Kaufempfehlung und Hilfe betreffend Gesangs-Effektgerät

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bvg
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Liebe Profis!

Ich habe ein echtes Problem betreffend Gesangs-Effektgerät. Ich habe mir kürzlich den Behringer Virtualizer DSP 2024P gekauft und glaubte nun am Ziel angekommen zu sein. Doch zu meinem Entsetzen bringt der Virtualizer nur blechernen und blassen Sound und ist somit für mich völlig unbrauchbar! Zudem ist das Mikrofon-Signal viel zu schwach, so dass ich den Pegler meines Multitrack-Rekorders (Tascam DP-02 CF) so hoch schrauben muss, dass es störend rauscht. Kommt noch dazu, dass ich es - trotz richtigem Anschluss und korrekten Einstellungen - nicht schaffe, das Effektgerät in mein Mischpult einzuschleifen...

Nun suche ich also nach einer Alternative, die folgenden Anforderungen genügen soll:

- Zahlreiche Gesangs-Effekte (halt einfach die gängigsten Effekte)
- Kombinierbare Effekte
- Verstärker für Mikrofon-Signal
- reduziertes Rauschen
- Einschleifmöglichkeit für Nachbearbeitung an meinem Multitrack-Rekorder
- Anwendungsbereich ausschliesslich im Studio (also Rack- oder Tischversion)
- Unteres Preissegment (bis ca. 300 Euro)

Ich habe den hochgelobten und viel zitierten TC M300 bzw. 350 im Auge. Aber erfüllt der überhaupt all meine Anforderungen? Oder habt Ihr eine andere Kaufempfehlung? Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen, da ich seit meinem Fehlgriff ziemlich desillusioniert bin.
:-(

Ich danke euch im Voraus!

Herzlicher Gruss, bvg
 
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Zudem ist das Mikrofon-Signal viel zu schwach, so dass ich den Pegler meines Multitrack-Rekorders (Tascam DP-02 CF) so hoch schrauben muss, dass es störend rauscht. Kommt noch dazu, dass ich es - trotz richtigem Anschluss und korrekten Einstellungen - nicht schaffe, das Effektgerät in mein Mischpult einzuschleifen...
Mit Effekt aufnehmen tust du wahrscheinlich nicht? Ist auch besser so, weil da würde man eine Insert brauchen (und die hat das Tascam nicht, also geht das gar nicht) und ist auch nicht sinnvoll. Also nachträglich. Inweifern schaffst du es denn den nicht einzuschleifen? Weil unnabhängig von der Qualität des Effektgeräts wirst du das Probem mit dem Einschleifen und dem Pegel wahrscheinlich auch bei jedem anderen haben, die funktionieren ja genauso. Wie jedes Effekgerät hat das Behringer-Teil einen Eingang und einen Ausgang. Da es nicht den Line-Pegel gibt, kann es in der Tat schon mal sein, dass irgendwas zu leise ist. Aber beim Behringer kann man sogar zwischen -10dbV und +4dBU umschalten. Den müsstest du dann auf -10dBV sellen, weil die Ein/Ausgänge der Effektschleife beim Tascam auch so sind.

Auch wenn du hier eigentlich im korrekten Unterforum bist (du willst es ja nur fürs Studio benutzen), schau mal ins PA-Forum:
https://www.musiker-board.de/vb/f194-effektger-te-fx/
Denn die wenigstebn "Studio-Leute" hier arbeiten mit solchen geräten, weil ja doch der Trend zum PC geht und man daher dann mit Software arbeitetn. Dieses Unterfoum wird entsprechend selten genutzt.

Aber wie gesagt: Die Pegel- und Anschlussprobelmatik löst du mit einem anderen Gerät nicht, die sind dahingehen alle gleich - es sei denn, dei Behringer ist kaputt.
 
Das Problem mit dem Einschleifen sieht so aus, dass ich zwar den Output aus dem Behringer im Mischpult habe (z.B. der Vynil-Effekt), jedoch das Signal aus dem Rekorder nicht im Virtualizer ankommt. Warum, weiss ich echt auch nicht, da ich alles ausprobiert habe. Somit kann ich meine aufegnommenen Spuren nicht nachbearbeiten.

Wenn ich den Virtualizer als normale Linie anschliesse (also das Mik direkt in den Virtualizer und den Output an einen Linien-Eingang im Rekorder), so habe das erwähnte Problem mit dem dünnen und viel zu leisen Klang. Das kann ich für meine Aufnahmen unmöglich brauchen!

Gut möglich, dass der Virtualizer defekt ist. Habe ihn sehr günstig (ca. 30 Euro) erstanden...

In dem Fall werde ich mein Anliegen auch noch im von dir erwähnten Forum posten!

Besten Dank und Gruss,

bvg
 
Warum, weiss ich echt auch nicht, da ich alles ausprobiert habe. Somit kann ich meine aufegnommenen Spuren nicht nachbearbeiten.
Das liegt dann doch aber am Tascam, dass da aus dem SEND nichts rauskommt, oder? Kannst du das irgendwie testen, also mal ein anderes Gerät anschließen? Denn wenn du mit dem Mikro direkt in den Virtualizer gehst, kommt ja offenbar was an (wenn auch leise, aber das ist logisch). Also liegt es wohl nicht am Virtualizer.

Wenn ich den Virtualizer als normale Linie anschliesse (also das Mik direkt in den Virtualizer und den Output an einen Linien-Eingang im Rekorder), so habe das erwähnte Problem mit dem dünnen und viel zu leisen Klang. Das kann ich für meine Aufnahmen unmöglich brauchen!
Ja, das sagte ich ja, das ist auch nicht der Richtige Weg. Das Signal muss erst vorverstärkrt werden und dann ins Effektgerät. Dafür haben Mischpulte oder Multitrack-Recorder sonst Inserts, das sind einschleifwege hinter dem PreAmp, wo man so ein Effekgerät anschließen kann. Aber 1. hat das Tascam eben keine solchen Insert und 2. würde ich das dennoch nicht machen, weil du dann eben denn Effekt schon unwiederruflich mit auf der Aufnahme hast, was nicht so sinnvoll ist.
 
Das wäre natürlich eine Möglichkeit, die ich noch gar nicht in Betracht gezogen habe, dass mit dem Tascam etwas nicht stimmen könnte! Das Problem ist, dass ich in der Anleitung nichts entsprechendes finde, was darauf schliessen lässt, dass man den "Send"-Ausgang irgendwie noch aktivieren müsste.

Was gäbe es denn für eine Möglichkeit zu testen, ob da was rauskommt? Müsste es funktionieren, wenn ich zum Beispiel mit dem Send mein Minidisc-Gerät ansteuere?
 
Was gäbe es denn für eine Möglichkeit zu testen, ob da was rauskommt? Müsste es funktionieren, wenn ich zum Beispiel mit dem Send mein Minidisc-Gerät ansteuere?
Oder noch einfacher mit einem Kopfhörer. Auf dem linken ohr müsstest du was hören können.
 
Habe es nun ausprobiert: Send funktioniert einwandfrei. Warum also kommt beim Virtualizer nichts an? Das versteh ich nicht? Kann es am Kabel liegen? Denn der Input via Mikrofon funktioniert ja. Ich benutze ein Stereo-Miniklinke/XLR - Kabel (siehe Grafik). Dazu natürlich einen 6,3mm-Stereo-Adapter. Spielt es eine Rolle, ob mono oder stereo?

~flNlc3Npb249UDkwX0NIMjpDX0FHQVRFMDM6MDAwMC4wMTEyLjFmMzllNjc2Jn5odHRwX2NvbnRlbnRfY2hhcnNldD1pc28tODg1OS0xJn5TdGF0ZT0zOTg2MTYxNTc1====
 
Habe mir nun ein neues Kabel gekauft. Und siehe da: es funktioniert wunderbar! :)

Eine Frage habe ich nun aber trotzdem noch: Gehe ich richtig in der Annahme, dass es nicht möglich ist, unterschiedliche Effekte auf die einzelnen Spuren zu bringen und diese dann so zu mastern?
 
Bitte beschreibe Kabel für Kabel wie Du den Virtualizer an den Tascam angeschlossen hast. Dann sprichst Du von einem Mischpult. Ist damit das Tascam gemeint, oder handelt es sich um ein anderes Gerät? Falls anderes Gerät, beschreibe bitte auch hier Kabel für Kabel die Art der Verkabelung. Wie hast Du versucht, den Virtualizer in den Tascam einzuschleifen (wieder Kabel für Kabel)?

Dann schreibst Du was von wegen "Mikrofonsognal zu schwach" - zu schwach wofür? Gehst Du etwa mit dem Mikrofonsignal direkt in den Virtualizer und von dort weiter in den Tascam? Das wäre krass falsch, d.h. das Problem läge beim User und nicht beim Equipment.

Viele Grüße
Jo
 
Du kaufst also ein Multieffektgerät für Studiozwecke für sage und schreibe 95 Euro und bist jetzt "entsetzt" und "desillusioniert" über das Ergebnis?
Ich bin entsetzt über - sorry - soviel Einfältigkeit.

Sofern man als Musiker ein bißchen Ohren für sowas hat, so ist der bereits von dir angesprochene TC oder wenigstens ein Gerät der Einsteigerklasse von Lexicon wie das MX-200 oder MX-300 das Maß der Dinge.
http://www.musik-service.de/Search-lexicon mx-SECx0xI-src0de.aspx

Ob die DEINE Anforderungen erfüllen? Nun - das ist ziemlich subjektiv würde ich sagen und teste es doch einfach aus. Die Möglichkeit bietet dir jeder Shop.
Ich bin jedenfalls begeisterter Lexicon-Fan und hab da noch nie was schlechtes gehabt.
 
Hallo,

also nachdem wir es selber nun schon länger im Einsatz haben, kann ich das Lexicon MX-400 sehr gut empfehlen. Preisklasse aktuell 400 Euro:

http://www.musik-service.de/lexicon-mx-400-prx395755700de.aspx

Je nachdem wie du es anschließt kannst du vier verschiedene Effekte (frei konfigurierbar, ob parallel oder in serie) auf zwei Prozessoren zum Einsatz bringen, und das in einer 1A Qualität. Mit dabei sind Compressoren und DeEsser von DBX, dafür keine DeNoiser.

Schau es dir am Besten einfach einmal an :) Behringer ist natürlich eine Marke, die man sich doch leicht leisten kann und in vielerlei Hinsicht nicht schlecht, aber beim Effektprozessor würde ich keinesfalls sparen. Der Unterschied zum 200er (300er weiß ich grad nicht wie der bestückt ist) wird wie schon erwähnt, der Klang von zwei Prozessoren erstellt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich tippe immer noch auf falsche Verkabelung oder Einstellung, von daher würde er selbst mit besseren Geräten keine besseren Ergebnisse erzielen. Lasst ihn doch erstmal die Antworten auf meine Fragen oben geben, dann kann man immer noch sehen, ob das hier eine Kaufberatung oder eher eine Bedienungsanleitung wird.

Viele Grüße
Jo
 
@Jo - möglicherweise liegt ein Fehler in der Verkabelung vor.
Aber ich kenne den Behringer Virtualizer und auch die Lexicon-Geräte. Und das Behringer-Teil ist wirklich nur für diejenigen, die im Leben noch kein gescheites Effektgerät benutzt haben.
Die Nutzbarkeit der Effekte beschränkt sich auf wenige, exotische Anwendungen.
Wer einen richtigen, tiefen und zischelfreien Hall haben möchte kann dieses Ding nicht verwenden.
 
Hallo Leute!

Besten Dank für eure Antworten.

Es lag tatsächlich an der Verkabelung. Habe ein neues Kabel gekauft und siehe da: es funktioniert!

Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich auf dem Gebiet des Studiorecordings Neuland betrete. Ich habe bislang ausschliesslich via Keyboard-Workstation und dem eingebauten Sequenzer Musik gemacht und diese auch dort bearbeitet. (Bin mehr der Piano-Man und weniger der Produzent)

Irgendwann kam ich damit an gewisse Grenzen (vor allem fehlte der Gesang, der ja mittels MIDI-Sequenzer micht aufgezeichnet werden konnte). Und deshalb kaufte ich mir als ersten Schritt mal den Tascam-Multitrack-Rekorder und eben diesen Virtualizer für den Gesang. Ich weiss, dass dieses Equipment von Preis her natürlich keine Wunderdinge leifern kann. Aber ein bisschen mehr habe ich mir schon erhofft.

So, jetzt wisst ihr mal meine Vorgeschichte... :)

@Jo: du hast geschrieben, dass es krass falsch wäre, wenn ich das Mikrofon direkt an den Virtualizer anschliessen würde. Dies ist aber die einzige Möglichkeit, die ich habe, wenn ich den Effekt unmittelbar beim Einspielen der Musik (oder beim Üben) hören möchte! Und zum Komponieren neuer Gesangsmelodien hätte ich gerne den Effekt schon von Anfang an drauf und nicht erst bei der Nachbearbeitung! Ist dies in dem Fall ohne Einbusse der Qualität gar nicht möglich mit dem Equipment, das ich habe?

Nun, da der Virtualizer funktioniert, habe ich noch eine weitere Frage: Ist es möglich, verschiedene Effekte auf die einzelnen Linien zu bringen. Also z.B. Stimme 1 mit Hall und Stimme 2 in gewissen Momenten mit einem Echo oder einer verzerrten Stimme? Das wäre wieder ein Grund mehr, die Effekte direkt einzuspielen, da ich es sonst nicht hinkriege!

Besten Dank und lieber Gruss,

bvg
 
@Jo: du hast geschrieben, dass es krass falsch wäre, wenn ich das Mikrofon direkt an den Virtualizer anschliessen würde. Dies ist aber die einzige Möglichkeit, die ich habe, wenn ich den Effekt unmittelbar beim Einspielen der Musik (oder beim Üben) hören möchte! Und zum Komponieren neuer Gesangsmelodien hätte ich gerne den Effekt schon von Anfang an drauf und nicht erst bei der Nachbearbeitung! Ist dies in dem Fall ohne Einbusse der Qualität gar nicht möglich mit dem Equipment, das ich habe?

Wenn Du ein Mikro direkt an das Effektgerät steckst, wird sicher am Ende ein Signal rauskommen. Der Signal-Rauschabstand dürfte allerdings unterirdisch sein.

Um den Effekt auf die Aufnahme zu bekommen, brauchst du das Mikro doch nicht direkt dranhängen. Das Effektgerät kommt in einen seriellen (Insert) oder parallelen (AUX) Weg des Mischpults. Sofern Dein Multitracker (Hallo Steinzeit :D) das nicht kann, solltest Du entweder ein kleines Mischpult oder einen Mikrofonvorverstärker anschaffen.

Grundsätzlich würde ich vom Aufnehmen des bereits mit Effekt versehenen Signals absehen, denn Veränderungswünsche am Effekt bedeuten damit immer erneute Aufnahme, was sehr, sehr ärgerlich sein kann. Nimm die Stimme trocken auf und schicke das aufgenommene Signal beim Re-Recording durch das Effektgerät.


domg
 
Leider verfügt mein Multitracker in der Tat nicht über einen Insert, sondern lediglich über einen Send und Return! Ich kann also nur gerade einen einzigen Effekt auf die zu bearbeitenden Spuren legen, wenn ich sie mastern möchte. Und das ist natürlich nicht das, was ich beabsichtige!

So, wie es aussieht, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als entweder einen besseren Multitracker zu kaufen oder die bearbeitete Spur auf ein anderes Aufnahmemedium zu bringen, was natürlich ziemlich mühsam ist! ODer gibt es noch eine andere Möglichkeit, um verschiedene Effekte in einem Master zu haben?
 
Ich weiß ja nicht, womit Du gerade surfst, aber generell würde ich dazu tendieren, den Rechner mit einem Recording-Interface auszurüsten. Das dürfte einen gewaltigen Qualitätssprung bringen und sämtliche Nachbearbeitung läuft dann unter Beibehaltung der Originalaufnahme rein digital und damit auch ohne Verschlechterung der Aufnahmequalität.

Sofern Dein PC einigermaßen auf der Höhe ist, kommst Du mit ein Paarhundert Euro an eine Recordinglösung, die der jetzigen in allen Belangen weit überlegen ist.


domg


PS: Hier gibt's auch ein Recording-Unterforum. Da würde ich die Leute mal ordentlich löchern...
 
Super! Das klingt doch ziemlich vielversprechend! Eine kleine Verständnisfrage habe ich aber noch: Bedeutet dies in dem Fall, dass ich den Ausgang meines Multitrackers an den Rechner schliesse und dann einfach jede Spur einzeln mit dem gewünschten Effekt auf dem Rechner aufzeichne. Also den Rechner zum Mastern benütze und nicht mehr den Multitracker. Stimmt das so?

Besten Dank für die tolle Unterstützung!

bvg
 
Der Multitracker fällt komplett weg. Am Rechner hängt (via PCI-Board, USB, Firewire, whatever) ein Recording-Interface mit zwei bis x analogen Ein- und zwei bis x ebensolchen Ausgängen. Die Eingänge bieten auch Mikrofonvorverstärker, so daß man mit den Mikros direkt reingehen kann. Die ganze Aufnahmesteuerung und Nachbearbeitung erledigt der Rechner via Aufnahmesoftware und ggf. plug-ins. Du solltest also ggf. bei der auswahl des Interfaces schon darauf achten, daß entsprechende Aufnahmesoftware beiliegt.

Da können Dir die Recording-Leute aber sicher bessere Tips geben. Hier nur ein Beispiel, wie angesprochene Gerätschaften so aussehen könnten: http://www.musik-service.de/Recordi...ware-Lexicon-Omega-Studio-prx395739765de.aspx


domg
 
Super! Das hat mir sehr geholfen!

Herzlichen Dank und Gruss!

bvg
 

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