Komponiere zu schematisch...

von KiLL|R, 24.08.05.

  1. KiLL|R

    KiLL|R Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.05   #1
    Moin

    Ich spiele nun seit einigen Jahren Gitarre und bin dabei Songs zu schreiben.
    Nur es scheitert daran, dass ich meistens zu schematisch, also viel zu theoretisch an die Sache rangehe.

    Hat jemand ähnliche Erfahrung gemacht oder hat jemand Tipps?

    MfG KiLL|R
     
  2. TelosNox

    TelosNox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.05   #2
    Also ich habe bei mir mit der Zeit eine Veränderung gemerkt. Am Anfang hab ich mich auch immer in den Standardakkorden und Harmonien bewegt. Mit der Zeit, wenn man mal verschiedene Songs nachspielt, lernt man dann auch diverse Akkorderweiterungen und so einige Spielereien. Bei mir hat es sich dann eingeschlichen, daß ich einfach mal drauf los klimpere aber immer ein paar gewisse Akkorde habe, die ich häufig mit reinnehme (mit dem offenen D-Akkord kann man z.b. schöne Spielereien machen und auch der offene C-Akkord läd zu kleinen Melodien ein). Dann kommt da noch irgendwie eine kleine Inspiration von was gehörtem dazu und schon passt es...

    Also mein Tip wäre: viel hören und auch viel nachspielen. So lernt man, was wie klingt und kann so auch besser Dinge umsetzen, die man gerade im Gefühl hat.
     
  3. dickie

    dickie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.05   #3
    Hi, ich bin seit 7 Jahren Songwriter und habe im Laufe der Zeit gemerkt, je einfacher ein Song gestrickt ist, umso cachiger ist er.Sprich, wenige Akkorde, einfache Melodie + Hook zum nachsingen!! Ihr müsst einfach mal in die Charts reinhören und die Songs analysieren.

    Spiel drei oder Vier Akkorde, fang mit der Hook an,(kann eine Gitarren. Keyboard oder vocalhook sein) und entferne dich bei der Strophe nicht soweit weg. Stell einen Bezug zwischen Strophe und Ref her. Das reicht erstmal. Natürlich bleibe beim Standard-Liedaufbau
    z.B. Intro (Hook)
     
  4. dickie

    dickie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.05   #4
    Hi, ich bin seit 7 Jahren Songwriter und habe im Laufe der Zeit gemerkt, je einfacher ein Song gestrickt ist, umso cachiger ist er.Sprich, wenige Akkorde, einfache Melodie + Hook zum nachsingen!! Ihr müsst einfach mal in die Charts reinhören und die Songs analysieren.

    Spiel drei oder Vier Akkorde, fang mit der Hook an,(kann eine Gitarren. Keyboard oder vocalhook sein) und entferne dich bei der Strophe nicht soweit weg. Stell einen Bezug zwischen Strophe und Ref her. Das reicht erstmal. Natürlich bleibe beim Standard-Liedaufbau
    z.B. Intro (Hook)
    Str
    Ref
    Str
    Ref
    Bridge
    Ref

    oder ähnliches, einfach mal Hits analysieren.
    Wichtig: Ref muss sich melodisch, soundtechnisch abheben, aber nicht unbedingt Harmonisch.

    Hört euch Songs wie ATC- Around the World
    Green Day - Boulevard of broken dreams
    Coldplay
    Eiffel 65 - Blue
    pink- get the party started
    ....und viele mehr
     
  5. KiLL|R

    KiLL|R Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.05   #5
    ja, mit der struktur des songs hapert es nicht so sehr...
    ich meine eher die bildung einer melodie die bei mir eher zu schematisch und zu überlegt verläuft.
    ich trete sozusagen auf der stelle, ich komme nicht weiter, weil meinen akkordfolgen die richtige melodie fehlt, oder das enttscheidende etwas...
     
  6. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.05   #6
    So dann spiel doch mal akkorde.
    Spiel einfach immer akkorde.
    Jetzt stell dir im Kopf ne Melodie dazu vor.
    Merk sie dir und versuch sie aufzuschreiben.
    Wenn du die Melodie auf nem Instrument spielst, kann sie auch erst ganz einfach sein. Später kannst du sie dann mit Durchgängen, Trillern und Vorschlägen verzieren.
     
  7. joergen

    joergen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.05   #7
    halli hallo,

    theoretisieren muss nicht unbedingt negativ sein. und es stimmt zwar, dass viele einfache gemüter die charts beherrschen, das muss aber nicht unbedingt ein vorbild sein. wenn du eine idee hast, sei sie nur theoretisch oder formal, kannst du versuchen, herauszufinden, was du an ihrem klang magst und dir ihre eigenschaften zunutze machen. wenn du einer überlegung nachstöberst, heißt das nicht, dass du zu theoretisch an kompos herangehst. wenn du ein gefühl dafür hast, wie ein theoretisches gebilde sich anhört, kannst du es auch für dich nutzen. wenn du wegen einer melodie nicht weiter kommst, weil du dich auf eine harmoniefolge bereits festgelegt hast: tröste dich, du bist nicht der einzige, der damit kämpft das nacheinander mit dem miteinander zu verbinden.
     
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