nachgebessert. Mit guter Tastatur ist das ein super Controller. WIDI hat perfekt über absurd lange Distanzen funktioniert.
 
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  • #13
Ich habe das Alesis Vortex seit ca 4 Jahren, aber nur selten genutzt. Die Tastatur war OK, soweit ich mich erinnern kann.
Nicht gut fand ich, dass man kein sustainpedal anschließen kann, das muss man mit der linken Hand machen.
Ansonsten hat alles funktioniert, die Tastengröße ist wie beim Klavier, Audi keine Minitasten. Live habe ich es aber noch nicht eingesetzt.
 
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  • #14
Ich weiß, das hilft jetzt bei der Kaufentscheidung auch nicht wirklich weiter, aber:

Ich habe selbst mal vor vielen Jahren so ein Teil auch für jeweils kurze Solo-Parts bei ein paar Hobby-Auftritten gespielt. Und ich muss sagen, für MICH hat sich herausgestellt, dass die Idee viel cooler klang, als es das Live-Ergebnis am Ende war.

Wenn ich ganz ehrlich bin, gab es für mich von allen Keytar-Nummern, die ich in meinem Leben gesehen habe, nur zwei, die wirklich cool waren und mich beeindruckt haben. Die eine war Jean Michel Jarre und die andere Jan Hammer. Beide mit dem sauschweren Moog Liberation - einer der wenigen Keytars, die nicht nach einem Plastik-Spielzeug für Kinder aussehen.

Sich heute mit so einem kleinen roten Teil mit 49 oder sogar nur 37 Tasten (womöglich noch im Mini-Format) auf die Bühne zu stellen, erzeugt sicher alle möglichen Eindrücke. Jedoch sicher nichts, was mit "cool" oder "interessant" oder gar "beeindruckend" zu tun hätte.

Von daher würde ich mir das gut überlegen. Den Wunsch, mit so einem Ding auch mal so cool, wie ein Gitarrist auf der Bühne zu agieren, wird man sich wahrscheinlich mit so einem kleinen Plastik-Keyboard nicht erfüllen können. Leider - aber eine bittere Wahrheit, der man als Tastenmensch ins Auge blicken muss ... ;)
 
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  • #15
Wenn ich ganz ehrlich bin, gab es für mich von allen Keytar-Nummern, die ich in meinem Leben gesehen habe, nur zwei, die wirklich cool waren und mich beeindruckt haben. Die eine war Jean Michel Jarre und die andere Jan Hammer.

Da könnte ich noch Herbie Hancock beisteuern, den ich mit so einem Dingens auch mal live gesehen habe


View: https://www.youtube.com/watch?v=rQsudbnsU-M

nichts, was mit "cool" oder "interessant" oder gar "beeindruckend" zu tun hätte.

... und das war definitiv coool und beeindruckend. :-) Klar hätte er das auch auf einem Stagepiano spielen können, aber so wirkt es irgendwie offener und kommunikativer als wenn man hinter dem Klavier sitzt; das hat schon was.

wird man sich wahrscheinlich mit so einem kleinen Plastik-Keyboard nicht erfüllen können.

Was hattest Du denn für eines?
Das erwähnte Alesis Vortex hat 37 normale Tasten, und da man oktavieren kann, ist auch der Tonumfang (fast) beliebig groß. Über MIDI kann man ja auch verschiedenste Sounds zuordnen.
Natürlich ist es kein Klavier, auf dem man Melodie, Bass und Comping gleichzeitig spielen kann, sondern von der Rolle her mehr einer E-Gitarre* oder einem anderen Solo-Instrument vergleichbar. Man muss ja auch nicht den ganzen Abend damit bestreiten ... Dafür finde ich das völlig OK.

Qualitätsmäßig kann ich wenig sagen, es hat die paarmal funktioniert, die ich es im Einsatz hatte. Für 250 Eu wird es sicher nicht das ewige Leben haben, aber es machte erstmal keinen schlechten Eindruck.

Das reicht auf jeden Fall zum Einstieg, und ggf kann man dann ja upgraden.
 
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  • #16
Ich hatte mal sehr viel Freude mit dem Roland AX-7. Gibt es auch gebraucht.
 

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  • #18
Wollte nur einen bescheidenen subjektiven Eindruck wiedergeben.

Aber wirklich, das Ding ist top!
 
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