Körperhaltung: Die Sieben

von Cörnel, 05.04.08.

  1. Cörnel

    Cörnel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #1
    Hallo zusammen,
    Stolz aufgerichtet zu sein, wie eine Marionette, aufgehängt oben am Kopf, hinten am Nacken und zusätzlich am Steißbein - so bekommt man häufig die richtige Körperhaltung zum Singen erklärt. Und diese Haltung ist sicherlich richtig, ich denke, da wird hier Einigkeit herrschen.

    Seit einigen Monaten habe ich nun einen verdammt geilen neuen Gesangslehrer. Und er beschreibt die optimale Körperhaltung anders:

    Stell dir vor, du bist unter einer 7. Der schräge Balken der 7 - also dieser hier: / der geht hinten etwas unterhalb des Nackens, so zwischen den Schulterblättern in dich rein und kommt vorne beim Solar Plexus wieder raus.

    Hat jemand damit mal Erfahrung gemacht?

    Er war der erste Gesangslehrer, der die Haltung so beschrieben hat. Sie ist ähnlich zur Marionette, aber doch anders. Wenn ich so vor dem Spiegel stehe, mit nacktem Oberkörper, sieht man ganz deutlich, wie gut ich aufgerichtet bin, das Brustbein ist etwas herausgedrückt, der Bauch ist flach - ich sehe richtig athletisch aus.

    Sinn dieses Posts: Einfach mal eine neue Anregung geben und Erfahrungsaustausch.
     
  2. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 06.04.08   #2
    Hallo, Cörnel,

    die "7" kenne ich als Beschreibung nicht. Bei mir ist es eher das Bild vom sich-nach-oben-strecken, wie nach einem Apfel, den man vom Baum pflücken möchte, an den man aber nicht ganz 'rankommt. Das finde ich auch von der Vorstellung angenehmer als die "Marionette" - das hat so einen Beigeschmack von gesteuert, gezwungen, fremdbestimmt.
    Ich finde auf der anderen Seite auch den sicheren Kontakt zum Boden wichtig, was natürlich nicht heißen soll, daß man wie festgenagelt auf einem Platz stehen bleiben soll ;) - aber das hat mir die Vorstellung von Atmung und Stütze enorm erleichtert (als ob die Stütze durch den ganzen Korper bis in
     
  3. moniaqua

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    Erstellt: 06.04.08   #3
    bis in wohin geht? :)
     
  4. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 06.04.08   #4
    ... den Boden geht.
    (Ich liebe abstürzende PCs ;) )

    Viele Grüße
    Klaus
     
  5. holyman

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    Erstellt: 07.04.08   #5
    Mit solchen Verallgemeinerungen würde ich generell aufpassen. Jeder Mensch hat ein anderes Körperempfinden. So sehr dem einen die Vorstellung der "7" oder die des gehobenen Kopfes auch helfen mag, für jemanden anderen könnte die selbe Herangehensweise unter Umständen verheerende Folgen haben, weil sie gegen seine Natur ist. Wer sich über Haltung, Stütze und richtige Atmung wirklich Gedanken machen will, sollte unbedingt das Buch "Sonne, Mond und Stimme" von Romeo Alavi Kia und Renate Schulze-Schindler lesen.
     
  6. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 07.04.08   #6
    Hallo, holyman,

    ich hatte es nicht als Verallgemeinerung gemeint... um Mißdeutungen vorzubeugen, nochmal deutlicher: Bei mir persönlich hilft die "Marionette" nicht - ich benötige für mich ein anderes "Bild". Wie auch meine Gesangslehrerin schon häufig gesagt hat: "Ich denke dann immer an... - aber das muß nicht heißen, daß das bei Dir auch funktioniert!". d'accord ;) ?
    Vielleicht auch in den weiteren Zusammenhang passend die Sache vom "Einatmer" und "Ausatmer". Auch etwas, was meine GL mal bei allen ihren Schülern probiert hat. Es hat aber bei mehr als 90 % absolut keinen Unterschied gemacht, und so hat sie es wieder gelassen, weil es keinen wirklich weiterbrachte.

    Viele Grüße
    Klaus
     
  7. holyman

    holyman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.04.08   #7
    Liegt vielleicht daran, weil du eventuell vorher schon alles zu 90% richtig gemacht hast. Unterschiede bemerkt man eigentlich immer nur dann, wenn man zuvor etwas falsch gemacht hat.
    Ich finde dieses Buch sehr aufschlußreich. Natürlich sollte man nicht alles für bare Münze nehmen, was da in so manchem Buch geschrieben steht... Aber vieles schafft schon neue Denkansätze und Blickwinkel. Vor allem versteh ich seither, was der eine mit "Bauchpresse" und der andere mit "Flankenatmung" meint... Man sollte wissen, zu welchem Typen man selber und zu welchem das Gegenüber gehört, bevor man in diese Richtung diskutiert. (-> Das meine ich jetzt ganz allgemein und nicht als Ermahnung!!!)

    Ich habe mich in meinem vorigen Posting nicht auf deine Aussage bezogen, weil ich dir etwas unterstellen wollte, sondern habe es lediglich als Beispiel genannt. Sorry falls das doppeldeutig rüber kam.
     
  8. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 08.04.08   #8
    Hallo, holyman,

    mit den Denkanstößen hast Du recht. Ich werde auf jeden Fall mal in der nächsten Stunde meine Lehrerin fragen, ob sie nicht zufällig dieses Buch da hat. Sie liest auch Unmengen an Fachliteratur, um mal auf neue Sachen zu stoßen, die sie eventuell im Unterricht verwerten kann - komischerweise gehöre ich immer zu den Versuchskaninchen... ;)

    Viele Grüße
    Klaus
     
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