Kaufentscheidung Akkordeon italienisch (96 Bässe, 4-chörig, 4000-5000 €)

  • Ersteller wanted38
  • Erstellt am
W
wanted38
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
27.06.15
Registriert
14.11.14
Beiträge
13
Kekse
0
Anm. d. Mod.: Threadtitel präzisiert - bitte lesen: https://www.musiker-board.de/regeln-news-tipps-bt/551806-aussagekraeftige-threadtitel.html Gruß, Wil Riker

hallo,
bin ein Akkordeonspieler der die Liebe zum Instrument nach Jahren wieder entdeckt hat. nehme wieder unterricht. spiele Volksmusik, klassisch, Pop, Tango,... habe eine Hohner 72bass, die noch tadellos funktioniert und klingt. aus wohnsitztgründen hab ich mir voriges jahr eine gebrauchte Hohner Tango IV 96 bass gekauft. möchte nun die "kleine" verkaufen und mir ein hochwertiges italienisches Instrument zulegen.
mein Händler hat mir angeboten :1) Paolo Soprani Super Paolo II mit Casotto 96 Bässe 4-chorig; ) 2) Beltuna Studio 96/ 4 chörig- 3)Scandalli Air I 96/ 4 chörig
(möchte nicht mehr als 4000 - 5000 ausgeben). die Entscheidung ist schwer, kann mir jemand helfen ? mein Lehrer meinte der klang der Paolo ist fahl und flach ?

danke, günter
 
Eigenschaft
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Günter,

da hilft nur eines: die Instrumente selbst in die Hand nehmen und spielen, sowie sie von jemand anderem vorspielen lassen. Beide Male gut zuhören. Einen Klang empfindet jeder anders.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Hallo Günter,

ich kann Inge nur Recht geben. Bei einem neuen Instrument muss dich das Instrument überzeugen und nicht, ob es anderen gefällt.
Dazu kommt: Ob ein Akkordeon zu dir passt, hängt auch von der Musik ab, die du damit spielst. D.h. sogar wenn Musiker X, der ausschließlich eine bestimmte Musik macht, dir noch so sehr zu Akkordeon Y rät, dann heißt das noch nicht, dass für deine anderen Musikstile die anderen nicht vielleicht besser sind.

Nebenbei: Dir ist schon klar, dass du mit 4-5000 € neu nur in der guten Mittelklasse bist, gebraucht aber in der Oberliga? Und Akkordeone halten viel länger als du vielleicht denkst.

Nun zu den drei Modellen, nach denen du fragst (auch wenn da noch dutzende andere Akkordeone in Frage kämen):

Die Scandalli Air 1 hat laut Internetseite im Gegensatz zu den Airs mit höherer Nummer kaum bessere Stimmzungen (super dural) als deine Tango. Zumindest die Air 1 wäre deshalb bei mir draußen. Die Air generell ist ein besonders leichtes Modell. Das kann für dich schon ein Argument sein. Aber bitte probiere es aus.

Die Beltuna Studio wird hier im Forum schon gelobt (einfach danach suchen). Ich kenne sie nicht und will daher nicht widersprechen.

Die neuen Super Paolos kenne ich auch nicht, aber zwei ältere dafür recht gut. Es handelt sich um das Spitzenmodell von Paolo Soprani, im Gegensatz zu den anderen beiden Herstellern, wo du auch erheblich teurere Modelle bekommst. Und Cassotto wäre mir schon wichtig. (Falls du es nicht weißt: Cassotto = Resonanzschacht. Ein oder zwei Stimmstöcke sind von den anderen abgetrennt in einem schmaleren Schacht. Vergleichbar dem Korpus bei Streichinstrumenten ergibt sich durch Resonanz ein vollerer und weicherer Klang, wenn er auch beim Akkordeon etwas gedämpft wird. Wenn das Cassotto zu klein oder zu groß ist, ist der Effekt aber gering. Es tragen auch noch andere Faktoren zum Klang bei, von daher ist Cassotto nicht alles.) Ob es dir genauso geht, solltest du aber auch ausprobieren.
Die beiden mir bekannten Super Paolos (4- und 5-chörig, beide 120 Bässe) klingen nicht schlecht. Fahl und flach klingen diese beiden nicht, sie haben aber auch kein besonders scharfes Tremolo, für das Paolo Soprani einmal bekannt war, wie ich hier im Forum gelesen habe. Nur für "Klassik" und Konzertmusik gibt es wahrscheinlich bessere Instrumente. Vielleicht in dieser Preisklasse Weltmeister Supra aus Deutschland. Der Bass bei den alten Super Paolos ist trotz Winkelstimmstock eher zurückhaltend und relativ hoch und von den sieben Bassregistern finde ich nur zwei brauchbar.
Ob die aktuellen Modelle mit ihren Großmüttern aber noch viel gemeinsam haben, und dir meine Erfahrungen daher etwas nützen, kann ich dir nicht sagen.

Viel Erfolg bei deiner Suche und lass dich gut beraten und dir die Art Musik auf den Instrumenten vorspielen, die du auch spielst.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Danke Arrigo, hast mir ein bissl geholfen, zumindest daß das Super Paolo ein Spitzenprodukt ist, Du mußt dir vorstellen in Österreich ist es nicht so leicht ein Musikgeschäft zu finden, und mehrere Fabrikate zu testen. noch dazu italienische spitzenfabrikate. ganz schwer. hab in Oberösterreich nur einen gefunden der nicht nur die "hohner" führt. und meistens hat er dann nicht alle da, die man testen möchte. also die super Paolo und die beltuna konnte ich testen.
welches Fabrikat spieltst du ?
herzlichen dank.
lg aus Ö
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Günter,

wie gesagt, ich würde auf keinen Fall blind (bzw. taub) ein Akkordeon kaufen, weniger weil du vielleicht ein schlechtes Akkordeon bekommst, sondern weil du dich nachher ärgerst, wenn du für ein Akkordeon viel Geld ausgibst, das dann für deinen Geschmack und die Musik den falschen Klang hat. Es gibt einfach Spezialisten für verschiedene Spezialgebiete. Insbesondere das Tremolo kann dir passen oder auch nicht. z.B. ganz geringe Schwebung für Balkanmusik oder Jazz ist, denke ich, für dich nicht das richtige. Ob du ein Doppeltremolo brauchst (drei Chöre in der mittleren Lage), bezweifle ich auch eher, aber möglich ist es (Volksmusik). Wenn ja dann wohl mit der geringeren Schwebung für die Oberkrainer und nicht mit der großen für Musette oder irische Musik.

Deshalb gut, dass du die beiden ausprobieren konntest. Hast du Unterschiede bemerkt?

Zu den Fabrikaten: Ich denke, wenn du genug Geld auf den Tisch legst, bekommst du von jedem Akkordeonbauer ein gutes Instrument.
Nur von Hohner muss ich bei Neuinstrumenten ganz entschieden abraten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist inakzeptabel. Gespart wird überall, aber dass sogar in der Morino für knapp 7000 € die Tastatur ganz aus Plastik ist und die Stimmstöcke aus China kommen ist dreist, der Zugriemen aus Kunstleder und das Rädchen, um diesen festzustellen, aus Plastik, waren schon bei den Vorgängern frech. (Falls ich jetzt Hinweise bekomme wie "Plastiktastaturen und Chinateile können auch gut sein.", das weiß ich, aber eingeführt wurden sie, weil sie billiger sind. Trotzdem wurde der Instrumentenpreis überinflationär erhöht und das ist das Problem.)

Was spiele ich?
Meistens Hohner Morino IV S (Woher weiß ich wohl das mit dem Zuggurt (hat 13 Jahre überlebt) und dem Rädchen (1 Jahr Lebensdauer)?)
Für Melodiebass und Oberkrainermusik (5-chörig) Guerrini Superior.
Bei schlechtem Wetter Hohner Concerto 2 (ganz alt) und Solton von Melodija.
Und seit neuestem Paolo Soprani Super Paolo C-Griff-Knopfakkordeon, aber noch nicht gut.
Mein neuestes Instrument (die Morino), das ich aber am längsten habe, ist also auch schon 15 Jahre alt. In deiner Situation war ich also schon lange nicht mehr. Neue Guerrinis gibt es, so weit ich weiß, heute gar nicht mehr.

Wie kann ich dir sonst noch helfen?
 
danke du hast mir schon sehr geholfen. und es erscheint mir ganz logisch : hingehen und die unterschiede erhören, hören und greifen, welches Akkordeon mit welcher musikrichtung am besten passt.
ach ja, pigini kommt vielleicht auch noch ins spiel. wobei ich hörte das dies das klassische Konzert und orchesterinstrument ist ?
du weißt sovieles über die verschieden Fabrikate, gibt es hiefür eine spezielle Homepage ?

danke dir.
 
Hallo wanted38.

pigini kommt vielleicht auch noch ins spiel. wobei ich hörte das dies das klassische Konzert und orchesterinstrument ist ?

Das lässt sich pauschal nicht sagen - meiner Ansicht nach trifft ersteres eher auf eine Gola und zweiteres eher auf eine Morino zu.

du weißt sovieles über die verschieden Fabrikate, gibt es hiefür eine spezielle Homepage ?

Akkordeon-Forum ;). Im Ernst: wir dürften die größte unabhängige Akkordeon-Community im Internet sein - stöbere hier einfach ein wenig!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
ach ja, pigini kommt vielleicht auch noch ins spiel. wobei ich hörte das dies das klassische Konzert und orchesterinstrument ist ?

Hallo Wanted38,

Wie Wil Riker schon anmerkte - das sind pauschale Ausagen, die nicht präzise sind und drum auch nicht verallgemeinert gelten. Da würd ich nicht auf andere hören, ohne mir selbst ein Urteil darüber zu bilden! Ausprobieren, selber spielen , selber hören! Nur auf dich als Besitzer kommt es letzlich an, nicht auf die Meinungen der anderen! Kann sein, dass Pigini deinen Traumklang trifft, kann aber auch sein, dass es ein anderer Hersteller wird.

Mein Topinstrument ist von einem international anerkannten Konzertsolisten.. und das ist ganz bestimmt keine Pigini. Dieser Herr würde ach keine Pigini wollen, weil er einfach einen anderen Klangtypus bevorzugt. Praktisch alle Hersteller bieten in der Spitzenliga Topinstrumente an und es ist eher eine Frage des persönlichen Geschmacks, welches Modell und welche Marke einem persönlich besser liegt und einen besser anspricht. - Selber ausprobieren, viel hören und viel vergleichen, wo immer sich einem die Gelegenheit bietet, ist die beste Art, um sich eine gute Basis zu schaffen um das Instrument zu finden, das für einen persönlich DAS Instrument ist. Und immer beachten, wenn man Empfehlungen bekommt - welche Musik macht derjenige darauf und damit - ist das auch mein musikalischer Wikungskreis und passen die Anforderungen zusammen...


du weißt sovieles über die verschieden Fabrikate, gibt es hiefür eine spezielle Homepage ?

Auch hier meine ich, bist du hier genau richtig. In deutscher Sprache wirst du kein größeres unabhänigiges Akkordeonforum finden ... vermutlich gilt das sogar weltweit.

Und noch n Tip: es gibt hier in unregelmäßigen Abständen Treffen, wo sich viele Spieler mit den unterschiedlichsten Instrumenten treffen - das ist auch eine hervorragende Gelegenheit in aller Ruhe mit den jeweligen Besitzern sich auszutauschen und auch viele verschiedene Instruemente zu hören (und auch mal auszuprobieren)

Nur von Hohner muss ich bei Neuinstrumenten ganz entschieden abraten.

Auch das ist nach meiner Erfahrung ein Pauschalurteil, dem ich nicht ohne weiteres zustimmen würde. Wenn ich mir in den letzten Jahren aufmerksam die ganzen Neuinstrumente angesehen habe, die mir so begegnet sind, dann stelle ich allenthalben fest, dass überall rationalisiert wird, was sich unterschiedlich auswirkt. Und die Folgen davon kann man überall entdecken. Seien es mal Kunststoffrädchen für die Bassriemen, die brechen, oder welche aus unbehandeltem Aluminium, das gerne mal zum Oxidieren neigt und dann das Klemmen anfängt, oder Holzkerntastaturen, deren Holzkern sich verzieht, Holzststimmstöcke oder Gehäuse, die noch "arbeiten " und sich dann verziehen oder Risse bilden - die Liste lässt sich beliebig weit fortsetzen. In der heutigen Zeit bleibt fast bei keinem Instrument mehr soviel Zeit, dass man sich um alle Details mit Liebe und Hingabe kümmern kann - oder man legt wirklich richtig viel Geld auf den Tisch, und lässt sich in sein persönliches Intrument bauen.

Aber in der Presiklasse 4000 bis 5000;-- Euro müssen die Hersteller auch auf die Produktionskosten schauen... und gewisse Kompromise muss man dann selbst für das Geld (was ja nun kein kleiner Betrag ist) akzeptieren.

Gruß, maxito
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Hallo Günter,

auch auf die Gefahr hin, dich zu erschlagen, ein paar Listen mit Akkordeonmarken:
http://www.hoe-online.info/adressen-hersteller.php
http://www.accordionlinks.com/manufacturer.html
http://www.accordions.com/articles/chronology.aspx
Es sind deshalb so viele, weil es sich oft um sehr kleine Betriebe handelt, die erst in Kooperation miteinander ganze Akkordeons herstellen können, in Deutschland oft ehemalige Arbeiter von Hohner oder Weltmeister, in Italien kleine Familienbetriebe in und um Castelfidardo und (zumindest früher) in und um Stradella. Dazu kommt, dass viele Marken fusioniert haben, oder übernommen wurden und ein Konzern dann Akkordeons unter verschiedenen Namen herstellt, z.B. stellt Suoni Akkordeons der Marken Scandalli, Paolo Soprani und SEM her (siehe die englischen Links).

Dein Versuch die beste Marke zu finden ist übrigens nicht unbedingt die Lösung für deine ursprüngliche Frage. Denn Hersteller mit anerkannten Spitzenmodellen erlauben sich oft auch in tieferen Regionen stolze Preise, so dass du mit deiner Kriegskasse dann unerwartet weit unten im Regal suchen musst.
Wie gesagt nehmen die Hersteller sich nicht so viel, so dass es schon sein kann, dass Hersteller A in der Preisklasse bis 10000 € die Nase vor Hersteller B hat, und in der Preisklasse bis 6000 € Hersteller B.

Auch das mit dem "Markenklang" ist so eine Sache:
Beispiel Pigini: Pigini hat seit einigen Jahren bei seinen Topinstrumenten einen irgendwie spitzen und kalten Klang, den ich außerhalb von Orginalkompositionen für unmöglich halte (und nicht einmal da mag ich ihn, nebenbei. Die älteren Piginis klingen meiner Meinung deutlich besser, lassen sich aber nicht so gut von der Konkurrenz unterscheiden.). Um also keine Kunden zu vergraulen, kannst du bei Pigini auch Akkordeons kaufen, die anderes klingen (geeigneter für andere Musikrichtungen).

Deshalb vielleicht eher ein paar Features, die du in deinem Preissegment bekommen solltest (wenn auch nicht überall):
- Stimmzungen der Qualität tipo-a-mano/HA2/hand-type/von Hand egalisiert (das ist alles das Selbe): Bessere wirst du für das Geld nicht bekommen, sind aber auch nicht nötig. Glaub es mir, ich habe den Vergleich.
- Cassotto: Da ist es aber wichtig, sich das Ergebnis anzuhören. Denn wenn du ein Brett zwischen zwei Stimmstöcke klemmst, hast du auch ein Cassotto. Dass allerdings die Klangqualität sich dadurch verbessert, bezweifle ich. Und wenn du ein Akkordeon ohne Cassotto findest, das dir besser gefällt, dann nimm das.

Wenn dich konkrete Modelle klanglich interessieren, kann es auch helfen, danach bei youtube suchen.

Alles Gute.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Denn wenn du ein Brett zwischen zwei Stimmstöcke klemmst, hast du auch ein Cassotto.

Wenn hiermit gemeint ist, das Brett im Gehäuse, also im Innenraum, zwischen die Stimmstöcke zu klemmen, liegt hier ein Missverständniss vor - Cassotto ist immer ein Tonschacht, in den die Stimmstöcke dann Schall nach außen abgeben und der direkt nach außen führt.

Aber ansonsten stimme ich zu: Nur weil zwei Instrumente Cassotto haben, müssen die nicht gleich klingen - nicht mal, wenn die vom gleichen Hersteller sind. Es spielen sehr viele Faktoren mit eine Rolle, die alles den Klang beeinflussen. Drum ist selber anhören und ausprobieren sehr wichtig!

Gruß, maxito
 
Moin Wanted38,

auch Ich selbst habe ca 2 Jahre nach genau solch einem Instrument für alle Musikrichtungen gesucht.
Ich habe alles durchprobiert, oft bin Ich weit dafür gefahren.

Weltmeister kam im Vergleich zu den Italienern nicht in Frage, Hohner fällt wegen der schlechten Qualität durch (obwohl mir die Morino IV Slavko Avsenik optisch sehr gefällt), Pigini und Victoria sind m. E. Konzertinstrumente.

Die Entscheidung hat letztlich einfach die Hauptmusikrichtung gegeben.
Es wird ein 888/16 also ein vierchöriges Instrument ohne Cassotto mit der Möglichkeit ein Verdeckcassotto ein und auszubauen.
Im Diskant ähnlich einer steirischen flach gestimmt (Alpe-Stimmung) und im Bass fünfchörig für einen kräftigen Klang.
37 Diskanttasten und 120 Bässe für handlichen Umgang (41 Tastenmodelle sind mir da zu unhandlich).

Ich spiele in einer Erzgebirgsgruppe die Begleitung. Dafür brauch Ich ein schönes Tremolo bzw. Musette auch für die schnellen Läufe.
Auch ist es da wichtig eine gute Tastatur zu haben, eine direkte Ansprache und ein guter Klang sowie wenig Luftverbrauch für viele Akkorde mit Bassbegleitungen.
Die Tangos und die russischen Lieder die Ich privat spiele kann ich mit dem 8/16 oder dem 16 Fuss Register spielen.

Nach langem probieren aller verschiedenen Instrumente bin Ich bei Sikoba in Backnang bei Beltuna gelandet.
Das Studio Modell wird nächstes Jahr genau nach meinen Vorgaben gebaut und preislich sind es um die 5T Euro.

vielleicht hilft es Dir weiter.

Gruß akkordgaudi
 
Die Entscheidung hat letztlich einfach die Hauptmusikrichtung gegeben.

Das ist das wichtigste Kriterium überhaupt! Die eierlegende Wollmilchsau für alles gibts leider nicht.

Und jedes Instrument hat eine spezielle Ausprägung - Letztenendes muss man einfach ehrlich zu sich selber sein und schauen, was mag ich am meisten spielen und das sollte das Kriterium sein, nachdem man sich auf die Suche nach seinem Akkordeon begibt.

Und dann bekommt man auch schnell Klarheit, welcher Klang denn dann passt und kann gezielter suchen - So wie jetzt Akkordgaudi.

Die Wahl für 888 + 16 mit flacher Tremolostimmung ohne Cassotto für die Musikrichtung finde ich recht passend. Dazu passt dann auch ein 5-chöriger Bass recht gut, finde ich. Denn der Diskant ist ja recht obertonreich da kein Cassotto vorhanden ist und da passt auch ein Bass mit einem ordentlcihen Anteil an hohen Tönen gut - der 5-chörige Bass zeichnet sich ja gerade dadurch gegenüber 4-chörigen aus, dass in den hohen Tönen ein weiterer Chor dazukommt.

Viel Spaß mit deinem zukünftigen neuen Instrument!

Gruß, maxito
 
hallo akkordgaudi,
du hast mir sehr weitergeholfen, bzw. bestärkt. Ich habe momentan die Paolo Soprani verworfen, da der klang einfach zu fahl ist, es klingt mir einfach zu wenig.
speziell Richtung volksmusik.
aber mein Favorit ist momentan auch die beltuna Studio 37 tasten, 96 bässe. 4-chörig. kräftiger klang, kräftiger bass. mein musikhaus meinte zusätzlich eine musette-Register zu machen und dafür das Piccolo Register wegzulassen.
auf was sollte ich noch achten ?
mit 888 + 16 kann ich leider nichts anfangen, weiß nicht was dies heißt, kannst mir bitte helfen ?

ich danke dir

lg. günter

danke auch maxito
 
speziell Richtung volksmusik.

Volksmusik ist nicht gleich Volksmusik - Aber wenn du dich im großen Genre alpenländische Musik, oder auch Unterhaltungsmusik aufhältst, dann ist die Empfehlung das Piccolo wegzulassen und dafür noch einen Chor für "Musette" dazuzunehmen vermutlich gar nicht schlecht. Wobei das dann einfach Musette Auführung genannt wird, auch wenn die Stimmug des Tremolo selber dann trotzdem flacher ausgeführt wird. Der begriff Musette Ausführung hat sich halt einfach eingebürgert für Instrumente mit 3x normale Oktave + tiefe Oktave (oder anders ausgedrückt 3x 8´chor und 1x 16´chor)

mit 888 + 16 kann ich leider nichts anfangen, weiß nicht was dies heißt

Und das hat sich aus dem obigen Satz praktisch schon selber erklärt:

Die "Chöre" benennt man nach der Stimmlage der normale Chor wird 8´Chor genannt weil da die Tastenlage mit einer 8 Orgelpfeife zusammenpasst. Der Tiefe Chor wir entsprechend 16´genannt und das Piccolo dann 4´. Und wenn man dann ein Akkordeon mit 3fachem normalen Chor hat, dann ist das eben "888". Die Chöre sind dann aber nicht komplett identisch, sondern einer davon ist in de Regel exakt gestimmt und die beiden anderen sind etwas anders gestimmt, so dass sich der Schwebeton einstellt , landläufig Tremolo genannt. Und je nachdem wie die dann gestimmt sind ergibt sich ein schärferes Tremolo (das klassische Musette) oder entsprechend flacher.

Gruß, maxito
 
Grüße,

dankeschön und bitteschön für die netten Antworten von Euch beiden.


Wie Maxito beschreibt benennt man damit die vierchörigen Instrumente nach den jeweiligen Längen (in der Masseinheit Fuß) der Chöre orientiert am Vorbild einer Orgel.

Dein Vorschlag entspricht meines geplanten Instrumentes.

Noch zwei Hinweise:

1) Bass vierchörig (light-Modelle) oder 5 chörig (Standard Modell) der Unterschied ist sehr deutlich.

2) es gibt verschieden gestimmte Musetterichtungen ab Werk. Unter anderem Dual face..d.h. zwei Gesichter.
Der Abstand zwischen den einzelnen 8fuss Chören ist unterschiedlich gestimmt.


Meine ehrliche Empfehlung ist zum Haupthändler nach Backnang bei Stuttgart hinfahren. Dort kannst Du alle Möglichhkeiten ausprobieren und herausfinden was Dir persönlich gefällt.

Ich hab daher die ganzen Infos und kann heute sagen genau zu wissen was mir gefällt.

Mein Instrument wird nächstes Jahr über den Verein bestellt und daher muss Ich mich noch gedulden....freue mich sehr darauf...


akkordgaudi
 
Maxito und Akorrdgaudi, ich danke euch ganz herzlich
 
Wobei es bei der Beltuna durchaus die Möglichkeit gibt, das Piccolo-Register zu erhalten und dennoch ein Musetteregister einzuziehen. Bei meiner Beltuna Prestige ist dies jedenfalls so verbaut, indem die Registertasten durch eine Kombination doppelt belegt sind. Aber fragt mich nicht, wie das im Detail gelöst ist - mich interessiert nur das Ergebnis :).
 
Wobei es bei der Beltuna durchaus die Möglichkeit gibt, das Piccolo-Register zu erhalten und dennoch ein Musetteregister einzuziehen.

Ja das kenn ich - hab ich mal an einer Leader kennengelernt.

Aber dazu braucht man dann trotz alledem 5 Chöre zur Verfügung. Und ich versuche die Eingangsbedingungen mitzuberücksichtigen. - Bei dem Preisrahmen, würde ich dann lieber auf eine 5.ten Chor verzichten und dafür ein 4-chöriges Instrument höherer Qualität zu bekommen.

Gruß, maxito
 
Hi wanted38,
in der Preisklasse lohnt es sich doch sicher auch mal zu einem Musikgeschäft in Süddeutschland zu fahren, wo man eine größere Auswahl von Akkordeons verschiedenster Hersteller und Stimmung spielen und vorgespielt bekommen kann.
Einfach mal hier die Suchfunktion nutzen... da gibt es sicher einige die nicht allzuweit weg sind
Viele Akkos findet man auch oft bei den Stammtischen (und vom Stuttgarter Stammtisch letztes Jahr hatte ich übrigens neben den vielen Golas auch eine Weltmeister Cantus mit sehr schönem Klang in Erinnerung (erwähne ich nur, weil Weltmeister oben ausgeschlossen wurde).

Und wie schön oben erwähnt ... für das Geld bekommt man ziemlich sicher auch ein gebrauchtes Spitzeninstrument - aber ganz ganz wichtig vorher erst mal die Händler bzw. Vorstellungstage bei Musikschulen etc. pp . abklappern und hören
Gruß,Christof
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
für das Geld bekommt man ziemlich sicher auch ein gebrauchtes Spitzeninstrument

Das ist ganz ohne Frage richtig - aber 96 bässige (eigentlich müsste man ja genauer sagen 37 tastige mit 96 Bässen) mit hoher Qualität sind erst in den letzten Jahren so richtig in Mode gekommen und drum findet man auf dem Gebrauchtmarkt derzeit noch wenige richtig gute 96 bässige Instrumente. Es gibt ja auch genügend Gründe, warum man eben ein 96 bässiges möchte.

120 bässige keine Frage - gibts auf dem Gebracuhtmarkt sehr viele auch sehr gute für ganz akzepptable Preise - aber das sind halt 120 bässige und entsprechenn mit 41 Tasten.

Und außerdem ein neues Instrument hat schon auch einen eignenen Flair!;)

Gruß, maxito
 
Zuletzt bearbeitet:

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben