Komplexe Riffs?

von Stickman, 27.03.08.

  1. Stickman

    Stickman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.08   #1
    Hallo!
    Hat jemand von euch tipps wie man Riffs jenseits der ewig durchgenudelten Powerchords schreiben kann?
    Ich spiele mit der Band Grunge / Rock und wenn ich mir Bands wie Alice in Chains oder Mother Love Bone anhöre, dann spielen die einfach irgendwie...anders :D
    Auch Pearl Jam z.b. spielen fast nie Powerchord riffs!
    Mit fehlt zur genauen Analyse obriger Bands ein bisschen die Theorie. Vlt kann mir ja jemand sagen was an Grundwissen erforderlich ist, um seine riffs etwas interessanter zu gestalten.
    Über Kadenzen, Intervalle, Stufentheorie usw weiß ich einigermaßen bescheid.
    Also, woran liegts? wie fängt man am besten an? Chord inversions? Alternate tunings? bestimmte scales?
    HILFE
     
  2. Christof Berlin

    Christof Berlin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.08   #2
    Wie wäre es damit, einfach mal Deine Lieblingssongs zu lernen und nachzuspielen? Darüber lernst Du mehr als über eine "Analyse". Ernsthaft: was willst Du bei guten Riffs, die Dich geschmacklich mitten ins Herz treffen, groß analysieren? Einfach mal schauen, was da so gespielt wird bringt IMHO mehr. Nicht so viel Kopf, mehr Eier bitte.... :D
     
  3. Fastel

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    Erstellt: 27.03.08   #3
    das drumherum ist wichtig. ein einfaches riff mit einer unglaublich schiefen melodie kann extrem cool werden.
    manchmal macht die 2. zutat einfache sachen etwas anders.
    wie man komplexe riffs schreibt? willst du das? warum? damit man hinterher sagen kann "wow ist das komplex"? ... ich würde lieber riffs schreiben wo alle sagen "wow das geht ins ohr", oder "das ist unverbraucht" oder "genial einfach". ich finde die riffkultur in der metalszene teilweise sehr schwülstig.
     
  4. Stickman

    Stickman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.08   #4
    Es geht mir ja nicht darum die Musik künstlich zu verkopfen. Ein Riff das super ins Ohr geht? joa, hätt ich was C5 G5 A5 F5. :D ihr wisst schon worauf ich hinauswill... sowas hört sich schnell nach Punkrock an und davon möcht ich ein bissl weg. Ausserdem finde ich, dass mit ausgefeilteren Riffs auch etwas detaillierte messages rübergebracht werden (meine Meinung)

    PS. ich bin auch für jeden (rock)Song dankbar, den ihr mir auf dem Gebiet empfehlen könnt
     
  5. SuiMizu

    SuiMizu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.08   #5
    Du könntest zu den Powerchords noch Optionstöne hinzuziehen.

    Zum Beispiel:
    Ein Gitarrist spielt mit verzerrtem Sound einen C5 (bzw. C5 und Oktavton) und ein anderer Gitarrist spielt mit einer anderen Gitarre die Töne E und H, natürlich in einer höheren Tonlage.
    Schon hat mein einen Cmaj7! Das bringt viel Klangfarbe, aber schiebt auch schön, wenn die verzerrte Gitarre richtig schön drückt.

    Probiert euch damit mal aus, sofern ihr Ahnung habt, welche Töne ihr da einbeziehen könntet. Wenn nicht, dann probiert das einfach per Gehör aus.

    Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Gitarre I einen Powerchord spielt und die Gitarre II Oktaven und mit denen eine Melodie bildet. Auch ein sehr schöner Effekt, der von vielen Bands genutzt wird.

    Zusätzlich sollte man natürlich beachten, dass allein die Rhythmik schon enorm viel ausmacht! Sofern es groovt, kann man aus drei Akkorden einen Song schreiben, der vielen Leuten ins Ohr geht, wenn die Melodie eingehend ist.


    Du könntest uns doch mal auf dem Laufenden halten, wie ihr bandtechnisch vorankommt. Würde mich interessieren!
     
  6. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.03.08   #6
    oder ordne die töne eines vorhandenen riffs neu an. vergleiche mal den bass in metallicas seek and destroy und in hit the lights (strophe) :D
     
  7. jussy

    jussy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #7
    Pentatoniken ? Damit kann man wunderbare dinge anstellen... von blues bis metal alles möglich... und nachher kann man die Kirchtonleitern einfach hinzufügen ;)

    Lern die pentatoniken und spiel damit etwas rum, versuch etwas drauf zu improvisieren, du wirst staunen wie einfach das ist ;)
     
  8. Fantaplast

    Fantaplast Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.08   #8
    zeimlich oft (obwohl mans sich garnicht vorstellen kann)
    spielen die einfach nur einen teil der tonleiter rauf und runter
    du klannst ganz viel mit ner einfachen tonleiter machen
    wie klingt es z.b. wenn du nur jeden 2. ton der tonleiter spielst
    des wäre der erste schritt in richtung professionele riffs
     
  9. iLLumination

    iLLumination Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.08   #9
    Ausgefeilte Riffs sind kein Garant für eine detaillierte Aussage. Wenn das so wäre, dann müsstest du dir nur eine detaillierte Message ausdenken und du hättest keine Probleme komplexe Riffs zu schreiben. Wenn du vor hast mehr Aussage in deine Musik zu bringen, dann beschäftige dich mit Programmmusik
     
  10. Stickman

    Stickman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.08   #10
    Ein Garant sicher nicht. Mal ein konkretes Beispiel:
    Given To Fly von bereits angeführen Pearl Jam
    In der Strophe ein cleanes, fast schwebendes Gitarrenthema in Open-tuning. Im Text wird der Protagonist vorgestellt, dessen Ideen, Ansichten, ("Geist" wenn man so will) uns alle umgibt.
    Zum Refrain hin kommt dann langsam Overdrive hinzu. Im Text heißt es dann "A Wave come crashing like a fist to the jaw" und genaus haut einem das Chorusriff eine rein ;)
    Das Stück ist insgesamt wie eine sich aufbauende Welle, die schließlich bricht.
    Am besten mal bewusst bei youtube oder so anhören und auf die lyrics achten.
    Ich meine wenns einfach ein cleanes standart Arpeggio mit Powerchords im Refrain wär käme das lange nicht so rüber. Das is halt die Kunst, ne :rolleyes:

    Noch schnell zu den Tonleitern... hab ich natürlich auch schon ausprobiert und einiges gschrieben. Sicher ein interessantes Terrain aber ich muss da immer aufpassen, dass es kein Metal wird :twisted:
     
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