KLASSE GITARRIST - SCHLECHTER MUSIKER

von HellToPay, 11.03.04.

  1. HellToPay

    HellToPay Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #1
    Kennt ihr das? Ihr seht einen Gitarristen, der auf seinem Instrument der absolute Krack ist und beispielsweise Skalen in einer unglaublichen Präzision und Geschwindigkeit von oben nach unten durchwichst und jedes Rif sofort (technisch) richtig nachspielen kann. ABER es rockt trozdem nicht die Bohne! Dieser Kerl ist nämlich kein Musiker und weiß nichts mit seiner Technik anzufangen und hat auch noch nie einen guten Song geschrieben, weil er völlig unkreativ ist. Er spielt in einer absolut beschissenen Band und wird musikalisch nie einen anderen Menschen beeinflussen. Warum gibt es so viele "Musiker" von dieser Sorte?!
     
  2. derYosh

    derYosh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #2
    es gibt halt solche und solche (hrhrhr :D )
    liegt unter anderem auch an riesiger erfahrung die die "guten" songwriter haben. ich kenne jemand der nich grad der beste auf der gitarre ist, aber trotzdem unglaublich komplexe songs schreibt in welchen die parts perfekt aufeinander passen, die grooven, dennoch hart sind und melodien haben die einfach ins ohr reingehen...
    wie gesagt, gibt halt solche und solche...
    -¥osh
    PS: davon abgesehen finde ich das dies hier nicht das richtige forum dafür ist...
     
  3. -do_john_86-

    -do_john_86- HCA Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 11.03.04   #3
    Hi,
    ich will Dir ja nicht in den Rücken fallen. Aber:
    1. das eine geht nicht ohne das andere - was bringen gute Songs, wenn jemand sein Instrument nicht beherrscht?
    2. es gibt verschiedene Stadien im Lebenslauf eines Gitarristen. Und das Nachspielen ist meistens irgendwann im Anfangsstatium. Da will man immer das spielen, was sie "großen" auch spielen. Die Frage ist nicht ob man nachspielt, sondern ob man sich danach weiterentwickelt.

    Nichts für ungut, aber das was Du kritisierst ist eigentlich völlig normal und nicht abstoßend...darum wunder ich mich etwas über Deinen Beitrag....hast Du schlechte Erfahrungen gemacht? Alles eine Frage der Entwicklung und das hat nichts mit Musiker zutun...
     
  4. taxidermy

    taxidermy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #4
    halo,

    weil es einfach viel zu viele gibt die schnell und präzise spielen können, das interessiert doch keiner mehr. die gitarristen warten auf was neues wie z.B. jimi oder Tom Morello gemacht haben, oder machen. man sollte sich nicht immer auf das perfekte spiel achten, sondern einfach mal was neues probieren. mit einer gabel z.b. die saiten anschlagen und und und..
     
  5. Phili

    Phili Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 11.03.04   #5
    Joa, man muss sicher kein Supergitarrist sein, um gute Songs zu machen und ja, es gibt sehr gute Gitarristen, die absolut schlechte oder langweilige Songs machen. So geht es mir z.B. bei vielen Sologitarristen, die zwar wahnsinnig gut spielen können, aber von deren Solos mir nichts im Kopf bleibt.
     
  6. HellToPay

    HellToPay Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #6
    @ -do_john_86-
    Klar ist eine gute Technik das Fundament für gutes Songwriting. Aber ohne die nötige Kreativität absolut unbrauchbar. Ich denke, dass eine Solide Technik bei jedem leidenschaftlichen Musiker mehr oder weniger irgendwann mal von alleine kommt. Kreativität jedoch ist da schon schwerer zu erlangen. Oder besser gesagt, entweder man ist Kreativ oder nicht. Was nicht heißen soll das man nicht auch da was dazulernen kann. Techniken hingeng lernt man nunmal aber nicht um seiner selbst willen und das verstehen viele nicht.
     
  7. Black_Plek

    Black_Plek Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #7
    Ich glaube, das Problem liegt eher in der Definition eines Gitarristen! Dieser Topic läuft unter dem Titel "Klasse Gitarrist - schlechter Musiker", aber ist denn ein Gitarrist sofort klasse, wenn er eine astreine Technik hat? Du verstehst? Es kommt auch noch darauf an, wie man Musik definiert?! Was ist Musik? Kann man es als Musik bezeichnen, wenn jemand nichts anderes als 1-2-3-4-Übungen oder mit supergeilen Bendings in der richtigen Tonart spielt? Bei der Musik gibt es keine Grenzen; ich denke, das sollte hier jeder inwzischen verstanden haben. Welches Kriterium benutzt Ihr, um Musik als Musik zu identifizieren? Wenn Ihr die Antwort darauf gefunden habt, wird Euch klar sein, warum ein Francesco Fareri ein genauso guter Gitarrist ist wie Marty Friedman oder BB King.
    EDIT: Ich glaube, hier leben ein paar User in der Vergangenheit. Kennt Ihr wirklich soviele Gitarristen, die so superschnell sind? Ich selbst kenne mich in Shredder-Kreisen recht gut aus, kann Euch aber nicht mehr als 10 Gitarristen nennen, die wirklich flott sind. Von diesen Flitzefingern hat es in den 80ern hunderte gegeben, die jetzt kaum noch einer kennt. Inzwischen gibt es davon so wenige, dass man mit Sicherheit sagen kann, dass es bald wieder ein Shred-Revival geben wird, weil die Leute wieder etwas anderes hören wollen als den modernen Rock, der ausnahmslos nicht aus mehr als 5 Grundtönen zusammengesetzt ist. Und da wollt Ihr mir erzählen, dass es von technisch versierten Gitarristen zu viele gibt? Sry, aber entweder sind Eure Finger so lahm, dass Ihr noch nicht mal über 120 bpm kommt, oder Ihr habt keine Ahnung, von was Ihr da eigentlich redet.
     
  8. HellToPay

    HellToPay Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #8
    Na ja Schnelligkeit ist ja nicht gleich Anspruch. Gibt dir mal ne Band wie Converge, die haben kein einziges Solo und sind meiner Meinung nach definitiv sehr gute Gitarristen.
    P.S. Um uns nicht falsch zu verstehen, ich bin der König des hochgeschwindigkeitspowerchord wichsens (hi, hi).
     
  9. thomas.h

    thomas.h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #9
    Naja, ich denk schon, dass es mehr als 10 Gitarristen gibt, die technisch gut sind. Ich kenn jetzt nicht wirklich sooo viele, aber in Österreich kenn ich einen, in Italien einen, allein im Raum München solls 4 geben, Holland 2... wenn man das hochrechnet kommt man wesentlich höher! Aber wenn du technisch PERFEKT meinst, dürfte es höchstens 1 oder eigentlich genauer gar keinen geben (weil sich der 1 ja auch weiterentwickelt).
    Was ich damit sagen will, ist, dass hier wohl nicht die Rede von den technisch perfekten, sondern von den schnellen Gitarristen die Rede ist. Und es gibt sicher viele, die schnell sind, aber halt nur primitives Zeug schnell spielen...
     
  10. Black_Plek

    Black_Plek Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #10
    @HellToPlay
    Genau das ist es...wer sagt denn, dass Geschwindigkeit nicht gleich Anspruch ist? Natürlich kann es das sein! Es gibt genug Leute, für die Geschwindigkeit alles ist, aber sind sie deshalb schlechte Musiker, weil sie nur Skalen rauf- und runterspielen??? Natürlich klingen sie gerade deshalb nicht wie ein typischer Rock-Gitarrist, der durch seine Bendings etc. einen Sound in sein Spiel reinbringt, der einem bekannt vorkommt, weil jeder Bendings spielt! Aber sind die deshalb unmusikalisch??? Das einzige, was für einen Gitarristen wichtig sein muss, ist, dass er keine Hemmungen hat, das zu spielen, was er will! Musik ist keine Wissenschaft wie Mathematik, die auf Vereinbarungen beruht, die besagen, dass 2 und 2 den Wert 4 ergibt. Vereinbarungen und dadurch begrenztes Handeln sollte ein Fremdwort für jeden echten Künstler/Musiker sein!
    @Pim
    Ist es für Dich wichtig, dass ein schneller Gitarrist kein primitives Zeug spielen muss, damit er gut ist? Und wann gilt überhaupt etwas als pirmitiv? Kann mir das irgendjemand bitte schön mal sagen?
     
  11. thomas.h

    thomas.h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #11
    Ja, es ist für mich durchaus wichtig, ob jemand schnell nur 1234 spielt, oder ob er komplexeres spielt. Schön, bei 450bpm ist 1234 auch schwer, aber nehmen wir jetzt 210 als Grenze. Jemand spielt bei dem Tempo was schweres und der andre 1234 (das bei dem Tempo auch nicht für jeden leicht ist). Dann ist sicher der erste besser, aber: beide sind gleich schnell. Der 1. kann hat eben den musikalisch größeren Rückhalt, kann wenn er es will auch mal 1234 spieln, wenn er es für richtig hält, wobei der 2. nur sein1234 hat.
    Aber sonst geb ich dir schon recht, Musik ist das, was man selber draus macht.
     
  12. delpozzo

    delpozzo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #12
    redet ihr von 16tel? wisst ihr überhaupt wie schnell das ist..was kompliziertes
    spielen..oder 1234 bei 210? nicht ganz leicht? meinst du das ironisch?
     
  13. thomas.h

    thomas.h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #13
    natürlich weiß ich, wie schnell das ist! Aber wenn wir von richtig schnell reden denk ich mir halt, dass es blöd ist, von 150bpm zu reden. wenn man richtig ernsthaft auf speed übt, müssen 210 nicht soo abwegig sein...

    edit: ok, "das nicht für jeden ganz leicht ist" war schon eher ironisch...
     
  14. LilyLazer

    LilyLazer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #14

    Ja wie, 1234 bei 210 packst du nicht??? Raus mit dem Typ aus dem Forum :p

    Nee, also ganz ehrlich. Bei mir is auch bei 180 so rum Schluss... Aber wozu braucht man das noch. IN meiner Band gehts höchstens ma bis 160 und ob ich da die ganze Zeit lang irgendwelche highspeed 16tel Sachen rauf und runter spielen muß... nene, wird schnell langweilig.
     
  15. Black_Plek

    Black_Plek Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #15
    Also, ein paar der Rythmus-Riffs meiner Band sprengen schon die 200bpm-Marke...und es hört sich trotzdem geil an. Man muss es nur richtig verpacken!
     
  16. RickMcPhail

    RickMcPhail Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #16
    Ich denke gemeint war: Da gibt es Leute, die spielen komplizierte Solos - und du stehst im Publikum und gähnst. Andere erzählen halbe Leben mit 4 1/2 Akkorden, und man ist fasziniert.
    Es geht also um die Mitteilungsfunktion der Musik. Dass etwas transportiert wird, vom Schreiber/Gitarristen zum Zuhörer.
    Dass es da solche Diskrepanzen in der Wirkungskraft gibt, wundert mich nicht - stundenlang den gleichen Lauf zu üben, befähigt einen ja nicht, zu fühlen, was man da spielt. Genau DAS ist nämlich wichtig für ein gutes Konzert, finde ich. Muss ja kein Kitsch sein. Wer Nu Metal spielt, muss halt die Wut fühlbar und greifbar machen.
     
  17. RAGMAN

    RAGMAN Mod Emeritus - Gitarren Ex-Moderator

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    Erstellt: 11.03.04   #17
    dieser Thrad ist genauso sinnlos wie alle anderen beste/er XY

    Technik schließt musikalität nicht aus und andersum auch nicht. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Diese Diskussion wird mal wieder zu nix führen.....

    Ist halt eine Geschmackssache und eine Frage der persönlichen Definition!

    Auch wenn hier so manch einer versucht ein paar Dogmen in Sachen "guter Gitarrist" zu verbreiten...

    RAGMAN
     
  18. derYosh

    derYosh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #18
    G - Nau !! Guter gitarrist ist für jeden anders zu definieren. mal en paar beispiele: Eric Clapton ist schweinegut, Kirk Hammett ist schweinegut, Zakk Wylde ist schweinegut, BB King ist schweinegut...
    alles auf ihre eigene Art und Weise wobei ich denke das der eine das vom anderen nicht immer unbedingt nachspielen kann, dafür kann der der's nachspielen kann nicht so nen Song schreiben, blablablabla u.s.w.
    -¥osh
     
  19. dogdaysunrise

    dogdaysunrise HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 11.03.04   #19
  20. Black_Plek

    Black_Plek Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.04   #20
    @Chri5
    Man kann nicht sagen, dass Francesco kein Gefühl hat. Es ist nur eine andere Art von Gefühl, die wir dort zu hören bekommen. Klar, es ist nicht gerade der Geschmack der Menge, aber es gibt Leute, die auf diese Musik stehen...sonst würde sich sein Album nicht verkaufen.
    Wie es Rusty recht treffend formuliert hat: "Du wirst nie jemanden hören, der sich darüber beschwert, dass ein Blues-Gitarrist einen Ton zu weit nach oben zieht. Aber wenn jemand schnell spielt, was den ein oder anderen Typ von Musik ausmacht, heißt es gleich, dass dieser jemand kein Gefühl hat. Das heißt ja nicht, dass da kein Feeling ist. Emotionen können milliarden unterschiedlicher Dinge sein...das kann Angst, Aufregung, Stärke, Traurigkeit etc. sein. All diese Dinge sind Gefühle. Und ich denke, die meisten Menschen - wenn sie das Wort "Feeling" hören - denken dabei nur an Bendings mit einem anschließenden Vibrato...das ist nur eine Form von Gefühl, von dem es so viele Varianten gibt."
     
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