Kleines Leslie für die Bühne

Bugs
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Hallo zusammen,
ich spiele mit dem Gedanken, mir ein kleines Leslie für die Bühne anzuschaffen.
Das Teil sollte man alleine in einen Kombi laden können, ohne sich einen Bandscheibenvorfall zuzuziehen.
Muß kein original-Leslie sein. Das Teil sollte auch kein Vermögen kosten.

Da ich kein Freund von Transistor-Amps bin, würd' ich das Teil evtl. mit einem Röhrenverstärker umrüsten oder wenigstens einen Röhren-Vorverstärker davorschalten.

Ist so was soundmäßig in Ordnung? Und was käme denn da in Frage?


Noch 'ne generelle Frage:
Gibt es einen Grund, warum bühnentaufliche Leslies immer einen Transistor-Verstärker haben? Selbst das Leslie 3300 hat trotz seines stolzen Preises nur eine Röhren-Vorstufe.
Es sollte doch eigentlich kein Problem sein, einen Röhrenverstärker mit genug Dampf für ein Leslie zu bauen.
 
Eigenschaft
 
Wie wärs mit sowas?
 
wenn das so klingt wie in den Soundbeispielen im Netz, würde ich das nicht kaufen. Ein richtiges Leslie besteht nicht nur aus Hochtöner.

Doch zurück zur ursprünglichen Frage, ein ordentlich klingendes und tragbares Leslie ist das Hohner ORT. Die gibt es hin und wieder in ebay. Kleine Original-Leslies gibt es auch z.B. das 145er, nur viel leichter, als die grösseren 122er/147er ist das nicht.

Noch zur Frage Transistor- oder Röhrenverstärkung. Die alten Leslies 122er, 147 etc. sind aus den 50er und 60er Jahren und da waren 40W der Stand der Technik. Nur um aber das klar zustellen Transisitorleslies müssen nicht schlecht klingen. Das 760er ist das beste Beispiel dafür. Es eignet sich nur nicht so gut, wenn man die Orgel verzerrt spielen will. Heute sind aber 100 W in Röhrentechnik in der Tat kein Problem. Nur ein guter Röhrenverstärker ist zumeist nicht mit gedruckten Schaltungen aufgebaut und somit in der Herstellung teuer, siehe auch die Gitarrenamps. Der Reussenzehn Organamp ist ein guter Amp, zu einem vernünftigen Preis.

Leslieclones gibt es noch viele andere, ich würde auf jeden Fall darauf achten, dass ein Bassrotor dabei ist und keine Simulation. Modifizieren kann man die auch alle, um sie klanglich zu verbessern. Frage ist nur, ob man Zeit und Geld investieren will.

Gruss Helmut
 
Hallo !

Ich spiele ein ORT. Zwei Bemerkungen hierzu:

Man KANN es zwar alleine ins Auto wuchten, aber es ist trotzdem ziemlich schwer und unhandlich (ca. 45 Kg.).
Die Rotorgeschwindigkeit "Fast" ist m.E. nicht schnell genug. Vielleicht ist das auch nur bei meinem so, aber Pedanten könnte das stören.

Insgesamgt klingt die Kiste gut und ist auch richtig laut wenn man will.
Preislich sollte ein relativ gut erhaltenes so für ~ 350 EUR zu bekommen sein.

ciao

bluebox
 
Man KANN es zwar alleine ins Auto wuchten, aber es ist trotzdem ziemlich schwer und unhandlich (ca. 45 Kg.).
Ich befürchte bei einem richtigen Leslie wird es nicht viel weniger an Gewicht werden.
Die Rotorgeschwindigkeit "Fast" ist m.E. nicht schnell genug. Vielleicht ist das auch nur bei meinem so, aber Pedanten könnte das stören.
Das ist bei allen Leslieclones eines der Unterschiede zu den Originalen. U.U. kann man das modifizieren.

Gruss Helmut
 
Echolette MEIIs wäre auch eine Möglichkeit. Die Werksangabe von 30kg glaube ich nicht ganz - das sind eher 40, aber es ist recht klein und handlich. Klanglich ist es etwas schriller als die originalen Leslies, aber das ist nicht unbedingt ein Drama. Zu dem Thema gibts auch einige Tuningmöglichkeiten (anderer Treiber...), die ich allerdings noch nicht probiert habe. Mit meinem HK Crunchmaster davor klingt es schon recht gut.

Achillesferse aller dieser Leslie-Nachbauten sind Ersatzteile. Ich war z.B. gerade drauf und dran mein Solton wegen diverser Kleinigkeiten zuzuschrauben und zu verscherbeln...
 
Also wenn schon Leslie Clone, dann einer wo wenigstens die Trommel simuliert wird, zb. beim Dynacord DC300E, aber es stimmt schon für die Clones bekommt man weniger Ersatzteile als für ein originales. Ich spiele http://www1.keyboards.de/magazine/m0300/motion.html damit bin ich sehr zufrieden, allerdings wird das nicht mehr hergestellt.

Gruß Frank
 
Also mehr als 45kg sollten es nicht sein.

Hat jemand schon mal Erfahrung gemacht mit dem PRO-3X oder PRO-145 von Motion Sound?
Wie klingen denn die eingebauten Mikrophone des PRO-145? Grundsätzlich finde ich eingebaute Mikros praktisch - wenn sie gut klingen.

Grüße
Bugs
 
@bugs,
im R3-147 sind die gleichen Kapseln von kobitone wie im Pro drin. Die klingen gut vor allem haben die Motion Sound-Leute gute Erfahrung mit den Windgeräuschen, man hört kaum was. Das closed Sytem hat den Vorteil, dass der ganze Bühnenlärm außen vor bleibt.

GRuß Frank
 
Hallo ich hab mal einen Verlgeichstest zwischen ORT, PRO-145, RT-20 und dem internen Leslie der XK-1 gemacht (dazu müsste es auch nóch einen thread geben).

Damals war das ORT klarer Sieger der 4.

ciao

bluebox
 
Danke für die Tipps.
Habe mir gestern ein ORT-100 zugelegt.

Soundmäßig geht es für nicht-verzerrte Sounds völlig in Ordnung. Mit einer Zerre davor klingen auch verzerrte Sounds ganz gut. Ich konnte es aber bis jetzt leider nur in Zimmerlautstärke ausprobieren.
Da hat sich Hohner damals richtig was einfallen lassen, um die Bauform zu reduzieren, und trotzdem keinen Schrott zu basten, bei dem sich einfach nur ein Horn dreht.
Das Ding sieht noch richtig nach "made in Germany" aus.
Evtl. werd ich noch 'nen O&G von Reussenzehn davor hängen. Da muß ich erst mal noch meinen Geldbeutel befragen.

Ich finde auch die schnelle Rotorgeschwindigkeit in Ordnung. Mir ist bei einem direkten Vergleich zum 122er kein Unterschied (zur Geschwindigkeit) aufgefallen.

Das mit dem alleine tragen ist so eine Sache. Das muß nicht unbedingt sein. Aber zu zweit ist es gar kein Problem.
 

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