Kaufberatung: Transistor oder Röhre?

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Sanguin
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Hallo zusammen!
Ich hab mir gedacht, in absehbarer Zeit stelle ich meine Combo in die Ecke und kaufe mir einen vernünftigen Halfstack.
Nun ja, komm ich schon zu meinem Problem, ich blick da nicht mehr wirklich durch, ich habe selbst zuwenig Erfahrung mit Verstärkern gemacht und weiß nicht in welche Richtung ich mich orientieren soll.

Anfangs hab ich noch gerne Metal und Hardcore gespielt, neben den üblichen Evergreens die jeder Anfänger wohl auf seiner Trackliste hat, Smells like Teen Spirit, Zombie, etc.
Aber mitlerweile macht mir das kein Spaß mehr und ich beschäftige mich mehr mit Jazz und Blues, alles mit leichter Anlehnung an Rock, also auch durchaus mal Bluesrock.
So versuche ich mich in diesem Bereich, ich kann sagen, klipp und klar mein Schwerpunkt ist Blues, so.

Zurück zum Verstärker, nun bin ich mir nicht mehr im Klaren darüber, benötige ich dafür einen Röhrenverstärker?
Oder macht ein Transistor seinen Job genauso gut?

Ich frag ja nur, weil die Röhrenverstärker preislich erst da anfangen, wo die Transistorverstärker schon qualitativ hochwertige Sachen zu bieten haben.

Zu meinem sonstigen Equipment, falls das Einfluss darauf nimmt:
Ich spiele eine Lâg Roxanne 200 mit passiven EMG Pickups.
Ausserdem noch eine Epiphone G-310 mit zwei Humbuckern.
Lang ist's her, da benutzte ich auch noch Boss Metalcore und Digitech Grunge, aber die bleiben in der Regel in ihren Kartons.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
 
Eigenschaft
 
Danke für deine Antwort.
Ich hatte mir sowas zwischen 400 und 600€ vorgestellt, was nicht heißt, dass ich einen top Verstärker für 615€ nicht nehme.
Der sieht ja schonmal so ganz gut aus, aber eigentlich hatte ich etwas Größeres im Sinn, denn eine 30 Watt Combo hab ich schon selbst, vielleicht ist die nicht so hochwertig, aber na ja, wir gesagt ich hatte an eine größere Anlage gedacht, an eine Combo jetzt garnicht, aber wenn ihr noch gute Combos im Angebot habt immer her damit.

Und du meinst auch eine Röhre wär besser?
 
also ich persönlich find den röhrensound besser für blues und rock (ist halt objektiv).
guck dich doch mal bei fender um.
oder such dir nen paar raus die dir gefallen und frag ob sie gut sind und ob sie für deine bedürfnisse richtig sind... ( gibt halt sehr viele amps die in frage kommen könnten)
 
Gebrauchtes Röhrentopteil + günstige 4x12 oder 2x12 Box, is denk ich das Beste was man in der Preisklasse machen kann
 
für 400 bis 600 euro gibts schon einige feine sachen

fame studio combo (beim musicstore)
oder
gebrauchte marshall JCM 800 und JCM 900er combos
die haben 50 bis 100 watt an 112 oder 212er speakern, je nach ausführung
die jcm 900er kannst du im übrigen von der leistung her noch halbieren
sprich statt 100 watt stehen dann 50 bzw. beim 50 watt amp 25 watt zur verfügung.
die 25 watt reichen aber auch noch dicke aus, vollröhre macht sich halt anders bemerkbar

für das geld wäre aber auch ein line6 spidervalve combo plus FBV-Express oder ein line6 flextone-combo mit FBV-Express drin. sind zwar modeller, aber vom sound her sehr vielseitig und wirklich gut.

die sollte man sich einfach mal im nächsten laden ansehen und sich selbst sein urteil darüber bilden.

ansonsten fallen mir nur noch gebrauchte fender combos ein,
wobei auch ein peavey classic 30 in dem budget liegen sollte

alle amps sind aber für deine zwecke eigentlich genau richtig:great:
 
Der vorgeschlagene Verstärker ist garnicht verkehrt, wurde schon lang in dem verlinkten Thread diskutiert. Es kommt aber auch darauf an, ob du alleine oder mit einer Band spielst? Du schreibst Jazz und Blues, vor allem ersteres assoziiere ich unmittelbar mit einem klaren cleanen Ton. Der dürfte bei Bandlautstärke, je nach Schlagzeuger, bei einem 30 Watter nicht soo wirklich gut gegeben sein, wenn ich auf meinen Peavey Classic 30 schaue, der fängt clean sehr schnell das Zerren an. Für Blues finde ich das die Offenbarung, aber manchmal wünsche ich mir da doch mehr Cleanreserven, gerade da der Drummer, mit dem ich öfters mal zusammengespielt hatte, ein ziemliches Tier an den Drums war, und ziemlich reingehauen hat.
 
Moin,

die meisten bevorzugen sicher einen Röhrenverstärker für Blues, aber da zählt nur der eigene Geschmack. Ab in nen Laden und antesten. Warum soll es unbedingt ein Stack sein? Willst du den nur zuhause spielen, oder auch in einer Band?
- Vox AC15 oder AC30 sempfinde ich als schöne Verstärker
- Zuhause evtl einen Orange Tiny Terror, kommt demnächst auch als Kombo
- Ansonsten gibt es da noch einige von Fender zB, aber die sind wirklich alle extrem unterschiedlich, es hilft nur antesten.
 
Ich würde dir den Bugera 6262 ans Herz legen allso ich bin hochzufrieden mit dem AMP dann kannst du dir auch gleich noch eine schöne Box holen,Laney LX 412 A dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen.
 
der bugera 6263 ist höchst umstritten, sowohl wegen des sounds, als auch wegen der verarbeitung. also obacht! katzen im sack gefährden den haushalt! für 600€ würd ich auf jeden fall eine combo emfehlen. ein halfstack fällt bei dem budget deutlich schlechter aus.
 
Also es muss nicht unbedingt ein Stack sein, ist mir nur so eingefallen, vielen Dank für eure Tipps, die Epiphone Combo sieht auch sehr gut aus. :great:

Antesten wollte ich es natürlich, aber ich habe es ein schönes Stück bis zu Musikproduktiv und wollte vorher schonmal eine Tendenz wissen, dass ich nicht so umherirre.
Und ja, der soll nicht wirklich zu Hause sondern in einer Band, also im Proberaum und auf der Bühne gespielt werden.
Vielleicht kam daher auch der Gedanke an einen Stack.

Welcher mir persönlich aufgefallen ist, der Fender Frontman, nur das ist auch ein Transistor...
 
Vielleicht kam daher auch der Gedanke an einen Stack.

Welcher mir persönlich aufgefallen ist, der Fender Frontman, nur das ist auch ein Transistor...

Für Blues/Rock ist ein Stack nicht unbedingt nötig. Eine Zusatzbox kann man sich ja nachträglich immer noch gönnen.
Ich würde Dir auch zu dem Peavey Classic 30 raten. Der Cleanchannel ist tierisch laut. Und klingt traumhaft. Mit Channel 2 haste dann gleich auch was für härtere Sachen und deftige Solis.

Aber der Amp liegt nun bei ca. 600€, ist aber top verarbeitet und Made in USA!!

Falls der Geldbeutel klemmt, ist der Fender FM 212 ganz sicher auch okay. Mit dem kann langfristig spielen. Warum auch nicht, wenn er Dir gefällt. Richtig Danpf macht der als 2x12-er Combo allemal. Sicher einer der besseren Transistoramps, die aufs "moddelln" verzichten können.

Kommt auf Deinen Geschmack an. Gerade für Blues ist ein Röhrenamp natürlich durchschlagender, aber leider auch teurer.

Mit dem Fender kann man sich sehen lassen, und der Fußtreter ist auch dabei. (beim Peavey leider nicht)

Also antesten gehen. Achte auf die Übergänge von clean auf crunch, und das Dynamikverhalten, wenn Du den Fender testest. Hier scheiden sich die Geister zwischen Röhre und Transe...... Sowas zu testen benötigt eigentlich dann auch "ein wenig Lautstärke" ;)
 
Generell ist es geschmackssache, ob Röhre, oder Transistor. Man benötigt nicht unbedingt für Blues einen Röhrenverstärker. BB King hat zB einen Transistor als Lieblingsamp benutzt. Clean können Transistoren durchaus schon sehr gut klingen. Bewegt man sich jedoch im Bereich Crunch & Co, so kann ein Transistor mit der Röhre nicht mehr mithalten, da klingt die Röhre einfach besser.
Weiterhin ist zu sagen, dass ein guter Transistoramp (alá BB King) schon ein paar Tausender kosten kann, eine gute Röhre aber auch.
Für Blues würde ich dir einen kleineren Combo mit 15-30 Watt empfehlen. Sie sind durchaus laut genug für Gigs, aber auch nicht so laut, dass dir die Ohren weg fliegen, wenn du sie mal aufdrehst, denn erst dann klingen die Röhrenamps erst richtig gut!
Welches Modell für dich in Frage kommt, so musst du einfach testen und deine Sound finden.
 
wenn es wirklich laut und clean sein soll würde ich mindestens 30 watt empfehlen bei einem röhrenamp. ich spreche aus eigener erfahrung. die amps mit weniger leistung haben einfach nicht den headroom und fangen schneller an zu zerren. wenn mir jetzt einer kommt und sagt das 15 watt für cleansounds bei ner probe bzw. gig reichen den lade ich ihn gerne in unseren proberaum ein dann schauen wir mal wie weit er kommt ;)

mein vorschlag wäre auch ein fame studio reverb oder ein fender Hot rod deluxe.

x-man
 
Ich würde mir wirklich wünschen, dass sich die Leute mal über die Funktionsweise eines Gitarrenverstärkers informieren würden, anstatt alles nachzuplappern, was sie mal gehört haben...
Und nochmal, Klang hängt nicht davon ab, ob das Ding glühende Glaskolben beinhaltet, sondern wie viel Mühe sich der Entwickler gegeben hat.

Für Weiteres, siehe meine Signatur....
 
Hey Leute...
Ich hab den Fender jetzt mal getestet.
Ich erinner mich auch noch daran, mein alter Gitarrenlehrer hatte den als Combo, hat mich damals wohl irgendwie schon beeindruckt ein bisschen na ja.
Also mein größtes Problem ist, ich kann mir von der Klangvielfalt irgendwie sehr wenig vorstellen. Mir fehlte irgendwie die Zeit um alle Funktionen und Sounds auch nur annähernd auszuprobieren und dann sind da ja auch immer nervige Leute die das ganze für zu laut halten und sowas na ja.

Dazu kam jetzt, dass der Verkäufer mir irgendwie unbedingt eine Röhre verkaufen wollte.
Der hatte da einen gebrauchten Marshall, der hat wirklich sehr viel Power gehabt, war aber auch deutlich teurer und dann hatte er noch ein Peavey Topteil, allerdings ein Transistor, mit ähnlich utopischem Preis.
von den versuchte er mich irgendwie zu überzeugen.
Zu dem Fender erzählte er mir nur, der würde in China gebaut und da würde nur Fender draufstehen etc. sowas halt.

Da kann ja was dran sein, viele Sachen kommen aus China, meine Gitarre auch und ich kann mich ehrlich gesagt nicht beklagen, also wollte ich hier nochmal fragen...
Hat der FM wesentliche Qualitätsmängel?
Oder gibt es in der Serie große Qualitätsunterschiede?
mfg Ben

Danke bis jetzt für die zahlreichen Antworten.
 
Nein, warum soll der Amp schlecht sein? Obwohl der Made in China ist, ist es ein offizieller Amp aus der FM Serie und wird ganz offiziell "under contol" von Fender angeboten und auf der Website und Prospekten vermarktet.
Da brauchste keine Bedenken haben. Fender hat in China eigene Werke. Der Verstärker ist vollkommen okay. Er muß Dir persönlich und Deinem Spiel (und nicht zu vergessen:Geldbeutel) entgegen kommen. Alles Andere ist egal. Röhre oder Transe, vergiss das!!
Ich denke, das dürfte auf Jahre Dein Amp sein. Und wenn es später mal was Anderes sein sollte, dient er immer noch als 2-tes Setup.
Welchen nimmst Du? Den FM212 Combo? Mörder-Teil und der Preis passt... Ich könnte noch schwach werden.... ;)

Musik Service hat ihn wohl leider gerade nicht????
 
Ich würde mir wirklich wünschen, dass sich die Leute mal über die Funktionsweise eines Gitarrenverstärkers informieren würden, anstatt alles nachzuplappern, was sie mal gehört haben...
Und nochmal, Klang hängt nicht davon ab, ob das Ding glühende Glaskolben beinhaltet, sondern wie viel Mühe sich der Entwickler gegeben hat.

Für Weiteres, siehe meine Signatur....

Jein.
Klar spielt das Ampdesign eine Rolle, sicher auch ne bedeutende Rolle.

Aber:
Klassische und gut klingende Röhrenamps sind a) einfach aufgebaut und b) die Schaltungen sind bekannt.
Kann also jeder nachbauen.
Bei Transistoramps ist bauteilebedingt immer mehr Schaltaufwand nötig.
Mit nur zwei Verstärkerlementen einen 10-Watt-Amp (wie z.B. den Golden Ton Smart 10) zu bauen geht nicht, afaik.
Gut klingende Transistorschaltungen sind komplizierter aufgebaut, es gibt auch nicht sooo nen großen Fundus wie bei Röhren. Wegen dem Mehr an Bauteilen kann man auch mehr falsch machen.

Deswegen klingen heute viele Röhrenamps einfach besser als heutige Transenamps. Ist einfach so. Ausnahmen bestätigen (wie immer) die Regel.

Dank China bekommt man heute *gute* Röhrenamps für unter 500 Euro.
Wenn es nur um nen Übe/Session-Amp geht sogar schon für nen Hunderter (ValveJunior, Harley benton GA5 usw.) ...
Im Gegensatz zu Transistorverstärkern haben die Röhrenamps zwar teurere Verschleißteile und schlucken mehr Strom, dafür sind sie leichter zu reparieren, und durch Austausch der Röhren kann der Klang ein Stück weit an eigene Klangvorstellungen angepasst werden.

Bevor ich persönlich mir einen guten Röhrenamps wie einen Vintangaeamp hole, hole ich mir fürs in etwa gleiche Geld lieber einen Epiphone So Cal 50, Peavey Winston oder Classic, einen Fame oder einen Crate V30 oder etwas in der der Art. Für mich ist das besser.

Muss aber jeder für sich selbst herausfinden. Erlaubt ist alles.

PS: statt zu nem Transenamp würde ich heute lieber zu einem Modeller greifen (egal ob analog oder digital gemodelt wird).

band-o-lero
 
Bei Transistoramps ist bauteilebedingt immer mehr Schaltaufwand nötig.
Mit nur zwei Verstärkerlementen einen 10-Watt-Amp (wie z.B. den Golden Ton Smart 10) zu bauen geht nicht, afaik.
Siehst Du, das meine ich.
Das liest man oft irgendwo, dass Verstärker in Transistortechnik komplizierter zu verschalten sind und mehr Bauteile brauchen, aber das stimmt eben so nicht (zugegeben, nicht gezwungenermaßen aber es gibt genug komplizierte Röhrenamps).
Es ist nur anders, aber nicht schwerer.
Was Du mir schreibst ist freilich eine Begründung, warum so viele Transistoramps gnadenlos scheiße sind, aber das ändert nichts daran:
Wenn ich einen gut klingenden und verlässlichen Amp bauen will, dann muss ich als Ampdesigner meine grauen Zellen anstrengen. Selbst wenn ich die Grundschaltung irgendwo abkupfere und modifiziere, ich muss wissen was ich tue und wie ich es tue. Und da gibt es eben Beispiele, wie Hughes&Kettner, die aus einem JCM 800 einen Duotone machen und auf der anderen Seite die Jungs von Behringer, die aus einem 5150 einen Bugera machen.
dafür sind sie leichter zu reparieren
Das halte ich ebenfalls für ein Gerücht. Das Argument mit der Platine zieht sowieso nichtmehr, weil heute die meisten Röhrenamps ebenfalls auf Platine aufgebaut sind (und nicht nur die billigen). Und selbst wenn, ich sehe eigentlich kein großes Problem darin, Bauteile aus einer Platine auszulöten.
Muss aber jeder für sich selbst herausfinden.
Richtig.
Aber eben bitte nicht aufgrund falscher Informationen, das ist mein eigentlicher Punkt.
 

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