Kaufempfehlung der anderen Art: Set mit hohem Stimmumfang gesucht

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uwe kubi

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Hallo zusammen,
Hallo Leute,
ich bin auf der Suche nach einem Shellset mit einem besonders hohen Stimmumfang. Von tiefen Rocksounds bis hin zu fast jazzigen Höhen sollte alles abgedeckt sein. Mir ist bewusst, dass man durch die Fellauswahl und Stimmung bei fast jedem Set viel erreichen kann, aber mit der Zeit steigen die AnsprĂŒche an den Grundcharakter des Kessels.

Bisher habe ich mich meist mit einem mittleren Tuning abgefunden. Durch eine neue Band brauche ich nun aber ein Set, das auch in hohen Stimmungen (fast jazzig) gute Arbeit verrichtet. Mein Gehör ist eher auf tief bis mittig eingestellt; wenn ich mein aktuelles Set höher stimme, „knallt“ es einfach nur noch.
Besonders wichtig ist mir dabei, dass das Set in diesen höheren Lagen nicht zu scharf oder zu brillant wird. Ich suche einen Sound, der auch obenrum noch WĂ€rme und einen ordentlichen „Bauch“ behĂ€lt, statt einfach nur hohl oder dĂŒnn zu klingen.
Ich kann schwer einschÀtzen, ob jedes Tom ab einer gewissen Spannung so reagiert oder ob ein anderes Kesselmaterial bzw. eine andere Bauweise hier mehr Volumen bewahrt.

1. Drumcraft Series 6 Studio https://www.thomann.de/de/drumcraft_series_6_standard_satin_black.htm*
  • Pro: Sehr gutes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis.
  • Frage: Kann man den Reviews (z.B. Bonedo/Thomann) hier voll vertrauen oder spielt die Verflechtung als Hausmarke eine Rolle bei der ObjektivitĂ€t?
2. Mapex Saturn VI Fusion https://www.thomann.de/de/mapex_saturn_vi_fusion_black_ink.htm*
  • Pro: GefĂ€llt mir optischeigentlich sehr gut.
  • Contra/Bedenken: Die Kessel sind ca. 5 mm dick. Ich frage mich, ob das fĂŒr Jazz zu dĂŒnn ist? Brauchen dĂŒnne Kessel fĂŒr diese hohen Spannungen nicht normalerweise VerstĂ€rkungsringe?
  • Zusatzfrage: Warum hat das gĂŒnstigere Armory dickere Kessel als das Saturn? Ist das eine reine Kostenersparnis oder ein gewolltes Klang-Upgrade?
3. Tama Starclassic Performer https://www.thomann.de/de/tama_starcl._performer_4pcs_dcf.htm*
  • Pro: Bekannte Tama-QualitĂ€t.
  • Contra/Bedenken: Das Set hat Gussspannreifen (Die-Cast). Killen diese steifen Reifen bei hoher Stimmung den Ton/Sustain und schrĂ€nken sie den Stimmumfang zu sehr ein?
Konfiguration & Maße:
Ich schwanke noch bei der Konfiguration (geplant: 22" BD, 10", 12", 14" oder 16" Toms). Speziell bei den Tiefen bin ich unsicher: Lieber 10x7" oder 10x8"? Und 12x8" oder 12x9"? Ich tendiere zu mehr Kesseltiefe, um auch in hohen Stimmungen noch Volumen zu behalten.
Was meint ihr? Welches dieser Sets bietet die meiste WĂ€rme in den hohen Registern?

NatĂŒrlich werde ich in ein paar Wochen auch selbst in den Laden fahren, um die Sets anzutesten. Da das aber noch etwas dauert, wĂŒrde ich mich riesig freuen, jetzt schon mal eure Meinungen und Erfahrungen zu hören, um die Auswahl etwas einzugrenzen.
Vielen Dank schonmal!
 
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Neben dem Kesselklang solltest Du auch den Grundklang der Felle berĂŒcksichtigen: möglicherweise sind die sogar dominant ...

 
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Ich bin sicher kein Experte was Drumsets angeht, aber da unsere Drummerin auch meine bessere HĂ€lfte ist, muss ich mich natĂŒrlich auch damit beschĂ€ftigen.

Meiner Ansicht nach gibt es bei akustischen Sets keine eierlegende Wollmilchsau und so ging die Tendenz bei uns dann zum Zweitset.
FĂŒr Rocksessions ein TAMA Superstar aus den spĂ€ten 60ern ( 12/14/16/22 ) und fĂŒr jazziges ein SONOR Force ( 10/12/14/20 ) .
Den Pop Sektor kann man mit beiden gut abdecken.
Meine Erkenntnis daraus ist, dass wohl fĂŒr höhere Stimmungen kleinere Durchmesser besser sind und umgekehrt grĂ¶ĂŸere Durchmesser fĂŒr tiefere Sounds.

Abgesehen vom Drumset solltest du aber auch die Becken nicht außer Acht lassen.
Standard sind bei uns eine Zusammenstellung aus handgehĂ€mmerte Sabians. FĂŒr Jazz nimmt meine Haudraufwienixe ein nicht mehr erhĂ€ltliches Meinl Sterling Set mit sehr brilliantem Klang.
 
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  • #4
Neben dem Kesselklang solltest Du auch den Grundklang der Felle berĂŒcksichtigen: möglicherweise sind die sogar dominant ...
Genau das habe ich getan. Ich beschĂ€ftige mich neuerdings intensiv mit Stimmungen und verschiedenen Fellen. FĂŒr höhere Tunings habe ich mir einlagige, beschichtete (coated) Felle geholt, muss nun aber das Gegenteil der gĂ€ngigen Meinung behaupten – auch wenn mich die Jazzer dafĂŒr wohl einen Kopf kĂŒrzer;):ROFLMAO: machen: Bei mir klingen coated Felle sehr scharf, statt weich und offen zu 'singen'.
Konkret sieht es bei mir so aus: Das 10er Tom klingt bis zu einem Grundton von 165 Hz gut. Beim 12er Tom liegt mein Limit bei 148 Hz; alles ab 155 Hz klingt in meinen Ohren hohl, hat zu wenig Bauch und ist mir einfach zu knallig.
Abgesehen vom Drumset solltest du aber auch die Becken nicht außer Acht lassen.
Standard sind bei uns eine Zusammenstellung aus handgehĂ€mmerte Sabians. FĂŒr Jazz nimmt meine Haudraufwienixe ein nicht mehr erhĂ€ltliches Meinl Sterling Set mit sehr brilliantem Klang.
Ich besitze unter anderem ein Sabian Medium Ride, mit dem ich Ă€ußerst zufrieden bin – damit kann ich fast alles abdecken. Aktuell geht es mir jedoch primĂ€r um ein neues Schlagzeug-Set.
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Danke fĂŒr eure RĂŒckmeldungen und die hilfreichen Tipps!
Ich möchte mir am liebsten nur ein einziges Set zulegen, das klanglich wirklich alles abdecken kann. Das Tama Superstar ist dabei natĂŒrlich das Flaggschiff, das Sonor bestimmt auch ein tolles Set – und genau das meine ich: Ich möchte mir nicht mehrere unterschiedliche Sets fĂŒr spezifische Genres kaufen mĂŒssen, sondern suche ein echtes Allround-Kit.
 
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NatĂŒrlich werde ich in ein paar Wochen auch selbst in den Laden fahren, um die Sets anzutesten. Da das aber noch etwas dauert, wĂŒrde ich mich riesig freuen, jetzt schon mal eure Meinungen und Erfahrungen zu hören, um die Auswahl etwas einzugrenzen.
Ich halte ĂŒberhaupt nichts von solchen Fragestellungen, denn GeschmĂ€cker sind einfach zu unterschiedlich, und wenn du 10 Leute fragst, wirst du 11 Meinungen bekommen. Zumal, du wirst vermutlich kaum einen User finden, der alle drei von dir genannten Sets im Vergleich kennt, außer vielleicht ein VerkĂ€ufer irgendeiner Drumabteilung.

Meines Erachtens sollte jedes verlinkte Set deinen Vorstellungen entsprechen können, nur ist die Frage, wie lange es dauert, jeweils das "richtige" Fell und die richtige Stimmung fĂŒr deine gewĂŒnschte Charakteristik zu finden. Bei meinen Sets hat das nicht immer auf Anhieb geklappt, da nicht jedes Fell mit der gleichen Fellkombi das fĂŒr meinen Geschmack beste Ergebnis brachte. Deshalb nutze ich auch unterschiedliche Snares und Sets fĂŒr die verschiedenen Anwendungen.

Unter anderem spiele ich ein Ă€lteres Drumcraft aus der 8er Serie (damals noch GEWA), das wirklich erstaunlich vielseitig stimmbar ist und mit Coated Amba (Batter) und Clear Amba (Reso) einen wirklich fetten, eher modernen als traditionellen Sound liefert. Zwar bin ich eher in mittleren Stimmungen unterwegs als in jazzig-hohen, aber nach oben hĂ€tte ich noch einige Reserven. Das DC6 dĂŒrfte sich nicht dramatisch unterscheiden, obwohl beim DC6 zum Ahorn noch Walnuss dazu kommt.

Aber ganz doof gefragt, willst du dein neues Set dann stĂ€ndig hin- und herstimmen mĂŒssen? Oder geht es dir nur ums Bewusstsein, dass es möglich wĂ€re, wenn du es mal tun mĂŒsstest? Ich bin ehrlich gesagt noch nie in der Situation gewesen, aus einem Set nicht die gewĂŒnschte Stimmung herausbekommen zu haben. Wenn ich ne tiefe Stimmung brauche, stimme ich tief, fĂŒr ne hohe stimme ich hoch, und gut is'. ;) Wobei ich fĂŒr ne extrem tiefe Stimmung die Erfahrung gemacht habe, dass sie nur mit neuen Fellen so richtig geil klingt, sonst braucht's halt viiiel DĂ€mpfung. Ein zuvor hoch gestimmtes Fell fĂ€ngt nach dem Runterstimmen (zumindest bei mir) gerne das Flattern an, und damit macht mir das Spielen dann auch keinen Spaß.

Summa summarum glaube ich, du solltest ergebnisoffen alle Sets beim HÀndler antesten, die so vorhanden und spielbereit sind. Manchmal (oft?) sind es weniger die Soundeigenschaften als irgendwelche anderen Dinge, die letztendlich den Ausschlag geben, zum Beispiel gut/schlecht gelöste Hardwareaspekte, die man erst vor Ort entdeckt.
 
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  • #6
Ich halte ĂŒberhaupt nichts von solchen Fragestellungen, denn GeschmĂ€cker sind einfach zu unterschiedlich,
Da hast du mich viel. etwas missverstanden. Mir geht es nicht um eine subjektive Geschmacksfrage. Ich möchte das Ganze rein objektiv betrachten: Was leisten diese KesselsÀtze technisch?
Beim Tama Starclassic frage ich mich spezifisch: Klingen diese Sets durch die Verwendung von Gussspannreifen zwangslÀufig sehr knallig und machen klanglich 'dicht', wenn man sie höher stimmt?

Im Vergleich dazu das Mapex Saturn: Bei einer KesselstĂ€rke von 5 mm und den dort verwendeten Spannreifen – bleibt der Ton auch dann noch offen und resonant, wenn man das Fell stramm zieht? FrĂŒhere Jazz-Schlagzeuge hatten ja teilweise nur 3mm dĂŒnne Kessel (oft mit VerstĂ€rkungsringen, damit die Kessel unter der Spannung nicht leiden), um ein Maximum an Resonanz zu erzielen. VertrĂ€gt das Saturn so eine hohe Spannung ?

Es geht nicht darum , welches Set optisch oder vom Image her besser gefĂ€llt. Mein Fokus liegt allein auf dem Stimmumfang: Welches Set erzeugt ĂŒber alle Lagen hinweg (tief, mittig, hoch) einen schönen, warmen und singenden Ton, ohne bei hoher Spannung klanglich zu komprimieren oder 'zuzumachen'?“
Meines Erachtens sollte jedes verlinkte Set deinen Vorstellungen entsprechen können, nur ist die Frage, wie lange es dauert, jeweils das "richtige" Fell und die richtige Stimmung fĂŒr deine gewĂŒnschte Charakteristik zu finden. Bei meinen Sets hat das nicht immer auf Anhieb geklappt, da nicht jedes Fell mit der gleichen Fellkombi das fĂŒr meinen Geschmack beste Ergebnis brachte. Deshalb nutze ich auch unterschiedliche Snares und Sets fĂŒr die verschiedenen Anwendungen.
Das deckt sich absolut mit meinen eigenen Erfahrungen. Bei einer meiner Snares klingen Felle mit Dot (VerstÀrkung in der Mitte) komplett tot. Mit einem Ambassador Coated hingegen klingt sie viel lebendiger und 'funkiger'.
Auch bei einem meiner Drumsets, auf dem ich einlagige Coated-Felle aufgezogen habe, bemerke ich einen deutlichen Unterschied: In hohen Stimmungen singen klare Felle wie das G1 oder G2 Clear viel schöner und offener. Was ein Widerspruch !
„BezĂŒglich der Holzsorte bin ich der Meinung, dass diese gar nicht so entscheidend fĂŒr den Klang ist – auch wenn das dunkle Holz innen beim DC natĂŒrlich schick aussieht.
Ich suche einfach ein Set, das klanglich alles abdeckt. Wie viele andere auch habe ich momentan fĂŒr eine meiner Bands ein Sonor 505 mit einer 16er Bassdrum sowie 10er und 13er Toms (kurze Kessel). Das Teil ist allerdings technisch gesehen 'Schrott': Die Halterungen, die Bassdrum-FĂŒĂŸe und die Gewinde halten einfach nicht mehr.

FĂŒr meine Rockband habe ich zwar noch eine eigene 'Rockbude', aber da ich mir gerade einen neuen Proberaum ausbaue, möchte ich dort nur noch ein einziges Kit fĂŒr alle meine Bands stehen haben. Da ich recht gut stimmen kann, ist es fĂŒr mich kein Problem, die Toms je nach Bedarf mal eben höher zu ziehen oder umzustimmen.
Kurz gesagt: Ein hochwertiges Kit fĂŒr den Proberaum und fĂŒr Aufnahmen. Die 'Schrottkisten' bleiben dann nur noch fĂŒr den Live-Einsatz.

Aber ganz doof gefragt, willst du dein neues Set dann stĂ€ndig hin- und herstimmen mĂŒssen? Oder geht es dir nur ums Bewusstsein, dass es möglich wĂ€re, wenn du es mal tun mĂŒsstest?

Das ist eine sehr gute Frage. ,ja, ich will dieses Set tatsĂ€chlich, wie schon erwĂ€hnt :p– regelmĂ€ĂŸig umstimmen und einen echten Allrounder zu besitzen, den ich im Alltag spielen kann. Das Ziel ist... nicht mehr stĂ€ndig auf andere Schlagzeuge zurĂŒckgreifen zu mĂŒssen. Ein Kit, das in jeder Situation funktioniert und auf das ich mich voll und ganz verlassen kann.“(y)
 
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FrĂŒhere Jazz-Schlagzeuge hatten ja teilweise nur 3mm dĂŒnne Kessel (oft mit VerstĂ€rkungsringen, damit die Kessel unter der Spannung nicht leiden)
Achtung, Halbwissen 😉:
FrĂŒher hatten diese Sets hĂ€ufig nur 3 Holzlagen, was natĂŒrlich eine geringere Festigkeit zur Folge hatte als heutige Laminate mit beispielsweise 8 Lagen bei 5 mm WandstĂ€rke.

Ich denke, dein "objektiver" Ansatz bleibt leider ebenso subjektiv, als wenn es rein um den Geschmack ginge. Denn mir fallen wenige bis keine Drummer ein, die eine solche "objektive" EinschÀtzung treffen könnten, weil einfach die meisten nicht mal ihre eigenen Sets durch die gesamte Tuning Range gestimmt, geschweige denn exakt deine 3 VorschlÀge in einer Art "Tuning Lab" auf Herz und Nieren getestet hÀtten.

Es bleibt also ein intuitives "das wird kein Problem sein" als Grundlage deiner Entscheidung, wie auch ich es formulieren könnte. Keins meiner Sets hat mich bislang in dem eingeschrÀnkt, was ich stimm-technisch umsetzen wollte, ob nun Billig-Gretsch oder deutsche Wertarbeit.

Mir scheinst du zu verkopft an die Entscheidung zu gehen und auf Festlegungen zu bauen, die sich nicht festlegen lassen. Toms neuerer Bauart bĂŒĂŸen meiner Erfahrung nach am meisten Klang und Stimmumfang ein, wenn Halterungen schlecht konzipiert sind. Das hatte ich bei meinem Catalina sowohl beim HĂ€nge- als auch beim Standtom, und musste erst Hardware-Upgrades durchfĂŒhren, ehe es gut klang. Seitdem nutze ich es problemlos bei Bedarf fĂŒr so ziemlich alles.

Zur Frage der Gussreifen: hör dir mal Peter Erskine an auf seinen Tama-Sets, dann bekommst du nen Eindruck, ob Die Cast Hoops fĂŒr dich ne jazzige Stimmung zulassen. Ich selbst wĂŒrde klassische Stahlreifen tatsĂ€chlich vorziehen, weil sie allgemein als weniger knallig, dafĂŒr bassiger gelten. Aber auch da spreche ich von Hörensagen 😉
 
  • Ersteller
  • #8
weil einfach die meisten nicht mal ihre eigenen Sets durch die gesamte Tuning Range gestimmt, geschweige denn exakt deine 3 VorschlÀge in einer Art "Tuning Lab" auf Herz und Nieren getestet hÀtten.
Genau das ist ĂŒberhaupt zentrales Problem vieler Hersteller- und HĂ€ndler-Videos ist, dass die Instrumente meist nur in einer einzigen Stimmung prĂ€sentiert werden. Dadurch entsteht kein vollstĂ€ndiges Bild vom klanglichen Potenzial. Gerade wenn man sich intensiver mit unterschiedlichen Stimmungen beschĂ€ftigt, wird deutlich, wie wichtig eine neutrale und vielseitige Demonstration ist.

Deshalb sind fĂŒr mich Formate wie die von Chris Beam bei Bonedo besonders wertvoll:
Die Instrumente werden dort ohne unnötigen „Werbe-Tamtam“, dafĂŒr aber sachlich, differenziert und in mehreren Stimmungen angespielt. Das wirkt deutlich objektiver und praxisnĂ€her.

Einige Sets stoßen in extremen Stimmungen (sehr hoch oder sehr tief) hörbar an ihre Grenzen, wĂ€hrend andere deutlich flexibler reagieren und ein breiteres Einsatzspektrum abdecken. Genau diese vielseitigen, stimmungsunabhĂ€ngigen Sets möchte ich herauszufiltern.

Ein paar Beispiele aus verschiedenen Tests verdeutlichen das "Im Fazit" von Bonedo was ich mit „Allround“ meine: Viele Drumsets sind klanglich auf bestimmte Bereiche spezialisiert und funktionieren nicht in jeder Stimmung gleichermaßen gut.
  • Beim Yamaha* Recording Custom zeigt das 10"-Tom "leichte SchwĂ€chen in sehr hohen Stimmungen"
  • Die Toms des Tama S.L.P. "in tiefen Stimmungen etwas limitiert".
  • Beim Tama Silverstar, 12"x8"-Tom "macht im hohen tuning dicht"
  • Das Ludwig Legacy dickes Minus "Tom-Sound bei hohem Tuning"
  • Das sind nur einige besiepiele......


@trommla gut, dass du Catalina ansprichst – schau mal hier ins Video (ab 1:45 werden die Toms angespielt):
View: https://www.youtube.com/watch?v=q9-CGOfmW5s
Das entspricht ungefĂ€hr dem Tuning, das ich auch spiele. Genau deshalb habe ich das Beispiel gewĂ€hlt – man hört hier ziemlich gut, worauf ich hinauswill.
Ich suche genau diesen Bereich oder sogar noch etwas höher:
Ich wĂŒrde schĂ€tzen, das 10" Tom liegt etwa bei 185 Hz, das 12" irgendwo bei 150–160 Hz. Floor Tom und Bassdrum kann ich schwer einschĂ€tzen.

Du : Mir scheinst du zu verkopft an die Entscheidung zu gehen und auf Festlegungen zu bauen, die sich nicht festlegen lassen.

Dass ich zu verkopft rangehe, da hast du schon recht.
Wo ich dir aber nicht ganz zustimme: Achtung, auch nur Halbwissen:p – dass es sowohl in der Mittel- als auch in der Oberklasse Sets gibt, die dieses Tuning gut abdecken.
Das Drumcraft wurde zum Beispiel in allen Stimmungen als sehr gut empfunden.




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Peter Erskine an auf seinen Tama-Sets, dann bekommst du nen Eindruck, ob Die Cast Hoops fĂŒr dich ne jazzige Stimmung zulassen. Ich selbst wĂŒrde klassische Stahlreifen tatsĂ€chlich vorziehen, weil sie allgemein als weniger knallig, dafĂŒr bassiger gelten. Aber auch da spreche ich von Hörensagen 😉

Jo, du verstehst mich: ;):biggrinB:Hast du einen Link zu Peter? Ich stoße nur auf Videos mit Schnarre.
 
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Das Drumcraft wurde zum Beispiel in allen Stimmungen als sehr gut empfunden.
Und du sorgst dich, dass der Test nicht objektiv sein könnte, wenn ich es richtig verstehe. Sonst wĂ€re es ja naheliegend, das Set zu favorisieren, zumal es auch preislich wirklich attraktiv ist. Soweit ich mich erinnere, hat Thomann* das Konzept unverĂ€ndert ĂŒbernommen, und ich kann dir (ohne GewĂ€hr fĂŒr Übertragbarkeit) sagen, dass bei meinem Set wirklich alles tadellos ist. Geschmeidig laufende Stimmschrauben und Lugs, gute (vielleicht etwas klobige) Freischwinger, gute Tomhalterungen, gute Tuning Range.
Insgesamt war das alte GEWA-Modell wirklich solide, gut klingend und praxistauglich. Nur nicht so fancy wie höherpreisige Drumsets bekannter Hersteller.

Übrigens, ich denke es sind nicht immer die Serien an sich, die Ärger machen. Manchmal gibt es auch Ausreißer innerhalb der Sets, wie z.B.
  • Beim Yamaha Recording Custom zeigt das 10"-Tom "leichte SchwĂ€chen in sehr hohen Stimmungen"
Es kommt durchaus vor, dass das kein Serienfehler, sondern ein MĂ€ngelexemplar ist, ich wĂŒrde mich von solchen Reviews daher nicht unmittelbar abschrecken lassen, ehe ich es nicht selbst getestet habe. Das nagelneue RC eines Kollegen, das ich ausgepackt und gestimmt habe, war jedenfalls in jeder Hinsicht klanglich top, auch das 10"-Tom. Wobei ich es nicht exzessiv hochgestimmt hatte, eher medium-high.
 
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  • #10
Und du sorgst dich, dass der Test nicht objektiv sein könnte, wenn ich es richtig verstehe. Sonst wÀre es ja naheliegend, das Set zu favorisieren,
Genau das ist mein einziger Kritikpunkt: Objektives Wissen trifft hier auf Interessenkonflikt. Nichts gegen Chris, seine Reviews sind top – nur bei der eigenen Hausmarke ist fraglich, wie objektiv es wirklich ist. Das Set wĂ€re super, preislich unschlagbar. Die gehen schon ab 999€ mit Rosette ĂŒber den Ladentisch. Die Böckchen sind nicht so meins , aber das Finish sieht schick aus und
möge mir Chris verzeihen, wenn er das liest:p😬😊
ich wĂŒrde mich von solchen Reviews daher nicht unmittelbar abschrecken lassen, ehe ich es nicht selbst getestet hab
Leider kann ich nicht alles antesten. Viele Sets gibt’s nur noch gebraucht – da muss man GlĂŒck haben, dass gerade eins auf eBay auftaucht. Drumcraft kann ich auch nicht anspielen. Thomann* ist zu weit, aber Saturn und Starclassic gehen.“ Die von mir genannten Sets im Fazit waren ja nur als Beispiele gedacht. Das Recording Custom sprengt leider mein Budget.đŸ˜«
 
  • #11
Nichts gegen Chris, seine Reviews sind top – nur bei der eigenen Hausmarke ist fraglich, wie objektiv es wirklich ist.
Da Chris zwar das Ressort Drums und Percussion bei Bonedo macht, aber nicht bei Thomann* angestellt ist, mache ich mir da eigentlich keine so großen Sorgen. Und wie ich ihn kenne, hat er durchaus nen eigenen Kopf, ne eigene Wahrnehmung und den Anspruch, bei der Wahrheit zu bleiben. Klar, ein Restrisiko mag es geben, man mĂŒsste vielleicht jemanden kennen, der so ein Set selbst daheim hat. Oder mal mit Chris telefonieren und "hinter den Kulissen" nachfragen, wie seine EindrĂŒcke waren.
 
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  • #12
WÀre sogar machbar, ihn zu kontaktiere. Die Tests sind ja echt immer objektiv, da stimmt schon alles. Ich will ihm auch echt nix Böses nachsagen:)
Und ja
 leider spielen zu wenige das DC, da haben Tama und Co. schon nen Vorteil, die haben sich halt etabliert. „Drumcraft“, da ist der Name nicht so toll

Ich werde mich erst entscheiden, wenn ich das Saturn und das Starclassic angespielt habe. Das kann leider noch dauern, bis ich Zeit dafĂŒr finde.“

@trommla Ich geb zu, dass das Starclassic auf Platz 1 war, Saturn und DC auf Platz 2. Aber wie gesagt: Wenn ich einen guten Sound bekomme und dabei noch sparen kann – und dafĂŒr ein universelles Set bekomme. Was will man mehr!
 
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  • #13
Es wundert mich immer wieder, wie wenig Aufmerksamkeit viele Drummer dem Stimmumfang (Tuning Range) ihres Sets schenken. Klar, die Jazzer wissen meist genau, was sie tun, aber viele Hobby-Trommler scheinen mit einer einzigen Standard-Stimmung zufrieden zu sein.
Dabei ist es doch gerade beim Üben zu Hause extrem spannend zu hören, wie sich der Charakter einer Trommel verĂ€ndert, wenn man experimentiert. Ich selbst war jahrelang zufrieden – aber rĂŒckblickend nur aus Unwissenheit darĂŒber, was klanglich eigentlich noch alles möglich gewesen wĂ€re.

Leider findet man kaum fundierte Infos ĂŒber das klangliche Potenzial verschiedener Sets. Selbst in Video-Tutorials geht es meist nur um das technische ‚Wie stimme ich?‘, aber fast nie um das ‚Wie klingt das Set in unterschiedlichen Stimmbereichen?‘. Also eher was fĂŒr AnfĂ€nger. Das ist ein wichtiges Thema, das viel zu kurz kommt.

Das habe ich soeben aus dem Netz gefischt. Das deckt sich mit meiner Vermutung und deiner Aussage: Das Saturn ist dunkler und bauchiger. Wo das Tama ‚knallt‘, ‚schiebt‘ das Mapex eher. Das Saturn glĂ€nzt vor allem in tiefen Stimmungen. Selbst wenn man die Trommeln fast locker schraubt, liefern sie noch einen definierten Ton, wĂ€hrend das Tama in diesem Bereich manchmal zu viel Attack und zu wenig Sustain (Ausklang) hat.
Ich denke mal, dass es sich auch in hohen Lagen nicht anders verhĂ€lt. Wie gesagt: dĂŒnnere Kessel, keine Gussspannreifen ... obwohl die von Drumcraft auch 6,4 mm dick sind
 
  • #14
Es wundert mich immer wieder, wie wenig Aufmerksamkeit viele Drummer dem Stimmumfang (Tuning Range) ihres Sets schenken.
In dem Punkt bin ich ehrlich gesagt anderer Meinung. Als Drummer habe ich zwar den Luxus, keine vorgegebene Stimmung nutzen zu mĂŒssen wie Gitarristen, Pianisten oder andere Melodiker. Trotzdem ist es letztlich völlig ausreichend, sein Set gut klingen zu lassen und seinen Fleiß auf die musikalische und technische Beherrschung seines Instruments zu konzentrieren. Ob das Set dabei eher hoch, tief oder mittel klingt, finde ich meist nebensĂ€chlich, so lange der Klang mich spielerisch inspiriert.
Also eher was fĂŒr AnfĂ€nger
Viele der weltbesten Drummer haben ihren charakteristischen Drumsound und stimmen nicht heute so, morgen so. Sich mit verschiedenen Stimmungen zu beschĂ€ftigen, ist hochinteressant, unterscheidet aber sicher nicht den AnfĂ€nger vom Könner. Da sind wir imho schon eher in der Nerdabteilung unterwegs 😉
 
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  • #15
Besonders wichtig ist mir dabei, dass das Set in diesen höheren Lagen nicht zu scharf oder zu brillant wird. Ich suche einen Sound, der auch obenrum noch WĂ€rme und einen ordentlichen „Bauch“ behĂ€lt, statt einfach nur hohl oder dĂŒnn zu klingen.
Kennst du den Sound deines Sets aus der Perspektive der zuhörenden?

Meiner Erfahrung nach ist es, gerade wenn man tiefere Stimmungen gewohnt ist, von der Schlagzeugeinnen Position hinter dem Set aus, bei höheren Stimmungen oft extrem schwierig mit dem was man da hört klanglich zufrieden zu sein.
Das klingt schnell scheinbar hohl mit zu viel Attack. Du hörst einfach nicht wie dein Set nach 1- 1,5 m in der Gesamtheit klingt. Da können zunÀchst Welten dazwischen liegen.
 
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  • #16
,... unterscheidet aber sicher nicht den AnfĂ€nger vom Könner. Da sind wir imho schon eher in der Nerdabteilung unterwegs 😉

Mit den „AnfĂ€ngern“ war das ĂŒberhaupt nicht abwertend gemeint, sondern bezog sich nur auf die Tutorials. Wenn es dann in die nerdige Detailtiefe geht, hole ich mir Hilfe :ROFLMAO: – so weit ist es bei mir noch nicht.;)
Im Vordergrund steht fĂŒr mich ganz klar das Erlernen des Instruments, und das ist aktuell einfach mein Fokus. Der Anspruch steigt ja auch mit der Zeit, man entwickelt sich weiter und kommt Schritt fĂŒr Schritt voran.
Wenn ich mir zum Beispiel eine Hi-Hat kaufen wĂŒrde, wĂŒrde ich mich natĂŒrlich auch intensiver mit dem Klang auseinandersetzen. Ich habe einfach gemerkt, dass bei den Proben mit der einen Band die höher gestimmten Toms deutlich besser klingen.


ennst du den Sound deines Sets aus der Perspektive der zuhörenden?

Meiner Erfahrung nach ist es, gerade wenn man tiefere Stimmungen gewohnt ist, von der Schlagzeugeinnen Position hinter dem Set aus, bei höheren Stimmungen oft extrem schwierig mit dem was man da hört klanglich zufrieden zu sein.
JA, habe jemand anderen das Tom spielen lassen und mich selbst ein paar Meter entfernt hingestellt, um den Klang aus etwas Distanz zu hören. Das habe ich auch in anderen RÀumen ausprobiert.

Du :..bei höheren Stimmungen oft extrem schwierig mit dem was man da hört klanglich zufrieden zu sein.

Das ist aktuell genau mein Problem: In höheren Stimmungen fehlt mir einfach noch die Erfahrung, und mein Gehör ist dafĂŒr noch nicht ausreichend geschult. Deshalb hatte ich das vorher so beschrieben und auch Hz-Werte verwendet – nicht als Stimmhilfe, sondern nur, um ein GefĂŒhl dafĂŒr zu bekommen, auf welcher Tonhöhe ich mich ĂŒberhaupt bewege.
Ich bin mir schon unsicher, ob ein Tom so klingen soll oder ob mein Tom einfach nicht optimal klingt.
Im musikalischen Kontext funktioniert es einigermaßen, aber auch da nehme ich vor allem wahr, dass höher gestimmte Toms grundsĂ€tzlich besser passen – ohne dass ich den Klang im Detail wirklich beurteilen kann.
 
  • #17
Ist tatsĂ€chlich gar keine sooo neue Erkenntnis, dass höher gestimmte Toms sich im Kontext oft besser durchsetzen. Wenn ich mich nicht tĂ€usche, habe ich davon in der Fachpresse schon Ende der 80er oder in den frĂŒhen 90ern gelesen, als es noch kein Internet fĂŒr alle gab. Und auch der Rebound wird natĂŒrlich begĂŒnstigt.

Um in den Stimmbereich zu kommen, reden wir aber doch nicht von ultrahohen Bebop-Stimmungen? Das sollte tatsÀchlich so ziemlich jedes Set abbilden können, das keine technischen Macken hat. Vielleicht ist aber meine Erwartung da auch einfach niedriger als deine?
 
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  • #18
Ich hatte gehofft, jemanden zu finden, der eines dieser drei spezifischen Sets spielt und mir von seinen Erfahrungen mit diesen Frequenzen berichten kann. Die Informationen zum DC 8 haben mir aber schon sehr geholfen trommla.
Ich werde am besten zum Laden fahren, um
die Sets direkt anzuspielen und den VerkĂ€ufer fragen, ob ich sie in aller Ruhe auf meine Zielwerte stimmen darf. Ich glaube, damit komme ich am weitesten.“

Du : Um in den Stimmbereich zu kommen, reden wir aber doch nicht von ultrahohen Bebop-Stimmungen? Das sollte tatsÀchlich so ziemlich jedes Set abbilden können, das keine technischen Macken hat.
Nein, es muss nicht ultrahoch sein – bis die Kessel reißen :ROFLMAO: .

Eben nicht – Chris reizt die Trommeln im Test ja ziemlich aus, und dabei schmieren einige Toms ab.

Hier sind meine meine Erfahrung, ohne Garantie. Die Werte beziehen sich auf den Grundton.
Meine Stimmung :
10er- 175Hz
12er- 155Hz
14er- 88Hz
Bassdrum :80Hz

Hier möchte ich noch ein wenig nach oben, Mittelhoch reicht mir schon...

Jazz ultrahoch wÀre ja ca:
10er-190-240Hz
12er-180-220Hz
14er-125-135HZ
Bassdrum- 90-120Hz
 
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  • #19
stimmst du nach DrumDial oder so?
 
  • #20
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