Killerspiele verbieten?

von topo, 28.02.07.

  1. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.02.07   #1
  2. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 28.02.07   #2
    Wurde es das nicht schon mal? Naja, zumindest finde ich es jetzt überraschend, dass es hier noch keinen Thread zu gibt.
    Naja, was soll man dazu sagen. Das miste wurde schon woanders diskutiert, und ich finde es sehr ermüdend, dass von beiden Seiten (also Beckstein+CO. auf der einen, und User in Videospielforen auf der anderen Seite) immer wieder den selben Mist kommt. Verbote sind sind selten ein begrüßenswertes Mittel in einer Demokratie (Rauchverbot bin ich übrigens, Killerspiele dagegen belästigen mich nicht und haben auch noch nicht so viele Todesopfer gefordert :-) Fakt ist, dass das deutsche Jugendschutzgesetzt schon recht streng ist, was ich begrüße. Die Umsetzung könnte strenger befolgt werden, also einerseits in den Läden drauf strenger drauf achten, dass Kinder die enstprechenden Spiele nicht kaufen könnten, anderseist könnte die USK aber durchaus auch strenger vorgehen, also Spiele schon früher etwas höher einstufen.
    Die Frage beliebt, was das alles bringt. Gesetze nicht einzuführen, weil sie eh nicht eingehalten werden, ist auch nicht sinnig, danach sollte man nicht unbedingt gehen. Aber gerade im Fall der Computerspiele halte ich es da für besonders realitätsfern. Und da habe ich auch erst recht das Gefühl, dass gewisse Leute aus der Politik keine Ahnung haben, wovon sie reden. Selbst wenn ein Amokläufer intensiv Spiel XY gespielt hat - hat sich irgendjeman mal gefragt, ob er sich dieses Spiel überhaupt gekauft hat? Ich bezweifle es... ein weltweites Herstellungsverbot ist ja eh nicht machbar, folglich wird es diese Spiele irgendwo geben. Und folglich wird man da übers Internt auch problemlos drankommen. Die ganze Medienbranche klagt über Raubkopien, auch die Spielehersteller. Und wenn sich jetzt schion so viele Leute die Spiele illegal besorgen, obwohl sie sich kaufen könnten, dann werden das erst recht viele Leute tun, wenn sie es nicht kaufen könnten/dürften. Im Eneffekt haben die Eltern die Hauptverantwortung. Ich finde intensives Computerspielen eh bedenklich (und mach mir da bei WoW mehr Sorgen, als bei "Killerspielen").
    Ich finde es außerdem heuchlerisch, dass Computerspiele als "simulationen, in denen man das töten lernt" verbieten will, und man gleichzeitig theoretisch jeden männlichen Staatsbügrer dazu nötigt, den tatsächlichen Umgang mit einer Waffe zu trainieren.

    PS: topo, bist Du gerade in einer Weltverbesserungs-Soziologie-PHase? ;-)
     
  3. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #3
    Bitte löschen ....
     
  4. Lavalampe

    Lavalampe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #4
    Ok dann werde ich mal den "Medienpädagogen" heraushängen lassen :D

    Bei uns an der Hochschule hatten wir das Thema auch im Fach Medienpädgogik und unser Dozent (welchen ich für einen sehr gebildeten und sehr coolen Menschen halte) meinte, dass das Niveau, auf dem sich die Politiker und die Medien damit befassen, unterster Stammtisch ist.
    Anstatt das man sich mal mit den Spielen beschäftig, werden sie verteufelt.

    Sein wichtigstes (und in meinen Augen bestes Argument): Woher lernen die Kids das schießen? Wer mit der Maus den Cursor auf den Kopf des Gegners richten und dann klicken kann, weiß noch lange nicht, wie man ne Knarre hält, richtig atmet damit sie nicht verwackelt, wie man sie lädt und vor allem wann der perfekte Moment für den Schuss ist!
    Die Amokläufe waren nämlich alles andere als herumgeballere sondern wirklich präzise Schüsse.

    2. Wichtige Frage: "Woher bekommen die die Waffen?" Deutschland ist eines der Länder mit den schärfsten Waffenkontrollen Weltweit. Die Kids bekommen die Knarren meißtens aus den Schützenvereinen, in denen sie das schießen lernen. Also müsste man doch theoretisch diese verbieten oder?

    Aiaiai dann gibts aber Gemecker von den alten Opas, da die doch ach so gerne ihr Bier abends im Dorfschützenhaus trinken... und den Politikern würden ne Menge Wahlstimmen verloren gehen, da diese dann eine andere Partei wählen.
    Gut das die meißten Spieler noch nicht Wahlberechtigt sind... :baby


    Ein anderes Wichtiges Argument: Nicht in jedem von uns steckt "Der Killer"!
    Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Kinder in den "Bildungsnahen-Schichten" durch Computerspiele nicht verblödeten sondern dass vor allem 3D Spiele ihnen beim räumlichen Denken halfen. Auch ist das Teamplay, welches man in manchen Spielen braucht förderlich für das spätere Arbeiten in Gruppen im Beruf.
    Kinder aus "Bildungsferne-Schichten" hingegen ziehen sich oft das negative aus den Spielen heraus. Bei ihnen kann ein Spiel mit realistisch dargestellter Gewalt selbst Gewaltgefühle hervorrufen, vor allem wenn die sozialen Einflüsse um sie herum diese noch schüren (z.B. Vater schlägt das Kind, Eltern schenken dem Kind keine Aufmerksamkeit, Kind wächst in einer kriminellen Umwelt auf, usw.)

    Auch hier sollte sich der Staat bemühen für bessere Verhältnisse zu sorgen, als die Spiele zu verbieten.

    Abschließend sagte mein Dozent noch, dass sein Sohn auch nächtelang CS spielt und er bisher jeden morgen mit ihm Frühstücken konnte,
    ohne dass er ihn erschossen hat. :D


    Und nun noch was in eigener Sache zum Thema:
    Zitate aus der Bildzeitung

    Soviel dazu. Vielen dank fürs lesen ;)

    Quellenangaben:
    - Andreas Rickert-Lützen, Dozent an der HS Fulda und Medienpädagoge im offenen Kanal Fulda
    - Lavalampe, Student im 1. Semester Fachbereich Sozialpädagogik / Soziale Arbeit an der HS Fulda.
    - Bildblog.de
     
  5. hansi_guitar

    hansi_guitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #5
    TOP BEITRAG!!!!!!!!

    i wollt hier eigentlich mein senf dazugeben aber i lass es doch.. er hat ja scho alles öhm gesagt :)

    < cs - gamer XD

    und i bin glaub ganz normal ^^


    mfg
    hansi
     
  6. Erinnerung

    Erinnerung Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #6
    also, das is eigentlich ein komplexes problem.

    ich spiel selbst ab und an ma n spielchen (früher hab ich "etwas" mehr gespielt. :) )

    anlass sind ja diese amokläufe.
    ich will etz weniger übers verbieten reden, denn es ist ganz klar.

    wenn jmd ein spiel oder irgendetwas haben will bekommt er es in zeiten des highspeed i-nets und diverser filesharing-programme.

    aber, der psychologische aspekt sieht natürlich die tatsache grad für jungendlich im pubertären alter kritisch.
    jeder kennts niemand brauchts bestreiten, in den "kritischen" jahren sind verbote für sachen die in den köpfen der jugendlichen als harmlos gelten schlicht und ergreifend ein lockmittel da man dagegen widerstand leisten will und vieles was net erlaubt ist is einfach "cool".
    natürlich spreche ich hier nicht von allen jugendlichen.

    ich finde, das man nicht bei den "killerspielen" suchen und diese verbieten sollte. denn da der PC und das I-net schon von früh an in die erziehung mit einwirken bringts einfach nix, da das "saugen" schon von fast jedem 14 jährigen bekannt ist.

    ich red etz im hinblick auf Killerspiel>>Amokausbilder?

    diese spiele stumpfen ein gewisses maß die kinder im gewaltempfinden ab, da kann niemand was sagen denn es ist wissenschaftlich belegt!
    außerdem lernt man verhaltensweisen sowohl durch reale modelle (realität) als auch durch symbolische modelle (fernsehn, pc usw). durch symbolische zwar schwächer als im echten leben aber man speichert diese verhaltensmuster unterbewusst ab. je öfter diese wiederholt werden desto fester werden sie im gedächtniss gelernt.

    so, aber ob es nun zum "ausbruch" kommt hängt ganz individuell vom jugendlichen ab, welche motivation ihn leitet.
    und da muss man ganz klar aufs elternhaus verweisen und auf den druck des heutigen modernen lebens der auf jedem einzeln wirkt. (schuldruck, ausbildung, studium>>>leistung leistung leistung)

    wenn etz mehrere faktoren zusammen kommmen also z.b. schule läuft schlecht, man findet keine ausbildung, die eltern ham einen sehr unter druck gesetzt usw., man empfindet wut gegen die welt, die den druck verursacht und und und KANN das durchaus durch gewaltspiele noch etwas gesteigert werden.

    also kann man sagen das NIE das spiel allein schuld ist wenn jmd durchdreht, es ist allerhöchstens die oberste spitze des eisberges, der soziale druck der von der realität auf jmd ausgeübt wird ist da das was unterwasser liegt, aber da spiel wird hergezogen und is der sünden bock weils einfach und gequem ist und man net viel erklären braucht, einfach ein paar bilder und n spritzer blut dann reicht des für die normale nichtspielende bevölkerung

    meiner meinung nach müsste man bei dem elternhaus anfangen und sorgen das die kinder in einer gesunden umwelt aufwachsen und diese verbote verstärkt bei den heranwachsenden einführen.

    denn je später ein jugendlicher mit gewaltspielen konfrontiert wird umso weniger wird er davon beeinflußt, da er in seinem selbst schon sehr gefestigt ist.

    wohlgemerkt rede ich von echten Killerspielen wie counter-strike, soldier of fortune, quake, doom und ähnliches.


    wer etz meint hey das stimmt net, der soll bitte keinen sinnlosen kommentar abgeben sondern im i-net die studien und tests suchen und sich überzeugen lassen bezüglich abstumpfung etc.
     
  7. fly away

    fly away Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #7
    Ich sag mal so: Diese Egoshouter sollte man schon verbieten, da man dadurch falsch lernt Konflikte zu lösen, nämlich mit Gewalt und nicht mit Worten. Außerdem haben diese "Spiele" schlecht wirkung auf Kinder. Die Frage ist nur: Wie verbiete ich das Zeug?
    Denn wenn einer wirklich das Zeug meint kaufen zu müssen, dann fährt er halt in die Tschechei und kauft sich die "Spiele" dort oder per Internet versand aus dem Ausland. Eine Altersbegrenzung, dies ja schon gibt, ist eigentlich wenig sinnvoll, da einfach 18-jährige dann halt die Killerspiele für die Teens kauft. Ich kenn eigentlich fast keinen, der in meinem Alter ist und keine Speile ab 18 zuhause hat. Deshalb würde ich dieses Zeug verbieten.
     
  8. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #8
    also nur weil erwachsene spiele ab 18 theoretisch an minderjährige weitergeben könnten, ist das noch kein grund, solche spiele generell zu verbieten (ich wehre mich übrigens gegen die bezeichnung "killerspiele", die unzulässig verallgemeinernd und tendenziös ist). sonst könnte man von pornographie bis zigaretten/ alkohol gleich alles verbieten.
    das problem ist einfach, dass ein solches vebot meiner meinung nach an den problemen vorbei geht, klar, kein 12-jähriger sollte unbedingt counterstrike spielen, aber um das zu verhindern gibt's ja bereits gesetze. die neuen gesetze sind ja wohl eher eine "reaktion" der politik auf den jüngsten amoklauf, für den aber wie auch bei praktisch allen anderen amokläufen gilt: weder die fähigkeit überhaupt eine waffe zu bedienen, noch der wille, dies zu tun, kann auf counterstrike oder irgendein anderes videospiel zurückgeführt werden. counterstrike zu spielen ist also nicht die ursache, warum jemand seine mitmenschen/ mitschüler hasst, umgekehrt mag es sein, dass "potentielle amokläufer" zu der in manchen spielen gezeigten gewalt eine größere affinität haben.

    da ich selber auch immer noch einen recht großen teil meiner freizeit mit videospielen verbringe, habe ich aber noch ein anderes problem mit der derzeitigen debatte: videospieler werden generell von der politik gern in einen pott geworfen und geradezu diskriminiert, dabei ist ein großteil der videospiele völlig harmlos und unter denjenigen spielen, in denen gewalt dargestellt wird, stehen in der regel ganz andere aspekte als stupides "abmetzeln" im vordergrund, das gilt nicht nur für rollen- und strategiespiele sondern auch für die meisten ego-shooter, die ein hohes maß an taktischem verständnis und teamplay erfordern und eigentlich mehr einem sportlichen wettstreit ähneln. aber sowas lässt sich natürlich auf den titel-seiten der hiesigen zeitungen schlechter darstellen als irgendwelche blutdurchtränkten bilder (die oft aus versionen stammen, die eh in deutschland gar nicht erhältlich sind).
    außerdem müsste man ja anfangen, sich ernsthaft mit unseren gesellschaftlichen problemen auseinanderzusetzen um die ursachen für gewalttaten in den griff zu kriegen, da ist doch ein "killerspiele"-verbot wesentlich einfacher und kommt bei großen teilen der wählerschaft auch viel besser an.
     
  9. Booster

    Booster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #9
    Ich seh das anders Fly.
    Ich spiele auch gerne mal den ein oder anderen Ego- Shooter. Und ich löse meine Probleme immer noch mit Worten und bin in meinem ganzen leben erst einmal in ner Schlägerei gewesen. Und die Konnte ich leider nicht verhindern, da ich von jmd anggegriffen wurde, der das im Vorhinein nach nem Streit ne Zeit lang geplant hat micht aufzugreifen..da hat auch der Versuch das vorher mit Worten zu entschärfen nicht geholfen.

    Ich denke allerdings auch, dass wenn viele Probleme zusammenkommen (Schule, Mobbing , Probleme im Elternhaus, Psychosen, Depressionen etc.), dass Spiele und auch Musik so etwas verstärken können. Sie sind aber nie der Auslöser. Ich denke darauf muss geachtet werden. Zudem muss beim Jugendschutz ( Deutschland hat übrigens einen der strengsten der Welt) mehr darauf geachtet werden, dass nur Personen der richtigen Altersklasse, sich ein Spiel für ihr Alter holen können. Dort liegt ein großer Teil des Problems, weshalb dann vll. auch mal der Jugendschutz versagt.

    Ich vertrete da auch die ansichten des deutschen Kulturrates, die gesagt haben, dass ein Verbot für Erwachsene, ein Akt der Zensur und Kunsteinschränkung ist, da auch PC Spiele eine Form der Kunst Sinn. Wie geschmackvoll das ist und ob man sich das geben muss, ist dann doch immer die Entscheidung des Einzelnen! Wenn jmd der vom Gesetz her Erwachsern ist, dass spielen will, dann soll er doch. Aber es wird hier nur nach einem Sündenbock gesucht, weil die Leute Angst haben.

    Diese Angst durfte ich übrigens 2 Wochen nach Emsdetten selber erleben. Ich wäre fast in die Psychatrie gebracht worden, weil jmd. in meiner Schule der Schulleitung gesagt hat, dass es sein könnte, dass ich ein Blutattentat plane. Alle die mich kennnen (auch Lehrer haben sich kaputt gelacht, da ich ein recht ruhiger, ehrlicher und zumeist freundlicher Typ bin. Aber die Schulleitung wollte mich in Schutzhaft nehmen lassen und mein zu Hause durchsuchen lassen, wie es in NRW ja auch mehreren Personen passiert ist (die 2 bis 3 Wochen in der Psychatrie engesperrt waren). Wenn sich nicht 2 Lehrer die mich gut kennen, eingegriffen hätten, könnte ich das heute nicht mit einem Lächeln sehen.

    Und an der Stelle muss angesetzt werden. Es wurde mit mir zum Beispiel erst gesprochen, als alle Entscheidungen getroffen waren. Meine Lehrer wissen das zum Teil heute noch nicht alle...die sind nie hinzugezogen worden. Es ist einfach zu einfach da Ärger zu stiften. Da müsste mehr mit Schulpsychologen und den Lehrern und Eltern gearbeitet werden, wenn irgendwo der Verdacht besteht. Aber stattdessen schiebt man lieber alles auf die Spiele und macht sich die Entscheidung leicht. Marke: Aus den Augen, aus dem Sinn.

    So das war mal meine Meinung zu der Debatte. Hoffe man konnte aus der Sicht von jmd. der in dieser Amoklaufstory involviert waren, noch ne andere Sichtweise dazu sehen.


    mfg Booster
     
  10. Erinnerung

    Erinnerung Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #10
    ich fände es außerdem angemessen die sicherheitskontrollen für solche spiele zu erhöhen.

    z.b. das man die eltern braucht um ein spiel zukaufen und net nur nen erwachsenen.
     
  11. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.02.07   #11
    ich bin jemand der gerne eine CD, ein handbuch und eine packung besitzt. musikdownloads sind mir ebenso wie spieledownloads zuwider. ich weiß dass die hersteller gerne ihre spiele nur übers internet verkaufen um geld für papier (für das handbuch das es dann als pdf gibt) und die verpackung und cd usw zu sparen - die preise aber gleich überhöht bleiben.
    dass man seine daten angeben muss ist ebenfalls überhaupt keine sicherheit.

    ich finde der knackpunkt sind die eltern. die müssen wissen was ihre kinder am PC machen solange sie nicht alt genug für alles sind. PC spiele sind ein relativ junges medium das die meisten leute der heutigen elterngeneration nicht kennengelernt hat. da werden vorurteile dankend angenommen, das ist leichter als einfach mal ins zimmer des sohnes zu gehen und mal zu zuschauen und sich vielleicht mal über das spiel und was man eigentlich darin tut zu unterhalten... jawoll - auch mal hören was der angeklagte zu sagen hat. die eltern würden doch auch reagieren wenn im zimmer ihres kindes 20 leere vodkaflaschen stehen, spritzen rumliegen und videos mit tollen namen wie "Gina Wild im Land der Schwänze" zu finden sind. wenn auf ner spielepackung ein rotes schild "Ab 18" steht dann sollten die eltern einschreiten. doch dazu müssten sie einfach bescheid wissen und sich mal informieren wie ein spiel heißt und ab wann es freigegeben ist. doch die verteufelung findet eben vor dem informieren statt.
    für die eltern die zu faul sind sich mit dem thema selbst zu beschäftigen, bleiben berichte wie die, die man zur zeit eben sieht. frontal21 ist da ja der spitzenreiter. immer ballert in diesen berichten einer auf einen am boden liegenden toten, immer werden die (meist indizierten) amerikanischen versionen gezeigt. immer werden die nazi-modifikationen die sich irgendwelche idioten zusammengebastelt haben als "das spiel" ausgegeben und in den interviews wird immer ein 13 jähriger, pickliger hopper im sidoslang vor die camera gezerrt. also ich kenn mich eigentlich ganz gut mit PC spielen aus... ich weiß nicht in welchen spielen man frauen vergewaltigt oder dafür belohnt wird besonders brutal vorzugehen. ich weiß aber dass schlagzeilen wie "in counterstrike bekommt man punkte wenn man auf alte frauen und kleine schulmädchen schießt" findet.

    ob nun amokläufer oder nicht mag liegt an der gewaltbereitschaft. diese wiederum scheint in gewissen maße (u.a.) mit der intelligenz zusammen zu hängen. also können wir forrest gump zitieren: "Dumm ist der der dummes tut." ein amokläufer ist also einfach ein idiot. wenn er denkt dass er gerne mal wie duke nukem durch ein kino marschieren würde, könnte er genauso denken dass er gerne mal wie clint eastwood jemandem vom pferd schießen würde. so einer findet immer einen grund...

    ach eigentlich hängt mir das thema zum hals raus :D
    man kann nicht dagegen diskutieren da die medien das nicht zu lassen. ich bleibe da locker und denke dass sich die politiker wieder einem anderen thema widmen. je nach windrichtung eben...
     
  12. Cynic

    Cynic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #12
    Ähm, wie sollen denn die "Kids" an ne Knifte aus nem Schützenhaus kommen? Dass sie dort schießen 'können' mag ja sein aber unter 25 (das wurde nach Erfurt von 18 auf 25 Jahre bzw. - bei unter 25 Lebensjahren - durch ne vorherige MPU erhöht) kannst du keine Waffe legal erwerben. Und ein Schützenverein, der da nicht peinlichst drauf achtet wie mit den Waffen umgegangen wird, kommt ganz schnell in arge Bedrängis und der, der dem unberechtigten die Waffe außerhalb des Schießstandes gegeben hat, ganz schnell zu eine Vorstrafe, durch welche er alle seine eigenen Waffen "abgeben" und in Deutschland sein Leben lang keine mehr erwerben darf. Derjenige wäre also schön blöd.
    Und gegen illegal erworbene Waffen nützt kein Gesetz der Welt was. Deutschland HAT ein gutes Waffengesetz, doch wenn es nicht umgesetzt wird (wie damals in Erfurt nutzt es auch nichts)

    Weiß eigentlich jemand woher der Täter von Emsdetten seine Waffen hat?
     
  13. Multifrucht

    Multifrucht Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #13
    Die über mir haben eigentlich schon alles gesagt.

    @ Topo


    Mit deiner Überschrift nimmst du aber Partei, wäre schön gewesen wenn du das meiner Meinung nach Unwort des Jahres in Anführungszeichen gesetzt hättest.

    BTW: Finde es gut dass du immer Threads mit zu erörternden Themen aufmachst :great:


    MfG
     
  14. M3Tal-Spaten

    M3Tal-Spaten Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #14
    Sogenannte Killerspiele zu verbieten ist noch nicht mal Symptombekämpfung.
    Das wäre, als würde man Küchenmesser verbieten weil 0,01% dieser Messer als Mordwaffe missbraucht werden.
    Ich bin gespannt wieviele Amokläufe es noch braucht bis Medien und Politik die nötige Reife haben, um nicht gleich PC-Spiele dafür verantwortlich zu machen.
     
  15. spiritx

    spiritx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #15
    Ich find das wie die meisten hier totaler Quatsch neulich erst den spruch gehört: "Wenn man jetzt rauchend in ner Kneipe sitzt die mit Glühbirnen beleuchtet ist und ein Killerspiel spielt bekommt man lebenslänglich" fand ich ganz passend :D.

    Die Politiker die diese Spiele verbieten wollen haben doch noch nie so ein "Killerspiel" gespielt. Und alle Eltern sind natürlich für das Verbot wenn man sowas wie "Punkte für Vergewaltigung und das töten von kleinen kindern" liest und dann ein foto von einem spiel gezeigt wird das mit einem Fan Mod so verändert wurde das da übertriebene brutalität gezeigt wird kein wunder.
    Sogar auf ARD wird sowas gezeigt.

    Ich persönlich mach mir da wirklich sorgen ich mein gut bei dem Thema kenn ich mich etwas aus auch wenn ich selber fast garnicht zocke aber wie werden wir denn dann bei Themen verarscht bei dennen wir uns nicht auskennen?
     
  16. Rheumakai

    Rheumakai Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #16
    wenn ich dazu mal meine meinung mit zwei zitaten aus dem "die dümmsten sprüche"-tread darlegen darf:


    Ich denke es ist einfach lächerlich solche spiele zu verbieten! wir mussten mal in deutsch ne rede zu dem thema verfassen und bei meiner internetrecherche bin ich immer auf zwei dinge gestioßen:

    1. Es gibt keine studie die belegt dass "killerspiele" agressiv machen, bzw. zum amok führen
    2. Amokläufe geschehen nicht weil es die spiele gibt! es gab amokläufe auch schon vorher und meistens sind dinge wie elternhaus, lehrer mitschüler etc.

    Und warum was verbieten was gut für mich ist? ..:link:..
     
  17. Rheumakai

    Rheumakai Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #17
    (sorry für doppelpost!)
    das geilste is ja noch das der cod spieler da nochmal extra auf den kopf hält :D n ordentlicher gamer würde das nie tun....
     
  18. Fastel

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    Erstellt: 28.02.07   #18
    vielleicht bin ich kein ordentlicher gamer aber ich habe jetzt kürzlich Doom3 und Far Cry durchgespielt... bei beiden haben sich kopfschüsse als sehr effektiv herausgestellt. ich ziele da bevorzugt drauf...
     
  19. Rheumakai

    Rheumakai Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #19
    lass mich raten du hast das video nich gesehen :D

    der erschießt den kerl, der kerl liegt am boden er geht weiter geht dann aber nochmal zurück um dann nochmal n ganzes magazin auf den kopf zu baller obwohl der kerl keinen mucks mehr von sich gibt :screwy:
     
  20. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.02.07   #20
    doch genau das hatte ich in meinem beitrag ja auch erwähnt (wers denn liest) ;)