Komplementärer Rhythmus

von chac, 28.10.05.

  1. chac

    chac Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.05   #1
    Ja, meine Frage ist: Was versteht man unter einem "komplementären Rhythmus"? Denn irgendwie kann ich mir darunter nichts vorstellen. :confused:

    Hoffe mir kann da jemand helfen...! :o
     
  2. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.05   #2
  3. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.05   #3
    Ich denke das Komplimentärrythmus ist, wenn man mehrere melodien spielt, z.B. in achteln, und die eine Melodie dann um eine 16tel verschoben spielt. So das dann von jeder Melodie immer ein TOn erklingt, dann von der anderen, dann wieder von der anderen, also immer abwechselnd.
     
  4. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 29.10.05   #4
    Das ist eine gewagte behauptung. Hör dir die a-moll invention von Bach an, wenn die eine stimme sechzehtel spielt, hat die andere achtel, sie ergänzen sich nicht nur melodisch sondern auch rhythmisch (komplementär), sie wechseln sich ab, und irgendwann gehen sie auch zusammen.
     
  5. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.05   #5
    NA ja kann sein, wir haben das jetzt in der schule gelernt, aber der Lehrer hat selbst gesagt, das die Begrifflichkeiten da sehr verschwommen sind, und er auch nicht so genau weiß wie das jetzt alles heißt.
    Ich glaube er hat eine andere 2 stimmige Invention von Bach gespielt um das zu demonstrieren. Also nur einen Teil und da war das halt immer abwechselnd und er sagte das ist komplementärrythmus.
     
  6. Cudo

    Cudo Mitgliedschaft beendet

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    Erstellt: 30.10.05   #6
    Hallo chac,
    meiner Meinung nach wird eine Sache dann als „komplementär“ bezeichnet wenn sie in Addition mit einer anderen Sache ein „Ganzes“ ergibt.

    Das Komplementärintervall der kleinen Sekunde ist die große Septime. Zusammen ergeben beiden Intervalle ein „Ganzes“, und das ist in diesem Fall die reine Oktave.

    Das resultierende „Ganze“ ergibt bei vielen typischen Rhythmusfiguren eine durchlaufende Einheit, sprich: durchlaufende Achtel, Sechzehntel etc.

    Beispiele:

    Der Timbalero spielt mit der rechten Hand die typische Cascarasfigur auf der rechten Paila. Gleichzeitig spielt er mit der linken Hand den dazugehörigen Komplementärrhythmus auf der linken Paila. Beide Figuren zusammen addiert ergeben durchlaufende Achtel. (Siehe Grafik 1 Beispiel 1)
    Der Conguero spielt mit der linken Hand die Muffles während er mit der Rechten Slaps und Open Tones spielt. Das Ganze nennt sich Floating Hand. (siehe Grafik 1 Beispiel 2)

    Das resultierende „Ganze“, denke ich, muss aber nicht immer eine durchlaufende Einheit darstellen (siehe Beitrag von Günter Sch.). Als Beispiel dazu siehst Du in Grafik 1 Beispiel 3 wie die zwei verschiedenen Clave Figuren (3/2 Clave und 2/3 Clave) gleichzeitig gespielt werden. Die Resultante (= das „Ganze“) siehst Du im unteren System.

    Theoretisch könnte man also eine x-beliebige Rhythmus/Melodie nehmen, diesen auf zwei oder mehrere Teile aufteilen und hätte somit als Resultat einen Komplementärrhythmus zum gebliebenen Rest des Ausgangsrhythmus.


    CIAO
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  7. Lite-MB

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    Erstellt: 30.10.05   #7
    Das ganze geht natürlich auch umgekehrt, man kann z.B. alle Schläge aus einem durchgehenden Achtel-Groove (Ridebecken, etc.) weglassen, die auch von der Snare gespielt werden (Stichworte: Linear Drumming, bzw. Substituion), dadurch wird z.B. der Bossa "luftiger, lockerer"...
     
  8. chac

    chac Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.05   #8
    :great: Vielen Dank für die Hilfe. Konnte dadurch meine eigene Invention der gewünschten Form anpassen. Also, nochmals DANKE!
     
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