Klein- oder Großmembran für Choraufnahmen

von Jayjee, 18.04.04.

  1. Jayjee

    Jayjee Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.04   #1
    Hallo,

    ich will als Chorleiter vor allem meine Chorkonzerte, manchmal auch mit Orchesterbegleitung, mitschneiden.
    Welche Mikrophongattung empfehlt ihr mir? Eher Kleinmembrane oder Großmembrane?

    Ich brauche nicht den ultimativen High-End Sound, und irgendwo aufgeschnappt, daß das Beyerdynamic MCE 530 keine schlechte Wahl ist.
    Andere Empfehlungen in dieser Preisklasse (ca. 100 € per Mikrophon)?

    Danke im voraus,
    Jan
     
  2. Astronautenkost

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    Erstellt: 18.04.04   #2
    Hallo Jan,

    ich kann Dir die MXL 603s empfehlen. Wir haben drei Pärchen davon und sind sehr zufrieden.

    Schönen Sonntag!
     
  3. Jayjee

    Jayjee Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.04   #3
    Das heißt, Du würdest eher auf Großmembrane setzen?

    Ebenfalls schönen Sonntag!
    Gruß,
    Jan
     
  4. Astronautenkost

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    Erstellt: 18.04.04   #4
    Hallo Jan,

    die 603er zählen zu den Kleinmembranen (20 mm). Es ist halt alles eine Frage des Preises. Echte Großmembranen würde ich bevorzugen, aber dann die Neumannklasse.
     
  5. mikroguenni

    mikroguenni HCA Mikrofontechnik HCA

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    Erstellt: 19.04.04   #5
    Hallo Jan,
    ich würde eher zu einem vernünftigen Kleinmembran tendieren, besonders dann wenn es sich um einen reinen (informativen) Mitschnitt handelt.
    Als Alternative zum MCE 530 käme das OPUS 53 vom gleichen Hersteller in Frage falls Du mit Silber statt Schwarz leben kannst. Ansonsten ist das gleiche drin. :D Ein preiswertes Mikrofon, immerhin made in Germany statt in China.
    Beim MCE 530 Stereo-Set ist fürs gleiche Geld wie 2 Einzelmikros noch die Stereohalterung und ein Koffer dabei.
    Für mehr Geld gibt es natürlich bessere Mikrofone!
    Du hast nicht geschrieben ob Du einen Recorder mit Phantomspeisung besitzt. Andernfalls brauchst Du zusätzlich ein Mischpult oder Vorverstärker mit Phantomspeisung. Eine Alternative wäre da ein Mikrofon, das sich per Batterie speisen läßt.
    z.B:
    Sennheiser K6 mit ME64 (mit deutlich höherer Empfindlichkeit, was bei manchen Recordern von Vorteil sein kann)
    oder beyerdynamic MCE94. ... oder???


    Gruß Mikroguenni
     
  6. Jayjee

    Jayjee Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.04.04   #6
    Ich habe zur Zeit das U2A on Egosys als USB-Sound"Karte" und ein Behringer Mischpult, bin aber am Überlegen, ob ich umsteige auf "integrierte" Lösungen wie Tascam US-122 oder Edirol UA-5 umsteige. Also Phantomspeisung ist auf jeden Fall vorhanden. Danke für den Tip!

    Gruß, Jan
     
  7. Jayjee

    Jayjee Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.04.04   #7
    Hallo nochmals,
    ich war etwas irritiert, oben auf der Seite stand "Kleinmembran", bei den technischen Details dann aber 20mm Großmembran, und ich habe die Zahl einfach überlesen.
    Danke für den Tip!
     
  8. 00Schneider

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    Erstellt: 22.04.04   #8
    Sobald es um Raum- bzw. Aufnahmen auf Distanz geht, also keine Nahabnahme, würde ich Kleinmembran-Miks nehmen.

    Denn Großmembran können einen Raum nicht detailgetreu wiedergeben, da die Membran eine Größe erreicht in der auch die Wellenänge von Schallwellen ist, und es so spätestens bei 45° Einfallswinkel Überlagerungen gibt.

    Außerdem sind Kleinmembrane "neutraler", sie haben wesentlich weniger Eigenfärbung, und die bessere Basswiedergabe.

    Sind ein paar Fakten die gegen Großmembrane sprechen.
    Das ganze kommt natürlich eher bei teuren bzw. guten Miks zum Tragen, aber das Prinzip ändert sich ja nicht bei den günstigen.

    Ich würde auch auf die MXL 603 oder die MCE-530, jeweils als Set gehen.
     
  9. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 13.07.04   #9
    "Sobald es um Raum- bzw. Aufnahmen auf Distanz geht, also keine Nahabnahme, würde ich Kleinmembran-Miks nehmen."

    Raumaufnahme: ja, da KM im off axis Bereich linearer als GM

    Grosse Distanz: nicht unbedingt, da dieser Vorteil der Linearität aufgruind des geringeren genutzten Winkels nicht so wirkt, GM aber oft mehr Rauschabstand haben.

    Ich würde zu zwei KM in Niere raten. Aufnahmeverfahren ORTF. Das passt am Besten zur leicht geöffneten Choraufstellung und ist am einfachsten zu handlen. Der Raum wird dann gut reduziert und man hört vorwiegend den Chor. Für eine CD reicht aber ein ORTF-System nicht, weil die Stimmen zu definiert stehen und gerade bei Laienchören zu rasch Einzelstimmen lokalisierbar sind. Was bei der Verwendung von nur einem System auch ein Problem ist, ist die Überbetonung der Explosivlaute.

    Ich habe schon gute Erfahrungen mit einem klein AB-System (Lineare Kugeln gemacht) aber das ist schwerer zu stellen und klappt nur in akustisch beruhigten Räumen mit optimalem Nachhall.

    Wichtig sind hochwertige KM Mikros: Gerade bei Chören ist Verfärbungsfreiheit das Wichtigste!
     
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