Klavierunterricht - Preiswucher?

von törtchen, 30.04.07.

  1. törtchen

    törtchen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.07   #1
    Hallo,

    habe einen Unterrichtsvertrag vorliegen, wo 70 € monatlich erhoben werden bezogen auf eine halbstündige Übung pro Woche. Allerdings ist der Vertrag so ausgestaltet, dass in den Schulferien und gesetzlich festgelegten Feiertagen kein Unterricht erteilt wird. Das wären nach meinen Berechnungen 68 Tage, also knapp 10 Wochen und wenn es ungünstig läuft ein Ausfall von 12 Unterrichtsstunden von 52. Käme es für den Unterrichtnehmenden nicht günstiger, die Einzelstunde zu zahlen? Übrigens: 45 Minuten sind für 95 € zu haben. Was würdet ihr mir raten? Angebot annehmen oder mich besser nach einem "günstigeren" Lehrer/Angebot umsehen? Nach meinen Berechnungen zahle ich demnach 840 € im Jahr, obwohl nur Leistungen zum Preis von 665 € erbracht werden. Kann man das so rechnen oder ist das eine marktgängige Praxis? Ist ein Studentenrabatt aushandelbar?



    lg


    törtchen
     
  2. konbom

    konbom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.07   #2
    Also bei unserer Musikschule hier kostet 'ne halbe Stunde Klavierunterricht 57€, allerdings sind wir hier halbwegs "aufm Land".

    Das mit den ausgefallenen Stunden ist hier allerdings genau so und es ist nicht möglich, Einzelstunden zu nehmen, scheint also gängige Praxis zu sein. Ich weiß ja nicht, woher du kommst, aber wenn möglich solltest du vielleicht die Angebote mehrerer Musikschulen vergleichen.

    MfG
     
  3. Froce

    Froce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.07   #3
    Meines Wissens ist das meistens gängige Praxis. Klavierunterricht wird bei mir auch so abgerechnet. Allerdings schaut mein Lehrer nicht so genau auf die Uhr, sodass auch nicht immer nach punkt 45min fertig ist, sondern dann, wenn wir fertig sind eben. Und 45 min für 95€ im Monat ist eigentlich ok. Es gibt auch Lehrer die nehmen 40€/60 min, dann allerdings stundenweise abgerechnet. 95€ wäre hier das gesund mittel, ich zahle 90€.
     
  4. MasterBlaster

    MasterBlaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.07   #4
    ich zahle 80€ für 45 Min/Woche, an Feiertagen und in den Ferien kein Unterricht.
    bin in einer Musikschule, an der nur Musikhochschulabgänger mit Staatsexamen beschäftigt sind. Der Schüler bezahlt dem Lehrer praktisch den Urlaub, das ist aber normal so.
     
  5. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.05.07   #5
    Also vom Preis her ist das duchaus vertretbar. Mein letzter Lehrer bekam 30 Euro pro Stunde, von der wir alle zwei Wochen eine hatten (und war dieses Geld absolut wert). Und er wurde auch nach gehaltenem Unterricht bezahlt statt nach Monaten.

    Ich würde dir raten, wenn du nicht mehr zur Schule gehst, dir ebenfalls jemanden zu suchen, der nicht diesen Ferienrhythmus hat. Idealerweise sogar jemanden, der auf Absprache auch mal aussetzen kann, z.B. wenn an der Uni Prüfungszeit ist. ;)
     
  6. lucjesuistonpere

    lucjesuistonpere Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.05.07   #6
    Ich empfinde das als teuer. Für 10 € mehr bekomme ich in Dortmund an der Jazzakademie 45 statt 30 Minuten und noch wöchentlich je 90 Minuten Theorie- und Ensemble-Unterricht.
     
  7. lemato

    lemato Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.05.07   #7
    Also, wenn Du 840 Euro im Jahr zahlst und 40 halbstündige unterrichtstunden hast ist das ein Stundenlohn von 42 Euro. Und wenn der Lehrer jemand mit nem abgeschlossenen Klavierstudium ist, ist das wohl schon ein Stundenlohn, der in Ordnung geht, denke ich.
    Jetzt kommts drauf an, wie weit Du selber schon bist. Wenn Du gerade erst anfängst, oder noch nicht allzuweit fortgeschritten bist, kannst Du evtl. billigere Stunden bekommen, von denen Du zumindest ähnlich viel hast. ich denke dabei an Musikstudenten, die sowas gerne machen., und bei denen Du vielleicht die Hälfte zahlen würdest.
    Sollte es in Deiner Stadt ne Musikhochschule haben und die Stunden könnten bei Dir zu Hause stattfinden, würde ich dir raten dort mal das schwarze Brett zu nutzen.

    P.S: Hey, 100. Beitrag, warte mal auf die Glückwünsche. ^^
     
  8. törtchen

    törtchen Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.05.07   #8
    Komme aus Erlangen und die städtische Musikschule musste mich schon wegen Überbelastung mit "Kiddies" abweisen, weswegen ich den Weg zu einer privaten Musikschule wählte. Der Lehrer hat "nur" vier Semester Musik- und Theaterwissenschaften studiert, eine Sprechausbildung genossen und kann sich auf ein abgeschlossenes Studium an der Filmhochschule berufen. Vergleichbar sind die Preise mit denen der nahe gelegenen Musikschule Fürth.
    Bin Anfängerin, die ganz am Anfang ihrer musikalischen "Karriere" steht und bislang erst eine Schnupperstunde geniessen durfte. Wichtig erscheint mir einfach, dass ich eine gute Ausbildung geniessen kann und mich rundum sicher fühle, gerade in Bezug auf richtige Fingerhaltung etc. Vielleicht habt ihr ja eine Ahnung, wie ich noch an einen Musiklehrer komme, denn google gibt da für meine Region nichts her :mad: .


    lg

    die maya
     
  9. derLouis

    derLouis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.05.07   #9
    Ich rate dir ebenfalls, das Privat zu machen, zumindest, wenn du a) keine günstigere Musikschule findest und b) vielleicht auch mal nicht jede Woche kannst.
    42 Euro/Stunde finde ich für eine Musikschule ein bisschen viel. Ich zahle wie Jay privat 30 Euro/Stunde und zahle nicht durch. Das finde ich zwar auch schon eher viel, aber noch im Rahmen (zumal ich ebenfalls mehr als zufrieden mit meinem Lehrer bin).
     
  10. emanuel

    emanuel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.05.07   #10
    ist ja Wahhhnsinn!
    ich glaubte immer die Schweiz ist teuer, aber sowas :eek:

    gut zu wissen, was was anderswo kostet;)
    wusste ich echt nicht.
     
  11. FantomXR

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    Erstellt: 01.05.07   #11
    Also bei meinem Klavierlehrer zahle ich 15€/Stunde (60min). Die Termine machen wir sehr willkürlich. Je nachdem, wann er Zeit hat und wann ich Zeit habe. Dabei kanns schonmal vorkommen, dass wir auch 90min bei ihm sind und da üben.
    Nungut, ich muss dazusagen, er hat das nicht studiert, aber er ist 100%ig sein Geld wert. An seiner Stelle würde ich mehr nehmen :D Er ist sehr talentiert und verdammt flink und vor allem fit im JazzBereich. Klassik hat er nie gespielt, d.h. außer die Anfänge, bzw. Basics.

    Nunja, nun habe ich auch nicht direkt bei Null angefangen, als ich zu ihm ging. Ich hatte davor schon 9 Jahre klassischen Unterricht. Von daher sind mir die Preise, die ihr so nennt, nicht unbekannt.
    Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich so wie es jetzt ist gut fahre. Für absolute Anfänger jedoch würde ich doch eher zu einer Musikschule raten.
     
  12. cordesavide

    cordesavide Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.05.07   #12
    Im privaten Bereich ist der Preis einer Stunde klarerweise stark von der Qualifikation des Lehrers (womit ich natürlich auch meine: der Lehrerin) abhängig. Bei Lehrern die auch auf Konservatorien/Universitäten unterrichten sind meiner Erfahrung nach 50 Euro pro Stunde die Regel.

    Kann mir auch schwer vorstellen, dass das in der Schweiz anders ist;)

    An einer Musikschule zu lernen hat natürlich auch Vorteile - man wird vielleicht ein bisschen mehr getreten, hat die Möglichkeit, hie und da aufzutreten und trifft viele andere Musiker.
     
  13. andwilli

    andwilli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.07   #13
    Hallo zusammen,

    die Preise in unserer Jugendmusikschule lauten wie folgend:

    • Partner-Unterricht 30 Min. (2 Teilnehmer) 26,80€ 32,00€
    • Partner-Unterricht 45 Min. (2 Teilnehmer) 40,20€ 48,00€
    • Einzel-Unterricht 30 Min. 53,60€ 63,80€
    • Einzel-Unterricht 45 Min. 80,40€ 95,70€

    wobei der erste Preis der Jugendtarif und der zweite der Erwachsenentarif ist. In der Ferienzeit ist kein Untericht, wird also auch nicht bezahlt.

    Wir persönlich haben Abstand gehalten von 'billigen' Untericht durch Studenten für unsere Kinder. Ich glaube, gerade am Anfang kann man vieles falsch lernen. Wir sind auch sehr zufrieden mit unseren Lehrern, weil sie auch Experten sind.

    Allerdings schießen die Kommunen noch extra etwas dazu und fangen an zu 'zicken', weil die Kosten immer weiter steigen.


    LG Andreas
     
  14. lemato

    lemato Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.07   #14
    So, habe mich mal wieder 5 Minuten von der Arbeit drücken können, und habe hier zwei Links, die dir vielleicht weiterhelfen könnten:

    1. Musikhochschule in Nürnberg, was ja glaube ich bei Erlangen um die Ecke ist. Dort kann man auch Klavier studieren, also wirds schon ein paar Studenten geben, die Dir helfen könnten. (wie gesagt: schwarzes Brett, da müsstest Du dann halt mal hin)

    http://hfm-n-a.de/studium/kla_n/doz.htm

    2. Kleinanzeigenmarkt für Nürnberg-Erlangen. Da hab ich schon auf der ersten Seite ne Annonce für nen Klavierlehrer in Erlangen gesehen:

    http://www.quoka.de/searchresult.cf...RESULTS=NO&SEARCHBUTTON.x=20&SEARCHBUTTON.y=9

    Noch ganz wichtig, wenn Du erst anfängst und zum ersten Mal nen Lehrer suchst: Es ist sehr hilfreich, wenn Du weisst, was Du willst. Vor allem ob es in Richtung Klassik, Jazz, Improvisation, Liedbegleitung oder was auch immer gehen soll. Denn nicht jeder Lehrer kann alles. Natürlich kannst Du auch bei nem Klassiker am Anfang viele Sache lernen, die Du auch im Jazz brauchst, dennoch würde ich sagen, je früher Du einen Lehrer hast, der das macht, was Du machen willst, umso schneller gehts. (Und auch der Spass ist größer. Wenn Du z.Bsp. Jazz machen willst, gibt es auch dort genug Übungsstücke, und Du kannst Dir vllt. Czerny et.al ersparen ;-)).
     
  15. wednesday

    wednesday Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.07   #15
    Also ich hab vor mir das selbst beizubringen.. Bringt das überhaupt was, oder sollte ich mich auch besser nach ner Musikschule umsehn?
     
  16. lemato

    lemato Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.07   #16
    Ok, dazu gibt es hier schon 1 Milliarde threads, glaube ich. Benutz einfach mal die Suchfunktion. Die Quintessenz ist (fast) immer: Wer es sich leisten kann, soll Unterricht nehmen, und wer es sich nicht leisten kann auch.:D

    PS: Schau Dir mal Deine Sig an. Ich glaube kaum, dass Oscar Wilde mit Absicht deutsche Grammatikfehler in seine Weisheiten eingebaut hat, auch wenn es das Statement natürlich schön untermauert.
     
  17. Livia

    Livia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.07   #17
    Mit Lehrer ist immer besser.
     
  18. cordesavide

    cordesavide Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.07   #18
    Meiner Definition nach kann man jemandem (also auch sich selber) nur dann etwas beibringen, wenn man selbst eine Ahnung davon hat. Hat man die nicht dann ist jeglicher Erfolg sehr unwahrscheinlich.
     
  19. stuckl

    stuckl Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.05.07   #19
    "obwohl nur Leistungen zum Preis von 665 € erbracht werden. Kann man das so rechnen oder ist das eine marktgängige Praxis? Ist ein Studentenrabatt aushandelbar?"

    >>>> Die Unterrichtsgebühr bezieht sich auf das Jahreshonorar und wird auf 12 monatliche gleichbleibende Abschläge verteilt.

    Das ist so üblich bei freiberuflichen Musiklehrern und auch bei allen Musikschulen.

    Turnvereine usw. machen das ja auch nicht anders.

    Wichtig ist, dass Schüler und Lehrer gut zueinander passen und das Qualität geboten wird. Dann ist der Unterricht auch jeden Cent wert.

    Dazu lassen sich ja Probzeiten und sicher auch ein kostenloser Probetermin vereinbaren.

    lg
    stuckl
     
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