Kehlkopfsingen

von taster, 23.12.04.

  1. taster

    taster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.04   #1
    Nun, das mit dem Kehlkopfsingen beschäftigt mich schon. Und zwar, wie ich es in den anderen unterforen mitbekommen habe, kommt man in den "Kehlkopfgesang" bei höheren Tonlagen.

    Kann es evt. sein, das der Kehlkopfgesang ohne "vibration" der STimmbänder stattfindet? Damit me ich diese "Wellen" in den Gesag. (Oft bei überzogenen Tönen). Und somit erkenntlich ist, ob man Brust oder Kehlkopf singt?

    WENN DAS DER FALL SEIN SOLLTE: Bei mir ist es so, das diese "Bruststimme" Töne viel zu leise klingen und mit zu viel Luft gesungen werden. Und ohnehin kome ich so nicht sehr hoch. Evt. ist das immer noch kein "Brustsingen" mit den Regulären STimmbänder?


    Edit//.
    Übrigens, nach dem Singen (bei hohen tonlagen was evt. dieses "kehlkopf" singen sein vermag, tut mir danach der Hals weh. Besser gesagt der kehlkopfknorpel. Vorallem bei luft einatmen. Irgendwas mache ich falsch. dauert ca oft immer 1-2 Tage.
     
  2. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 24.12.04   #2
    Hi Taster!

    Ich steh ein bißchen hilflos vor Deinem Thread, weil ich überhaupt nicht weiß, was Du sagen willst. :confused:

    Hier ein Link, wo die Anatomie zur Entstehung von Tönen sehr gut erklärt wird:
    Vocalszene

    Wenn ich das so für mich versuche zu deuten:
    Mit Kehlkopfstimme meinst Du Kopfstimme?
    Ich hab einiges über den Begriff "Kehlkopfstimme" gefunden, aber ich bin mir gar nicht so sicher, ob Du das meinst. Meist scheint der Begriff nämlich mit dem Begriff "Kopfstimme" übereinzustimmen. (Es gibt aber eine erhöhte und eine erniedrigte Kehlkopfstimme, die tief hinten im Rachen gebildet wird und die sich von der Stimme unterscheidet, die wir mit Kopfstimme bezeichnen...)
    Ohne Schwingung der Stimmbänder gibt es überhaupt keinen Ton.
    Aber was um alles in der Welt sind reguläre Stimmbänder? Es gibt zwei Stimmbänder - rechts und links. Wenn Du in Kopfstimme singst, dann sind sie sehr angespannt und schmal, wenn Du in Bruststimme singst sind sie lockerer und massiger (das machen die Stimmlippenmuskeln - die stellen die Stimmbänder ein). Bei der Kopfstimme schwingen so ganz andere Bereiche der Stimmbänder, als bei der Bruststimme.
    Für die Bruststimme brauchst Du viel weniger Luft und Energie, als für die Kopfstimme - gerade weil die Stimmbänder entspannter sind. DAher ist es für mich ein wenig unlogisch, daß Du schreibst, Du brauchst besonders viel LUft und die Töne sind leise. Im NORMALFALL ist das genau andersrum.

    Könnte es sein, daß Du mit den "Wellen in den Tönen" das Vibrato meinst???
    Das kann man mit Kopf- und Bruststimme erzeugen und ist kein Kriterium zur Unterscheidung.

    Wenn Dir nach dem Singen in hohen Lagen der Kehlkopf weh tut, dann machst Du ernsthaft was falsch, oder hast ne chronische Entzündung...
    Ich nehme an, daß Du beim Singen nicht "offen" bist, daß der Kehlkopf, Hals, Rachen etc. nicht in weiter Stellung sind.
    Stell Dir das so vor: Du gähnst ganz kräftig und ausdauernd- dann ist alles im Hals in der optimalen Gesangsposition. Diese Gähnstellung mußt Du versuchen auch beim Singen aufrecht zu erhalten. Das ist anfangs sehr komisch, vorallem weil man dann wirklich oft gähnen muß. Aber versuch es. So hat die Luft sozusagen viel Platz und die Stimmbänder können richtig schwingen.
    Wahrscheinlich presst Du je höher der Ton wird mehr Luft in enger Stellung durch die armen Stimmbänder. Kann das sein? Du übst einfach immer mehr Druck aus und das schädigt die Stimmbänder (und irgendwann tut der ganze als Kehlkopf bezeichnete Bereich dann weh). Wenn das nicht weg geht, mußt Du mal zum HNO Arzt. Dann könnte wirklich einen Entzündung der Stimmbänder vorliegen......

    Lies Dir mal die Erklärungen von der gelinkten Seite durch und frag dann nochmal nach.... vielleicht verstehe ich Dich dann besser. :D Ich hoffe, wir reden nicht völlig aneinander vorbei.

    LG
    Elisa
     
  3. taster

    taster Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.12.04   #3
    Ersteinmal muss ich ein Lob aussprechen. Mühevolll und Aussagekräftige Antwort. (gut das es noch solche Mods gibt). 1A.:great:

    Nun ich dachte ich hätte die beschreibung meines Lebens erstellt...:D
    Also, mit den Vibrationen in der Stimme, meine ich nicht die Stimmbänder, sondern wirklich die Stimme selbst. Die wie gesagt sich "wellenförmig" anhören, vorallem bei Langgezogenen Töne erzeugt wird. Du hast es "Vibrato" genannt, ob es das ist, kann ich schlecht beurteilen, da ich im grunde andersrum nicht weis was diese bezeichnung zu bedeuten hat.

    Bei mir ist es so, das ich nur mit der "Hellen" tonlage kräftigere und lautere Töne Singe. In dem fall auch die "Höhere" Tonlage. Wenn ich mit einer Tieferentonlage Singe, klingt das so wie ein lautes singendes Flüstern. Es entweicht sehr schnell luft, dadurch bekommen die Töne nicht den Kraftvollenklang.
    Und genau bei dieser oberen genannten Singlage (die "Helle" in meiner bezeichnung :-) ), entstehen diese "Wellenartige" Töne nicht. Wobei es bei der "tieferen" der Fall ist.
    In dem fall der höheren lage ist es auch etwas schwieriger die Töne zu wechseln, als bei der Tieferen. Deshalb diese wortwendung von mir "Kehlkopfsingen" die von anderen etwas anders bezeichnet wird.

    Übrigens, dieses "Halsweh" was ich vorhin angesprochen habe, habe ich wohl etwas zu grob ausgedrückt. Es Kratzt am Hals, z.b bei schlucken. Es fühlt sich nur nachdem man zu lange gesungen hat. Da denke ich ist es noch ziemlich normal oder?

    P.s danke für den Link! :)
     
  4. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 25.12.04   #4
    Guten Morgen und frohe Weihnachten!

    Nur ganz kurz - muß gleich Weihnachtsessen vorbereiten. :D

    Vibrato ist eine Frequenzmodulation in der Stimme um den eigentlichen Ton herum. Gibt es ja bei vielen Instrumenten...
    Auch hierzu habe ich einen prima Link (Internet ist was Tolles!)
    Cantus / Vibrato .

    Also wie schon gesagt, im Normalfall ist die Bruststimme stärker als die Kopfstimme. Natürlich hat jeder Mensch sein persönliches Register. Nach unten oder auch oben hin werden die Töne irgendwann schwächer. Das ist zum einen anatomisch begrenzt, zum anderen aber eine Trainingssache. Man kann im Prinzip lernen, auch die unteren und oberen Grenzen ziemlich kräftig zu singen. Das hat was mit der Stütze zu tun. Das ist die Kraft der Atemmuskulatur, die den Ton trägt (nicht zu verwechseln mit Rauspressen...!!!!! Das ist nicht gemeint).
    Hast Du ein Klavier oder Keyboard zur Hand und kannst mir mal schreiben, in welchem Bereich sich bei Dir "hoch" und "tief" abspielt?

    Halsschmerzen nach dem Singen würde ich immer ernst nehmen. Ehrlich. Das ist ja nicht wie bei Bass / Gitarre oder was auch immer: wenn Dir da die Finger weh tun, bildet sich eine Hornhaut - prima! Dann tuts beim nächsten mal weniger weh. :D Die Stimmbänder sind empfindlich. Wenn sie immer und immer wieder gereizt werden, kann man sich Probleme einhandeln.
    Also versuchs mit weniger Druck und lass locker. Richtig locker. Wenn das anfangs nicht klappt - macht nix. Auch wenn Du dann erstmal leiser bist. Das kannst Du später durch diese "ominöse" Stütze kompensieren. Die Muskeln, die die Stütze ausmachen, spürt man gut beim Husten. Oder wenn Du ganz laut "PAH" aussprichst. Dann sollte sich im Bauch / Zwerchfell was tun.

    So, kochen, aufräumen..... ;)
    Beste Weihnachtsgrüße
    Elisa
     
  5. taster

    taster Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.12.04   #5
    Lol klingt zwar jetzt etwas blöd, aber manchmal gelingt mir die Mischung aus Brust und Kopfstimme und mal nicht.- Ist immer so. Kommt auf dem Tag darauf an.:D

    Geht mir ehrlich gesagt ziemlich auf den Wecker und werde deshalb morgen ausschau nach einem Singlerer halten. Und das ist bei mir irgendwie der Knackpunkt. Diese Stimmenschwankungen täglich.....argl.


    Nun, soll ich mal eine Aufnahme hier draufspielen?!
     
  6. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 27.12.04   #6
    Das mit der Mischstimme geht mir auch so. Manchmal läuft es super rund, mal nicht. Und das hat garnüscht mit Unterricht zu tun. Bei mir hat es schlicht damit zu tun, wie konzentriert ich bin. Und ganz wichtig: wie gut die Stimme aufgewärmt ist. Unaufgewärmt "bricht" die Stimme unter Garantie zwischen Kopf- und Bruststimme.
    Vollprofis werden mit guter Aufwärmung immer eine recht stabile Stimme hinbekommen. Zumindest so stabil, daß wir die Unterschiede nicht mehr hören. Klar ist jede Stimme von Emotionen, Müdigkeit, der Party von letzter Nacht, Erkältungen etc etc abhängig. Aber je mehr Routine, desto weniger wird man das hören.
    Wir Otto-Normalsänger brauchen halt immer optimale Bedingungen um Optimales zu leisten. :o

    Singelehrer halte ich immer für eine sehr gute Idee. Die Investition lohnt sich.

    Kannst gerne mal Aufnahmen von Dir posten.

    Elisa
     
  7. taster

    taster Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.04   #7
    Nun, wird hier sicherlich niemand ernsthaft interessieren, doch wenn wir schon beim Thema "mischen" wären.
    Bei im Stadtviertel lebt ein erst 16 gewordenes Mädchen, das egal beim welchen lied, sie immitiert die Stimme verblüffent. Zwar höhrt man natürlich immernoch die eigene drum herum, doch es kann kommen was wolle, Maria Carry ( Without you) oder "Vivo per Lei", Shakira...wie auch immer...
    Bei ihr höhrt man z.b den übergang zwischen Brust- und Kopfstimme überhaubt nicht. Wohlgemerkt hat sie niemals irgendwelche gesangsunterrichtstunden bekommen.

    Früher haben wir zusammen gesungen (ca. vor 5 Jahren) und stimmlich war es eigendlich bei ihr Standart mäßig, wie man so schön sagt.

    Nun, was sich alles so ändern kann......:rolleyes:
     
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