Kauftipp gesucht Mandola Oktavmandoline

von Pettersson, 26.10.09.

  1. Pettersson

    Pettersson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.09   #1
    Hallo,

    da mir die Suchmaschine nichts ausgespuckt hat, stell ich die Frage mal direkt.

    Hat jemand einen Kauftipp und/oder Erfahrungen bzgl. einer Mandola oder Oktavmandoline?
    Preislage 250,- bis 300,- €, also im äußersten Notfall bis 500,-€. Pickup muss nicht sein.

    Einen nennenswerten Gebrauchtmarkt scheint es nicht zu geben, oder doch?

    Viele Grüße und schon mal danke für Eure Hilfe!

    Pettersson
     
  2. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.10.09   #2
  3. Pettersson

    Pettersson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.10   #3
    Hallo,

    danke für den Tipp, auch wenn´s schon länger her ist, sorry!

    Ansonsten antworte ich mir jetzt mal selbst:

    Auch das allwissende Internet spuckt zum Thema Oktavmandoline nicht viel aus. Ich hab fast den Eindruck, das selbst die Hersteller oder Vertreiber dieser Instrumente lieber ein bisschen im Verborgenen bleiben möchten.

    Gebrauchte Instrumente sind so gut wie nicht zu finden.

    Nach einigem Überlegen hab ich mich also zum Kauf einer "Celtic-Star"-Oktavmandoline entschlossen, obwohl ich über "Celtic-Star" vorher einige nicht so positive Kritiken gelesen hatte. Einen Preis von ca. 230,- € fand ich für mich als Einsteiger aber okay.

    Also: ich bin sehr zufrieden mit dem Instrument. Ich denke das Preis/Leistungsverhältnis ist völlig in Ordnung.
    Das Teil läßt sich sehr gut spielen. Es klingt warm und rund, etwas mittenbetont und hat ein gutes Sustain.
    Nur wenn man ordentlich reinhaut, wird´s etwas undifferenziert.

    Der Pick-up ist nicht der Hammer, aber ich denke, für Amateurverhältnisse okay. Der charakteristische Sound dieses Instruments kommt sowieso nur per Mikro rüber. Der Verkäufer macht einen sehr netten und korrekten Eindruck. Ein kleines Problem mit meinem Instrument wurde schnell und kulant geregelt, darüber habe ich mich sehr gefreut.

    Die Oktavmandoline ist für mich eine ganz neue Erfahrung. Mit einer Mandoline hat sie eigentlich nichts zu tun.
    Vom Gefühl ein bisschen mit Banjo, vom Sound eher mit 12-saitiger Gitarre oder Buzouki. Aber doch eine eigene Welt.
    Ich meine, gut für Mittelaltersounds, auch für orientalisches. Selbst bluesrockiges kommt gut darauf.

    Es kommt aber ziemlich auf den Song an. Manche funktionieren irgendwie nicht, vor allem Balladen sind eher schwierig, obwohl "Nothing else matters" klingt super. Allgemein lassen sich aber eher perkussiv-orientierte Stücke gut spielen, also für mich jedenfalls.

    Als Stimmung geht mir statt der klassischen d-g-a-e die Buzouki-mäßige d-g-a-d besser von der Hand.

    Wenn jemand etwas über dieses Instrument zu berichten hat: ich würde mich über jeden Beitrag freuen!

    Viele Grüße, Pettersson
     
  4. Rastaman1

    Rastaman1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.10   #4
    Hallo,

    ich habe mich vor einiger Zeit ebenfalls für dieses Instrument von Celtic Star entschieden.

    Bin ebenfalls ganz zufrieden. Vor allem das Preis-Leistungsverhältnis für einen Anfänger bzw. Quereinsteiger wie mich ist m.E. in Ordnung.

    Die einfachsten Begleitakkorde hatte ich auch relativ schnell gelernt und das Instrument kam bei meiner Akkustik-Band schon des öfteren zum Liveeinsatz.

    Leider bin ich momentan an einem Punkt angelangt, an dem ich spielerisch nicht wirklich weiterkomme.

    Mit den einfachen Akkorden begleiten geht, aber Melodiespiel bzw. Akkordwechsel in höhere Lagen o.Ä. ist für mich autodidaktisch irgendwie nur schwer erlernbar.
    Ich muss dazu sagen, dass ich auch auf der Gitarre kein Solo- sondern eher ein Rhythmusspieler bin und neben Gesang mit meiner 12-Saitigen nur begleite.

    Jetzt bin ich am überlegen ob ich mir mit guter Literatur weiterhelfen kann.
    Allerdings finde ich keine Bücher speziell über das erlenen einer Oktavmandoline.

    Einziges wäre die Mandolinenschule von Christian Veith. Ist aber eigentlich für Mandolinen und nicht für Oktavmandolinen.
    Bin mir aber nicht sicher ob dass das richtige ist. Und möchte ungern knapp 30 Euro ausgeben um dann zu merken, dass es mir nichts bringt.

    Hat jemand Erfahrung mit diesem Buch in Verbindung mit einer Oktavmandoline?

    @Pettersson:
    Wie hast Du das spielen gelernt?
    Hast Du Tipps?

    Beste Grüße
     
  5. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 03.03.10   #5
    Die "normale" Mandoline wird in der Literatur als Soloinstrument behandelt und deshalb finden sich dort meist einstimmige Melodien.
    Etwas gleiche Mensur, Stimmung und Fingersatz wie die Geige, klar, damit spielen sich bequem Melodien und sogar nach Noten ist es nicht so schwer.
    Natürlich können auch Akkorde gespielt werden, z.B. im Buesgrass gibt es auch eine eigene Begleittechnik.
    Trotzdem gibt es für Akkorde deutlich bessere Stimmungen und Instrumente.

    Für die Oktavmandoline ergibt sich nun folgendes Problem:
    Die Mensur ist für Quintenstimmung und Geigenfingersatz nicht mehr optimal. Probieren kannst Du es aber mit einem Mandolinenbuch ...
    Für reine Akkordbegleitung, die darauf ja voluminöser klingt als auf der Mandoline, bieten sich zwecks einfacher Griffweise eher andere Stimmungen an.
    Bei Spieler von Oktavmandolinen setzen also je nach Musikrichtung und Spielweise ganz unterschiedliche Stimmungen ein.
    In Prinzip muss da jeder selber herausfinden, was er will - schwierig.

    Deshalb kann ich auch verstehen, warum das mit der Literatur so rar aussieht.
    Selten gespieltes Instrument ohne einheitliche Stimmung. :gruebel:
    So ein Buch so zu schreiben, dass es jemand verlegt, weil er meint, es könnte genug Leser finden - das ist hier nicht so einfach.
     
  6. Rastaman1

    Rastaman1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.10   #6
    Da geb ich dir vollkommen recht!
    Es ist wahrscheinlich wirklich schwierig (wenn nicht sogar unmöglich) ein "Alroundwerk" zu schreiben.
    Ich hab auch schon darüber nachgedacht die Oktavmandoline einfach wie eine Gitarre zu Stimmern. Also D-G-H-E.
    Habs allerdings noch nicht ausprobiert und irgendwie finde ich das auch blöd!
    Zurzeit nutze ich die Stimmung G-D-A-E (allerdings mit oktavierten Seiten, wie bei einer Bouzouki).
    Ich finde den Klang so ganz interessant und die meisten Grundakkorde lassen sich mit zwei bis drei Fingern greifen und auch schnell lernen.
    Das sich das Instrument sowohl als Soloinstrument als auch als Rhythmusinstrument eignet, sieht man z.B. gut bei der englischen Folk-Band "Show of Hands" (sollte die jemand kennen). Steve Knightley spielt mit seinem Instrument überwiegend Rhythmus, manchmal aber auch Solo. Ich hab die letztes Jahr live gesehen und war begeistert von diesem Instrument. Bin mir allerdings nicht ganz sicher ob das wirklich eine Oktavmandoline ist?!

    Ich wäre allen Lesern trotzdem für ein paar Literaturtipps/Erfahrung und/oder deutschsprachige Webseiten zum Thema dankbar!

    Beste Grüße
     
  7. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 03.03.10   #7
    Du könntest auch die Stimmung G-D-A-D wie auf der Irish-Bouzouki nutzen.
    Dazu gibt es auch Lieratur. ;)
    Und das ist auch ein Instrument, wo gerne Kombinationen aus Sololinien und Akkorden eingesetzt werden.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass der genannte Steve Knightley auch so stimmt.

    G-D-A-D ist nur nicht besonders universell was die Tonarten angeht, da wird ein Kapo nötig sein.
     
  8. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 03.03.10   #8
    Als ich vor einiger Zeit selbst nach sowas gesucht habe, bin ich auf das hier gestoßen. Das Buch war aber damals noch nicht erschienen. Ich habe jetzt mal nachgeschaut und festgestellt, dass es wohl fertig ist. Leider wird bei mir von der Leseprobe nur eine Seite dargestellt...
     
  9. Pettersson

    Pettersson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.10   #9
    Hallo, Leute,

    hallo, Rastaman, sorry, ich war ein paar Tage nicht hier. Also, wirklich gut spielen kann ich die Oktavmandoline auch noch nicht. Bin halt erstmal auch vom Gitarrespielen her an die Sache rangegangen und hab versucht, meine bescheidenen Kenntnisse des Mandolinenspiels damit zu verbinden.

    Ich glaube auch, dass Mandolinen-Lehrbücher da nicht weiterhelfen, jedenfalls nicht die, die ich bisher gesehen habe.

    Mittlerweile bin ich auch zur Bouzouki-Stimmung G-D-A-D gekommen. Ich finde, gerade, wenn man von der Gitarre kommt, ist das ne ganz gute Mischung. Die beiden höheren Saitenpaare sind dann von tonalen Abstand identisch mit den höchsten Saiten der Gitarre. Die unteren Saiten sind aber wie bei der Mandoline. Viele Sachen lassen sich so ganz gut greifen.

    Man muss ja auch sehen, dass bei der doppelten Saitenlänge viele Mandolinen-Griffe einfach nicht machbar sind.

    Von den Tonarten her ist man ganz schön beschränkt: optimal ist G-Dur, D geht auch noch. Ansonsten hilft aber der Kapodaster ganz gut. Wenn Du den Kapo in den 5. Bund setzt, hast Du ja quasi eine Mandola, die, so weit ich weiß, C-G-D-A gestimmt ist.

    Was die Akkordgriffe angeht: da habe ich mir inzwischen Tabellen angelegt, denn die Möglichkeiten, wie man einen bestimmten Akkord greift, sind doch erstaunlich vielfältig. Da muss man ein bisschen probieren. Also, ich entdecke da jeden Tag etwas neues. Die Griffweise wirkt sich bei der Oktavmandoline meiner Meinung nach viel stärker auf den Charakter des Akkordes aus, als bei der Gitarre. Da muss man, glaub ich, eben viel experimentieren und hören.

    Die Irish-Folk-mäßigen Unisono-Sachen sind, denke ich, kein Problem, außer, wenn man wie ich zu faul ist, so was zu üben, bis man es im Schlaf kann. Für diese Standards gibt es jede Menge Literatur.

    Intressanter finde ich, zu versuchen Songs aus anderen Genres, auf die O.M. umzusetzen. Gut geht z.B. von AC/DC "You shook me all night long". Das ist in G-Dur und läßt sich ohne Probleme umzwirbeln. Ist so ein Song, wo Akkord- und Riff- und Melodie-Playing genial ineinander übergehen.

    Nach solchen Songs würde ich suchen, die sind glaub ich, optimal, wenn man "allein" spielt bzw. seinen Gesang begleitet.
    Viele Songs, die auf der Gitarre gut kommen, lassen sich auf der O.M. nicht gut spielen, aber einige kommen auf ihr um Längen besser. Also eben Stücke, die man so zwittermäßig zwischen Melodie- und Akkordspiel (im Idealfall in G-Dur) bringen kann.

    Insgesamt alles ein bisschen mühsam. Man kann sich auch auf Youtube unter "Octavemandoline" ein paar nette Sachen angucken, aber abgucken wird man sich bei der Bildqualität nicht viel können.

    MfG, Pettersson
     
  10. Doppelstopper

    Doppelstopper Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.10   #10
    Liebe OMler,
    wen die englische Sprache nicht schreckt oder wer gut durch gucken lernen kann, sollte sich zwei Veröffentlichungen ansehen: zum einen John McGanns Buch zur OM und Bouzouki (http://www.johnmcgann.com/om.html) und Tim O'Briens DVD von Homespun (http://www.homespuntapes.com/shop/product.aspx?ID=1241). Bei der DVD steht zwar Bouzouki drauf, letztlich handelt es sich dabei aber um eine OM. Über ebay gibt´s diese DVDs oft günstig. Lernen von zwei tollen Musikern!
     
  11. Banjo

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    Erstellt: 23.04.10   #11
    Hallo Doppelstopper,

    toll, dass Du Dich auch mal hierher verirrst.

    Wer Doppelstopper nicht kennt, er ist der Mann hinter dem "amtlichen deutschen Mandoblog":D:

    http://doppelstopp.wordpress.com/

    Dort gab es zuletzt übrigens auch einiges zum Thema Oktav-Instrumente zu lesen...

    Banjo
     
  12. scifi

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    Erstellt: 01.09.10   #12
    Sorry - falsche Thread
     
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